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Weine für Schneetage und frostige Temperaturen

Der kalte Winter braucht besondere Weine. Um euch die Qual der Wahl zu ersparen, haben wir entsprechend gemütliche Weine für den Winter speziell nach ihrer geschmacklichen Wirkung ausgesucht, also nach ihrem besonderen Mundgefühl, ihrer »Textur«. Wir wünschen Freude und anregenden Genuss mit unserer Auswahl besonderer Weine für die kalten Tage und Nächte eines endlich mal wieder richtigen Winters.  

Inhalt: 0.75 l (22,53 €* / 1 l)

16,90 €*

Der fröhliche Schäumer, der Laune macht

Es gibt höchst originelle lokale Schaumweine zum erstaunlich günstigen Preis. Zum Beispiel diesen hier von Mutter und Töchtern Lusenti aus der Emilia-Romagna, der winterliche Abende mit exotisch wärmender Würze erfüllt. 

Solch fröhliche Spaß-Schäumer findet man in vielen Ecken Italiens. Die Rebsorte: Malvasia di Candia Aromatica - eine alten autochthone weiße Aroma-Rebsorte aus der Gegend von Piacenza, die dort vornehmlich vor Ort genossen wird. Bei uns kennt man sie kaum, diese originellen lokalen Spezialitäten, die Italien erst zu Italien machen. Wir finden ihn himmlisch, diesen natürlich perlenden schwefelfreien PetNat, der attraktiv würzig und aromatisch intensiv aus dem Glas dampft, fast ein wenig an Curry erinnernd, weniger fruchtig als exotisch komplex im breiten Spektrum seiner feinen Aromatik. Auf seine Art einmalig. Aus Bioanbau. Macht schäumend Freude, sorgt perlend für Laune, erfreut die Sinne.

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Chardonnay für gemütliche Stunden

Marie und Jean-Hugues Goisot zählen zur absoluten Spitze der Weinszene in Frankreich. Die beiden agieren aber so leise und bescheiden, daß sie noch immer vor allem Insidern bekannt sind. Ihr Betrieb liegt, wenige Kilometer von Chablis entfernt, im äußersten westlichen Zipfel Burgunds und gilt damit bereits als »ab vom Schuß«. Gut für Sie, gut für uns. 

Ihr großer Chardonnay »Gueules de Loup«, ein »Bourgogne Côte d´Auxerre«, liefert genau das Wohlgefühl, das winterlicher Weißwein braucht. Wohltuend seidig, kühl und geschmeidig im Mundgefühl. Da setzt sinnliche Entspannung ein, sobald man ihn auf der Zunge hat. Filigrane Säure zieht ihn über die Zunge, steinige Mineralität reizt die Zungenrändern. Man lauscht gespannt hinterher, wie er am Gaumen dann in raffiniert seidig kühler Konsistenz ausklingt. Das kann so nur großer Chardonnay. Eine echte Winter-Überraschung für Stunden der Muse und inneren Ruhe.

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Inhalt: 0.75 l (36,67 €* / 1 l)

27,50 €*
2023

»Néphéle« IGP Côte du Lot

Laroque d´Antan

Inhalt: 0.75 l (72,00 €* / 1 l)

54,00 €*

Unser Star der Winter-Küche

Der Preis dieses Weines wirkt teuer. Wir haben auch gezuckt beim Einkauf. Wir können aber versichern, daß er, auch wenn man sich das kaum vorstellen kann, jeden Euro wert ist - vorausgesetzt, man verfügt über ein bißchen Weißwein-Erfahrung und ist willens und sensorisch in der Lage, einem Weißwein Charisma, Eigenart und Grösse zuzugestehen.

