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Unsere Weine für den Frühling

Ein Wunder der Natur, wenn im Frühling aus den Knospen die ersten Blätter aufbrechen, jedes Jahr aufs Neue, und so dem neuen Jahrgang den Weg bereiten. Das so erstaunlich sprießende Grün verdanken wir einem aufregend chemisch-physikalischen Prozess, der Photosynthese. Wer sich eingehender mit ihr beschäftigt, wird der Natur in ihrer faszinierenden Größe ein grundlegend verändertes Verständnis entgegenbringen. 

Eine schnelle und einfache Erklärung der Photosynthese findet ihr hier. Wenn ihr tiefer einsteigen möchtet, empfehlen wir euch dieses Video. Ohne Photosynthese kein Leben auf der Erde. Kein Boden, kein Bodenleben, keine Nahrungsmittel, kein Sauerstoff, kein Leben - und auch kein Wein. Doch im Alltag verwenden wir kaum einen Gedanken an dieses erstaunliche Wunder der Natur. Dabei ist der komplexe, zugegebenermaßen nicht leicht verständliche Vorgang der Photosynthese das vielleicht größte Wunder der Natur. Jeden Frühling aufs Neue zu bewundern. Tag für Tag zu erleben. Ein Leben lang. Im immer wiederkehrenden Zyklus der Jahreszeiten. Auch dafür steht Wein.

Inhalt: 0.75 l (23,87 €* / 1 l)

17,90 €*

Unser Schäumer der Saison

Italien kann´s einfach! Dort begrüßt man mit diesem fröhlichen Spaß-Schaumwein den Frühling: Malvasia di Candia Aromatica. Eine lokale weiße Aroma-Rebsorte der Emilia Romagna aus der Gegend von Piacenza, die einem mundwässernd frisch duftenden, wohltuend trockenen Schaumwein unverwechselbaren Charakter verleiht, der vor Ort gefeiert wird. Bei uns kennt man sie leider kaum, diese originellen lokalen Spezialitäten, die doch Italien erst zu Italien machen.

Der Schwestern Lusentis grandioser »Emiliana« duftet intensiv weniger »fruchtig« als komplex würzig und floral. Sein aufregend breit gefächertes Spektrum der Aromen ist auf seine Art einmalig und hinreißend attraktiv. 

Als PetNat mitten in der Gärung bei 24 g Restzucker auf Flasche gefüllt, mit Kronenkork verschlossen und ohne weiteren Eingriff auf der wilden Hefe vergoren. Sie steckt also noch in der Flasche. Natur-Schaumwein ohne zugesetzten Schwefel. Am besten unmittelbar vor Genuß vorsichtig aufrütteln. Damit der originelle Frühlings-Gruß sein cremig weiches Mundgefühl entfalten kann. Einfach brillant!

Bärlauch


Bärlauch ist der aromatische Vorbote des Frühlings im Wald. März und April sind seine Zeit. Da wird das beliebte Wildgemüse dann in den Wäldern gesammelt. Bärlauch gehört zu den Allium-Gewächsen, ist also mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt. 

Bärlauch steht zwar nicht unter Naturschutz, genießt aber sogenannten »Mindestschutz«, nach dem er nur für den Eigenbedarf gesammelt werden darf, ohne seine »Lebensstätten zu beeinträchtigen oder zu zerstören«. Eine gewerbliche Nutzung unterliegt behördlicher Genehmigung.

Seinem wunderbaren Aroma stellen wir Weißweine zur Seite, die die aromatische Wirkung dieses wunderbaren Wildgemüses perfekt aufzugreifen verstehen. 

    Bitterkeit


    Denken Sie kulinarisch an Radicchio, Puntarelle, Trevigiano, Tardivo, Cichoree, Artischocke ... wunderbar!

    Bitterkeit ist eine geniale Dimension im Geschmacksempfinden, die in der deutschen Küche aber kaum Tradition hat. Man lernt sie im Laufe des kulinarischen Lebens in Tee, Schokolade, Wildkräutern, Rettich, Rüben und Kohl kennen, doch spielen Bitterstoffe in der Küche hierzulande keine Rolle, weil sie mehrheitlich abgelehnt werden. Im Süden Europas schätzt man sie dagegen als kulinarisch besonders reizvoll, vor allem in der Kombination von bitter und salzig. 

