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2021

Tokaj »Kovágó KVG« Furmint & Hárslevelü

Ein historisch großer trockener Tokaj aus einem uralten Weinberg, der jahrzehntelang brachlag, aufgegeben wurde und deshalb gerodet werden mußte. Er gehört zu den besten des Landes, wurde bereits 1670 in der ersten Tokajer Weinbergsklassifizierung in die höchste Klasse eingestuft. Sein Name »Kővágő« bedeutet Steinschneider und spielt auf den Steinbruch an, der seit dem Mittelalter am Fuße des Weinbergs in Betrieb ist. 

Die Straffheit und Kargheit, die der Wein im Mundgefühl vermittelt, wird verständlich, wenn man sich den Boden anschaut. Unter dünnem Oberboden liegt hartes vulkanisches Gestein, das reich an Mineralien ist, was man an der salzigen Wirkung des Weines unschwer nachvollziehen kann. 

Der große Jahrgang 2021 ist noch jung und zeigt doch schon, was in ihm steckt. Furmint, die große weiße Rebsorte Ungarns, trifft hier auf Hárslevelű, den »Lindenblättrigen «, eine autochthone ungarische Weißweinsorte, die wenig bekannt ist und mundfüllend extrakt- und bukettreichen Wein von grüngelber bis goldgelber Farbe liefert. Während der Furmint für straffe Säureader und karge Mitte auf der Zunge sorgt, versöhnt der Hárslevelű mit cremiger Mitte und mundfüllender Substanz. Gemeinsam liefern sie begeisternde geschmackliche Harmonie in rasantem Zug auf der Zunge, der wie ein Laserstrahl durch den Mund zu strahlen scheint. Ein Weißwein, der mehr wirkt, als er schmeckt. Rassig lang, buchstäblich mineralisch im salzigen Zug auf der Zunge, physische Wirkung verbreitend, die anders wirkt als man Weißwein gemeinhin gewohnt ist. Ein famoses Wunder der Natur.

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