Es naht der Winter, das Herbstlaub ist abgefallen ...

Herbst. Die Zeit der Ernte 

Der Herbst, die dritte Jahreszeit. Wenn der Wein in den Weinbergen gelesen wird, ist das für uns immer eine besondere Zeit, macht die Weinlese doch deutlich, daß die Zeit zwar unaufhaltsam linear voranschreitet, doch gibt sie uns über den Zyklus ihrer Jahreszeiten die Chance, uns unserer Endlichkeit bewußt zu werden und damit uns und unser Dasein, die Natur, unsere Umwelt und unsere Mitmenschen etwas bewußter wahrzunehmen.


Die Laubfärbung? Der Abschied vom Jahr

Bevor der Winter Einzug hält, präsentieren sich viele Gehölze noch kurz von ihrer besonders schönen Seite: Bäume und Sträucher färben ihre Blätter um, aus Grün wird Gelb, Orange und Rot. Sie machen den Herbst damit zur berührend schönen Jahreszeit. Doch dann fallen ganz plötzlich, manchmal binnen weniger Tage, die Blätter ab und aus ist es mit der Pracht herbstlicher Laubfärbung.   

Das machen unsere sommergrünen Laubgehölze, um sich auf den winterlichen Wassermangel vorzubereiten. Sie verdunsten über ihre Blätter nämlich einen großen Teil des über die Wurzeln aufgesogenen Wassers. Eine große hundertjährige Rotbuche verdunstet so etwa 400 Liter pro Tag! Damit versteht man, warum Stadtbegrünung auf der einen und Entsiegelung auf der anderen Seite so immens wichtig sind für unseren Städte, um durch Wassereintrag und Speicherung im Boden die Klimabildung durch Verdunstung zu beeinflussen, die zur Abkühlung führt. Unsere Städte sind heute bis in große Höhen so aufgeheizt, daß Regen verdunstet, bevor er auf dem Boden ankommen kann. 

Wenn im Winter der Boden gefriert, bleibt der Wassernachschub aus. Pflanzen und Bäume würden langsam austrocknen, hätten sie sich nicht ihrer Blätter entledigt, um dadurch die Wasserabgabe wirksam zu stoppen. Dieses Abwerfen der Blätter ist ein auf faszinierende Weise von abnehmender Temperatur und durch Phytohormone gesteuerter komplexer Vorgang.


Dabei wird im Blattstiel ein Trenngewebe ausgebildet, dessen Zellen sich durch komplexe biologisch-chemische Prozesse voneinander lösen, so daß das Blatt aufgrund seines eigenen Gewichts schließlich abfallen kann. Ein Abschlussgewebe verschließt die dabei entstehende Wunde und schützt so vor Wasserverlust und Eindringen von Pflanzenschädlingen. Ein Wunder der Natur ... 

... doch nicht genug: Der Abwurf der Blätter ist nicht nur wirksamer Verdunstungsschutz, er entsorgt auch giftige Stoffwechsel-Endprodukte und vor allem in ihnen gespeicherte Umweltgifte. Außerdem sichert er den im Frühling austreibenden Knospen das nötige Licht für die Photosynthese zu ihrer Entwicklung. 

Das prächtige Farbenspiel des Herbstes entsteht übrigens, weil Nährstoffe abgebaut und wichtige Elemente wie Stickstoff, Phosphor, Eisen und Kalium in den Stamm verlagert werden; es beruht aber auch auf einer Änderung des Mengenverhältnisses der Blattfarbstoffe: Im Frühling und Sommer überwiegt der grüne Blattfarbstoff, das für die Photosynthese unabdingbare Chlorophyll; es überdeckt alle anderen Farbpigmente; um den lebenswichtigen Farbstoff im nächsten Frühjahr, wenn ihn die neue Blattgeneration wieder benötigt, verfügbar zu haben, zerlegen ihn die Pflanzen im Herbst fast vollständig in kleinere Bestandteile, die sie aus dem Blatt herausziehen und in Zweig, Stamm oder Wurzel deponieren. 

Dieses Abziehen des Blattgrüns im Herbst bringt dann die anderen Farb-Pigmente voll zur Geltung und so können dann die Karotinoide ihr oranges und rotes, die Xanthophylle ihr gelbes und die Anthocyane ihr rotes und violettes Farbenspiel im Herbst zunehmend entfalten. Wenn die Blätter anschließend irgendwann braun werden, zeigt das an, daß sie absterben. Die in ihnen enthaltenen Gerbstoffe oxidieren dann zu bräunlichen Farbstoffen.  

