DER große Trend: Rosé. Die dritte Dimension im Wein

Winzer sind auch nur Menschen. Deshalb haben viele von ihnen keinen Plan. Sie folgen wie die Lemminge einfach dem Markt bzw. dem, was sie dafür halten. Deswegen ist Wein in seiner Gesamtheit so langweilig geworden, so uniform, so stromlinienförmig, so klischeehaft banal.

Deshalb gilt Persönlichkeit im Wein nach wie vor als schwer verkäuflich. Dafür müßte man ja hart arbeiten. Stimmt, wir haben jahrelang für guten Rosé gekämpft, viele Weine ins Angebot genommen, viel geschrieben, viel geredet, bis Rosé bei uns lief wie geschnitten Brot.

Jetzt boomt er weltweit. Vermutlich, weil sich neuerdings Filmsternchen und Promis ihm jetzt öffentlichkeitswirksam widmen. Brad Pitts und Angelina Julies Rosé ging um die Welt. Selbst nach ihrer Trennung explodiert ihre Marke, obwohl niemand weiß, wo die Trauben herkommen, die jetzt plötzlich mehr als eine Million ihrer Flaschen füllen. Der Rubel rollt. Er rollt so, daß sich jetzt auch globale Luxus- und Getränke-Konzerne ins Rosé-Geschäft einkaufen. Zu Preisen, die gewachsene Preisstrukturen vor Ort so nachhaltig zerstören, daß einheimische Winzer in diesem Spiel keine Chance mehr haben. Den internationalen Investoren ist das egal. Sie wittern im Rosé aus der Provence das große Geschäft und tun alles, damit ihre Rechnung aufgeht. 

Ihr Rezept: Sie kaufen einen Betrieb, der sich schon einen Namen gemacht hat, füllen dessen Weine in neureiche Blingbling-Flaschen ab, schalten teure Anzeigen, kaufen sich nette Presseartikel, erhöhen die Preise - und prompt beißt sie an, jene Käuferschaft, die so wenig Ahnung von der Materie (und so wenig Geschmack) hat, daß sie sich an Preisen und Hochglanz orientieren muß, die ihr so erfolgreich zu suggerieren versteht, das gut sein muß, was teuer aussieht und deshalb auch teuer ist. 

So wird nun auch der Rosé aus der Provence dem sogenannten »Premium-Trend« geopfert. Erkennbar stets an austauschbar kitschig lauter »Frucht« nach Gletscherbonbons mit netten Himbeer- und Erdbeer-Noten. Seine betont lachsfarbene Tönung verdankt er Enzymen und viel Technik im Keller. Er muß schließlich konkrete Klischees erfüllen, damit der Cash-Flow stimmt: Im September geerntet, im Sommer des Jahres darauf getrunken; kein anderer Wein liefert ähnlich sichere und vor allem schnelle Rendite. 

Diese »Premium-Industrialisierung« hat Rosé zum stärksten und schnellst wachsenden Segment im internationalen Wein-Business gemacht. 

Und guter Rosé?

In seinen besten Exemplaren wird Rosé, wie wir ihn anbieten, heute gänzlich anders geerntet und verarbeitet als noch vor wenigen Jahren. Er ist zur eigenen Kunstform ehrgeiziger Winzer geworden. Sie haben guten Rosé zum richtig seriösen Wein gemacht, zur dritten Dimension im Wein zwischen weiß und rot. 

Guter Rosé kann und will mehr sein als nur die eiskalt servierte Erfrischung an den heißen Tagen des Jahres. Es gilt zu unterscheiden zwischen Weinen, die als »Rosé« verkauft werden und Weinen, die ihre spezielle Farbe einem ganz speziellen physischen Genuß widmen. Letztere sind anspruchs- und charaktervoll in Duft und Geschmack, also alles andere als nur simpel »fruchtig«.

Guter Rosé hat durchaus Frucht, sie ist aber raffiniert eingebunden in eine anregend vielschichtige, an Sommerkräuter und den flirrenden Duft sommerlich heißer Tage im Süden erinnernde Aromatik, wie sie eben nur guter Rosé zu bieten hat. 

Rosé gilt zwar als Wein des Sommers und der Hitze, liefert aber doch eine eigenständige Kulturform des Weines. 

