Kalifornien - für viele das Urlaubsland der Träume - zu bereisen, macht derzeit keinen Spaß. Die Einreise-Prozedur ist erniedrigend und verhagelt einem die Lust auf eines der schönsten Reiseländer der Welt. Und wenn demnächst Homeland Security auch noch Laptop und Mobiltelefone überprüfen wird, hört der Spaß - zumindest für uns - endgültig auf.
Wir schaffen Abhilfe: Dieses einmalige Kalifornien-Special stellt euch die aktuell spannendsten kleinen Spitzenbetriebe dort vor und schickt euch auf die Reise zu sensationellen Weinerlebnissen, ganz ohne nervige Einreiseformalitäten. Ein ausdrückliches Dankeschön unserer Winzerinnen und Winzer, der derzeit heftig unter ihrer Administration leiden und sich auf diesem Wege für eure Loyalität und euer Interesse bedanken möchten. Stellvertretend für alle wird Ray Kaufman ihre Weine auf unserer K&U-Weinmesse im April ausschenken.
Viel Freude mit diesen großartigen Weinen, die wir hier einmalig mit einem Dankeschön-Rabatt von 10% anbieten (gültig bis 8. 3. 2026).
Kaliforniens große Weine aus handwerklichem Weinbau gehören zu den besten der Welt, erfreuen sich also nicht umsonst größter Beliebtheit. Das liegt auch daran, daß die großen Cabernets und die raren Pinot Noirs aus dem Sunny State spektakulär gut über Jahrzehnte reifen und deshalb absolut zuverlässiges Weinvergnügen garantieren. Das kann nicht jeder vermeintlich große Wein der Welt von sich behaupten. Jedenfalls erreichen uns immer wieder staunende Kommentare über Weine von uns aus den 1980er und 1990er Jahren, die sich heute in (unerwarteter) Bestform präsentieren.
Das liegt an einem Anbau und einer Verarbeitung, die wir Europäer damals noch nicht kannten. Kalifornische Winzerinnen und Winzer beschäftigten sich schon damals intensiv mit der Physik der Gerbstoffe und der Physiologie der Rebe, die sie über ihre Arbeit im Weinberg und an der Rebe in wohlschmeckend reife Weine übersetzten. Daß Weine aus dieser Zeit bis heute Riesenvergnügen bieten, mag als Beweis für die Richtigkeit dieses damals neuen Herangehens an Wein dienen.
Als wir vor rund 40 Jahren in Kalifornien zum ersten Mal auf Tour gingen, staunten wir nicht schlecht, weil in den Kellern, wie zu erwarten, zwar neueste Technik stand, die aber nur zu einer untechnisch minimalistischen Umsetzung des aufwendigen Handwerks draußen in den Reben genutzt wurde. Wir hörten dort zum ersten Mal von wilder Hefe, lernten Weingüter ohne Pumpen kennen und staunten über eine Low-Intervention-Philosophie, die uns völlig neu war. Wir Europäer belächelten seinerzeit den amerikanischen Wein, nahmen ihn ob seines angeblichen Mangels an Geschichte und Tradition nicht ernst.
Das änderte sich bald, denn die unter der kalifornischen Winzerschaft praktizierte Offenheit der Kommunikation hatte rasant schnelle Lernkurven zur Folge. Als damals die ersten Weine neuer Generation aus Kalifornien in Europa auf den Markt kamen, war das Staunen groß. Man wollte nicht glauben, daß derart wohlschmeckende Weine natürlichen Ursprungs waren. Wenige Jahre später begann der europäische Weinbau sich mit der Praxis und den Erkenntnissen der kalifornischen Berufskollegen zu beschäftigen. Deren Weine waren einfach zu überzeugend und so begann sich auch bei uns in Europa die Idee der Reife in Traube und Wein grundlegend zu verändern.
In den Jahren seitdem hat sich Kaliforniens Weinszene grundlegend gewandelt. Durch den globalen Erfolg der Weine stieg die Zahl der Weingüter explosionsartig und neben den legendären großen Cabernet Sauvignons des Napa Valley stehen heute auch die anspruchsvollen Pinot Noirs neuer Generation im Rampenlicht. Sie nehmen es preislich und qualitativ mühelos mit Burgund auf, auch, weil sie weinbaulich engagierter und im Keller schonender umgesetzt werden. Sie sind für uns die vermutlich werteste Burgund-Alternative auf dem Markt.
Auch die neuen großen Chardonnays Kaliforniens haben sich vom Klischee der dicken, fetten, holz- und alkoholbeladenen Monstertropfen von einst befreit. Sie zelebrieren druckvolle Präzision und stilistische Eigenständigkeit voller Frische und Strahlkraft, die sie in die absolute Weltspitze katapultierten. Es ist viel passiert in den letzten Jahren in Kaliforniens agiler Winzerschaft. Hier auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu erleben.