Jetzt wissen Sie (fast) alles über diese wunderbare Jahreszeit und die Faszination ihres Farbenspiels und können sich nun sinnlich und kulinarisch mit unserer herbstlich inspirierten Weinauswahl auf sie einstellen ...

Vier persönliche Herbst-Empfehlungen


Der Herbst braucht eigene Weine. Denn nach den reifen Aromen des Sommers ziehen Wildfleisch, Kürbis und Lauch, Pilze und Kohl in die Küche ein, sie wird aromatisch dunkler und würziger, verliert an Frucht. Dazu passen Wohlfühl-Weine, die eher den Mund füllen, als mit frischer Säure anzuregen, die in Aroma und Mundgefühl dem Herbst huldigen. Unsere vier Herbst-Empfehlungen haben wir ausschließlich nach ihrem Preis-Genuß-Verhältnis ausgesucht, nicht nur nach dem Preis. Sie mögen Ihnen Freude bereiten.  

Unser Star der Herbst-Küche

D.S. Bio ist kein schöner Name für ein Weingut. Klingt eher wie eine Automarke. Doch Danilo Scenna, für ihn steht das D. S., ist ein junger Biodynamik-Winzer in den Abruzzen südöstlich von Rom, der grandiose Naturweine produziert, die Herz und Seele berühren, weshalb man sich seinen Namen merken sollte. Von ihm wird man noch hören.

Seinen ARCARO keltert er aus einer erst seit 2010 wiederbelebten, bis dahin als ausgestorben geltenden uralten, lokalen weißen Rebsorten mit dem Namen Maturano. Ein weich die Zunge umspülender, dabei den Mund herbstlich rauchig füllender Weißwein voller Charme und ursprünglicher Ausstrahlung. Seine Reben stehen in alpiner Szenerie auf 500 m Höhe. Verhaltener Alkohol verleiht dem Wein magischen Trinkfluß und seine würzig rauchige Aromatik fügt sich in die Küche des Herbstes ein, als wäre sie dafür gemacht. Vor allem vegetarische Gerichte und Kürbis begleitet dieser großartige Speisenbegleiter in Perfektion, doch auch Seefisch und helles Fleisch freuen sich auf ihn. Unsere Empfehlung in Sachen »neuer italienischer Wein«. VinNatur® und Demeter® zertifiziert. 

2019 »Arcaro« Maturano del Frusinate IGT, D.S. bio               22,00 €


Anspruch im Charakter des Herbstes

Saint-Peray. Die große unbekannte Weißwein-Appellation der nördlichen Rhône. Hoch über dem Rhonetal bei Valence stehen die Roussanne- und Marsanne-Reben für diesen höchst eigenwilligen, nicht billigen, die Sinne verwirrend guten Weißwein, den man entweder liebt oder nicht mag. Naturwein. Ungeschönt, unfiltriert, berührend.

Die beiden weißen Rebsorten der Nordrhône verleihen ihm ein dicht gepacktes, sahnig-samtiges Mundgefühl voll gelblich herbstlicher Aromatik, deren rauchige Komponenten an einen Spaziergang im herbstlichen Wald erinnern. Weißwein voller physischer Substanz. Kleidet den Mund samtig kühl aus und klingt in schwelgerischer Fülle am Gaumen nach. Einer wie keiner. Magisch regionale Wein-Identität für anspruchsvolle Genießer, die das Ungewöhnliche suchen und Persönlichkeit und Charakter im Wein zu schätzen wissen. Nicht alltäglich, abseits des Mainstreams, bleibt dieser Wein in Erinnerung, wenn Flasche und Glas längst geleert sind. Unser Herbstwein 2023.

2020 Saint Peray, Domaine de Lorient                 29,00 €


 Wärmt Herz und Seele

Man kann es überall lesen: Bordeaux is out. Zu weit hat die Region ihre preisliche Arroganz getrieben. Cabernet und Merlot sind nicht mehr der Maßstab aller Dinge. Frau und Mann trinken heute selbstbewußter, brauchen keine Klischees mehr als Vorbilder, machen sich selbst auf die Suche.  

