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So schmeckt er, der Sommer

Die einen durchwandern ihn barfuß, die anderen legen zumindest mal die Krawatte ab - wie man ihn auch angeht, der Sommer ist die Jahreszeit der langen warmen Abende, der großen Ferien, der spontanen Gastfreundschaft, des mal »Fünfe gerade sein Lassens«. So sollte auch der Wein für den Sommer schmecken: Aromatisch und leicht, pikant und pointiert würzig, fröhlich und zugänglich aber handwerklich seriös, sonnengereift und frisch im Geschmack wie die Erdbeeren und Kirschen in Lee Hazlewoods und Nancy Sinatras berühmtem Song »Summer wine«.

Gute Sommerweine sind raffinierte Verführer, wenn sie denn mit dem Charme einer noch nicht gänzlich dem Menschen untertan gemachten Natur zu verführen wissen. Dazu brauchen sie weder »edle« Rebsorten, noch zeitgeistiges Wein-Design, keine schweren Flaschen und keine Medaillen. Vor allem brauchen sie keine Nobel-Preise. Das vermeintliche »Premium« ist inzwischen wirklich ausgelutscht. Wer teuer für sein Ego braucht, soll´s zahlen. Wir spielen das miese Spiel nicht mit.   

Die Erfahrung lehrt, daß die sommertauglichsten Weine dort entstehen, wo man Hitze und Trockenheit gewohnt ist und im Weinbau damit umzugehen versteht. Solche Weine sind es, die wir hier empfehlen. Ihre würzige Aromatik begleitet den Duft lauer Sommernächte einfühlsam und passend. Sie schmecken mundwässernd gut und überzeugen mit einer Strahlkraft und Frische, die nicht nur durch Säure definiert ist, sondern ein Mundgefühl offeriert, das auf mineralischer Substanz aus niedrigen Erträgen von lebendigen Böden basiert. 

Es gibt nur diesen einen Sommer 2026 im Leben. Deshalb möchten wir mit unseren sorgfältig ausgewählten sommerlichen Favoriten eure Sinne inspirieren, eure Gedanken beflügeln und eure Gefühle so leichtfüßig wie vergnüglich anregen. Damit ihr in den grauen Wochen und Monaten später im Jahr entspannt und voll positiver Erinnerungen die guten Stunden des Sommers Revue passieren lassen könnt. Wir wünschen euch einen so erholsamen wie sinneserfüllten Sommer 2026!

Unsere Weine zur Küche des Sommers

Aperitif

Es gibt ihn bei uns in Deutschland leider nicht, den wunderbaren Brauch des Aperitifs. Im Urlaub im Süden Europas habt ihr ihn bestimmt erlebt. Wenn sich abends Büros, Fabriken und Geschäfte leeren, füllen sich die Cafés und Bars in Stadt und Land in Windeseile. In Frankreich, Italien und Spanien ist er abendlicher Usus, der Apero

Da nehmen sich Alt und Jung die Zeit für einen Pastis bei einem Schälchen Oliven, einen Kir mit ein paar Salzmandeln, einen Crémant, Cava, Prosecco oder auch einfach nur ein Bier zu Tapas oder netten Antipasti, um eine Zäsur zu setzen zwischen die dienstliche und die private Existenz. Man plaudert über Nebensächlichkeiten, kommt runter vom Alltag und stimmt sich auf den Feierabend ein. Holt euch den schönen Süden ins Haus mit unseren Aperitif-Zutaten... 

    Salate


    Sommer ist Salat-Zeit. Da kann alles, was der Markt zu bieten hat, zu schmackhaften Salaten verarbeitet werden. Zitrone, Salz und ein guter Essig liefern die Würze. Und - ganz wichtig: Hochwertig frisches Olivenöl sorgt für die Bindung zwischen Salat und dem begleitenden Wein. 