Sie versucht den Duft und die mineralische Transparenz des Weißweines mit dem herben Reiz der Physis der Gerbstoffe des Rotweines auf raffiniert komplexe Weise in Einklang zu bringen. Nur dann ist Rosé anregend, anspruchsvoll und in unserem Sinne gutDazu muß er aus geeigneten Rebsorten gekeltert werden. Nur kerngesunde Trauben, die zu einem wohldefinierten Zeitpunkt (für Säure und niedrigeren Alkohol) geerntet wurden, liefern animierende Frucht, herbe Süffigkeit und anregend pikante Frische mit Nachhalt und Biß. Sie sind es, die erfreulichen von ärgerlichem Rosé unterscheiden. 

Im Süden Europas, also auch in der Provence, sorgt die Klimakrise durch Trockenheit für sinkende Erträge durch kleiner werdende Beeren mit weniger Saftausbeute. Die Arbeit im Weinberg wird aufwendiger, die Weinbereitung komplexer. Dies macht die besten Rosés von dort komplexer und anspruchsvoller in Stil, Charakter und Trunk.

Es lebe die Vielfalt guten Rosés! 

Erleben Sie hier exemplarisch die völlig entgegengesetzten Stile zweier Rosés aus der Provence. Beide Bio. Beide Direktpressung
Einer aus großem Betrieb mit Bewässerung. Der andere aus kleinem Biodynamik-Betrieb ohne Bewässerung...  

Die Frucht der Technik

185 Hektar Reben bewirtschaften die Geschwister Magalie, Delphine und François Combard in La Londe des Maures in Sichtweite des Mittelmeers. Über 70% ihrer Produktion sind Rosé. Weil die Nachfrage seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt, hat sich ihr Betrieb vom Handwerk jener 18 Hektar, mit denen in den 1970er Jahren das provençalische Abenteuer der Familie begann, zu heutiger Größe entwickelt. Die Reben werden bewässert, um den Trauben Trockenstress zu ersparen, der ihren Wein bitter machen würde. 900 Fledermauskästen sorgen im Zusammenspiel mit Vogelhäusern für natürlichen Insektenschutz, die Böden sind begrünt, die Bewirtschaftung erfolgt seit über 20 Jahren zertifiziert biologisch. Eine solche Betriebsgröße erfordert modernste Technik in der Kellerwirtschaft, die Rosé entsprechend prägt. Combards große Reserve präsentiert sich durch die Vergärung mittels neutraler Reinzuchthefe im Duft entsprechend fruchtbetont, im Mundgefühl frisch, duftig und mundwässernd herb in der Mineralität der Schieferböden, auf denen hier die Reben stehen. Ein klarer, sehr feiner, aromatisch duftiger Rosé, der seine kühle Filigranität der Technik seiner Weinbereitung verdankt. 

Mehr hier

Die Würze des Handwerks

2012 kann Familie Brotons 15 Hektar alten Rebbestandes inmitten des Kernanbaugebietes des weltberühmten Provence-Rosés kaufen. Nach wenigen Jahren übernehmen Tochter Emilie und Sohn Fabien die Regie, stellen auf biodynamische Bewirtschaftung um und beginnen zum Erstaunen der Eltern große Weine zu produzieren, die es binnen weniger Jahre auf die Karten der besten Restaurants und Weinbars des Landes schaffen. Ihr »L´Accent« ist Provence-Rosé in Perfektion. Im Duft vielschichtig würzig an Lavendel, Thymian und Rosmarin erinnernd. Im Mund überraschend tiefgründig würzige Frische, die der Wein kühlen Nächten verdankt, die für enorme Temperaturamplituden sorgen. Ein klassisch großer Provence-Rosé aus spontaner Gärung, der seine kernige Individualität dem Verzicht auf Schönung, Schwefel und Filtration ebenso verdankt, wie den niedrigen Erträgen aus dem Verzicht auf Bewässerung, die ihm herbe, trockene Struktur im Mundgefühl verleihen und mundwässernd frische Würze auf die Zunge legen. Der perfekte Begleiter der Küche der Provence. Nach ihm sehnt man sich an warmen Sommerabenden. Hat mit dem Rosé von Figuière nicht mal die Farbe gemein ... 

Mehr hier

Wie entsteht Rosé und warum fällt er jedes Jahr anders aus?


