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Entdeckungen, die eine Suche belohnen...


... denn wer nicht sucht, wird kaum finden. Kennt ihr den Begriff »Serendipität«/»Serendipity«? Er steht für einen glücklichen Fund, einen neuen, noch nicht gedachten Gedanken, eine zufällige Entdeckung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, die sich als überraschende Bereicherung erweisen.

Praktisch: Wer nur ißt und trinkt, was er/sie schon kennt, folgt lieb gewordenen Gewohnheiten und einer gewissen Bequemlichkeit. Damit lernt man aber weder den faszinierenden Reichtum der Geschmackskulturen unserer Welt kennen, noch die horizonterweiternden Fähigkeiten der eigenen Sinne, die durch Achtsamkeit und aufmerksame Selbstwahrnehmung bewussten Genuss erst möglich machen.

Guter Wein ist ein Kulturgut, an dem sich die Menschheit seit Jahrtausenden erfreut, schickt uns doch jeder Schluck auf die Reise in eine unbekannte Geschmackswelt. Wein berichtet von einer Herkunft, die wir vielleicht nicht kennen, die wir aber wie das Klima, den Boden und die lokale Weinbautradition, aus der er stammt, erleben und kennenlernen können. 

Warum schmecken italienische Weine anders als französische? Weil sie aus unterschiedlicher Historie und sozialer Tradition kommen und die Wachstumsbedingungen andere sind. Warum fühlen sich Weine aus dem heißen Süden im Mund anders an als jene aus dem kühlen Norden? Da sorgen tiefgründig fette Böden für ein geschmeidiges Mund-


gefühl, während karge, steinige Böden an steilen Hängen eher rassig straffe Weine hervorbringen. Der Beispiele gäbe es viele. Wir können uns also mit dem Wein im Glas sinnlich auf die Reise begeben zu unbekannten Wein-Stilen und Charakteren, können Länder, Regionen und die geschmacklichen Traditionen ihrer Küchen erkunden und bereisen.

Die meisten unserer Weine, Rebsorten und Produkte haben keine Lobby außer uns. Daß sie vor Ort, in ihren Regionen, als besonders gelten, kann nur wissen, wer sich die Mühe macht, sich vor Ort zu begeben, unsere elektronische Fl@schenpost zu lesen oder in unserem Programm zu stöbern. Ihre engagierten Produzentinnen liegen uns sehr am Herzen. Vielleicht findet ihr ja hier, was ihr schon immer gesucht habt, ohne es zu wissen. Wir wechseln das Angebot hier regelmäßig, schaut vorbei.

Bardolino, der Freude macht: »Villa Calicantus«

Bardolino. Ein verbrannter Name. Dabei war er in den 1980er Jahren einer der großen Exportschlager Italiens. Dann machte man ihn in Massen kompatibel und aus wars. Die alte Geschichte der Gier. Bis heute hallt der schlechte Ruf nach, doch die Weine von Daniele Delainis »Villa Calicantus« zeigen, was Bardolino kann. Seine Weine stehen heute auf den Weinkarten der Restaurants rund um der Deutschen Lieblingssee als Highlight der Region. Die Weinwelt im Wandel. Da ist kaum noch etwas so, wie es früher war. Die Welt dreht sich weiter und zumindest im guten Wein gehts voran.

Weil Winzer wie Daniele den Mut haben, Weine zu produzieren, die unverwechselbar sind, ungeschminkt natürlich, zart und elegant im besten Sinne. Wie gute Burgunder. Als Bardolino, dem Aussätzigen im Markt der großen Namen! Danieles Weine sind trinkfreudig und anspruchsvoll zugleich, wegweisend und visionär, frisch und elegant, kraftvoll ohne schwer zu sein, potent und doch schmeichelnd delikat. Sie genießen vor Ort großen Ruf. Bei uns zipfelt die Nachfrage noch, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Gebt euch einen Ruck, liebe Mitbürgerinnen, schaut voraus und nicht zurück, die Zukunft ist nach vorne offen ....

