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Silvaner wird häufig auch grüner Silvaner genannt, weil es auch eine rote und eine blaue Variante gibt, die aber beide in der Regel weiß gekeltert werden. Über die außerhalb des Elsaß, Rheinhessens und Frankens kaum noch verbreitete, vermutlich uralte Rebsorte ist wenig bekannt. Viel wird verlautbart, doch weiß man wenig über ihren Ursprung.
Immerhin zeigt allein die Zahl ihrer Synonyme, wie wichtig sie einst für die Weinwelt war: Österreicher, Franken, Silvania (Italien), Johannisberger oder Gros-Rhin (Schweiz), Arvine Grande (Wallis), Gentil Vert (Frankreich), Monterey Riesling und Sonoma Riesling (Kalifornien) sind nur einige Namen für die einst weit verbreitete, mittelfrüh reifende Rebsorte, die heute ein eher mäßiges Image genießt, weil sie nach wie vor mit viel zu hohen Erträgen geerntet wird. Viele deutsche Winzer sind noch immer mehr an Menge als an Qualität interessiert, auch und vor allem beim Silvaner.
Dabei begann mit dem Silvaner der moderne Weinbau. 1876 legte Gustav Fröhlich in Edenkoben die praktischen Grundlagen moderner Klonenselektion, indem er die Nachkommen besonders leistungsfähiger Silvaner-Rebstöcke getrennt vermehrte. Otto Sartorius gab dann in den dreißiger Jahren der Nachkommensprüfung guter und schlechter Pflanzen den wissenschaftlichen Hintergrund, indem er feststellte, daß die Nachkommen der guten Stöcke leistungsfähiger waren als die der schlechten. Damit war die moderne Klonenkunde geboren und bestätigt. Am Beispiel des Silvaners.
Deshalb war die Rebsorte weit vor Riesling oder Traminer ertragssicher. Sie wurde in den 1950er Jahren prompt zur wichtigsten deutschen Rebsorte. In der Pfalz machte sie 1953 über 50 % der Rebfläche aus. Heute sind es dort kaum noch 7 %.
Dabei ist Silvaner biologisch eine edle Rebsorte. Sie stellt hohe Ansprüche an den Boden, ist frostempfindlich, liefert aber zuverlässige Ertragssicherheit. Die wuchskräftige Sorte treibt einige Tage früher als Riesling aus und ist daher empfindlich für Frühjahrsfrost.
Geschmackliches Merkmal des Silvaners ist eine saftige Säure, die weniger ausgeprägt und angenehmer integriert wirkt als beim Riesling. Sie spricht Bände über die Arbeit ihres Winzers, spiegelt sie doch direkt und unmittelbar die erwirtschafteten Erträge wider: Sind diese zu hoch, schmeckt ihr Wein dünn, ordinär und sauer; sind sie niedrig gehalten, kann ihr Wein nicht nur geologisch bedingte Geschmackscharakteristika bestens zur Geltung bringen, dann brilliert er auch mit dichter Konsistenz im Mundgefühl und seine Säure bindet sich harmonisch in ein anspruchsvoll vielschichtiges, würziges Geschmacksbild ein.
Derart ambitioniert produzierter Silvaner kann ein anregend hochwertiger Weißwein sein, der sich hinter anspruchsvollen Rieslingen nicht zu verstecken braucht. Wir meinen, daß er auf Augenhöhe mitspielen kann. Vorausgesetzt, er stammt aus regenerativem Anbau und interventionsfreiem Ausbau und wird entsprechend kompetent interpretiert. Dann kann die altehrwürdige Rebsorte eine anspruchsvolle Riesling- und Burgunder-Alternative ganz eigener Ausstrahlung und Persönlichkeit sein. Wir finden, daß der gute Silvaner neuer Generation seine Zukunft noch vor sich hat und widmen ihm entsprechenden Raum im Sortiment.