Laurel Glen Vineyard
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Cathy Corison
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Ric Forman
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Kalifornien 2021
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Unser Wein des Jahrgangs:
Während 2020 geprägt war von den Bränden in Kalifornien, die dazu führten, daß nur die frühen Rebsorten geerntet werden konnten, wogegen praktisch kein Cabernet Sauvignon im Napa Valley produziert wurde, erwies sich das exzellente Jahr 2021 als Jahrgang ohne Zwischenfälle, der Qualitäten lieferte, von denen man vor Ort glaubt, dass sie in den kommenden Jahrzehnten zu den ganz großen Kaliforniens gehören werden.
Das liegt vor allem an der Vegetationsperiode des Jahrgangs. Im Napa Valley war 2021 das zweite Jahr einer akuten Dürre mit nur 18,6 cm Niederschlag an der Wetterstation in Oakville. Im vorangegangenen Winter waren es nur 13,5 cm (im Vergleich zum historischen Durchschnitt von 68,6 cm). Zwei aufeinanderfolgende Winter mit Wassermangel lassen die Reben zur Energieeinsparung in einen Überlebensmodus schalten, der nur geringe Fruchtproduktion möglich macht.
Die Ernte 2021 war prompt die zweitkleinste der letzten zehn Jahre. Kleinere Trauben mit kleineren Beeren und dickeren Schalen führen durch das veränderte Verhältnis von Saft zu Schale zu einer Konzentration an Gerbstoffen und Aroma, die in solchen Jahren eine besonders sensible Weinbereitung verlangt, dann aber das Zeug zu historischer Qualität hat. Die besondere Magie dieses Jahrgangs liegt in der perfekt ausgewogenen Traubenreife bis weit in den Oktober hinein. Die Reben blühten früher als normal, es wurde stetig wärmer, Ende Juni gab es einige Tage mit Temperaturen über 38 °C, es waren aber die einzigen Hitzetage im gesamten restlichen Sommer. Im September kam bei den Winzern Vorfreude auf. Auch die ersten beiden Oktoberwochen blieben trocken, so daß die Trauben eine ungewöhnlich lange und sehr gleichmäßige Reifezeit genossen, bevor Ende Oktober der sehnlichst erwartete Winterregen einsetzte.
Die Ernte verlief reibungslos. Was in die Keller kam, war kerngesund, die Schalen waren dick, die Beeren klein, die Säuren natürlich stabil bei optimalen pH-Werten, und die Aromen ließen die Winzerinnen und Winzer schon an der Kelter jubeln.
Natürlich gibt es auch in einem solchen Jahr Betriebe, die es übertrieben und mehr herausholen wollten, als die Natur lieferte. Typisch kalifornisch könnte man sagen: zu lange Hängezeit, zu viel Extraktion und viel zu viel neues Eichenfass. Aber diese Bodybuilder-Weine muß man ja nicht kaufen, auch wenn sie vermutlich wieder hohe Bewertungen von den einschlägigen Schreiberlingen bekommen. Für uns ist die Zeit dieser Weine vorbei. Der Jahrgang 2021 beweist, daß es auch anders geht.
Insbesondere das Napa Valley hatte in den letzten Jahren eine ganze Reihe ausgezeichneter Jahrgänge, der Jahrgang 2021 aber übertrifft sie alle. Er besitzt sie, die perfekte Balance zwischen frischer Säure, brillanter Frucht und geschmeidiger Tanninfinesse, hat sich in den letzten Monaten phantastisch entwickelt nach dem Schock der Abfüllung, und zeigt sich in den besten Weinen raffiniert und geschmeidig in den klassischen Aromen von Kirsche, Tabak, Cassis und Pflaume, die einen großen Cabernet Sauvignon nun mal ausmachen und zum noch immer beliebtesten Rotwein der Welt machen. Unsere Weine des Jahrgangs 2021 wurden bei perfekter natürlicher Säurebalance gelesen und ihre kompetente Extraktion, der Schlüssel zu diesem Jahrgang, lieferte jene feine, kompakt samtige und seidig kühle Gerbstoffdichte, die Kalifornien besser beherrscht als jedes andere Weinbaugebiet.
Die Weine zeigen eine unglaubliche Lebendigkeit und vibrieren vor säurefrischer Energie, die die Speicheldrüsen auf Hochtouren bringt. Die Aromen, die durch das hohe Verhältnis von Schale zu Saft enorm intensiv wirken, verströmen schon heute ungewöhnliche Komplexität und Tiefgründigkeit und so kündigen die Weine dieses Ausnahmejahrgangs ein Reife- und Entwicklungspotential an, das sie über Jahrzehnte hinweg perfekt ausreifen lassen wird.
Wir weisen darauf hin, daß die verfügbaren Mengen limitiert sind.
Unsere Weine aus Kalifornien sind biologisch zertifiziert, wir dürfen sie hierzulande aber nicht so ausweisen, weil sie nicht das EU-Biosiegel auf dem Etikett tragen und deshalb nicht anerkannt werden.