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Inhalt: 0.75 l (33,20 €* / 1 l)

24,90 €*

Pecorino. Mal kein Käse, sondern Wein

In Italien machen sich seit ein paar Jahren besonders engagierte Winzerinnen und Winzern auf, die kaum bekannten autochthonen, lokalen Rebsorten des Landes (über 600 sollen es sein, von denen sich viele als ideal adaptiert an die Klimakrise erweisen), in Weinen zu würdigen, die den Charakter ihrer Herkunft über Machart und Stil stellen. Raus aus alten Klischees, rein ins neue Weinvergnügen - so hebt die quirlige Szene in fröhlicher Dynamik den grossen Schatz des Landes, indem sie die so lange mißachteten historischen Rebsorten der Ignoranz und dem Vergessen entreißt.

Unter den vielen alten, lokalen Rebsorten Italiens gilt der weiße Pecorino als besonders hochwertig und vielversprechend. Er galt schon als ausgestorben, als man in einem verlassenen Weinberg in den Marken durch Zufall ein paar letzte Rebstöcke entdeckte, die man über Stecklinge erfolgreich vermehren konnte. Heute wird die edle, aufregend tiefgründig und pikant mineralisch gewürzte Rebsorte von engagierten Betrieben in den Abruzzen und den Marche als eine der großen Italiens zelebriert. Exemplarisch zu erleben bei Caprera in den Abruzzen oder Fiorano in den Marken. Kein Käse, sondern eine Rebsorte mit Anspruch und Zukunft.

Leise und bescheiden, aber saugut: »Cal Demoura«

In den 1990er Jahren katapultierte ein weltweiter Boom die bis dahin unbekannten Weine des südfranzösischen Languedoc auf die Weinkarten der Welt. Nach vielen goldenen Jahren brach der Boom in sich zusammen, als Superreiche das große Geschäft witterten und bestehende Betriebe aufkauften, um nach üblichem Rezept viel zu teure Weine mittels berühmter Weinmacher zu produzieren, die sie mit viel Marketing-Getöse auf den Markt zu drücken versuchten. Der machte das nicht mit, das Languedoc verschwand in der Versenkung. Nach den angeblichen »Nobelweinen« von damals kräht heute kein Hahn mehr. 

Seit 1992 vertreiben wir ein so kleines wie feines, bescheiden leise auftretendes Weingut, das in Frankreich hoch im Kurs steht: »Cal Demoura«. Isabelle und Vincent Goumard haben es zu einem Schmuckstück des französischen Südens gemacht. Ihre von Demeter® zertifizierten Weine reifen spektakulär, tragen den unverwechselbaren Charakter des Südens in sich, sind zugleich aber fein, gediegen und edel mit dem Zeug zum Klassiker. Die rare Kombination von Bescheidenheit und Größe. Ein Juwel des Südens, nach dem zu suchen sich unbedingt lohnt.

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Inhalt: 0.75 l (66,53 €* / 1 l)

49,90 €*

Syrah. Jeder kennt sie, nicht jeder mag sie

Jeder scheint sie zu kennen, diese große rote Rebsorte, doch gekauft wird sie nur, wenn der Name groß und das Etikett teuer ist - oder sie besonders billig angeboten wird. 

Syrah aus Europa oder Kalifornien tut sich schwer. Wenn sie aus Australien kommt und sich Shiraz nennt, wird sie gerne gekauft. Verkehrte Welt? Hier der ultrareife Australier, dort die raffiniert kühle Syrah aus Europa. Seidig im Trunk, extrem entwicklungsfähig, elegant im Mundgefühl, weniger dick, reif und kraftvoll im Mundgefühl, als feinkörnig, seidig und schwelgerisch im Duft nach schwarzen Oliven, Räucherspeck und Cassis. 

