Weine von vulkanischen Böden

Uns faszinieren Weine von vulkanischen Böden. Wir haben alle Weinbauregionen in Europa besucht, die sich vulkanisch beeinflußt nennen, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, ob Weine von Reben, die auf vulkanischen Böden angebaut werden, gemeinsame Eigenschaften haben.

Wein lebt von Mythen, Märchen und Illusionen. Die Bücher des Geologie-Professors Alex Maltman räumen mit vielen dieser Mythen und Märchen auf. Deshalb sind wir mit gesunder Skepsis auf Reisen gegangen, weil das Wort »vulkanisch« geologisch weit gefasst ist und eher den Prozess beschreibt, durch den Gestein und Böden entstanden sind, als daß es ihre Zusammensetzung oder ihr Alter definiert. In der vulkanisch geprägten Auvergne gibt es z. B. zwei konkurrierende Winzergruppen, die beide mit dem Begriff »vulkanisch« im Namen für sich werben, sich aber gegenseitig nicht akzeptieren, weil sie »vulkanisch« jeweils unterschiedlich definieren und interpretieren.

Blick auf den rauchenden Etna von Ciro Biondis Weinbergen aus

Versuch einer Definition für »vulkanische« Böden


Der Begriff kann auf Material zutreffen, das explosionsartig aus Vulkanen oder Schloten ausgespuckt wurde, von denen sich viele ursprünglich unter dem Meerspiegel befanden wie z. B. am ungarischen Balaton. 

Er kann aber auch auf magmatisches Material angewandt werden, das in Schichten von Sedimentgestein eindringt, so sind z. B. viele Granite entstanden. 

Oder das Material stammt nicht aus explosionsartigem Ausbruch, sondern ist großflächig aus Schloten oder Vulkanen über die Landschaft geflossen, was typisch ist für Basaltströme wie in Teilen der Auvergne. 

Vulkanisch nennt man aber auch Böden, die aus Vulkanasche aus den zahlreichen Ausbrüchen benachbarter Vulkane entstanden sind. In diesem Sinne können viele Weinregionen der Welt für sich in Anspruch nehmen, daß ihre Böden aus »vulkanischem« Material bestehen.

Unterscheidung vulkanischer Böden

Abgesehen von den allgemeinen Kategorien »granitisch« und »basaltisch« haben Böden, die sich auf vulkanischem Ausgangsmaterial gebildet haben, in Bezug auf ihre Zusammensetzung und ihre Eigenschaften wenig gemein. Je jünger das Material ist, desto weniger verwittert ist es, desto mehr Primärmineralien können verwittern und dann nährstoffreiche, fruchtbare Böden bilden. 

Generell scheint man sich darin einig, daß Böden aus basischem Vulkan-Gestein (also Basalt) fruchtbarer weil nährstoffreicher sind als Böden aus saurem Vulkan-Gestein (also Granit), weil sie mehr Kalzium, Magnesium und Eisen enthalten und ihr Ton hohe Kationenaustauschkapazität besitzt.

Vulkanische Böden und der Wein


Wir fassen zusammen: 

Vulkanische Böden gelten als fruchtbar, obwohl es ihnen oft an organischer Substanz, also an Humus, fehlt; dafür sind sie meist reich an Elementen wie Eisen, Kalium, Schwefel oder Phosphor. »Vulkanisch« ist also ein weit gefasster Begriff, die Bandbreite so bezeichneter Böden groß, die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen vulkanischen Böden und bestimmten Weinmerkmalen mangelhaft und so bleibt bislang wohl nur die Verkostung, auch wenn sie nicht wissenschaftlich fundiert ist.

Tatsächlich finden wir in vielen »Vulkan-Weinen« wiederkehrende Ähnlichkeiten

Bei den Weißweinen manifestieren sie sich in einem rauchig-steinigen, manchmal an Räucherspeck erinnernden Aroma, das man als »mineralisch« bezeichnen kann. Insbesondere an den Zungenrändern greift dann eine pikant salzige Mineralität physisch griffig spürbar zu.

Rotweine wirken oft weich und schmelzig im Mundgefühl, besitzen auffallend dunkelwürzigen Geschmack mit besonderer Farbintensität, die oft ins blaue geht; auch sie duften oft nach Speck und Rauch in einem dunkel getönten Kern weniger an Frucht, als in pfeffriger Würze, und sie besitzen fast immer eine feine, basisch kalkig wirkende, matt-dicht agierende Textur im Mundgefühl.

Exemplarisch vulkanische Weinbergs-Böden


Am Ätna, der die vulkanischen Böden im Wein ins Licht der Weltöffentlichkeit gerückt hat, sind die Böden zwar größtenteils vulkanisch, sie stammen aber von vielen verschiedenen Ausbrüchen und betreffen sehr unterschiedliche Standorte im Norden und Süden des Vulkans. 

