»Un de ces jours« AOP Hautes-Alpes
Alpenwein. Ein spannendes Thema, wenn man sich für alte, schon vergessene Rebsorten interessiert. Sie mußten sich an die harten Wachstumsbedingungen vor Ort anpassen und besitzen deshalb einen Charakter, der mit nichts zu vergleichen ist. Espanenc zum Beispiel. Eine uralte lokale, vom Aussterben bedrohte rote Rebsorte der Alpen. Yann de Agostini baut sie auf seiner Domaine du Petit Août im Tal der Durance in den Westalpen als einziger wieder an. Hier also der vermutlich einzige Rotwein dieser Rebsorte.
Espanenc scheint sich an die widrigen Reifeverhältnisse in den Alpentälern angepaßt zu haben. Ihr Rotwein ist angenehm verhalten im Alkohol, ihre Beeren besitzen eine dünne Schale, deren Gerbstoffe wirken unerwartet weich und samtig auf der Zunge. Durch die Wärme im Mund beginnt sich der Wein dann zu öffnen. 2022 war ein ungewöhnlich heißes Jahr in den Alpen, was man an den dezent herben Gerbstoffen erkennen kann, die sich von Minute zu Minute verändern. Pfeffrig trocken schmeckt der Wein schließlich und klingt animierend herb am Gaumen aus. Kein Wein, den man solo zur Meditation genießt. Als alpiner Speisenbegleiter zu deftiger Kost wie Wurstwaren und gereiftem Hartkäse aber fängt er zu singen an, zeigt sich fröhlich beschwingt und harmoniert dann auch dezent kühl serviert zu würziger Orient- und Maghreb-Küche a la Ottolenghi. Am besten 1-2 h vor Genuß dekantieren.
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Bio-Kontrollstelle: FR-BIO-01
Abbildung ist beispielhaft.
Alpenwein. Ein spannendes Thema, wenn man sich für alte, schon vergessene Rebsorten interessiert. Sie mußten sich an die harten Wachstumsbedingungen vor Ort anpassen und besitzen deshalb einen Charakter, der mit nichts zu vergleichen ist. Espanenc zum Beispiel. Eine uralte lokale, vom Aussterben bedrohte rote Rebsorte der Alpen. Yann de Agostini baut sie auf seiner Domaine du Petit Août im Tal der Durance in den Westalpen als einziger wieder an. Hier also der vermutlich einzige Rotwein dieser Rebsorte.
Espanenc scheint sich an die widrigen Reifeverhältnisse in den Alpentälern angepaßt zu haben. Ihr Rotwein ist angenehm verhalten im Alkohol, ihre Beeren besitzen eine dünne Schale, deren Gerbstoffe wirken unerwartet weich und samtig auf der Zunge. Durch die Wärme im Mund beginnt sich der Wein dann zu öffnen. 2022 war ein ungewöhnlich heißes Jahr in den Alpen, was man an den dezent herben Gerbstoffen erkennen kann, die sich von Minute zu Minute verändern. Pfeffrig trocken schmeckt der Wein schließlich und klingt animierend herb am Gaumen aus. Kein Wein, den man solo zur Meditation genießt. Als alpiner Speisenbegleiter zu deftiger Kost wie Wurstwaren und gereiftem Hartkäse aber fängt er zu singen an, zeigt sich fröhlich beschwingt und harmoniert dann auch dezent kühl serviert zu würziger Orient- und Maghreb-Küche a la Ottolenghi. Am besten 1-2 h vor Genuß dekantieren.
- Alkohol: 11.3 Vol %
- Ausbau: Barrique (gebraucht)
- Gärung: Reinzuchthefe
- Bewirtschaftung: Biologisch
- Bodenart: Kalkmergel
- Rebfläche: 6 ha
- Trinkreife: sofort - 2029+
- Restzucker: 0,0 g/l
- pH-Wert: 3,4
- Schwefeldioxid über 10 mg/l: Ja
- Säureabbau: Ja
- Verschlussart: Naturkork
- Vegan: Ja
- Dekantieren: Unbedingt 1-2h vor Genuss
- Manuvin®: Ja
- Wissenswert: 56 mg SO2 total | unfiltriert | ungeschönt