Joanna Wells ist Winzerin in Kalifornien. Sie hat sich auf Weine der kühlsten und höchsten Lagen Kaliforniens spezialisiert. Ihr Schmuckstück ist diese atemberaubend »schöne« Syrah aus dem kühlen Petaluma Gap, unweit des Pazifiks im Sonoma County. Sie haucht eine Tanninqualität auf die Zunge, die Gänsehaut macht. So streichelnd seidig und samtig dicht ist großer Rotwein nur selten zu erleben. Eine Wohltat, die auch aromatisch so reizvoll dem Glas entsteigt, daß uns partout nicht einleuchten will, warum ihr uns diese aufregend schöne Syrah nicht aus den Händen reisst.

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»Vignoble des Vernusses«. Vom Vater zur Tochter

Unter dem Etikett »Terre de Roa« hatten wir großen Erfolg mit den Weinen von Vater und Tochter Tisserand aus der südlichsten Appellation der Loire in der vulkanisch geprägten Auvergne. Kürzlich übernahm Tochter Loren Petit den biologischen Muster-Betrieb vom Vater. Um seinen übermächtigen Schatten abzuschütteln, wagt sie den Neuanfang unter neuem Namen für ihr Weingut.

Nicht einfach für sie, nicht einfach für uns. »Vignoble des Vernusses« ist schwerer auszusprechen und aus dem Winzer ist eine Winzerin geworden. Für manche Männer ein Problem. Dabei bleibt (fast) alles beim Alten. Wir jedenfalls begleiten die so ehrgeizige wie kompetente Loren auf ihrem Weg in die Zukunft unter neuem Namen mit Enthusiasmus. Loren weiß, was sie will und ihre Weine sind so ambitioniert wie überzeugend, wie sie es immer schon waren, weil sie die Kellerwirtschaft schon seit vielen Jahren managt. Für ihren Mut, den eigenen Weg unter neuem Namen zu gehen, wird sie in Frankreich gefeiert.

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2023

»Nigrine« IGP Côte du Lot

Laroque d´Antan

Inhalt: 0.75 l (69,33 €* / 1 l)

52,00 €*

Weltklasse vom Arsch der Welt

Da kommt ein völlig unbekannter Betrieb mit Weinen auf den Markt, die die Fachwelt in Staunen versetzen und zu geradezu euphorischen Urteilen hinreissen lassen. 

Schaut man hinter deren Etiketten, erklärt sich die Aufregung: Hinter »Laroque d´Antan« stecken zwei der exponiertesten Weinbauspezialisten der Weinwelt. Lydia und Claude Bourguignon haben in den letzten dreißig Jahren die führenden Betriebe der Weinwelt, von Frankreich bis Kalifornien, in Sachen Bodenqualität, Rebgenetik und Pflanzung beraten. Niemand sonst in der Weinwelt verfügt über derart profundes Fachwissen, wie die beiden. Ihnen verdanken viele Spitzenbetriebe ihr Dasein an der Spitze. Und nun machen die beiden ihr eigenes Ding, haben in Cahors im französischen Südwesten nach jahrelanger Suche auf einem kalkigem Plateau jungfräuliches Land gekauft, um dort ihre Reben zu pflanzen. Daß sie dabei alles anders machen als andere, versteht sich fast von selbst, und so sind ihre Weine nicht anders als »spektakulär« zu bezeichnen. Ihr roter »Nigrine« weist den Weg: Atemberaubend tiefgründig, ultrafein, dabei dicht und konzentriert in feinst verwobener Gerbstoffqualität. Weltklasse vom Arsch der Welt. Nicht mehr, nicht weniger. 

Rare Abruzzen-Spitze: »Colle Florido«

Colle Florido ist ein K&U-Traumbetrieb: So klein, daß hier die Besitzer selbst Hand anlegen, ohne Ausbeutung anonymer Leiharbeiter, ohne aufwendige Technik, dafür mit inspirierender Intention und einer profunden Kompetenz, die denkt, bevor sie spricht.

