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Nie wurde mehr gegrillt als heute. Längst hat das Grillen das Stadium des Freizeit-Brutzelns hinter sich gelassen und die Hochküche erobert. Grillen gilt als so gesundes wie schmackhaftes Garverfahren - wenn man weiß, wie es richtig geht. Weil die Grillsaison inzwischen ganzjährig in vollem Gange ist, jubeln die Grillhersteller und wir tragen der Lust am neuen Outdoor-Küchentrend Rechnung mit sorgfältig...
2014
»Século« Mencia Cepas viejas
Vinos de Arganza
5,90 €
0.75 
2011
Aglianico del Vulture »Gricos«
Grifalco della Lucania
7,99 €
0.75l 
2014
Rosé »Grain de Folie«
Mâmârutá
8,90 €
0.75l 
9,50 €
0.75l 
2013
Rechnitzer Welschriesling
Dieter Herist
9,80 €
0.75l 
2012
»Reds« Wine for the people
Tierra Divina
9,90 €
0.75l 

Ansprüche, die K&U anders machen:
  • 1. Radikal im Handwerk
    »Radikal sein heißt die Sache an der Wurzel fassen«, propagierte Karl Marx. Wir haben mit dem alten Karl nicht viel am Hut, fassen Qualität im Wein aber ganz in seinem Sinne radikal und kompromisslos an der Wurzel: Wir machen die Arbeit im Weinberg, wo der kundige Blick Anspruch und Wirklichkeit schnell entlarvt, zum entscheidenden Qualitätskriterium. Leider spielt der Weinberg im Weinhandel keine Rolle, ihm geht es um den Keller, um die Machart. Doch nur von biologisch vitalen Reben kann Gutes im Wein entstehen, ein überzeugenderes Argument für Qualität im Wein kennen wir nicht. Deshalb lehnen wir agrarindustriellen Weinbau mit konventionellem Pestizideinsatz (siehe z. B. Glyphosate) kategorisch ab. Im Keller wird meist nur nach Rezept »korrigiert« oder hingetrickst, was im Weinberg verpasst oder (bewusst) nicht geleistet wurde. Deshalb langweilt uns die banale »Fruchtigkeit« des Mainstreams aus Kaltvergärung mittels Reinzuchthefe. Unsere Weine bieten dagegen jenes magische Mundgefühl, das natürliche Qualität zum nachhaltigen Erlebnis macht. Das erzielen unsere Winzer mittels kompetent umgesetzten »langsamen« Handwerks im Weinberg und kompromisslosen Verzichts auf geschmacksverändernde Zusätze im Keller.
  • 2. Mut zur Lücke
    Wandel im Handel. Will der Weinfachhandel Zukunft haben, muss er kompetenter als bisher über Forschung, Produktion und Trends informiert sein und dies auch seinen Kunden kommunizieren. Er muß sie schließlich mit auf die Reise nehmen zu persönlicher Auswahl, klarem Profil und unverwechselbarer Handschrift im Sortiment, um dem breiten Strom des Marktes erfolgreich die Stirn bieten zu können. Deshalb bieten wir Ihnen mit dem Mut zur Lücke, und der Kompetenz von 30 Jahren Weinhandel am Rande des Marktes, ein in der Auswahl bewußt begrenztes, über Jahrzehnte aber konzeptionell kompromisslos ausgebautes Winzer-Programm, das wir, stets mit der Nase im Wind, der faszinierenden Vielfalt in Stil und Charakter widmen, die Wein heute so spannend macht wie nie zuvor. Weil auch unseren Winzern nicht jeder Wein in jedem Jahr gleich gut gelingt, erleichtern wir Ihnen die Qual der Wahl, in dem wir von ihnen nur das anbieten, was uns mehr als anderes überzeugt hat. Statt Ihnen ein Riesensortiment vorzugaukeln, das nicht überschaubar ist, kennen wir nicht nur jeden unserer Winzer persönlich, sondern auch deren Region, Weinbereitung und Reben. Sie wollen schließlich mit ähnlicher Überzeugung bei uns einkaufen, wie wir es vor Ort tun.