Denn »Néphèle« ist einer wie kein anderer. Ein Ereignis, das lange nachhallt. Weinerleben mit Gänsehaut-Faktor. Am Gaumen salzig würzige Mineralität, komplex und raumgreifend, füllt den Mund, dominiert von kalkig kühler Herkunft und spezieller Reb-Genetik. Sauvignon Blanc (50%), Sauvignon Gris (28%), Mauzac rose, jaune und vert (9%), sowie Verdanel (13%), eine sehr alte Rebsorte aus Gaillac und angeblich eine Verwandte des historischen weißen Traminers (= Savagnin), prägen den schwelgerisch floral, gelb und reif duftenden Weißwein, der mundwässernd frisch, aber auch exotisch weich, opulent und mystisch komplex agiert. Mit Worten kaum zu beschreiben. Atemberaubend »schön«. Deshalb seinen sportlichen Preis absolut wert.

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Auch Spanien kann Winterweiss

Keine Angst vor spanischem Weißwein! So unbekannt er hierzulande sein mag, so beleben über 140 weiße Rebsorten das vielfältige Weißweinangebot Spaniens, das hierzulande fast ausschließlich für Rotwein steht. »Garnatxa Blanca«, eine alte lokale weisse Rebsorte, wird im Süden Frankreichs und im spanischen Penedès wieder vermehrt angebaut, weil sie sich in der Klimakrise besonders gut bewährt. Hier liefert sie einen anspruchsvollen, beeindruckend preiswerten Weißwein, der durch kalte Winternächte genüsslich geleitet. 

In der Farbe hell mit leicht goldenen Reflexen. Im Duft erinnert er an reifes weißes Obst, Birne und Zitrusfrüchte. Druckvoll mundwässernd seine Mineralität, präzise straff und lang im Mundgefühl. Der Ausbau im Holzfass sorgt für feine warme Brioche-Noten, sein Nachklang erinnert aromatisch an kandierte Früchte. Ein aufregend »anders als gewohnter« Weißwein, der sich aber entspannt und raffiniert harmonisch zu Süßwasserfisch geniessen lässt, zum winterlichen Kabeljau wie zu hellem und dunklem Geflügel, und zu einfacher, schmackhafter Winterküche aus regionalen Vegetabilien macht er besonders Spass.

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2022

Garnatxa Blanca »Loxarel« D.O. Penedès

Loxarel Vitivinicultors

Inhalt: 0.75 l (22,00 €* / 1 l)

16,50 €*

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*

Antizyklisch mal wieder Bordeaux

Die Spatzen pfeifen es vom Dach: Bordeaux hat ein Problem. Zu weit hat es die Region in ihrer Arroganz getrieben. Cabernet und Merlot sind nicht mehr der Maßstab aller Dinge. Immerhin zehn Prozent der Rebfläche stehen dort zur Rodung an, die Verzweiflung unter den vielen kleinen Winzern ist groß. Sie konnten in der Hochphase nicht vom Ruf der einschlägigen »Blue Chip«-Châteaus profitieren und fallen jetzt böse hinten runter. Man trinkt heute selbstbewußter, ist offener für Neues, und Bordeaux ist nur noch einer von vielen. Times are changing. 

Wir haben uns schon vor vielen Jahren aus Bordeaux zurückgezogen, obwohl wir mal einer der Import-Pioniere der Region waren. Lang ist's her. Trotzdem - es gibt gerade dort und jetzt Weine, die es in Stil und Charakter zu dem Preis woanders nicht gibt. Valmengaux ist so einer. Seit ein paar Jahren in neuem Besitz, sehr engagiert geführt, Biodynamik im Weinberg, kleine überschaubare Produktion, gute Arbeit im Keller, draussen alles Handarbeit, mit Herzblut bewirtschaftet. So schmeckt dieser kleine Bordeaux denn auch: Exemplarisch ehrlich und ungeschminkt, potent und geschmeidig, ein Maul voll Wein. Bordeaux, wie er sein sollte. Schmückt kalte Winterabende nachhaltig.

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Es gibt ihn, den guten Primitivo

Primitivo ist in aller Munde. Oft schrecklich süß, weil der Grundwein so billig ist, daß er nur mit viel Zucker (bis zu 18 g/l sind üblich und erlaubt, ein Zuckerwürfel wiegt 3 g) erträglich ist. Ein Trauerspiel, das extrem erfolgreich ist. 

