Domaine du Petit Août

.... das ist Yann de Agostini und es geht um Alpenwein, denn das Departement Hautes-Alpes, in dem sein kleines Weingut liegt, ist das höchstgelegene Gebirgsdepartement Frankreichs. Es liegt zwischen der Provence und den Nordalpen und profitiert das ganze Jahr über von außergewöhnlich intensiver Sonneneinstrahlung. Das Departement verfügt über ein fantastisches Spektrum an Landschaften, von Wäldern, Almen und geschützten Tälern, über tiefe Schluchten bis zu Viertausender-Gipfeln und Gletschern. Ein beliebtes Wander- und Freizeitparadies im Schatten der höchsten Berge der Alpen.

Mitten in diesen Ostalpen liegt Yann de Agostinis winziges Weingut »Domaine du Petit Août«, französisch für »kleiner August«, direkte Anspielung an seinen italienischen Nachnamen »Agostini«, der ebenfalls nichts anderes als »kleiner August« bedeutet. Wortwitz. Er spielt auch auf Yanns Etiketten eine Rolle.

In Yanns Person spiegelt sich die Geschichte der Familie und der Region wider: Ein französischer Vorname, ein italienischer Nachname. Das benachbarte Savoyen wechselte, wie das Departement Hautes-Alpes auch, im Lauf seiner Geschichte mehrfach die Nationalität. Sie waren lange Italienisch, dann wieder Französisch, über Jahrzehnte hinweg gehörten sie zum alten Königreich Piemont. Der lokale Dialekt ist bis heute ein Gemisch aus Italienisch und Französisch. Im zweiten Weltkrieg verließ Yanns Großvater das Elternhaus in der Nähe des Lago Maggiore, um in Frankreich Arbeit und Zuflucht zu finden. Er landete in jenem Tal der Durance, in dem heute sein Enkel Weinbau betreibt. Er arbeitete dort als Maurer, einem Beruf, den auch Yanns Vater bis an sein Lebensende ausübte. 

Yann de Agostini interessiert sich schon früh für den Weinbau in den Alpen. Das Licht der Höhe und die Intensität der Sonneneinstrahlung im Zusammenspiel mit den Schatten der Berge faszinieren ihn in ihrem Einfluß auf Photosynthese, Rebphysiologie und Länge der Reifeperiode. Sie sind es schließlich, die den Weinen aus den Alpen den besonderen Reiz verleihen. Also beginnt er 1997 in Bordeaux Önologie zu studieren; er macht Praktika in Bordeaux und St. Emilion, sammelt erste Erfahrungen in einem Weingut im französischen Südwesten; dann geht er ins Yarra Valley nach Australien, wo er die Manipulationen der modernen Önologie kennen und zu praktizieren lernt. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich landet er im Keller des berühmten Château Mont-Redon in Châteauneuf du Pape. Doch schon 2002 zieht es ihn in seine Heimat in die Hautes-Alpes zurück, er wird Leiter der Weinbereitung in der örtlichen Winzergenossenschaft.

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Doch Yann will mehr. Er träumt vom eigenen kleinen Weingut. 2008 bekommt er die Chance, für Marc Allemand in der Nachbarschaft zu arbeiten, dem renommiertesten Winzer der Region, der sich der Rettung und Widerbelebung der fast ausgestorbenen lokalen Rebsorte Mollard verschrieben hat. Er besitzt die letzten noch existierenden Rebstöcke der uralten Rebsorte, von denen die wenigen heute existierenden Pflanzungen abstammen.

Der Traum vom eigenen Weingut läßt Yann de Agostini nicht los. Es gelingt ihm, Marc Allemand davon zu überzeugen, ihm im Tausch gegen den Lohn seiner Arbeit ein paar kleine Reb-Parzellen zu überlassen. Von ihnen keltert er den ersten eigenen Wein. Im Jahr 2012 hat er es durch Zupacht auf zweieinhalb Hektar Reben gebracht und er beginnt, extrem bescheiden und ohne finanzielle Mittel, das eigene kleine Weingut in der Nähe von Theüs aufzubauen. Heute bewirtschaftet er nicht nur die alten Mollard-Parzellen, die ihm Marc Allemand damals überließ, er konnte sich inzwischen auch durch Zupacht und Kauf auf sechs Hektar Rebfläche vergrößern, die ihm ein bescheidenes Leben als Winzer unter eigenem Etikett ermöglichen. 2014 stellt Yann auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, seit 2017 ist er ökologisch zertifiziert.