Rosé entsteht aus blauen Beeren. Deren Saft ist weiß. In deren Schalen aber stecken die Pigmente der Farbstoffe, die sogenannten Anthocyane. Sie schützen die Beeren vor der Sonne, vor Verdunstung und vor Schädlingen. Sie enthalten zudem wertvolle Antioxidantien, die sogenannten Polyphenole. Deren Polymer-Ketten spürt man im Rotwein auf der Zunge als herbe, ledrige Konsistenz der Gerbstoffe, des sogenannten Tannins. Die Farbstoffpigmente und Gerbstoffe schützen Most und Wein nicht nur vor Oxidation, sie verleihen dem Rotwein auch seine Farbe.   

Zur Rosé-Herstellung »lutscht« man nun - während der sogenannten »Extraktion« - diese Phenole aus den Schalen angequetschter roter Beeren aus. Dabei entsteht zunächst eine kleine Menge weißer Traubensaft. Der beginnt zu gären, setzt dabei zunehmend Zucker in Alkohol um, der nun aus den Beerenschalen jene gewünschte Farbintensität und jenen angestrebten Gehalt an herber Gerbstoff-Pysis extrahiert, die der Winzer dem Jahrgang aus dem Verhältnis von Schale zu Saft der Beere zuschreibt. Winzerkunst. 

Deshalb fällt Rosé jedes Jahr anders aus. Ist ein Jahrgang heiß und trocken, fallen die Beeren klein aus, ihre Schalen sind dick, die Saftausbeute ist gering, der Zucker hoch, die Säure niedrig. Die Farbausbeute des entstehenden Rosés fällt entsprechend intensiver aus. In einem kühlen, feuchten Jahr mit guter Wasserversorgung der Reben fallen die Beeren größer aus, sie haben dünnere Schalen, die Saftausbeute ist höher, weshalb die Farbausbeute des entstehenden Rosés eher heller ausfällt, bei weniger Zucker und höherer Säure. Der besondere Reiz guten Rosés, mit dem die Natur die Winzer jedes Jahr aufs Neue konfrontiert.

Wie die Farbe, so der Geschmack. 

Die Machart entscheidet 

Je nach Rebsorte und Machart, also je nach Farbintensität und Art der Extraktion, reicht das Aromenspektrum guter Rosés von zarten floralen Blüten- über attraktive Beeren-Aromen (Erd- und Himbeere) bis hin zu exotischen Gewürzen, getrockneten Kräutern und warmer Erde. Merke: Rosé kann man auf zwei verschiedene Arten herstellen, die zwei grundsätzlich verschiedene Typen von Rosé hervorbringen (die man als Rosé-Trinker kennen sollte):


N° 1: Saignée | Ausbluten des Mostes

Unten im Bild die typische Farbe eines Saignée-Rosés. Er fällt farblich dunkler aus als ein Rosé aus Direktpressung und liegt auch im Alkoholgehalt höher, weil er der Abzug jenes Saftes ist (»Saignée«), der während der Herstellung von Rotwein durch die Gärung entsprechend reif geernteter Trauben entsteht. 

Sie müssen physiologisch und aromatisch vollreif sein. Nach der Gärung besitzt ihr Wein deshalb den ihrem Ausgangs-Zuckergehalt entsprechenden Alkoholgehalt. Um Rotwein auf natürliche Weise etwas konzentriert und dichter schmecken zu lassen, zieht man während der Maischegärung, also während der Extraktion der Beerenschalen auf dem gärenden Most, eine gewisse Menge dieses Mostes ab, meist sind das zwischen 10 und 30%. Man versucht das so früh zu machen, daß dieser Saft-Abzug noch möglichst roséfarben ausfällt. Weil Rosés aus Saftabzug stets aus Trauben gewonnen werden, die für die Rotweinbereitung aromatisch ausgereift geerntet werden, erkennt man solche Rosés grundsätzlich an einem Alkoholgehalt, der dem von Rotwein entspricht, und an einer, je nach Rebsorte unterschiedlich ausfallenden, stets aber dunkleren, intensiveren Farbtönung. Sie weisen dann im Mundgefühl auch die der Farbe entsprechende dichtere und herbere Gerbstoff-Substanz auf, was guten Saignée-Rosés eine ganz eigene Wirkung verleiht und damit auch ganz eigene Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Es sind in aller Regel kraftvoll den Mund füllende, dichte, aromatisch würzige Rosés.