Primitivo kann aber auch guter Wein sein. Seriös trocken, aus nachvollziehbarem Winzerhandwerk mit biologischem Anbau und gekonnt natürlichem Ausbau. Deshalb nicht billig, dafür aber stimmig in Anspruch und Wirklichkeit, eben qualitativ hochwertig. Bilderbuch-Rotwein für kalte Winternächte. Der junge Vito D´Onchia beherrscht sein Metier. Er liefert hier sein Meisterstück ab. Wir hatten noch nie einen so animierenden, trinkfreudig süffigen, zugleich aber auch »ernsthaft« und seriös schmeckenden Primitivo im Glas, wie diesen. Sein Geheimnis? Er kommt nicht, wie in Apulien üblich, von Sandboden, sondern von verwittertem Karst, also Kalkboden. Der nimmt dem Wein nicht die Opulenz und das saftig weiche Mundgefühl, verleiht ihm aber spürbare Frische und klare Kontur bei nur 4,3 g/l natürlichen Restzuckers, der nach der spontanen Gärung übrigblieb. Seriöser Primitivo eben. Pures Vergnügen.

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Inhalt: 0.75 l (23,87 €* / 1 l)

17,90 €*
2022

»Les terres jaunes« AOP Beaumes de Venise

Domaine La Ferme Saint-Martin

Inhalt: 0.75 l (25,20 €* / 1 l)

18,90 €*

Herzerwärmend gut aus dem Rhônetal

Vom Weinhandel lange verächtlich »Kotz in die Rhône« genannt, hat sich die südfranzösische »Côtes du Rhône« als zweitgrößtes Weinbaugebiet Frankreichs zur zuverlässigen Quelle außergewöhnlich preiswerter Weine gemausert. Fast 25 % der Rebfläche werden dort inzwischen regenerativ bewirtschaftet. Die dynamische Ferme Saint-Martin liegt als Pionierbetrieb etwas abseits der Touristenroute im kleinen Örtchen Suzette hoch über dem Rhônetal, im Schatten der berühmten »Dentelle de Montmirail«. Einen Besuch unbedingt wert.

Terres Jaunes. Gelbe Böden. Die Reben stehen auf gelbem Lehm- und Muschelkalkboden der Appellation Beaumes de Venise. Ein hochwertiges »Cru« also, aus Grenache, Syrah, Terret Noir, Counoise und anderen roten Sorten. Dunkelgetönt rubinrot in der Farbe. Kraftvoll würzig und pfeffrig im Duft, der pralle Frucht verströmt. Im Mundgefühl raffiniert kühl in der Wirkung und trotz potenter Konzentration voller Dynamik. Geschmeidig auf der Zunge, hochwertig seidig und fein in den Gerbstoffen. Hinreißend guter Stoff aus dem warmen französischen Süden, der im winterlich kalten Norden geradezu herzerwärmend wirkt.  

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Wenn hinter dem Preis mehr Wert steckt

Ein Preiswunder, das beweist, daß Frankreich, wie kein anderes Weinbauland, hohe Qualität zum fairen Preis bieten kann. »Filante« aus dem Minervois im südfranzösischen Languedoc ist eine hinreißend mediterran geprägte, prall dunkelwürzige Assemblage von alten Carignan- und Grenache-Reben. Ihre natürliche Synergie kann man hier riechen und fühlen: Carignan, zur Hälfte an der Cuvée beteiligt, ist die große rote Rebsorte des Mittelmeers; sie ist dickschalig und verleiht dem Wein tintig dunkle Farbtiefe und eine tiefgründig »blaue«, kühle Würze, die an Lakritze, Lorbeer und Wacholder erinnert. Die Rebsorte Grenache liefert jene dichte, samtigweiche Packung, die den Mundraum mit pfeffriger Wirkung und warmer Opulenz austapeziert. Das Zusammenspiel der beiden sorgt für ein beeindruckend hochwertiges Mundgefühl, das »Filante« in seiner Preisklasse zur glorreichen Ausnahme macht. Ein mediterranes Meisterwerk, das kalte Winterabende mit wohltuend samtiger Opulenz in dichter Gerbstoff-Substanz schmückt.  

