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Olivenöle der aktuellen Saison

Es gibt kaum ein geschmacklich besseres Pflanzenöl als Olivenöl. Es muss nur »gut» sein, also frisch, handwerklich hergestellt in einer modernen Extraktionsanlage (siehe unten). Während andere, geschmacklich nicht minder interessante Pflanzenöle oft sehr hohe Ranzidität besitzen und deshalb schnell verbraucht werden müssen, hält sich gutes Olivenöl, vorausgesetzt, es kommt in Lichtschutzflaschen oder Kanistern auf den Markt. 

    Gutes Olivenöl? Leider selten

    Wer sich an die gruseligen, oft ranzigen, auf jeden Fall immer müden, glanzlosen Olivenöle aus dem SB-Regal im LEH oder sogar in manchen Biomärkten gewöhnt hat, fällt vom Glauben ab, wenn er/sie dann mal ein richtig gutes, frisches Öl auf dem Salatblatt hat. Der Unterschied zwischen guten und schlechten Olivenölen ist riesig geworden, chemisch wie geschmacklich. Interessanterweise aber kaum im Preis. Da liegen beide, abseits von irgendwelchen Ramschaktionen, auf gleichem Niveau.

    Fakt ist: Hochwertige Olivenöle schmecken unvergleichlich gut. An ihre geschmackliche Faszination kann man sich sehr schnell gewöhnen. Über den gesundheitlichen Aspekt wird viel geschrieben. Fest steht, so die Deutsche Herzstiftung, dass »Olivenöl – am besten nativ extra/extra vergine – im Rahmen einer ausgewogenen mediterranen Ernährung nach wie vor empfehlenswert ist, um das Risiko für die Entstehung von Gefäßkrankheiten zu vermindern oder deren Verlauf günstig zu beeinflussen.« 

    In der Antike galt Olivenöl als Heilmittel z. B. gegen Hauterkrankungen oder innere Entzündungen. In der Schönheitspflege galt es als der begehrten Eselsmilch ebenbürtig. Heute weiß man, dass hochwertig verarbeitetes frisches Olivenöl geringe Mengen von Oleocanthal aufweist, das nachgewiesener Maßen entzündungshemmende Wirkung besitzt und die Haut strafft.

    Gutes Olivenöl besteht, wie alle Pflanzenöle, hauptsächlich aus gebundenen Fettsäuren, sogenannten Triglyceriden. Zudem enthält es geringe Mengen an Phospholipiden, Carotinoiden, α-Tocopherol (Vitamin E) und Vitamin A, sowie zwei Antioxidantien, denen eine Reihe von Gesundheitsvorteilen zugeschrieben werden. 


    Anders als immer wieder beschrieben, enthält hochwertiges Olivenöl keine relevante Menge an Omega-3-Fettsäuren, aber, wenn es seriöser Quelle entstammt, als reines Naturprodukt 77 % einfach ungesättigte, 9 % mehrfach ungesättigte und 14 % gesättigte Fettsäuren. Es duftet unvergleichlich würzig nach frischem Tomatenkraut und frisch gemähtem Gras und schmeckt entsprechend sinnlich und lustmachend. Wir erleben es bei vielen unserer Kundinnen und Kunden immer wieder: Sie werden es nicht mehr missen wollen.

    Betrug. Leider üblich

    Olivenöl ist eines der wertvollsten Pflanzenöle und deshalb teuer. Seine Herstellung ist aufwendig und die Ausbeute gering. Deshalb wird in Sachen Olivenöl in einem Ausmaß betrogen, das kühnste Vorstellungen übertrifft. Der Wikipedia-Eintrag zum Olivenöl wurde diesbezüglich leider deutlich entschärft gegenüber früheren Versionen, doch macht es noch immer Staunen, wie offen dort die Betrügereien benannt werden. Sie sind aber nur die Spitze des Eisbergs ...