Als brillante Alternative bietet sich diese warmherzig opulente und doch raffiniert feinsinnige Cuvée aus Gamay und Pinot Noir (20%) von der »Loire Volcanique« an, aus der Auvergne im Zentrum Frankreichs. Sie begeistert mit der untrüglichen Eigenart des Granits, duftet dunkelfruchtig würzig und rauchig, beinahe speckig, agiert auf der Zunge dezent salzig und spontan berührend durch eine Qualität an Gerbstoffen, die staunen läßt: Dichtmaschig verwoben, erfrischend kühl und raffiniert fein, zugleich weich, rund, warm und opulent mundfüllend, von aufregend vielschichtiger Frucht und pikanter Würze durchzogen. Der ideale Kompagnon für gemütliche Herbstabende. 

2018 Mystik« Saint Pourcain rouge, Domaine Terres de Roa     26,50 €


Gute Gefühle statt Kraft und Wucht

Eine superedle Sangiovese aus einem uralten Weinberg im Städtchen Predappio in der Emilia Romagna. Der Ruf der Weine von dort rechtfertigt den Preis zunächst nicht, doch der Inhalt dieser Flasche ist allemal anders und besonders.

Die Villa Papiano ist Lieblingsweingut, denn alles, was Francesco Bordini und seine Geschwister im höchsten Weingut der Emilia Romagna produzieren, ist außergewöhnlich. In Predappio, bekannt als Geburtsort Mussolinis, produzieren Bordinis eine Sangiovese-Rarität, deren historische Genetik einen unerwartet feinen, verblüffend an Pinot Noir von der Côte de Beaune erinnernden Rotwein liefert. Transparent in der Farbe. Im leisen, noblen Duft würzige Sommerkräuter, rote Früchte, kühle Frische. Im Mund filigrane Säure, die in beeindruckender Länge am Gaumen ausklingt. Kraft und Finesse in einem schwebend kühl wirkenden, von kaum spürbarer Gerbstoffwirkung geprägten Mundgefühl, dem die Robustheit »normaler« Sangiovese abgeht; hier füllen prachtvolle, feinsinnig zart wirkende, schmeichelnd kühl agierende Gerbstoffe, einem Seidentuch gleich, den Mund. Intellektueller Wohlfühlwein für Feingeister und -schmecker, der die Küche des Herbstes mit Noblesse begleitet. 

2019 »Pre« Romagna DOC Sangiovese Predappio, Villa Papiano      33,90 €

Gemütliche Weine für kühle Abende und graue Tage

Anspruchsvoll, aber nicht überfordernd, begleiten sie durch den Herbst

Herbstliche Weißweine

zu bezahlbarem Preis

Weißweine für den Herbst sollten nicht mit Säure glänzen, sondern durch ein wohltuend harmonisches Mundgefühl. Sie dürfen frisch schmecken, müssen auch Säure besitzen, um einen niedrigen pH-Wert aufzuweisen, aber sie dürfen nicht spitz, schlank und mager schmecken, sondern sollten sich gut anfühlen im Mund. Schließlich müssen sie die kräftiger werdenden Aromen der herbstlichen Küche und die kühleren Außentemperaturen mit wärmendem Charakter, ohne daß ihr Alkohol heiß wirken darf am Gaumen, optimal begleiten können. Wir orientieren uns hier deshalb vor allem am Mundgefühl der Weine, lassen dabei aber die ganze Bandbreite an Stil und Charakter zu, die Weißwein heute zu bieten hat.

2022 »Viognier« IGP l´Herault Domaine de Petit Roubié

Inhalt: 0.75 l (12,67 €* / 1 l)

9,50 €*
2022 Rueda Verdejo »Pita« Verderrubi

Inhalt: 0.75 l (13,20 €* / 1 l)

9,90 €*
2022 Douro Branco »La Rosa« (weiß) Quinta de la Rosa

Inhalt: 0.75 l (14,67 €* / 1 l)

11,00 €*
»gluegglich« Fred Loimer

Inhalt: 0.75 l (16,00 €* / 1 l)

12,00 €*
2022 »Coup de Foudre« IGP Pays D´Aude Cazaban, Domaine de

Inhalt: 0.75 l (22,00 €* / 1 l)

16,50 €*
2021 Silvaner "R" Reserve Wagner-Stempel

Inhalt: 0.75 l (26,67 €* / 1 l)