Unter Yanns Weinen haben uns seine beiden roten Mollards am meisten beeindruckt. Er produziert darüber hinaus noch kleine Mengen an Roussanne, Clairette, Muscat, Cabernet Sauvignon und Marsanne, die ihm von den Touristenscharen, die Sommers wie Winters das Tal der Durance bevölkern, aus den Händen gerissen werden. 

Yann hat neue Reben gepflanzt, kann aber auch auf 60 Jahre alte Rebstöcke zurückgreifen. Die Qualität seiner Weine erklärt sich vor allem durch niedrige Erträge von im Schnitt unter 40 hl/ha und durch die kargen Böden, die praktisch keine Erdauflage haben; die meisten seiner Reben stehen auf von enorm viel Steinen durchsetzten kalkigen Tonböden in einem ehemaligen Wildbachbett, die ihnen im Zusammenspiel mit Licht, Sonne und Klima den so eigenen kühlen, duftig-transparenten Alpenwein-Charakter verleihen. Geld für moderne Kellertechnik hat Yann bis heute nicht. Also entstehen seine Weine auf sehr einfache Weise. Geerntet wird grundsätzlich von Hand, etwas anderes läßt seine traditionelle Buschreben-Erziehung, das sogenannte Gobelet, auch nicht zu. Seine Rotweine vergärt er in hölzernen, oben offenen Gärständern, sie reifen dann in Fieberglas- und Edelstahltanks bis zur Abfüllung. Seine Weißweine gären und reifen in gebrauchten kleinen Eichenfässern. Sie werden vor der Abfüllung leicht geklärt und gefiltert.

Yann de Agostini steht mit seiner kleinen »Domaine Petit Août« für die Faszination der Weine aus den Alpen. Wir werden ihnen in den kommenden Jahren einen kleinen Schwerpunkt in unserem Programm widmen.

.... das ist Yann de Agostini und es geht um Alpenwein, denn das Departement Hautes-Alpes, in dem sein kleines Weingut liegt, ist das höchstgelegene Gebirgsdepartement Frankreichs. Es liegt zwischen der Provence und den Nordalpen und profitiert das ganze Jahr über von außergewöhnlich intensiver Sonneneinstrahlung. Das Departement verfügt über ein fantastisches Spektrum an Landschaften, von Wäldern, Almen und geschützten Tälern, über tiefe Schluchten bis zu Viertausender-Gipfeln und Gletschern. Ein beliebtes Wander- und Freizeitparadies im Schatten der höchsten Berge der Alpen.

Mitten in diesen Ostalpen liegt Yann de Agostinis winziges Weingut »Domaine du Petit Août«, französisch für »kleiner August«, direkte Anspielung an seinen italienischen Nachnamen »Agostini«, der ebenfalls nichts anderes als »kleiner August« bedeutet. Wortwitz. Er spielt auch auf Yanns Etiketten eine Rolle.

In Yanns Person spiegelt sich die Geschichte der Familie und der Region wider: Ein französischer Vorname, ein italienischer Nachname. Das benachbarte Savoyen wechselte, wie das Departement Hautes-Alpes auch, im Lauf seiner Geschichte mehrfach die Nationalität. Sie waren lange Italienisch, dann wieder Französisch, über Jahrzehnte hinweg gehörten sie zum alten Königreich Piemont. Der lokale Dialekt ist bis heute ein Gemisch aus Italienisch und Französisch. Im zweiten Weltkrieg verließ Yanns Großvater das Elternhaus in der Nähe des Lago Maggiore, um in Frankreich Arbeit und Zuflucht zu finden. Er landete in jenem Tal der Durance, in dem heute sein Enkel Weinbau betreibt. Er arbeitete dort als Maurer, einem Beruf, den auch Yanns Vater bis an sein Lebensende ausübte. 