  • 3. Argumente statt Rabatte
    Wein wird heute im gesamten Handel fast ausschließlich über den Preis verkauft. Vor allem im Internet mit seinen tollen neuen Vertriebsplattformen scheint er kaum andere Verkaufsargumente zu kennen als Preisnachlässe, von den üblichen nichtssagenden Punktebewertungen abgesehen. So hat Wein keine Zukunft. So ist weder der besondere Reiz von Steillagen zu vermitteln, noch die profunde Kompetenz jenes harten Handwerks im Weinberg, das sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen weiß, statt mit der chemischen Keule und großem Aufwand an Technik zu reagieren. Wir brauchen Argumente statt Rabatte, damit unsere Kunden nachvollziehen können, was Wein hochwertig und charaktervoll, vielfältig und individuell »anders« macht. Diesen Mehr-Wert im Genuss müssen wir plausibel machen, denn mehr Weinerlebnis im Glas kostet Geld. Wir müssen Wein transparent machen, in dem wir erklären wie sein Preis entsteht, was ihn billig und was ihn teuer macht, worin der Unterschied zwischen TechnikNatur und Kultur im Wein liegt und wie sich aus all dem sein Wert generiert. Das braucht Engagement und Kompetenz in der Argumentation und Glaubwürdigkeit und Leidenschaft im Handeln. Damit das Handwerk im Wein Zukunft hat.
  • 4. Worte statt Punkte
    25 Jahre Parker-Punkte haben eine Bresche der Verwüstung in den internationalen Weinhandel geschlagen. Zu bequem ging dieser mit den Punkten des amerikanischen Vorkosters auf Kundenfang, machte sie zum wesentlichen, oft einzigen Kaufargument, ließ kritiklos zu, daß für des Amerikaners Geschmack und Kriterien produziert wurde und bemerkte nicht, wie er selbst unterwegs Inspiration und Kompetenz verlor. Ganze Sortimente unterwarf der Weinhandel der Marktmacht der amerikanischen Punkte. Die wurden geschmacklich so berechenbar, daß Industriebetriebe für sie zu produzieren begannen, um im SB-Regal damit zu reüssieren – wo sie gehören, denn dort machen sie Sinn. Dem guten Wein von heute mit seiner bunten Vielfalt in Stil, Machart und Charakter können simpel lineare Punkte nicht gerecht werden. Er braucht das Wort, das ihn erinnerbar macht, das ihm Leben einhaucht und ihm und seinem Winzer Respekt zu zollen, ihm Persönlichkeit, Charakter, Individualität und Identität zu verleihen versteht. Wer Wein nur in fremden Bewertungen oder anonymen Punkten erlebt, findet nur schwer zu eigenen Kriterien für Qualität und Charakter. Wir widmen unseren Weinen Worte statt Punkte und leisten uns selbstbewußt eigene Meinung.
  • 5. Geschmack mit Konzept
    Wein wird bisher vor allem nach seinem Duft beurteilt. Ihm widmet man in Sommellerie und Qualitätsprüfung ganze Aufmerksamkeit. Dagegen haben wir uns für ein gänzlich anderes Konzept entschieden, um die Weine für unser Programm auszuwählen: Wir beurteilen sie nach ihrer geschmacklichen Wirkung, dem sogenannten Mundgefühl. Deshalb finden Sie kaum »fruchtige« Weine aus »schnellem« Ausbau im Edelstahltank mittels Reinzuchthefe, Enzymen und kalter Vergärung in unserem Sortiment; wir führen fast ausschließlich Weine aus biologischem bzw. biodynamischem Anbau, spontaner Vergärung auf wilder Hefe und Ausbau mit viel Zeit im Keller. Deren grundsätzliches Anderssein ist mit den üblichen geschmacklichen Attributen nicht zu beschreiben. Ihnen das Gefühl zu vermitteln, das diese Weine im Mund auslösen, scheint uns weitaus sinnvoller, macht es doch Klimazonen, Böden und Herkunft, steile Lagen und alte Reben, den Reiz vergessener Rebsorten, aber auch nationale Geschmacksgewohnheiten sowie die Art der Weinbereitung im Mund fühl- und nachvollziehbar. Deshalb beschreiben wir nicht wie, sondern warum unsere Weine so schmecken wie sie schmecken. Und das so pur wie möglich, ohne Ideologie, ohne Superlative.