20,00 €*

Herbstliche Rotweine

zu bezahlbarem Preis

Rotwein für den Herbst soll glücklich machen. Ohne teuer zu sein. Die Rotwein-Nachfrage ist weltweit rückläufig, weil Weißwein so spannend vielfältig und hochwertig geworden ist - nicht dramatisch, aber doch so, daß man von einem Trend sprechen kann. Also empfehlen wir Ihnen hier sorgfältig ausgesuchte Rotweine für jeden Tag, die hohe Ansprüche erfüllen, aber nicht die Welt kosten. Das weltweite Überangebot führt dazu, daß bei entsprechender Suche Qualitäten zu entdecken sind, die ihren Preis mehr als wert sind. Wir staunen in unseren Proben immer wieder darüber, wie viel Rotweingenuß inzwischen fürs Geld geboten wird. Trotz steigender Preise für Energie, Flaschen, Korken und Papier, trotz Inflation. Solche ihren Preis besonders werten Weine bieten wir Ihnen hier an. Damit Ihre herbstlichen Abende so gemütlich wie erfreulich werden, ohne ein Loch in den Geldbeutel zu brennen. 

Inhalt: 0.75 l (7,87 €* / 1 l)

5,90 €*
2022 »Mencia« Valdeorras Tinto Joaquin Rebolledo

Inhalt: 0.75 l (11,87 €* / 1 l)

8,90 €*

Inhalt: 0.75 l (10,65 €* / 1 l)

Ab 7,99 €*

Rosé für kurze Tage und lange Nächte

Ja, es gibt inzwischen anspruchsvolle Rosés, die auch in Herbst und Winter deren saisonale Küchen hinreißend gut zu begleiten verstehen. Vor allem jene hochwertigen Exemplare, die nicht nur banal »fruchtig«, sondern kraftvoll im Geschmack sind, ohne alkoholisch schwer zu sein. Sie haben die »Dritte Dimension im Wein« so populär gemacht, daß Rosé heute das am schnellsten wachsende Segment im internationalen Weinhandel ist. Wir bieten Ihnen hier drei brillante Rosés zum herbstlichen Selbstversuch an, die sehr unterschiedlich ausfallen, aber zeigen, was in Sachen Rosé heute möglich ist.  

Inhalt: 0.75 l (22,67 €* / 1 l)

17,00 €*

Inhalt: 0.75 l (23,33 €* / 1 l)

17,50 €*
2022 Rosé »Qu´es Aquò« Mas Cal Demoura

Inhalt: 0.75 l (26,00 €* / 1 l)

19,50 €*

Anspruch und Charakter Weiß

zu bemerkenswert fairem Kurs. So viel Weingenuß fürs Geld zu finden ist harte Arbeit


Wer herbstlichen Viktualien frönt, will auch aromatisch aus dem Vollen schöpfen können. Dazu braucht es Weißweine, die saftig dichte Textur besitzen, ohne alkoholisch schwer zu sein. Sie sollten tiefgründig und charaktervoll sein, um die Küche der Saison mit Nachhalt unterstützen zu können. Wir haben bewußt in der preislichen Mitte gefischt, denn gerade hier haben wir erstaunlich hochwertige Qualitäten gefunden, die auch höchsten Ansprüchen genügen. Die Welt ist voll von gutem Wein. Will man in diesem See die charaktervollen Spitzen finden, muß man vor Ort suchen, denn ohne Kenntnis der Böden, der Topographie und besonders engagierter, oft sehr kleiner Winzerbetriebe kommt man an diese zwar oft wenig bekannten, dafür aber um so spannenderen Weinpersönlichkeiten nicht ran. Für uns liegt in ihnen die Zukunft des Marktes. Hier zu erforschen und leibhaftig zu genießen.

Inhalt: 0.75 l (21,20 €* / 1 l)

15,90 €*
2022 Sulzfelder Blauer Silvaner Zehnthof Luckert

Inhalt: 0.75 l (21,33 €* / 1 l)

16,00 €*

Anspruch und Charakter Rot

mit mehr Wein im Glas, als der Preis vermuten läßt

Es in Sachen Rotwein allen recht zu machen, ist unmöglich. Die einen trinken nur »runde, weiche« Weine, die anderen mögen es lieber deftiger, wieder anderen kann es gar nicht natürlich genug zugehen in Sachen Gerbstoff-Wirkung. Rotwein bedeutet Gerbstoffe. Um sie geht es, auch wenn viele Rotweintrinker nicht wissen, was sich dahinter verbirgt: Gerbstoffe sind mehr oder weniger lange Kettenverbindungen, ähnlich einer Halskette; sind sie kurz, ist der Rotwein billig und hinterläßt im Mund ein an Leder erinnerndes, matt-stumpfes Gefühl auf der Zunge - wenn überhaupt, denn in billigen Rotweinen gibt es sie meist nicht, die Gerbstoffe. Sie wurden herausgeschönt oder ihre Trauben waren so schlecht, daß man die Beerenschalen nicht sinnvoll auslutschen konnte. Da kommen die Aromen und das Mundgefühl im Rotwein nämlich her. 