Yann de Agostini interessiert sich schon früh für den Weinbau in den Alpen. Das Licht der Höhe und die Intensität der Sonneneinstrahlung im Zusammenspiel mit den Schatten der Berge faszinieren ihn in ihrem Einfluß auf Photosynthese, Rebphysiologie und Länge der Reifeperiode. Sie sind es schließlich, die den Weinen aus den Alpen den besonderen Reiz verleihen. Also beginnt er 1997 in Bordeaux Önologie zu studieren; er macht Praktika in Bordeaux und St. Emilion, sammelt erste Erfahrungen in einem Weingut im französischen Südwesten; dann geht er ins Yarra Valley nach Australien, wo er die Manipulationen der modernen Önologie kennen und zu praktizieren lernt. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich landet er im Keller des berühmten Château Mont-Redon in Châteauneuf du Pape. Doch schon 2002 zieht es ihn in seine Heimat in die Hautes-Alpes zurück, er wird Leiter der Weinbereitung in der örtlichen Winzergenossenschaft.

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Doch Yann will mehr. Er träumt vom eigenen kleinen Weingut. 2008 bekommt er die Chance, für Marc Allemand in der Nachbarschaft zu arbeiten, dem renommiertesten Winzer der Region, der sich der Rettung und Widerbelebung der fast ausgestorbenen lokalen Rebsorte Mollard verschrieben hat. Er besitzt die letzten noch existierenden Rebstöcke der uralten Rebsorte, von denen die wenigen heute existierenden Pflanzungen abstammen.

Der Traum vom eigenen Weingut läßt Yann de Agostini nicht los. Es gelingt ihm, Marc Allemand davon zu überzeugen, ihm im Tausch gegen den Lohn seiner Arbeit ein paar kleine Reb-Parzellen zu überlassen. Von ihnen keltert er den ersten eigenen Wein. Im Jahr 2012 hat er es durch Zupacht auf zweieinhalb Hektar Reben gebracht und er beginnt, extrem bescheiden und ohne finanzielle Mittel, das eigene kleine Weingut in der Nähe von Theüs aufzubauen. Heute bewirtschaftet er nicht nur die alten Mollard-Parzellen, die ihm Marc Allemand damals überließ, er konnte sich inzwischen auch durch Zupacht und Kauf auf sechs Hektar Rebfläche vergrößern, die ihm ein bescheidenes Leben als Winzer unter eigenem Etikett ermöglichen. 2014 stellt Yann auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, seit 2017 ist er ökologisch zertifiziert.

Unter Yanns Weinen haben uns seine beiden roten Mollards am meisten beeindruckt. Er produziert darüber hinaus noch kleine Mengen an Roussanne, Clairette, Muscat, Cabernet Sauvignon und Marsanne, die ihm von den Touristenscharen, die Sommers wie Winters das Tal der Durance bevölkern, aus den Händen gerissen werden. 

Yann hat neue Reben gepflanzt, kann aber auch auf 60 Jahre alte Rebstöcke zurückgreifen. Die Qualität seiner Weine erklärt sich vor allem durch niedrige Erträge von im Schnitt unter 40 hl/ha und durch die kargen Böden, die praktisch keine Erdauflage haben; die meisten seiner Reben stehen auf von enorm viel Steinen durchsetzten kalkigen Tonböden in einem ehemaligen Wildbachbett, die ihnen im Zusammenspiel mit Licht, Sonne und Klima den so eigenen kühlen, duftig-transparenten Alpenwein-Charakter verleihen. Geld für moderne Kellertechnik hat Yann bis heute nicht. Also entstehen seine Weine auf sehr einfache Weise. Geerntet wird grundsätzlich von Hand, etwas anderes läßt seine traditionelle Buschreben-Erziehung, das sogenannte Gobelet, auch nicht zu. Seine Rotweine vergärt er in hölzernen, oben offenen Gärständern, sie reifen dann in Fieberglas- und Edelstahltanks bis zur Abfüllung. Seine Weißweine gären und reifen in gebrauchten kleinen Eichenfässern. Sie werden vor der Abfüllung leicht geklärt und gefiltert.

Yann de Agostini steht mit seiner kleinen »Domaine Petit Août« für die Faszination der Weine aus den Alpen. Wir werden ihnen in den kommenden Jahren einen kleinen Schwerpunkt in unserem Programm widmen.

2021 »Memoire Neuve« AOP Hautes-Alpes Domaine Petit Aout

Inhalt: 0.75 l (18,67 €* / 1 l)

14,00 €*

Inhalt: 0.75 l (22,67 €* / 1 l)

17,00 €*

Inhalt: 0.75 l (27,33 €* / 1 l)

20,50 €*

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