N° 2: Direktpressung

Unten im Bild die charakteristisch zarte Farbe eines Rosés aus Direktpressung. Die berühmten südfranzösischen Rosés, denen man nachsagt, die feinsten der Welt zu sein, entstammen immer dieser Direkt- oder Ganztraubenpressung

Das Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich vom dem des Ausblutens, denn hier entsteht der Rosé direkt in der hydraulischen Presse. Dazu verwendet man besonders geeignete Rebsorten wie. z. B. in Südfrankreich die Rebsorten Cinsault, Grenache, Mourvèdre und Syrah, die man für niedrigeren Alkohol und belebend frische Säure bewußt früher erntet als für die Rotweinherstellung. Trotzdem liegen inzwischen auch Direktpressungs-Rosés bei 13 Vol.%. Die Trauben werden mit Stiel und Stängel in die Presse geschüttet und bleiben dort solange auf den leicht angequetschten Beeren liegen, bis der entstehende Most durch den durch die einsetzten Gärung zunehmend entstehenden Alkohol die gewünschte Farb- und Gerbstoffintensität aus den Beeren »ausgelutscht« hat. Wenn die gewünschte Farbausbeute erreicht ist, trennt man den Most von den Schalen durch Abpressen und vergärt ihn anschließend im Tank wie Weißwein. Direktpressungs-Rosés zeichnen sich in der Regel durch etwas niedrigen Alkohol (11,5 - 13 Vol.%) und eine hellere, in der Tönung zarter wirkende Wildlachsfarbe aus. Sie besitzen dezent herben Geschmack mit zarten, feinen, herben Gerbstoffen und einem eher fruchtigen als würzigen Duft. 

Vorsicht vor Protzflaschen und Markenfüllungen


Sein Erfolg hat dazu geführt, daß jetzt auch Menschen Rosé trinken, die bislang Rosé verachtet haben. Ihnen fehlen jegliche Kriterien für seine Qualität. Sie werden jetzt von den einschlägigen globalen Luxus- und Getränke-Konzernen mit teuer designten Schnickschnack-Flaschen umgarnt, deren »Prestige-Cuvées« zu Mondpreisen dargeboten werden. Oder sie fallen auf die clever benamsten Marken-Rosés anonymer Großabfüller herein, die ihnen Standardware über schweineteure Hochglanzwerbung als sommerliches Lebensgefühl anzudienen versuchen. 

Tipp: Vertrauen Sie nicht jedem Superlativ und glauben Sie nicht, daß guter Rosé »teuer« sein muß. Daß er Geld kostet, wenn er gut ist, versteht sich von selbst. Beschäftigen Sie sich doch hier ein wenig mit seinen Qualitätskriterien. Dann werden Sie kaum auf eines der banalen roséfarbenen Freizeitgetränke hereinfallen, die den Markt zunehmend überschwemmen.


Unsere Rosés


Die Unkomplizierten. Erfüllen ihren Preis  fröhlich mit Anspruch

Sie stammen sowohl aus »Direktpressung« als auch aus dem Ausbluten des Mostes während der Rotwein-Extraktion. Sie sind frisch, duftig und erfrischen köstlich, sind ein Plaisir für Auge, Mund und Nase und ihren Preis so wert, daß Sie staunen werden. Rosés für jeden Tag und jeden Anlaß. No matter what ....sie schmecken übrigens auch im zweiten Jahr nach der Ernte noch richtig gut. Dann harmonieren sie besonders zu winterlichem Fisch, aber auch zu sommerlich deftiger Küche, die in reifen Aromen schwelgt. Vor allem zu Tomaten aller Art sind sie dann der Knaller.

Die Mundfüllenden. Mehr Farbe, mehr Struktur. Aus dem Ausbluten des Rotweinmostes

Rosés, wie sie die sonnen- und hitzeerprobten Südländer lieben und den Sommer über genießen. Saft und Kraft zu den intensiven Aromen des Südens. Im Sommer schmeckt alles intensiver, weil es reif geerntet werden kann. Deshalb haben diese Rosés Charakter und wagen Eigenart, sind saftig im Schmelz ohne schwer zu sein und erfrischen auf ihre ganz eigene Art und Weise, wenn sie entsprechend kühl serviert werden. Ihre prachtvoll würzige Fülle an Aromen und ihre balancierte Dosis an Gerbstoffen mag nichts für Leichtwein-Schlucker und »Frucht«-Trinker sein, doch so lange und heiß der Sommer auch zu werden verspricht, zu diesen Rosés kann Ihre Küche aus dem Vollen schöpfen ....