Jeder Lavastrom ist unterschiedlich in Alter, Höhe und Niederschlag, damit auch im Ausmaß der Verwitterung und der mineralischen Zusammensetzung; das führt zu großen Unterschieden in der Textur der Böden, also in Schutt oder Schlacke, im Sandgehalt oder der Dicke bereits vorhandener Tonschichten, und so kann die Bodenbeschaffenheit je nach Grad an Verwitterung, der Art des Untergesteins, der Nährstoffauswaschung und der anorganischen Zusammensetzung an Mineralien erheblichen Einfluss auf Stil und Charakter der dort entstehenden Weine haben.

In Frankreich ist die Auvergne im Zentralmassiv als Weinbaugebiet noch wenig bekannt. Dabei war sie in den späten 1800er Jahren sehr wichtig für die Weinversorgung des Landes, weil sie zwischen Saint Pourçain im Westen und der Côte de Forez und der Côte Roannaise im Osten eine der letzten Regionen war, die von der Reblaus heimgesucht wurde. Damals wurde im Puy de Dôme, dem größten Vulkangebiet Europas, mehr Wein produziert als in jedem anderen französischen Departement. Die Auvergne beherbergt etwa 450 erloschene Vulkane, deren letzte Aktivität vor 7.500 bis 13.000 Jahren stattgefunden haben soll.

Ihre Rotweine, Pinot Noir und Gamay, sowie Gamay St. Romain und einige alte, autochthone Teinturier-Sorten, werden in der Regel auf Lavaströmen, also auf Basaltböden, angebaut. Es gibt aber auch Weine von Granit. Die Weißweine, meist Chardonnay, sowie alte, vergessene autochthone Sorten wie Tressalier, entstehen bevorzugt auf Kalkstein.

Soave, der nicht von den Schwemmland- und Moränen-Böden der Ebene stammt, besitzt stets den mystisch rauchigen Hauch vulkanischer Böden, der ihn unverkennbar im Zusammenspiel mit seiner Rebsorte Garganega prägt und zu einem der großen Weißweine Italiens machen kann.

Fiano di Avellino und Greco di Tufo aus Kampanien stammen von Böden, die aus den Auswürfen uralter Vulkanausbrüche entstanden sind. Auch sie besitzen diesen rauchig-speckigen Duft, der sie als eindeutig »vulkanisch« charakterisiert.  

Im ungarischen Tokaj stehen die Reben u. a. auf vulkanischem Ryholith mit meist nur sehr dünner Erdauflage. Diese seltene Konstellation prägt den kargen, straffen, säurebetonten Charakter der trockenen Weine neuer Generation aus Tokaj nachhaltig. Die Rebsorte Furmint erweist sich hier als eine der großen Persönlichkeiten der Weinwelt mit Potential für Weltruf.

Auch im ungarischen Balaton entstehen große Weiß- und Rotweine auf tiefgründigen Vulkanasche- oder auch basaltischen Vulkanstrom-Böden, die ihre Weine unverkennbar prägen und dort vor allem der Rebsorte Welschriesling Eigenart und hohes Niveau in Stil und Charakter vermitteln.

Der süditalienische Aglianico del Vulture entsteht auf vulkanischen Tuff- und Verwitterungsböden rund um den längst erloschenen Vulkan gleichen Namens. Er verströmt einen tiefdunklen, faszinierend würzigen, an Leder und kalten Rauch erinnernden Duft in kraftvoll dichter Gerbstoffstruktur, die der dickschaligen Rebsorte geschuldet ist, die hier die für sie absolut idealen Anbaukonditionen vorfindet.  

Im Weinbau dominieren vor allem Böden aus dem Auswurf vulkanischer Eruptionen benachbarter Vulkane die Morphologie.

Sie besitzen zum Teil hohe Nährstoffgehalte, also mineralische Salze, aber kaum organische Masse, also Humus. 

Eine Auswahl von Weinen, die durch vulkanische Böden stilistisch besonders geprägt sind. Auf die Pfeile links oder rechts klicken

2021 Greco di Tufo DOCG »Miniere« Cantine dell`Angelo

Inhalt: 0.75 l (24,00 €* / 1 l)

18,00 €*
2020 Greco di Tufo DOCG »Torrefavale« Cantine dell`Angelo

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*
2021 Campania Fiano IGP »Paóne« Cantina del Barone

Inhalt: 0.75 l (24,00 €* / 1 l)

18,00 €*

Inhalt: 0.75 l (33,20 €* / 1 l)

24,90 €*

Inhalt: 0.75 l (34,53 €* / 1 l)

25,90 €*

Inhalt: 0.75 l (66,53 €* / 1 l)

49,90 €*

Inhalt: 0.75 l (29,20 €* / 1 l)