    Falsche Verpackung. Leider immer wieder

    Es gibt zahlreiche Olivenölproduzenten, leider auch im Bio-Bereich, die ihr Öl aus optischen Gründen in helle, durchsichtige Flaschen abfüllen. Diese Öle sind durch die Photonen des Lichts binnen weniger Tage zerstört, sie sind wertlos, weil schon im Regal verdorben, und sollten nicht mehr verwendet werden. Wer damit kocht, schadet seiner Gesundheit.
    Gutes Olivenöl also auch zu Hause bitte immer dunkel, lichtgeschützt und kühl lagern und möglichst binnen eines Jahres nach Anbruch 
    verbrauchen

    Dichtung und Wahrheit

    Hört man Olivenöl, denkt man an alte traditionelle Steinmühlen, an uralte Ölbäume und beschaulich biblische Szenen. Das ist lange vorbei. Olivenöl der Spitzenklasse ist heute ein Produkt ausgefeilter, modernster Technik, die mit Romantik nicht mehr viel zu tun hat. Dafür ist Olivenöl der Spitzenklasse heute sehr viel wertvoller, als es in den letzten zweitausend Jahren war. 

    Doch noch immer sind die meisten Olivenöle schlechter als die Oliven an den Bäumen. Viele Bauern bringen ihre Oliven erst Tage nach der Ernte zur Ölmühle, wo sie erst nach Stunden verarbeitet werden. Dort liegen dann die Arbeitstemperaturen oft bei über 30°C, weil es schnell gehen muß und die Ölausbeute hoch sein soll. Solche Öle sind oft auch trüb, sie sind ihrer wertvollen Inhaltsstoffe beraubt und deshalb nicht wertlos, aber minderwertig.

    Ein reintönig fruchtiges und sortentypisches Olivenöl, das ernährungsphysiologisch hochwertig sein soll, kann man in einer romantischen Steinmühle nicht gewinnen. Das heißt nicht, daß Olivenöl in den letzten zweitausend Jahren wertlos war; seine Qualität hing vor allem vom Zufall ab und sie war nicht vollwertig im heutigen Sinne. Die Maßstäbe für Ölqualität haben sich durch die technische Entwicklung in den letzten fünf bis zehn Jahren grundlegend verändert.

    Subventionen statt Landschaftsschutz 

    Wie die Korkeiche dient auch die seriöse Olivenölproduktion dem ökologischen Landschaftsschutz ganzer Regionen. Oft stehen die Bäume auf steinigen, heißen und trockenen Hängen, sie benötigen wenig Wasser und so gut wie keine Düngung und ertragen extreme klimatische Bedingungen wie kaum eine andere Kulturpflanze. Sie bieten so wichtigen Erosionsschutz und erhalten mit ihrem oberflächlichen Wurzelwerk die Bodenfruchtbarkeit. Zudem sind sie kaum brandgefährdet.

    Deshalb hat die EU in den letzten zwanzig Jahren die Olivenölproduktion mit Milliarden-Subventionen gefördert. Doch leider förderte sie den Anbau pro Hektar Land oder pro Liter produzierten Öls, nicht aber den einzelnen Olivenbaum. Deshalb entstanden in Griechenland und Spanien riesige Großplantagen, deren großflächige Bewässerung Engpässe in der Wasserversorgung auslösten und den Grundwasserspiegel senkten. Kleinbäuerliche, über Generationen gewachsene und ökologisch wertvolle Anbaustrukturen wurden in der Subventionierung »übersehen« und gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Dabei sind sie es, die ihre Olivenhaine aus Brandschutzgründen sowie zur Wasserersparnis traditionell mit Schafen oder Ziegen beweiden, viele ihrer Bäume stehen in ausgewiesenen Naturschutzgebieten, wo sie weder gefällt noch gerodet und auch nicht chemisch behandelt werden dürfen. 

    Gerade diese alten Bäume, oft besonders gut adaptierte Varietäten, liefern Olivenöl allerhöchster Qualität. Wir bemühen uns um genau solche Öle.

    Verarbeitung

    Die besten Olivenöle werden heute in modernen High-Tech-Anlagen verarbeitet. So kann sowohl eine niedrige Verarbeitungstemperatur und schonende Mechanik des Olivenkuchens garantiert werden, sowie sofortiges Dekantieren und Filtrieren des gewonnenen Öls, damit der Sauerstoff im Fruchtwasser keine Oxidationsprozesse auslösen kann. 