  • 6. Beratung mit Kompetenz
    Historischer Strukturwandel im Handel mit Wein. Bereits knapp 80 % aller hierzulande verkauften Flaschen kommen aus dem Selbstbedienungsregal. Dort stehen inzwischen auch Weine, die es bisher nur im Fachhandel gab. Das gilt vor allem für deutsche Weine. Deren Winzer waren in den letzten Jahren enorm erfolgreich. Ihre Betriebe wuchsen und produzieren Mengen, die jetzt, wo Normalität auf dem Markt einkehrt, für Druck im Absatz sorgen. Es sind vornehmlich die großen Namen, die auf der Suche nach neuen Absatzkanälen im Selbstbedienungsregal landen; das muß im Kampf um Kunden mit Namen punkten gegen die Discounter, die plötzlich auch meinen, um »das Gute im Wein« buhlen zu müssen. Handel im Wandel. Leider erzählt mir im Selbstbedienungsregal aber niemand, warum ich einen Wein kaufen soll, was ihn auszeichnet, wie er gemacht wurde, wo er gewachsen ist. Im SB-Regal kaufe ich, was mir »schmeckt«, ohne dass ich erfahre, warum es mir schmeckt. Wer Wein nicht als anonymes Freizeitgetränk sondern als spannendes Kulturereignis mit Geschichte erleben will, erfährt bei uns weit mehr als nur Name oder Preis. Wir beraten mit Leidenschaft und Kompetenz, weil nur der mehr schmeckt, der auch mehr weiß.
  • 7. Leidenschaft mit Vision
    Vor zwanzig Jahren kritisierten wir den Glauben an jene Machbarkeit der Technik, die Wein bis heute banal fruchtig und uniform prägt, ihn aber enorm erfolgreich gemacht hat. Der Illusion der Frucht stellten wir den Herkunftscharakter entgegen, wie er nur mittels spontaner Vergärung durch wilde Naturhefe und viel Zeit auf der Hefe schmeckbar wird. Wir suchten nach vergessenen Rebsorten und boten Weine aus kaum noch praktizierten Weinbereitungsmethoden an. Derzeit faszinieren uns die brillanten Qualitäten bestens ausgebildeter Winzer, die in weniger bekannten Regionen, wo Rebland noch bezahlbar ist, Weine zu Preisen produzieren, die ihresgleichen suchen - Trends, die Markt machten, Sichtweisen veränderten und Konventionen zerstörten. So kann das, was heute noch als »großer Wein« gilt, morgen schon der Schnee von gestern sein. Nicht umsonst ist Bordeaux heute nur ein Weinbaugebiet unter vielen, also nicht mehr das, was es für uns alle einst war. Die Dynamik des Marktes verändert vieles. Die Fähigkeit, solche Entwicklungen nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern aktiv mitzugestalten, hat uns bekannt gemacht. Der Stachel im Fleisch zu sein ist uns Anliegen und Bedürfnis. Aus Leidenschaft für die Qualität von morgen.
  • 8. Erlebnis statt Illusion
    Den Lügen, Märchen und Illusionen im Weinhandel begegnen wir mit Kritik und offenen Worten. Wein muß kein elitäres und teures Nobelgesöff sein, um gut sein zu können. Qualität hat viel mehr mit der Erfahrung und der Konditionierung desjenigen zu tun, der vor dem Glas sitzt, als mit dem Preis der Flasche. Zumal sich die Kriterien für Größe im Wein derzeit spannend verändern. Statt Sie auszugrenzen, nehmen wir Sie mit auf die Reise zum Kulturprodukt Wein, das weit mehr kann als nur »gut« zu schmecken. Weil wir Qualität beurteilen können, gelten wir als kritisch und unbequem. Weil wir uns nichts vormachen lassen, überlassen wir das unsägliche »Preis-Leistungs-Verhältnis« denen, die meinen, »Leistung« im Wein beurteilen zu müssen. Weil es weit mehr schlechte Winzer als schlechte Jahrgänge gibt, finden Sie bei uns keine schwachen Jahrgänge, sondern gute Winzer. Wir beraten Sie kritisch, statt Ihnen nur Flaschen zu verkaufen. Wir schaffen Vertrauen durch Transparenz, indem wir Ihnen auf unserer alljährlichen Hausmesse unsere Winzer persönlich präsentieren. Und zuguterletzt buhlen wir nicht um den besten Preis, sondern machen Wein zum Abenteuer für Ihre Sinne. Damit Sie ihn verstehen, wenn Sie sich auf sein persönliches Erleben einzulassen bereit sind.

Kösslers Klartext. Das aktuelle Video.
»Wandel im Handel. Natur oder Kultur im Wein?«

Der Wein im Wandel. Sein Handel im Wandel. Nur wenig ist im Wein noch so wie es mal war. Martin Kössler plädiert für einen Fachhandel, der sein Fach versteht und seine Kunden ernst nimmt, damit sie sich mit dem Wandel im Handel entwickeln können.

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