Domaine Saladin

Die Domaine Saladin. Eine uralte bäuerliche Domaine an der Ardêche an der Südrhône, seit 1422 im Besitz von Familie Saladin. Heute steht sie für zwei junge, akademisch ausgebildete, in Sachen Wein weitgereiste Schwestern, die nach ihrer Ausbildung beschlossen, trotz ursprünglich anders lautender Planung, den Betrieb der Eltern zu übernehmen. Elisabeth und Marie-Laurence sind zwei junge Winzerinnen, die als moderne 21. Generation ihrer Familie an deren Traditionen anknüpft, die sich bis heute dem Einsatz von Pestiziden, synthetischem Dünger und den Hilfsmitteln der »modernen« Önologie im Keller widersetzt hat.

Alleine deshalb ist ihre Domaine Saladin eine Ausnahme an der Südrhône. Dort ging Vater Louis schon in den sechziger Jahren visionär ans Werk. Er legte auf dem aufgelassenen Hochplateau von Brissan hoch über St. Marcel d´Ardêche auf den schwer zu bearbeitenden Kieselsteinen des südlichen Rhônetales, den berühmten »Galets roulets«, Weinberge an, nutzte das kleinparzellierte unberührte Ökosystem an den Hängen rund um St. Marcel für weitere Weinberge und wurde deshalb von allen im Dorf mitleidig belächelt, hatten dessen Winzer diese doch zugunsten einfacher zu bearbeitender Lagen im Tal Jahre zuvor aufgegeben. Doch was damals aus purem Mangel an Geld begann, wurde mit der Zeit zunehmend zur Überzeugung. Weil Louis Saladin aus finanziellen Gründen auf die Neuerungen der modernen Weinwirtschaft verzichten mußte, bearbeitete er seine Weinberge traditionell von Hand, statt mit Maschine und chemischer Keule. So brachte er Trauben in die Kelter der Genossenschaft, die ihm nicht nur exzellenten Ruf, sondern auch höhere Preise bescherten. Diese erlaubten ihm schon bald, aus der Genossenschaft auszutreten und er beschloß seine Trauben selber zu keltern und auch deren Wein selber auszubauen. Er war in den sechziger Jahren der erste Winzer an der Ardêche, der eine eigene Flaschenabfüllung kaufte, um seine Weine unter eigenem Etikett auf den Markt zu bringen. Die Kollegen im Dorf verkauften ihre Weine bis in die achtziger Jahre hinein offen im Faß an die einschlägigen Handelshäuser.

Aus Achtung und Respekt vor der visionären Konsequenz ihres Vaters arbeiten Marie-Laurence, die Agraringenieurin ist (unten im Bild rechts), und Elisabeth, die Wirtschaftswissenschaften studierte (unten im Bild links), bewußt im Sinne dieser familiären Tradition gegen den Strom. Sie widmen ihre so brillanten wie charmanten Côtes du Rhônes nicht nur ihrem Vater, der sie nach der Ausbildung bei einigen der besten Winzer der Welt so zu erden verstand, daß die beiden ungleichen Schwestern den elterlichen Betrieb schließlich doch gemeinsam übernahmen, sondern auch einer eleganten Finesse und Leichtigkeit, die ihnen Respekt und großen Ruf weit über die Côtes du Rhône hinaus einbrachten. Über ihre akademische Ausbildung hinaus gewannen die beiden bei Randall Grahm in Kalifornien, bei Marcel Guigal und Marcel Richaud an der Rhône und bei Michel Rolland in Argentinien und Philippe Debrus in Chile profunde Einblicke in die Praxis des Weinbaus, doch zurückgekehrt in den heimischen Keller staunten sie über den Erfahrungsschatz ihres Vaters, den sie jetzt erst so richtig zu begreifen begannen. Sie beschlossen zu bleiben und so viel wie möglich von ihm zu profitieren. 2005 wagten sich die beiden Weindamen dann an ihre erste eigene Ernte, die aus dem Stand so erfolgreich war, daß man die beiden Wein-Schwestern zu »shooting stars« erklärte. Seitdem geht es mit den Vigneronnes von der Ardêche nur noch bergauf.

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Inzwischen sind die beiden dynamischen Schwestern eine Institution an der Südrhône. Die traditionell »andere« Machart ihrer eigenständigen Weinen unterscheidet sie von den technisch korrekten, stilistisch aber oft uniformen Weinen um sie herum. Trotz ihrer vermeintlich »rückständigen« Kellertechnik und ihres handwerklich bäuerlichen Weinbaus stehen die beiden Vigneronnes mit beiden Beinen in der modernen Welt. Wie wenige andere vereinen sie modernes Management und moderne »schnelle« Kommunikation mit profund langsamer, im besten Sinne des Wortes »traditioneller« Weinbereitung mittels unspektakulärer Low-Tech-Kellertechnik. Immer wieder kommen Kollegen aus aller Herren Länder, um sich bei den beiden Schwestern über deren biologische Bewirtschaftung im trockenen Klima des südlichen Rhônetales zu informieren. Die Domaine Saladin ist ein von Ecocert® zertifizierter Biobetrieb, schreibt dies bislang aber leider nicht auf ihre Etiketten, weshalb wir die Weine nicht als »Bio« deklarieren dürfen.