Alles, was man im Rotwein riecht, sieht und schmeckt, stammt aus der Schale der Beeren. In hochwertigen Rotweinen kann man die Qualität der Gerbstoffe buchstäblich fühlen. Sie wirken lang und geschmeidig, können massiv präsent sein und einen Rotwein »dicht gepackt« wirken lassen, ohne die Zunge stumpf und matt zu quälen. Das ist sie, die Winzerkunst hinter dem Rotwein. 

Nach dieser Qualität der Gerbstoffketten haben wir unsere herbstlich anspruchsvollen Rotweine ausgewählt. Sie alle spülen stoffige Substanz auf die Zunge, besitzen mehr Körper, als daß sie durch raffinierte Eleganz glänzen, machen ihre hochwertige Gerbstoff-Qualität also in unterschiedlicher Physis auf der Zunge fühl- und spürbar - von deftig und warm bis dicht und raffiniert kühl in der Wirkung. 

2021 Malbec »Adelante« Adelante Wine

Inhalt: 0.75 l (22,53 €* / 1 l)

16,90 €*

Inhalt: 0.75 l (20,00 €* / 1 l)

15,00 €*
2021 Syrah »Pleine Terre« Rouge IGP Chemins de Bassac

Inhalt: 0.75 l (22,00 €* / 1 l)

16,50 €*

Anregende Weine für Stunden der inneren Einkehr

Guter Wein muß weit mehr können als nur zu schmecken. Je besser er ist, um so komplexer fällt er aus, weil ihn eine besondere Herkunft mehr prägt als die Weinbereitung. Um so mehr gibt es in ihm zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Um so »anstrengender« wirkt er aber auch und setzt damit neben Toleranz und Offenheit auch profunde Qualitäts- und Trink-Erfahrung voraus. Nur dann kann man Weinpersönlichkeiten in ihren eindrucksvollen Eigenarten und Charakteren beurteilen und genießen. Guter Wein ist also mit der oberflächlich schnellen Beurteilung a la »schmeckt mir/schmeckt mir nicht« nicht zu beurteilen, denn Größe im Wein kann die perfekte Erfüllung bekannter Klischees sein, aber auch die hochindividuelle Abweichung von der »Normalität«. 

Da uns Klischees im Wein grundsätzlich nicht interessieren, bieten wir Ihnen in diesen sechs eindrucksvoll eigenständigen Weinpersönlichkeiten die Erfahrung des »Guten im Wein« an, das jeden dieser sechs Weine in Duft und geschmacklicher Wirkung sehr unterschiedlich prägt. Sie werden auch »solo« genossen, also ohne Speisenbegleitung, zu Ihnen sprechen, wenn Sie sich nur auf sie einlassen ...     

2015 Traminer »Profund« Zillinger

Inhalt: 0.75 l (53,20 €* / 1 l)

39,90 €*

Inhalt: 0.75 l (58,53 €* / 1 l)

43,90 €*

Inhalt: 0.75 l (80,00 €* / 1 l)

60,00 €*
2019 Cesanese del Piglio DOCG »5/dodici« Falcone Natural Wines

Inhalt: 0.75 l (44,00 €* / 1 l)

33,00 €*

Inhalt: 0.75 l (125,33 €* / 1 l)

94,00 €*

Der Wein von morgen

in ausgesucht wegweisenden Exemplaren aus visionärem Weinbau

Die Klimakrise verändert den Wein in einem Ausmaß, das wir heute noch nicht absehen können. So dynamisch wie zurzeit war der Weinmarkt vermutlich noch nie. Es kündigt sich an, daß in Beurteilung und Wahrnehmung von Wein kaum noch etwas so sein wird, wie es bisher war, denn ... 

... der Markt beginnt sich bereits aufzuspalten in ein riesiges Segment, in dem Industrie und anonyme Konzerne ein einfältiges Angebot dominieren, und eine kleine Nische, in der engagiertes Handwerks auf jedwede Manipulation zur Erfüllung marktgerechter Klischees radikal konsequent verzichtet. 