21,90 €*

Inhalt: 0.75 l (58,53 €* / 1 l)

43,90 €*
Sonderformat

Inhalt: 0.5 l (63,80 €* / 1 l)

31,90 €*
Sonderformat

Inhalt: 0.375 l (453,33 €* / 1 l)

170,00 €*

Inhalt: 0.75 l (23,93 €* / 1 l)

17,95 €*

Inhalt: 0.75 l (73,20 €* / 1 l)

54,90 €*
2019 »Szent Donat« Welschriesling St. Donat Winery

Inhalt: 0.75 l (29,20 €* / 1 l)

21,90 €*

Inhalt: 0.75 l (26,53 €* / 1 l)

19,90 €*

Inhalt: 0.75 l (30,53 €* / 1 l)

22,90 €*

Inhalt: 0.75 l (34,53 €* / 1 l)

25,90 €*

Inhalt: 0.75 l (20,67 €* / 1 l)

15,50 €*

Inhalt: 0.75 l (28,00 €* / 1 l)

21,00 €*

Inhalt: 0.75 l (23,87 €* / 1 l)

17,90 €*

Inhalt: 0.75 l (17,33 €* / 1 l)

13,00 €*

Inhalt: 0.75 l (17,33 €* / 1 l)

13,00 €*
2021 Côte Roannaise »Domaine« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (18,67 €* / 1 l)

14,00 €*
2020 Côte Roannaise »Diogene« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (42,67 €* / 1 l)

32,00 €*
2021 Côte Roannaise »La Chapelle« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (25,33 €* / 1 l)

19,00 €*
2021 Côte Roannaise »L´Integrale« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (34,00 €* / 1 l)

25,50 €*

Inhalt: 0.75 l (30,00 €* / 1 l)

22,50 €*
2021 Côte Roannaise »Clos de Puy« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (27,33 €* / 1 l)

20,50 €*
2022 Côte Roannaise »Granit Rosé« Domaine des Pothiers

Inhalt: 0.75 l (17,20 €* / 1 l)

12,90 €*

Inhalt: 0.75 l (25,33 €* / 1 l)

19,00 €*
2021 »Reflet D´Ame« rouge VDF Domaine Terres de Roa

Inhalt: 0.75 l (33,20 €* / 1 l)

24,90 €*
2020 »Reflet D´Ame« rouge VDF Domaine Terres de Roa

Inhalt: 0.75 l (33,20 €* / 1 l)

24,90 €*
»Tresse A Lier« blanc VdF Domaine Terres de Roa

Inhalt: 0.75 l (32,00 €* / 1 l)

24,00 €*
2020 Saint-Peray »Saute-Mouton« Domaine de Lorient

Inhalt: 0.75 l (42,67 €* / 1 l)

32,00 €*
2021 Saint-Peray AOC weiss Domaine de Lorient

Inhalt: 0.75 l (39,87 €* / 1 l)

29,90 €*
2022 Saint-Peray »Saute-Mouton« Domaine de Lorient

Inhalt: 0.75 l (44,00 €* / 1 l)

33,00 €*
2022 Saint-Peray AOC weiss Domaine de Lorient

Inhalt: 0.75 l (42,53 €* / 1 l)

31,90 €*
2021 Cornas AOC rouge Domaine de Lorient

Inhalt: 0.75 l (69,20 €* / 1 l)

51,90 €*
2020 Saint Joseph »Les Cotes« Vincent Paris

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*
2020 »Outis« Etna Bianco Ciro Biondi

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*
2020 »Outis« Etna Rosso Ciro Biondi

Inhalt: 0.75 l (32,00 €* / 1 l)

24,00 €*
2016 »Outis« Etna Rosso Ciro Biondi

Inhalt: 0.75 l (32,00 €* / 1 l)

24,00 €*
2018 »Outis« Etna Rosso Ciro Biondi

Inhalt: 0.75 l (32,00 €* / 1 l)

24,00 €*

Inhalt: 0.75 l (45,20 €* / 1 l)

33,90 €*

Inhalt: 0.75 l (50,67 €* / 1 l)

38,00 €*

Inhalt: 0.75 l (50,67 €* / 1 l)

38,00 €*

Inhalt: 0.75 l (50,67 €* / 1 l)

38,00 €*

Inhalt: 0.75 l (52,00 €* / 1 l)

39,00 €*

Inhalt: 0.75 l (52,00 €* / 1 l)

39,00 €*

Inhalt: 0.75 l (52,00 €* / 1 l)

39,00 €*

Inhalt: 0.75 l (26,53 €* / 1 l)

19,90 €*

Inhalt: 0.75 l (25,20 €* / 1 l)

18,90 €*

Inhalt: 0.75 l (25,20 €* / 1 l)

18,90 €*

Inhalt: 0.75 l (18,00 €* / 1 l)

13,50 €*