    Bitterstoffen in Gemüse und Salaten mit Wein zu begegnen ist eine besonders reizvolle Aufgabe. Unsere bewährten Bitterstoff-Begleiter lösen sie souverän. Vor allem autochthone alte, lokal angestammte und deshalb qualitativ und stilistisch besonders ausfallende Rebsorten, die nicht auf bestimmte geschmackliche Eigenschaften gezüchtet wurden, besitzen von Natur aus eine raffinierte, oft nobel herbe Bitterkeit, die wir hier gezielt einsetzen.

      Kräuter & Blattsalate


      Wenn wir von Kräutern und Blattsalaten sprechen, meinen wir damit ausschließlich Bioware. Salate aus konventionellem Anbau schmecken nach nichts, sind wertloses Grünzeug, dessen meist labbrig weichen Blättern Spannung und Biß abgehen und dem jedweder Geschmack und die früher so belebend wirkende Bitterkeit abgezüchtet wurden.

      Im Zusammenspiel mit Wein geht es um grüne Aromen, dezente Bitterkeit und entsprechende Marinaden und Vinaigrettes. Wir setzen dabei auf die ungesättigten Fettsäuren hochwertig pflanzlicher Öle, nicht auf Mayonnaise und die gesättigten Fettsäuren tierischer Fette. Kräuterwürzige Weine mit Aroma, frischer, aber mild wirkender Säure (also niedrigem pH-Wert) , eher weichem, saftigem Mundgefühl (also Spontangärung) und leicht rauchigen Komponenten (für die ätherischen Öle der Kräuter) haben sich hier als  die besten Begleiter erwiesen.

        Frühlingsgemüse


        Frühlingsgemüse sind grün. Mehr geben die Photonen des Lichts, die Energie der Sonne, noch nicht her. Alle Gemüse des roten und dunkleren Farbspektrums brauchen Wärme, Licht und Sonne, also enorm viel Energie, um natürlich ausreifen zu können. Um sie außerhalb der Saison produzieren zu können, muß diese Energie künstlich aufgebracht werden. 

        Bleiben wir den saisonal und regional verfügbaren Frühlingsgemüsen treu. Noch tummeln sich die Gemüse des Winters in den Auslagen, doch schon kommen die ersten frischen Blattgemüse dazu, junger Spitzkohl, der beste im Jahr, Spinat, Radieschen und schnell wachsende Gemüse beginnen die kulinarisch graue Winterseele zu erfreuen. Deren grünlich frische Aromen müssen die Weine dazu aufgreifen können. Strahlend frisch müssen sie sein, alkoholisch eher auf der leichteren Seite, mundwässernd würzig in Duft und Geschmack, ruhig auch ein wenig mineralisch salzig ...

          Geflügel


          In den südlichen Ländern Europas wird viel mehr Geflügel gegessen als bei uns in Deutschland. Dort werden auch die ganzen Tiere verarbeitet und zum Schluß aus der Karkasse und den Resten eine wunderbare Geflügelbrühe gekocht.

          Den passenden Wein zu Geflügel zu kombinieren ist einfach, wenn das Geflügel hochwertig ist. Dann ist das Fleisch geschmacksintensiv und besitzt eine ganz spezifische Textur. Man denke nur an das saftig weiße Brustfleisch eines richtig guten Huhnes, um das sich in jeder Familie gestritten wird..... An dieser Textur, an diesem ganz speziellen Mundgefühl, das Geflügelfleisch - egal ob weiß oder rot - auslöst, orientieren wir uns in der Auswahl unserer Weine. Ob Sie das dann orientalisch würzen oder mediterran mit Zitrone, ob sie dazu eine Sauce servieren oder die Tiere süßlich mit Obst oder herb mit Kräutern füllen, tut dem Wein keinen Abbruch.

            Fleisch

            Fleisch im Frühling? Das heißt vor allem kurz gebratenes, gegrilltes oder im Kugelgrill gesmoktes Schwein oder Rind. Doch auch eine sorgfältig im Ofen geschorte Lammkeule  fällt in diese Kategorie, die wir hier gekonnt mit Weinen begleiten wollen. 