2022 Rosé »Qu´es Aquò« Mas Cal Demoura

Inhalt: 0.75 l (26,00 €* / 1 l)

19,50 €*

Die Delikaten. Mit dem Duft, der Eleganz und der Leichtigkeit des Seins der Direktpressung

Feingliedrig und zart. Belebend trocken und dezent herb. Verhalten im Alkohol, weil früher gelesen. Deshalb besonders frisch und erfrischend in der geschmacklichen Wirkung. Anregend würzig und duftig transparent im Aroma. Hell und lustmachend in der Farbtönung - irgendwo zwischen hauchzart Rosé und animierend lachsfarben. Hier geben zwar traditionell französische Rosés den Ton an, doch die wunderbare Balance von appetitlich herber Frische und sommerlich würzigem Duft, von Charakter und Charme, läßt auch bei allen anderen Rosés aus Direktpressung das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mit ihrer noblen Duftigkeit und ihrem feinen, herben Geschmack gehören sie zu den feinsten und elegantesten des Marktes. 

Inhalt: 0.75 l (25,33 €* / 1 l)

19,00 €*

Die Anspruchsvollen. Mit der Kraft und Ausstrahlung einer besonderen Herkunft

«Terroir«. Das Spannungsfeld der Komplexität der Herkunft zwischen Mensch und Rebe, können auch Rosés für sich in Anspruch nehmen. Diese drei großen Charakter-Rosés beweisen es. Komplexe, die Sinne fordernde Rosés, die anders sind als alles, was wir Ihnen hier anbieten. Kraftvoll und stark in Dichte, Ausstrahlung und Charisma. Der Nauraleza Salvaje ist kein Rosé, sondern ein Clarete, ein Rotling, also ein Verschnitt aus Weißwein mit Rotwein - und trotzdem ein hinreißend milder, weicher, aromatisch strahlender, mineralisch zupackend griffiger, hellfarbiger Wein dritter Dimension, den man gut gekühlt serviert. »L' Accent« steht für die enorme Trockenheit, die Höhe und das Klima im provençalischen Var, wo Familie Bronton ihr besonderes »Terroir« in eine große Rosé-Persönlichkeit zu übersetzen versteht. Mehr Provence auf Flasche geht kaum. Einer unserer persönlichen Lieblings-Rosés dieses Jahr. Und schließlich noch die Rioja mit einer ollen Rosé-Kamelle aus dem Jahrgang 2018. Eine Rosé Riserva. Vor dem Verkauf drei Jahre auf der Flasche gereift. Doch keine Angst. Das ist keine Abfall-Entsorgung, sondern Tradition in der Rioja: Gereifter Rosé aus dem Hochland der Rioja. Pikant würzige Mineralität schmückt ein hochkomplexes, nichtalltägliches Rosé-Erlebnis, das bleibenden Eindruck hinterläßt. Drei große Rosé-Persönlichkeiten als Idealpartner zu anspruchsvoll würziger Sommerküche, wie immer Sie diese auch zu inszenieren gedenken.

Inhalt: 0.75 l (22,67 €* / 1 l)

17,00 €*

Inhalt: 0.75 l (23,33 €* / 1 l)

17,50 €*
%

Inhalt: 0.75 l (26,53 €* / 1 l)

19,90 €* 23,00 €* (13.48% gespart)

Die Natürlichen. Wenn Kultur die Freiheit der Natur im Wein schmeckbar macht

Die Naturweinbewegung prangert überfälligen Wandel an: Sie verarbeitet Trauben ohne die chemisch-physikalischen Zusätze und geschmacksverändernden Manipulationen der modernen Kellerwirtschaft zu Wein. Nach vielen Irrungen und Wirrungen ist sie dabei, erwachsen zu werden, akzeptiert, daß auch die Natur im Wein dessen mühsam errungene Kultur unbedingt braucht. Exemplarische Natur-Rosés aus kerngesunden Trauben von lebendigen Böden für maximal natürlichen Genuss. Nicht geschönt, nicht filtriert, nicht zusätzlich geschwefelt. Ursprünglich ungeschminkte, aromatisch expressive, geschmacklich ungewohnt »freie« Rosés für alle, die nicht nur trinken, was sie schon kennen. 
Unsere besondere Empfehlung: Der Rosé Dai! des jungen Myrko Tepus, dessen kleines Kult-Weingut am nördlichsten Ende des Var liegt, am Eingang zur berühmten Gorges du Verdon. Seine Beeren verweigerten ihm im gut mit Wasser versorgten Jahr 2022 die Farbpigmente. Er ist deshalb nur hauchzart Rosa, geschmacklich aber ein absolut vollwertiger, belebend herber, vibrierend lebendiger Rosé, der mundwässernden Trinkfluß auslöst. Dai!  