    Der ist vorwiegend weiß, frisch, trocken und leicht, füllt saftig den Mund, duftet würzig statt fruchtig und gibt sich eher verhalten im Alkohol. Er verträgt Bitterkeit, kann mit Säure umgehen, Salz hilft ihm auf die Sprünge und schon begleitet er Blatt-, Gemüse-, Fisch- und anderen Salate mit Bravour. 

      Aubergine

      Die Aubergine ist aus den Küchen rund ums Mittelmeer nicht wegzudenken. Vom Libanon bis nach Marokko wird sie als »Baba Ghanoush« als Vorspeise serviert, in Südfrankreich steckt sie im dortigen »Ratatouille«, in Italien serviert man sie als »Melanzane alla Parmigiana« und ohne sie ist die sizilianische »Caponata« nichts. 

      Auch bei uns ist sie inzwischen eines der wichtigsten Sommergemüse. Die sie begleitenden Weine können weiß wie rot sein, sollten trocken, aber nicht sauer, mager und dünn sein, um die Textur des Gemüses aufgreifen zu können. Als Weißwein eher verhalten im Alkohol, als Rotwein saftig, weich und geschmeidig in den Gerbstoffen, um mit dem rauchig wirkenden Aroma des Nachtschattengewächses zu harmonieren.  

        Tomate

        Tomaten und Wein, eine schwierige Liaison. Warum tut sich die Tomate, das mit Abstand liebste Gemüse der Deutschen, so schwer mit Wein? Weil sie neben vielen anderen Nährstoffen auch viel Kalium enthält, das bei der Übertragung von elektrischen Impulsen an Muskel- oder Nervenzellen im Mund eine entscheidende Rolle spielt. 

        Es verstärkt sensorisch die Wechselwirkung mit den Gerbstoffen des Rotweines so, daß die im Speichel vorhandenen Proteine zu unlöslichen Komplexen ausfallen, die jene adstringierend bittere Wirkung entstehen lassen, die Wein und Tomate so schwierig macht. Wir haben viel probiert, getestet, gekocht und empfehlen eher leichte, säurebetonte Weiß-, Rosé- und Rotweine zur Begleitung. Sie haben sich bestens bewährt.

          Kräuter. Vegan. Vegetarisch

          Da sind Weine gefragt, die mit den grünen Aromen frischer Kräuter ebenso zurechtkommen, wie mit der geschmacklichen Wirkung anspruchsvoller veganer und vegetarischer Küche. Sie setzt auf Gewürze, frische Kräuter und pflanzliche Fette, arbeitet mit rohen Zutaten oder raffiniert umgesetzten Garzeiten, ihre Proteine entstammen ausschließlich pflanzlicher Quelle. 

          Die Weine dazu kombinieren wir ausschließlich nach Mundgefühl, nicht nach AromaWeißweine brauchen filigrane Säure in weicher, aromatisch prägnanter Fülle. Die Rotweine sollten leichter sein und nur dezente Gerbstoffe mitbringen, um pflanzliche Bitterkeiten nicht noch herber wirken zu lassen, sie brauchen aber Physis und Struktur und sollten kühl serviert werden können.

            Vom Grill

            Fleisch (und Fisch) vom Grill machen die Kombination mit Wein einfach. Ab ca. 140° C setzt im Grillgut die sogenannte Maillard-Reaktion ein, die unter Hitzeeinwirkung Aminosäuren und reduzierende Zucker in Verbindungen umwandelt, deren Endprodukte besonders geschmacks- und aromaintensiv sind. Über diese Maillard-Reaktion entsteht auch das berühmte Umami-Mundgefühl. 

            Der Wein dazu ist rot, sollte samtige Gerbstoffe und ein feines Säuregerüst haben und muß strukturell und aromatisch schon was können, um den intensiven Aromen der Maillard-Reaktion Paroli bieten zu können. Aber: Hoher Alkohol (> 14 Vol.%) löst in Verbindung mit Pfeffer und anderen Schärfen ein unangenehm heißes Gefühl am Gaumen aus. Weißwein am Grill braucht die Balance von Frische und Fülle, Saft und Kraft, Säure und mundfüllender Dichte, um das, was ihr so liebevoll auf den Grill legt, gekonnt begleiten zu können.