            Der Wein dazu ist nicht zwingend rot. Wir empfehlen hier auch ein paar Weißweine, die sich durch ihre Würze durchzusetzen verstehen, soweit einen coolen Rosé. Wenn Rotwein gefragt ist, muß er kraftvoll weiche Gerbstoffe besitzen, darf ein feines Säuregerüst im Rückgrat haben, um nicht zu schwer zu wirken, und sollte strukturell und aromatisch so anspruchsvoll sein, daß er den intensiven Aromen der Maillard-Reaktion Paroli bieten kann. 

              Vegetarisch & vegan


              Vegetarische Küche ist weltweit ins Lampenlicht gerückt. Ihr widmen sich inzwischen Spitzenrestaurants in aller Welt. Längst ist sie mehr als nur die so lange lieblos praktizierte »Küche ohne Fleisch«.

              In Sachen Wein ist vegetarische/vegane Küche eine Herausforderung. Pflanzliche Kost kann von roh bis geschmort, von mariniert bis fermentiert, in allen möglichen Zuständen auf den Teller kommen. Jedes Mal reagiert sie mit dem Wein grundlegend anders. Sie kann süß, neutral, herb oder bitter schmecken, kann - wie bei Spinat und Spargel - Oxalsäure enthalten, die mit dem falschen Wein eine unangenehme chemische Reaktion auslöst. 

              Mit konventionell »fruchtigen« Weißweinen aus Reinzuchthefevergärung ist dieser Küche nicht beizukommen. Sie setzt anspruchsvollere Strukturen voraus. Da muß man mit dem Mundgefühl spielen, mit Bitterkeiten, Strukturen, Säuren oder Süßen, aber auch mit Reife. Wir stellen anspruchsvoller Gemüseküche anspruchsvollere Weiß- und Rotweine zur Seite, die als Natur- und Orange-Weine physisch spürbares Erlebnis im Mundgefühl bieten und so die Vegetabilien in breitem Konsens optimal zur Geltung bringen. 

                Fisch


                Sowohl See- als auch Süßwasser...

                Meeres-, also Salzwasserfisch, ist bis auf Kabeljau und Sardine, sowie den unvermeidlichen Zuchtlachs und die üblichen Aquakultur-Fische, fast nicht mehr zu bezahlen und aus naturethischen Gründen ohnehin zu meiden. Dafür gibt es zunehmend herausragend gute Süßwasserfische aus nachhaltiger Zucht in regionalen Gewässern.

                Dazu fällt unsere Wahl auf knochentrockene Weißweine mit saftiger, eher weicherer als säuerlicher Textur, die sich an der Textur des Fischfleisches orientiert. Für den Frühling gehen wir von gedünstetem bzw. in der Pfanne in Olivenöl oder Butter gebratenem Süßwasserfisch aus. Ihm stellen wir aromatisch würzige, in ihrer Mineralität durchaus salzig wirkende, animierend mundfüllende Weißweine zur Seite, die Zitrone in der Begleitung ebenso mitmachen, wie Saucen auf Butter- oder Sahnebasis. Beherzigen Sie ggf. die goldene Regel der Sensorik: Ein Spritzer Zitrone und eine Prise Salz bringen Speise und Wein zusammen.

                  Rosé


                  Geht in Frühling und Sommer zu  fast allem und immer ...

                  Lange galt Rosé als Abfallverwertung, weil viele Winzer ihn tatsächlich als solches betrachteten ... bis vor ca. 15 Jahren einige Winzer in Anbetracht des spürbar werdenden Einflusses der Klimakrise begannen, ihre roten Trauben für niedrigeren Alkoholgehalt früher zu lesen und die kerngesunden, von Hand gelesenen Trauben sorgfältig per Direktpressung zu hochwertigem, zart lachsfarbenen Rosé zu verarbeiten. Daraus entstand der heutige Rosé-Boom.

                  Spannend an unseren Rosés ist die Wirkung ihrer Gerbstoffe im Verhältnis zu ihrer Frucht und Würze: Je heller ihre Farbe, desto feiner die Wirkung ihrer Gerbstoffe, desto intensiver und ausgeprägter ihre Frucht - und umgekehrt. 

                    Ein Angebot der Gebr. Kössler & Ulbricht GmbH & Co KG | Nürnberg