Elisabeth und Marie-Laurence Saladin widmen ihre tägliche Arbeit ihren Reben, in denen sie die Chemie durch mechanische Arbeit ersetzen. Das sieht man, wenn man durch ihre Rebzeilen geht. Gelesen wird in den vielen kleinen Parzellen des 18 Hektar großen Familienbetriebes ausschließlich von Hand. Die Traubenverarbeitung geschieht so schonend, ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme, ohne Tanninzusätze oder moderne Schönungen. Die beiden Schwestern lehnen die an der Südrhône übliche Extraktion der Beerenschalen durch mechanische Verfahren ebenso ab, wie den Einsatz chemischer oder physikalischer Methoden für mehr Konzentration oder Farbausbeute.

Die Stilistik ihrer Weine ist deshalb nicht alltäglich und anders als erwartet. Mutig präsentieren »die Saladinen«, wie sie vor Ort genannt werden, seidige, stilistisch präzise herausgearbeitete »leise«, entspannt wirkende Weine, die etwas heller in der Farbe ausfallen als üblich und so ehrlich und ungeschminkt in Stil und Charakter daherkommen, daß man sich deren besonderen Reiz erst erobern muß. Es sind keine populistisch hingetricksten Verkostungssieger, sondern Weine mit Persönlichkeit, die rare aromatische Finesse, natürliche Leichtigkeit und Transparenz in unmanipuliert natürlichen Gerbstoffen wagen. So lebendig, so ungekünstelt, so »nackig« und frisch im Mundgefühl, daß man ihre belebende Natürlichkeit nachvollziehen kann, diese aber gerne fehlinterpretiert, wenn man sie nicht entsprechend einzuschätzen weiß. Es sind im besten Sinne des Wortes »Naturweine«, ohne Schönungen, ohne »Korrekturen«, ohne gewollte Eingriffe für ein bestimmtes Stil- oder Geschmacksbild entstanden. Die Kraft und Ausstrahlung der Natur verwandeln die beiden Winzer-Schwestern in der Kultur ihrer Tradition in wegweisende Avantgarde, souverän unaufgeregt, nachhaltig und visionär und machen so die Traditionen ihrer Familie zur Zukunft ihrer Region.

Die Domaine Saladin. Eine uralte bäuerliche Domaine an der Ardêche an der Südrhône, seit 1422 im Besitz von Familie Saladin. Heute steht sie für zwei junge, akademisch ausgebildete, in Sachen Wein weitgereiste Schwestern, die nach ihrer Ausbildung beschlossen, trotz ursprünglich anders lautender Planung, den Betrieb der Eltern zu übernehmen. Elisabeth und Marie-Laurence sind zwei junge Winzerinnen, die als moderne 21. Generation ihrer Familie an deren Traditionen anknüpft, die sich bis heute dem Einsatz von Pestiziden, synthetischem Dünger und den Hilfsmitteln der »modernen« Önologie im Keller widersetzt hat.

Alleine deshalb ist ihre Domaine Saladin eine Ausnahme an der Südrhône. Dort ging Vater Louis schon in den sechziger Jahren visionär ans Werk. Er legte auf dem aufgelassenen Hochplateau von Brissan hoch über St. Marcel d´Ardêche auf den schwer zu bearbeitenden Kieselsteinen des südlichen Rhônetales, den berühmten »Galets roulets«, Weinberge an, nutzte das kleinparzellierte unberührte Ökosystem an den Hängen rund um St. Marcel für weitere Weinberge und wurde deshalb von allen im Dorf mitleidig belächelt, hatten dessen Winzer diese doch zugunsten einfacher zu bearbeitender Lagen im Tal Jahre zuvor aufgegeben. Doch was damals aus purem Mangel an Geld begann, wurde mit der Zeit zunehmend zur Überzeugung. Weil Louis Saladin aus finanziellen Gründen auf die Neuerungen der modernen Weinwirtschaft verzichten mußte, bearbeitete er seine Weinberge traditionell von Hand, statt mit Maschine und chemischer Keule. So brachte er Trauben in die Kelter der Genossenschaft, die ihm nicht nur exzellenten Ruf, sondern auch höhere Preise bescherten. Diese erlaubten ihm schon bald, aus der Genossenschaft auszutreten und er beschloß seine Trauben selber zu keltern und auch deren Wein selber auszubauen. Er war in den sechziger Jahren der erste Winzer an der Ardêche, der eine eigene Flaschenabfüllung kaufte, um seine Weine unter eigenem Etikett auf den Markt zu bringen. Die Kollegen im Dorf verkauften ihre Weine bis in die achtziger Jahre hinein offen im Faß an die einschlägigen Handelshäuser.