Inhalt: 0.75 l (17,33 €* / 1 l)

13,00 €*

Inhalt: 0.75 l (26,67 €* / 1 l)

20,00 €*

Natürliche Schäumer. Ohne Zusatz von Hefe, Zucker und Schwefel

Ein natürlich auf der Flasche vergorener Naturschaumwein erobert die Welt: »Pét Nat«. Ein Namenskürzel, das noch vor wenigen Jahren für eklektizistische Schaumweine spinniger französischer Naturweinwinzer stand. Heute sind »Pétillants Naturels«, so die vollständige Bezeichnung, auch bei uns in der Mitte der weintrinkenden Gesellschaft angekommen. Das »naturel« erklärt sich dabei von selbst: Die Pét Nat-Winzer füllen Most, der sich mitten in der alkoholischen Gärung befindet, bei einem Restzuckergehalt von 24 g/l in die Flasche, die mit einem stabilen Kronenkorken verschlossen wird. Der Most gärt auf der Flasche weiter und vergärt dabei den verbliebenen Zucker mit der natürlich vorhandenen Hefe der alkoholischen Gärung zu Kohlensäure und Alkohol; weil die Kohlensäure nicht entweichen kann, geht sie in Lösung und bildet so jene Blasen, die den gärenden Wein zum trockenen Schaumwein machen. Weil die entstehende Kohlensäure den Wein konserviert, brauchen Pét Nats keinen Schwefelzusatz. Deshalb kommen diese Naturschäumer vor allem aus der Naturweinszene. 
Es sind so eigenständige wie eigenwillige, so fröhliche wie verblüffend hochwertig schmeckende Natur-Schäumer, von denen einigen nicht die Gärhefe entnommen wurde, weshalb sie naturtrüb sind. Das soll und darf Sie nicht stören. Einfach die Hefe aufschütteln und mitgenießen. Schmeckt gut und fühlt sich wunderbar cremig an im Mund. Kein Wunder, daß diese Natur-Schaumweine so populär geworden sind!

Inhalt: 0.75 l (21,33 €* / 1 l)

16,00 €*

Inhalt: 0.75 l (24,67 €* / 1 l)

18,50 €*

Inhalt: 0.75 l (26,67 €* / 1 l)

20,00 €*

Inhalt: 0.75 l (28,00 €* / 1 l)

21,00 €*

Inhalt: 0.75 l (42,67 €* / 1 l)

32,00 €*

Noble Schaumweine in rosé

Um Schaumweine, egal ob Crémant, Sekt oder Champagner, zu Rosé zu machen, wird gemeinhin weißer Grundwein mit einem gewissen Anteil Rotwein verschnitten, der dann zum Rosé-Schäumer versektet wird. Technisch ist das ein Rotling.  Er schäumt fast so aufgeregt wie Champagner aus weiß gekelterten Trauben.
Echter Rosé ist in Sachen Cremant, Sekt, Cava oder Champagner ausgesprochen selten geworden. Er wird aus dem Mostabzug der Pinot Noir-Herstellung gewonnen und dann als »Saignée« gekennzeichnet. Durch die Gerbstoffe, die dieser Rosé dann natürlich besitzt, fällt das Blasenspiel hier deutlich gröber, aber auch deutlich weniger perlend aus. Der besondere Reiz echter Saignée-Rosé-Schaumweine: Die Perlung wirkt weich und sinnlich, löst sich erst auf der Zunge durch deren Temperatur von den Polymerketten der Gerbstoffe und setzt dann leise und cremig belebende Wirkung frei. Ein herber Hauch dezent präsenter Gerbstoffe zieht beerig würzige Frucht über die Zunge.... vom seltenen Lambrusco-Rosé bis zum echten Saignée-Rosé-Champagner finden Sie hier alles, was nobel rosa perlt. Viel Freude mit deren anregend edlem Blasenspiel.

Inhalt: 0.75 l (35,87 €* / 1 l)

26,90 €*

Inhalt: 0.75 l (65,20 €* / 1 l)

48,90 €*

Inhalt: 0.75 l (66,67 €* / 1 l)

50,00 €*

Inhalt: 0.75 l (100,00 €* / 1 l)

75,00 €*