Silvaner wird häufig auch grüner Silvaner genannt, weil es auch eine rote und eine blaue Variante gibt, die aber beide in der Regel weiß gekeltert werden. Über die außerhalb des Elsaß, Rheinhessens und Frankens kaum noch verbreitete, vermutlich uralte Rebsorte ist wenig bekannt. Viel wird verlautbart, doch weiß man wenig über ihren Ursprung.
Immerhin zeigt allein die Zahl ihrer Synonyme, wie wichtig sie einst für die Weinwelt war: Österreicher, Franken, Silvania (Italien), Johannisberger oder Gros-Rhin (Schweiz), Arvine Grande (Wallis), Gentil Vert (Frankreich), Monterey Riesling und Sonoma Riesling (Kalifornien) sind nur einige Namen für die einst weit verbreitete, mittelfrüh reifende Rebsorte, die heute ein eher mäßiges Image genießt, weil sie nach wie vor mit viel zu hohen Erträgen geerntet wird. Viele deutsche Winzer sind noch immer mehr an Menge als an Qualität interessiert, auch und vor allem beim Silvaner.
Dabei begann mit dem Silvaner der moderne Weinbau. 1876 legte Gustav Fröhlich in Edenkoben die praktischen Grundlagen moderner Klonenselektion, indem er die Nachkommen besonders leistungsfähiger Silvaner-Rebstöcke getrennt vermehrte. Otto Sartorius gab dann in den dreißiger Jahren der Nachkommensprüfung guter und schlechter Pflanzen den wissenschaftlichen Hintergrund, indem er feststellte, daß die Nachkommen der guten Stöcke leistungsfähiger waren als die der schlechten. Damit war die moderne Klonenkunde geboren und bestätigt. Am Beispiel des Silvaners.
Deshalb war die Rebsorte weit vor Riesling oder Traminer ertragssicher. Sie wurde in den 1950er Jahren prompt zur wichtigsten deutschen Rebsorte. In der Pfalz machte sie 1953 über 50 % der Rebfläche aus. Heute sind es dort kaum noch 7 %.
Dabei ist Silvaner biologisch eine edle Rebsorte. Sie stellt hohe Ansprüche an den Boden, ist frostempfindlich, liefert aber zuverlässige Ertragssicherheit. Die wuchskräftige Sorte treibt einige Tage früher als Riesling aus und ist daher empfindlich für Frühjahrsfrost.
Geschmackliches Merkmal des Silvaners ist eine saftige Säure, die weniger ausgeprägt und angenehmer integriert wirkt als beim Riesling. Sie spricht Bände über die Arbeit ihres Winzers, spiegelt sie doch direkt und unmittelbar die erwirtschafteten Erträge wider: Sind diese zu hoch, schmeckt ihr Wein dünn, ordinär und sauer; sind sie niedrig gehalten, kann ihr Wein nicht nur geologisch bedingte Geschmackscharakteristika bestens zur Geltung bringen, dann brilliert er auch mit dichter Konsistenz im Mundgefühl und seine Säure bindet sich harmonisch in ein anspruchsvoll vielschichtiges, würziges Geschmacksbild ein.
Derart ambitioniert produzierter Silvaner kann ein anregend hochwertiger Weißwein sein, der sich hinter anspruchsvollen Rieslingen nicht zu verstecken braucht. Wir meinen, daß er auf Augenhöhe mitspielen kann. Vorausgesetzt, er stammt aus regenerativem Anbau und interventionsfreiem Ausbau und wird entsprechend kompetent interpretiert. Dann kann die altehrwürdige Rebsorte eine anspruchsvolle Riesling- und Burgunder-Alternative ganz eigener Ausstrahlung und Persönlichkeit sein. Wir finden, daß der gute Silvaner neuer Generation seine Zukunft noch vor sich hat und widmen ihm entsprechenden Raum im Sortiment.
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Silvaner
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Das alternative SILVANER-Paket
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