    Derart schonend hergestellte Öle erkennt man an ihrer intensiv grünen Farbe, ihrem bitteren, kräuterwürzigen Geschmack und einer fast schon dickflüssigen Konsistenz. Sie duften intensiv nach frischen Tomatenblättern, gekochten Artischocken, grünen Äpfeln und frisch gemähter Wiese und können, je nach Olivensorte und Herkunft, pikant chili-scharf ausfallen oder auch fruchtig mild. Stets enthalten sie mehr Polyphenole als Öle aus anderen Mühlen, konventioneller Bewirtschaftung, später Ernte und höherer Ausbeute.

    Polyphenole sind Anti-Oxidantien. Je höher ihr Gehalt in einem Öl, um so hochwertiger und haltbarer ist dieses, aber auch um so bitterer und schärfer wird es in seiner Jugend schmecken. Es kann dann  im Hals richtig kratzen. Solche Spitzenöle enthalten zwischen 500 und 800 mg/kg, gute Öle sollten mindestens 250 mg/kg an Polyphenolen enthalten. Besondere antioxidative Wirkung schreibt man dem Vitamin E zu, dem sogenannten Tocopherol. Es schützt das LDL-Cholesterin vor oxidativen Angriffen. Je höher sein Gehalt, desto wertvoller das Öl, mit dem man entsprechend sparsam und kalt raffiniert würzt.

    Ernte

    Qualität, Stil und Geschmack eines Olivenöls hängen von der Olivensorte, dem Reifezustand und der Behandlung der Oliven während der Ernte ab, vor allem aber davon, wie schnell und in was für einer Mühle sie verarbeitet werden. Entscheidend für Stil und Charakter ist aber vor allem der Erntezeitpunkt. Spitzenöle werden heute sehr viel früher als noch vor ein paar Jahren geerntet. Sie erzielen dann zwar nur eine Ausbeute von rund 15 %, besitzen dafür aber rare aromatische Tiefe und Intensität.

    Oliven kann man über einen langen Zeitraum ernten. Im unreifen Zustand enthalten sie bis zu fünfmal mehr Chlorophyll und sekundäre Pflanzenwirkstoffe, als spät geerntete, vollreife Früchte. 

    Dafür sind »Polyphenole« verantwortlich, die frischem Öl den bitteren Geschmack und die pikante, an Chili erinnernde Schärfe am Gaumen verleihen, die viele Menschen, die gutes, frisches Olivenöl nicht kennen, beim Verkosten stets verschrecken. Sie sind aber nichts anderes als Zeichen besonderer Frische, hochwertiger Verarbeitung und damit hochwertiger Qualität.

    Qualität

    Die grundsätzlichen Qualitätskriterien sind schnell aufgezählt: Gesunde Oliven sollten innerhalb weniger Stunden nach der Ernte direkt vom Baum, nicht vom Boden, verarbeitet werden. Dazu entfernt zunächst ein Gebläse die Blätter, anschließend werden die Oliven mehrfach gewaschen. Dann fallen sie in eine Messermühle aus Edelstahl, wo sie bei Unterdruck zur Vermeidung von Oxidationsprozessen bei schonend niedrigen Temperaturen, in den Knetwerken herrschen maximal 24°C, bis zu 60 Minuten lang geknetet und zerkleinert werden. 

    Das so extrahierte frische Öl wird dann in einem Dekanter von den Feststoffen getrennt. Anschließend filtriert man das frische Öl, wobei das Fruchtwasser, Enzyme, der Olivenzucker und andere biochemisch aktive Stoffe entfernt werden, um zu verhindern, daß enzymatische Reaktionen die aromatische und mikrobiologische Qualität des Öles schädigen. 

    Das erhaltene Öl lagert dann bis zur Abfüllung unter Schutzgas in Edelstahltanks. So technisch werden heute Spitzenöle produziert, die frei von Fehlaromen und wertvoll in ihrer Physiologie sind. Eine solche Spitzenqualität kann nur eine Anlage neuester Technik garantieren.