Aus Achtung und Respekt vor der visionären Konsequenz ihres Vaters arbeiten Marie-Laurence, die Agraringenieurin ist (unten im Bild rechts), und Elisabeth, die Wirtschaftswissenschaften studierte (unten im Bild links), bewußt im Sinne dieser familiären Tradition gegen den Strom. Sie widmen ihre so brillanten wie charmanten Côtes du Rhônes nicht nur ihrem Vater, der sie nach der Ausbildung bei einigen der besten Winzer der Welt so zu erden verstand, daß die beiden ungleichen Schwestern den elterlichen Betrieb schließlich doch gemeinsam übernahmen, sondern auch einer eleganten Finesse und Leichtigkeit, die ihnen Respekt und großen Ruf weit über die Côtes du Rhône hinaus einbrachten. Über ihre akademische Ausbildung hinaus gewannen die beiden bei Randall Grahm in Kalifornien, bei Marcel Guigal und Marcel Richaud an der Rhône und bei Michel Rolland in Argentinien und Philippe Debrus in Chile profunde Einblicke in die Praxis des Weinbaus, doch zurückgekehrt in den heimischen Keller staunten sie über den Erfahrungsschatz ihres Vaters, den sie jetzt erst so richtig zu begreifen begannen. Sie beschlossen zu bleiben und so viel wie möglich von ihm zu profitieren. 2005 wagten sich die beiden Weindamen dann an ihre erste eigene Ernte, die aus dem Stand so erfolgreich war, daß man die beiden Wein-Schwestern zu »shooting stars« erklärte. Seitdem geht es mit den Vigneronnes von der Ardêche nur noch bergauf.

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Inzwischen sind die beiden dynamischen Schwestern eine Institution an der Südrhône. Die traditionell »andere« Machart ihrer eigenständigen Weinen unterscheidet sie von den technisch korrekten, stilistisch aber oft uniformen Weinen um sie herum. Trotz ihrer vermeintlich »rückständigen« Kellertechnik und ihres handwerklich bäuerlichen Weinbaus stehen die beiden Vigneronnes mit beiden Beinen in der modernen Welt. Wie wenige andere vereinen sie modernes Management und moderne »schnelle« Kommunikation mit profund langsamer, im besten Sinne des Wortes »traditioneller« Weinbereitung mittels unspektakulärer Low-Tech-Kellertechnik. Immer wieder kommen Kollegen aus aller Herren Länder, um sich bei den beiden Schwestern über deren biologische Bewirtschaftung im trockenen Klima des südlichen Rhônetales zu informieren. Die Domaine Saladin ist ein von Ecocert® zertifizierter Biobetrieb, schreibt dies bislang aber leider nicht auf ihre Etiketten, weshalb wir die Weine nicht als »Bio« deklarieren dürfen.

Elisabeth und Marie-Laurence Saladin widmen ihre tägliche Arbeit ihren Reben, in denen sie die Chemie durch mechanische Arbeit ersetzen. Das sieht man, wenn man durch ihre Rebzeilen geht. Gelesen wird in den vielen kleinen Parzellen des 18 Hektar großen Familienbetriebes ausschließlich von Hand. Die Traubenverarbeitung geschieht so schonend, ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme, ohne Tanninzusätze oder moderne Schönungen. Die beiden Schwestern lehnen die an der Südrhône übliche Extraktion der Beerenschalen durch mechanische Verfahren ebenso ab, wie den Einsatz chemischer oder physikalischer Methoden für mehr Konzentration oder Farbausbeute.

Die Stilistik ihrer Weine ist deshalb nicht alltäglich und anders als erwartet. Mutig präsentieren »die Saladinen«, wie sie vor Ort genannt werden, seidige, stilistisch präzise herausgearbeitete »leise«, entspannt wirkende Weine, die etwas heller in der Farbe ausfallen als üblich und so ehrlich und ungeschminkt in Stil und Charakter daherkommen, daß man sich deren besonderen Reiz erst erobern muß. Es sind keine populistisch hingetricksten Verkostungssieger, sondern Weine mit Persönlichkeit, die rare aromatische Finesse, natürliche Leichtigkeit und Transparenz in unmanipuliert natürlichen Gerbstoffen wagen. So lebendig, so ungekünstelt, so »nackig« und frisch im Mundgefühl, daß man ihre belebende Natürlichkeit nachvollziehen kann, diese aber gerne fehlinterpretiert, wenn man sie nicht entsprechend einzuschätzen weiß. Es sind im besten Sinne des Wortes »Naturweine«, ohne Schönungen, ohne »Korrekturen«, ohne gewollte Eingriffe für ein bestimmtes Stil- oder Geschmacksbild entstanden. Die Kraft und Ausstrahlung der Natur verwandeln die beiden Winzer-Schwestern in der Kultur ihrer Tradition in wegweisende Avantgarde, souverän unaufgeregt, nachhaltig und visionär und machen so die Traditionen ihrer Familie zur Zukunft ihrer Region.

Inhalt: 0.75 l (24,00 €* / 1 l)

18,00 €*

Inhalt: 0.75 l (26,67 €* / 1 l)

20,00 €*

Inhalt: 0.75 l (28,00 €* / 1 l)

21,00 €*

Inhalt: 0.75 l (32,00 €* / 1 l)

24,00 €*

Inhalt: 0.75 l (38,67 €* / 1 l)

29,00 €*