              Fisch & Co

              Meeres-, also Salzwasserfisch, ist bis auf Kabeljau und Sardine, sowie den unvermeidlichen Zuchtlachs und die üblichen Aquakultur-Fische, aus naturethischen Gründen nicht mehr zu empfehlen. Alternativ gibt es herausragend gute Süßwasserfische aus nachhaltiger Zucht in regionalen Gewässern. 

              Dazu fällt unsere Wahl auf knochentrockene Weißweine mit saftig dichter, eher weicher als säuerlicher Textur, die sich an der Struktur des Fischfleisches orientiert. Es sind aromatisch würzige, animierend salzig mundfüllende Weißweine, die Zitrone in der Begleitung ebenso mitmachen, wie Saucen auf Butter- oder Sahnebasis. Die goldene Regel der Sensorik: Ein Spritzer Zitrone und eine Prise Salz, und schon passen Speise und Wein zusammen.

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                Unsere Sommer-Empfehlung 

                Zwei fröhlich sprudelnde Natur-Frizzante von Mutter und Töchtern Lusenti • Frauenpower aus der Emilia-Romagna 

                Weiß aus der Rebsorte Malvasia di Candia: »Emiliana« 0,75l       17,90 €       

                Rosé aus der Rebsorte Barbera: »Ciaomare«,0,75l                19,90 €

                Lodovica Lusenti und ihre Töchter Martina und Susanna beweisen, daß man auch außerhalb bekannter Herkunft und üblicher Klischees famose Weine produzieren kann, die Freude machen. Ihre biologische Bewirtschaftung und lebendige Böden erlauben ihnen, auf die üblichen geschmacklichen Zusatzstoffe und Manipulationen zur Korrektur dessen, was im Weinberg nicht funktioniert hat, zu verzichten. Ergebnis sind u. a. diese beiden ungeschminkt freien Natur-Schäumer (PetNat), die warme Sommerabende fröhlich unvergessen machen. Das wahre Italien, wie man es hierzulande kaum geboten bekommt.

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                Unser Sommer - euer Wein


                Wir wissen nicht, wie ihr die Sommermonate verbringt. Wir bleiben zu Hause, ersparen uns das Adrenalin in den Staus der Hin- und Rückfahrt in den Urlaub, die teuren Hochsaison-Preise, die unvermeidlichen Touristenströme der Hochsaison. 

                Im Sommer laden Kultur und Museen in aller Vielfalt ein, in den Biergärten findet man Platz, wir gehen wandern, machen Picknicks, genießen die Tage und Abende auf Terrasse, Balkon oder im Garten, und laden Freunde und Bekannte ein, die es ähnlich halten wie wir. Wir freuen uns, daß die anderen im Urlaub sind, und genießen die reifen Gemüse der Saison zu Weinen, die uns auf die Reise schicken zu aufregenden Genuß- und Geschmacks-Erfahrungen.    

                Picknick


                Wann habt ihr euer letztes Picknick gemacht? Ist das nicht eine wunderbare Sache? Man läuft und läuft und läuft und wenn der Hunger kommt und die Beine schwer werden, sucht man sich ein Plätzchen, wo man sich niederläßt, um sich am Mitgebrachten zu erlaben. Franzosen und Italiener, denen ihr Mittagstisch heilig ist, sind Weltmeister im picknicken. Man sieht sie mittags an den unmöglichsten Plätzen, wo sie ihr Mitgebrachtes, das meist kundig präpariert ist, in fröhlichem Beisammensein genießen.

                Eine wunderbare Sache. Versucht es doch auch mal! Der Wein dazu ist einfach und auch bei den Gläsern brauchts kein großes Chi-Chi. Seid entspannt und staunt, wie gut einfache Weine unter freiem Himmel schmecken.