Dabei haben es uns vor allem die Menschen hinter den Weinen angetan: Daniela Trolio & Andrea Ugolotti sind zwei wunderbar warme Menschen, die kein Aufheben um sich machen, sondern in selbstgewählter Freiheit umsetzen, was sie denken, fühlen und leben möchten. Sie haben ihr Colle Florido zu einem der spannendsten Weinbauprojekte in den Abruzzen gemacht. Andrea war einer der renommiertesten Sommeliers Italiens, Daniela war Architektin. Zusammen bewirtschaften sie heute das Land von Danielas Eltern auf einer kühlen Anhöhe westlich von Pescara. Ihre vier Hektar Weingärten sind biologisch zertifiziert. Ihre Reben stehen, zum Teil noch als traditionelle Pergola, auf Ton und maritimen Ablagerungen, und statt globaler Einheitssorten widmen sie sich mit Leidenschaft und Empathie den lokalen Rebsorten Montepulciano und Trebbiano abruzzese. Andrea keltert daraus Weine beeindruckender Präzision und einer strukturellen Komplexität, die sie zum Besten machen, was die Abruzzen heute hervorbringen. Ein Glücksgriff, der Freude macht.

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Inhalt: 0.75 l (39,87 €* / 1 l)

29,90 €*

Wo es Mutter und Töchter fein sprudeln lassen

Mal ehrlich: Muss es immer Champagner sein? Klar können da einige was, was andere Schäumer der Welt nicht können. Doch viele Champagner sind von eher ärgerlichem Niveau, werden aber in Jubelarien hochgeschissen, die im Glas und auf der Zunge keinen Widerhall finden. Dabei ist es eigentlich ganz einfach:  Es geht zum einen um die Qualität des Grundweines, der versektet werden soll, zum anderen um die Qualität der Perlage, des Mousseux - ein komplexes physikalisches Zusammenspiel, das neben viel Zeit viel Können und Know-how braucht. 

Mutter und Töchter Lusenti in der Emilia-Romagna produzieren einen Rosé-Spumante aus Pinot Noir, der in geschmacklicher und technischer Qualität auf Augenhöhe mit den besten Schäumern der Welt spielt. Feinstes Blasenspiel in vorbildlicher Persistenz, nobel sinnliches Mundgefühl, feinherbe Gerbstoffe mit dem Sex echten Rosés, Null Zuckerzusatz und nahezu schwefelfrei. Das alles aus 48 Monaten Reifezeit auf der Hefe der zweiten Gärung in der Flasche. Junge, Junge, da muß sich der Schampus ganz schön anstrengen, um mit dem Niveau mithalten zu können! Und das im Vergleich zum (fast) schon Sozialtarif. Wenn das keine Entdeckung ist!  

Die Domaine Saladin und die »Saladinen« 

Zwei Schwestern übernehmen den historischen Weinbaubetrieb der Eltern und machen ihn zur Größe in der Ardêche. Sie sind bestens ausgebildet, selbstbewußt, ehrgeizig und zielstrebig, gehören zu den Pionieren der französischen Naturweinszene, sind eine Nummer in den Weinbars und Restaurants in Paris und eine feste Größe bei den guten Cavisten des Landes. Mit dem »Vin nature« der einschlägigen Szene wollen Elisabeth und Marie-Laurence aber nichts zu tun haben. Sie produzieren ihre Weine nach den Regeln des Naturweines, also ohne geschmacksverändernde Intervention im Keller, ihre Weine sind aber sauber, präzise, delikat, duftig und transparent oder, je nach Rebsorte, auch deftig konzentriert und dicht gepackt im Mundgefühl. 

Die beiden Saladinen sind schon über zehn Jahre bei uns im Programm. Da nutzt sich die Nachfrage immer mal wieder ab. Schließlich kauft nicht jeder und jede jeden Jahrgang nach. Und die Preise sind auch deutlich gestiegen. Deshalb machen wir hier mal wieder auf die Dynamik der beiden engagierten Weindamen aufmerksam, bei denen nichts im neuen Jahrgang so ist, wie es im Vorherigen war. Sie arbeiten schließlich draußen in den Reben mit der Natur - und nicht im Keller gegen sie. Das macht sie in jedem neuen Jahrgang aufs Neue interessant, oder?

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Ein Angebot der Gebr. Kössler & Ulbricht GmbH & Co KG | Die K&U-Weinhalle | Nürnberg