Ob diese Nische der »Naturwein« füllen wird oder von einer neuen Generation engagierter Winzerinnen und Winzer besetzt wird, deren Blick weit über den bisherigen Tellerrand hinaus reicht, wird die Zukunft weisen. Fest steht, daß nur mittels regenerativer Bewirtschaftung eigener Reben der Weinbau der Zukunft zu meistern sein wird. Der Wachstumswahn der letzten Jahre hat ein Ende. Größe ist out, nur humane Dimension wird in Zeiten der Klimaextreme noch beherrschbar sein. Diese Entwicklung führt auf unserer Seite des Marktes zu maximal individuellen Weinen, die sich weder mit Punkte-Skalen noch mit zeitgeistigen Begrifflichkeiten fassen lassen. Unsere sechs Weinpersönlichkeiten aus visionär nachhaltigem Anbau weisen im unverwechselbaren Charakter ihrer Herkunft exemplarisch den Weg zum Wein von morgen. Klischeefrei, vielfältig, überzeugend.

2019 »Szent Donat« Welschriesling St. Donat Winery

Inhalt: 0.75 l (29,20 €* / 1 l)

21,90 €*

Inhalt: 0.75 l (42,67 €* / 1 l)

32,00 €*

Inhalt: 0.75 l (44,00 €* / 1 l)

33,00 €*

Inhalt: 0.75 l (30,53 €* / 1 l)

22,90 €*

Inhalt: 0.75 l (36,00 €* / 1 l)

27,00 €*

Alternative Schaumweine für Genießer mit Anspruch

Champagner ist unanständig teuer geworden. Seine Preissteigerungen sind mit rationalen Argumenten kaum zu erklären. Höchste Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Wir haben sie lange vor der Teuerungswelle der Luxus-Blubber gesucht und gefunden, weil wir uns von der Arroganz der Champenoise nicht auf der Nase herumtanzen lassen wollten: 

Anspruchsvoll feinperlende Schaumweine hochwertiger Qualität mit persistentem Blasenspiel aus langer Reifezeit auf der Hefe. Natürlich nicht ganz so komplex und anspruchsvoll wie manch großer Champagner, dafür ihren Preis aber allemal werter, bei fast identischem Blasen-, Blubber- und Trinkvergnügen. Immer aus nachhaltiger Bewirtschaftung und engagiertem Winzer-Handwerk. Es erwarten Sie nahezu zuckerfreie Qualitäten, belebendes Trinkvergnügen und fröhlich feinsinnige Perlung aus langer Flaschenreife auf der Hefe.

Inhalt: 0.75 l (24,00 €* / 1 l)

18,00 €*

Inhalt: 0.75 l (38,00 €* / 1 l)

28,50 €*

Natürliche Süße für Liebhaber und Skeptiker

von verhalten frisch bis zum eingekochten Konzentrat

Über edelsüße Weine wird viel berichtet. Schließlich genießen einige Süßwein-Produzenten weltweiten Ruf und ihre Weine werden zu irren Preisen gehandelt. Auch unsere deutschen Trockenbeerenauslesen erzielen Phantasiepreise auf Auktionen - getrunken aber wird das süße Zeug nicht. Süßweine leiden unter mangelnder Nachfrage. Nur in den USA und einigen asiatischen Ländern wird edelsüßer Wein hochgeschätzt. Man kann nur vermuten, woran das Desinteresse an der Süße im Wein liegt.

Wir wagen es trotzdem, Ihnen drei Weine mit Restzucker vorzuschlagen, die zu den originellen der Weinwelt gehören. Die nur dezent süße, fröhlich sprudelnde Clairette de Die aus den französischen Westalpen erfreut sich größter Beliebtheit in unserem Sortiment. Ihre feine Süße ist allerdings auch hinreißend frisch und anregend. Die brillant in Szene gesetzte, nur verhalten süß wirkende Spätlese aus Tokaj hat das Zeug zum Meditationstropfen, der einen grauen Abend in erhellendes Licht zu rücken versteht, und der tatsächlich im großen Kupferkessel eingekochte »Vino Cotto« von Emmanuela Tiberi aus den mittelitalienischen Marche ist so ziemlich das verrückteste, originellste und - sorry - leckerste, was die Zunge an Süße erleben kann. Drei Weine mit natürlichem Restzucker, die sich großer Beliebtheit erfreuen, obwohl sie süß sind. Na also, es geht doch! Erfreuen auch Sie sich an diesen Wundern der Natur, denn nichts anderes ist sie, die Süße im Wein.

Inhalt: 0.75 l (19,87 €* / 1 l)

14,90 €*
Sonderformat

Inhalt: 0.5 l (84,00 €* / 1 l)

42,00 €*