                  Terrasse, Balkon oder Garten

                  Weingenuß braucht keinen besonderen Ort. Man kann ihn überall zelebrieren. Weingenuß braucht vor allem Geist. Für innere Ruhe, entspanntes Herangehen, für Neugier und Offenheit, für die Fähigkeit zur Selbstreflexion, denn wer immer nur trinkt, was er schon kennt, verfällt dem Klischee. 

                  Urlaub zu Hause, die erholsame Pause auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten - der ideale Zeitpunkt fürs Kennenlernen und Erleben der eigenen Sinne. Dazu haben wir euch besonders preiswerte Flaschen ausgesucht, die Charakter wagen, ohne kompliziert zu sein, und hoffentlich das Zeug haben, eure Lust auf das Gute im Wein zu wecken.

                    Lange Sommerabende


                    Nur im Sommer kommen reife Gemüse auf die Teller, die in Freilandkultur reifen konnten. Die nach mehr schmecken als üblich. Der Sommer ist die Zeit der Aromen, der Reife, der Frische vom Acker ohne weite Wege, weil Obst und Gemüse endlich auch mal bei uns reif werden. Dazu trinke ich doch nicht irgendwelche x-beliebigen Pseudo-Leicht-Weinchen, die nach nichts schmecken! 

                    Unsere Sommerweine besitzen besondere Ausstrahlung durch Saft und Kraft, die der Pracht der sommerlichen Aromen Paroli zu bieten verstehen. Weil schmackhafte Sommerküche schmackhafte Weine mit mehr Charakter und spürbarer Frische braucht. Unsere Sommerabend-Weine sind deshalb besonders herzhaft und schmackhaft. es sind charakter- und anspruchsvolle Weiß- und Rotweine, die etwas mehr kosten, weil sie mehr zu sagen haben.

                      Rare Harmonie aus der Hitze des Südens

                      Das Hinterland des Departements Var zwischen Marseilles und Cannes ist das Herzstück der Provence. Hier residieren die Weingüter der Schönen und Reichen, von Brad Pitt bis George Clooney & Co. Das Var und das angrenzende Departement Alpes-Maritime mit der Hauptstadt Nizza sind die heißesten und trockensten Regionen Frankreichs. Trotzdem kommen von dort einige der großen Weinlegenden des Landes, die in der Hitze des Sommers gefeiert, gesoffen und genossen werden. Weil sie unverwechselbar kraftvoll und aromatisch intensiv schmecken, ohne schwer und mächtig zu sein. Die große Kunst der guten Winzer dort.

                      Hier zwei Meister-Betriebe aus der Hitze der Provence, deren rare Weine an der Côte d´Azur zu den absoluten Stars gehören, weil sie wie nur wenige andere die Hitze ihrer Herkunft in einmalig mundwässernde Harmonie zu verwandeln verstehenClos de l´Ours und Clos Saint-Vincent.    

                        Und zum Schluss: Rosé!

                        Er darf im Sommer nicht fehlen: Guter Rosé. Er ist der Wein der Stunde. Hochwertig handwerklicher Rosé bietet heute ein faszinierend breites Spektrum zwischen Frucht und Würze, das ihn zum idealen Partner sommerlich inspirierter Küche macht. Hier eine kleine Auswahl unserer beliebtesten Exemplare der dritten Dimension im Wein. 

                        Wir verweisen auf unsere große Auswahl an Rosé, die geschmacklich und stilistisch so bunt ist, wie sich Rosé jedes Jahr aufs Neue präsentiert. Wißt ihr, welcher Rosé-Typ ihr seid? Einfach praktisch auszuprobieren ...

                          Wir wünschen einen erfreulichen Sommer 2026 mit diesem Angebot. Eure K&U-Weinhalle | Gebr. Kössler & Ulbricht GmbH & Co KG