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2024

»Filante« AOP Minervois

Château Armoria

Inhalt: 0.75 l (17,20 €* / 1 l)

12,90 €*
2023

»Santa Subito« Toscana Rosso IGT

Santa 10 | Gianni Massone

Inhalt: 0.75 l (25,20 €* / 1 l)

18,90 €*

Chianti. Echt oder unecht?

»Echter« Chianti oder nur ein Toscana Rosso? Daß sich hinter dem »echt« nicht immer das verbirgt, was Chianti einstmals ausmachte, liegt an den globalen Rebsorten, die der vorgeschriebenen Basis-Rebsorte des Chianti, der Sangiovese, heute zugefügt werden dürfen. Eine zeitgeistige Konstruktion, die sich heute »Chianti« nennt.

Gianni Massone ist ein sympathisch fröhlicher Typ, dessen Hände zeigen, daß er noch selbst in den Reben steht. 2,5 ha bewirtschaftet er zertifiziert biologisch. Er produziert in Blickweite der Stadt Siena diesen Ur-Chianti, besteht sein »Santa Subito« doch aus den historischen Rebsorten der Toscana, aus Canaiolo, Ciliegiolo und Colorino. Er darf sich genau deshalb aber nicht »Chianti« nennen, sondern muss als einfacher »Toscana Rosso« an den Start. Purer Hohn, hat so doch ursprünglich Chianti mal geschmeckt: Dunkel in der Farbe; intensiv rotfruchtig und hinreissend floral im Duft; klar und ungeschminkt natürlich auf der Zunge mit mundfüllend agiler Dichte und belebend spröden Gerbstoffen, die eindrückliche Tiefe mit würziger Substanz verbinden. Kühl serviert ein fantastischer Essensbegleiter. Weckt sehnsüchtige Erinnerungen an warme Sommer-Abende in der Toscana.  Vielleicht kein »Chianti«, dafür aber echter Wein. 

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Der Bär, der aus der Hitze kommt

Ursus. Der Bär. Der Spitzname von Michel Broton, den ihm seine Familie verpasst hat, weil er wirklich wie ein Bär auftritt. Ursus ist mächtig kraftvoll und konzentriert. Ein Bär von Wein. Ursus ist vor allem Syrah von alten Rebstöcken unbekannter Genetik. Ein Monster an Konzentration, Wucht, Saft und Kraft, das seine beeindruckende Konstitution kleinen Beeren mit dicken Schalen verdankt, die hier, in der Hitze und Trockenheit des Departements Var im Hinterland der Côte d´Azur, eine gänzlich andere Physis entwickeln als an der Nordrhône, wo Syrah hocharomatisch ausfällt, in den Gerbstoffen filigran, fein und edel, in der Säure prononciert. Hier krachts dagegen im Glas und auf der Zunge, denn »Ursus« entlädt bärenstarke Gerbstoffe ins Mundgefühl, die du erstmal verdauen musst. Kann Rotwein konzentrierter sein? 

Ein Bär von Rotwein für Leute, die muskulös kraftvoll dichte Rotweine bevorzugen. Alle anderen sollten die Finger von diesem Brummer aus der tiefsten Provence lassen. Das kommt raus, wenn die eher nördlich kühle Syrah im trockensten und heissesten Department Frankreichs das Licht der Welt erblickt. Für die kalten Nächte im Jahr.

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Inhalt: 0.75 l (56,00 €* / 1 l)

42,00 €*

Ein Angebot der Gebr. Kössler & Ulbricht GmbH & Co KG in Nürnberg. Lieferung nur solange Vorrat reicht.