    Die »Mühle«

    So unromantisch sieht eine moderne »Ölmühle« aus, mit der rare Spitzenöle heute maximal schonend extrahiert werden. Das Wort »Mühle« ist hier aber irreführend. In modernen Extraktionsanlagen wird weder gemahlen noch gepresst, vielmehr werden die Oliven (v.l.n.r.) gereinigt, zerkleinert, die gewonnene Masse auf präzise gehaltener Temperatur (20-24°C) zu einem homogenen Teig geknetet, aus dem dann durch zentrifugieren das Öl extrahiert und vom Fruchtwasser getrennt wird. Das frische Öl wird dann dekantiert, meist auch sofort filtriert, um anschließend in Edelstahltanks unter Schutzatmosphäre bis zur Abfüllung eingelagert zu werden. 

    Unsere Olivenöle. Ausschließlich Bio. Moderne Extraktion. Kleine Produktion

    Olivenöl darf niemals mit Kunststoffen (Öl in Plastikkanistern sieht man auf Märkten immer wieder!) und Licht (z. B. in hellen Flaschen) in Berührung kommen. Nur dann ist es ernährungsphysiologisch und geschmacklich hochwertig und wertvoll. Öle lösen leicht alle Arten von Pestiziden und organischen Substanzen. Man sollte sie deshalb ausschließlich aus biologisch zertifizierter Produktion kaufen.

    Unsere Öle gehören analytisch und organoleptisch zu den besten ihrer Art. Um die Transparenz ihrer Produktion gewährleisten zu können, bleibt unser Angebot begrenzt. Wir liefern, solange der Vorrat reicht.

    Das Milde aus der spanischen Navarra

    Ein fast schon unglaublich preiswertes Olivenöl aus der spanischen Navarra. Biodynamisch zertifizierte Produktion. Modernste Technik. Exzellente Verarbeitung in einer modernen Alfa-Laval-Anlage. Ein überaus engagiert geführter Modellbetrieb, mit einem vielfach preisgekrönten Öl rarer Spitzenklasse.

    Arbequina heißt die in Spanien weitverbreitete Olivensorte, die diesem wunderbar milden Öl der Kategorie »leicht fruchtig« den überaus feinen, duftigen Charakter verleiht. Es wirkt weich und frisch am Gaumen, ohne scharf zu sein. Es duftet angenehm reintönig vegetal und grün und schmeckt erstaunlich intensiv, aber zugleich unaufdringlich nach frischen grünen Oliven, Artischocken und frischen Apfelschalen. Unser feinstes und elegantestes Olivenöl, seit über zehn Jahren sehr erfolgreich bei uns im Angebot. Im idealen 1,0-Liter-Blechkanister, der innen nicht beschichtet ist. Für jede Art von Anwendung, warm wie kalt, bestens geeignet, und auch EVO-Anfängern und Einsteigern wärmstens empfohlen.

    Auch als 3,0l-Kanister, sowie als 0,5l-Kanister verfügbar

    Inhalt: 0.5 l (39,80 €* / 1 l)

    19,90 €*

    Das Aromatische aus Kreta

    Ein hinreißend wohlduftendes Olivenöl aus Griechenlands vielleicht bester Olivensorte Koroneiki. Dabei unterscheidet es sich signifikant von den meisten griechischen Ölen auf dem Markt. Die werden in der Regel nämlich aus sehr reif geernteten Oliven gewonnen und schmecken deshalb leicht, sind aber relativ fett und oft wenig elegant. 

    Dieses Öl der Kategorie »mittel bis leicht fruchtig« stammt von gezielt früher gelesenen Oliven, also aus niedriger Ausbeute, wirkt zwar auch leicht, ist aber frisch und wenig fett, besitzt dichte Konsistenz und begeistert mit aromatischer Finesse und Intensität, die jedem Salat, jeder Tomate, jeder Suppe, jedem Fisch oder Fleisch animierend wohlduftend frische Aroma-Akzente verleihen. Ein Lieblings-Öl aus erstklassiger Verarbeitung. Für kalte oder lauwarme Anwendung.  

    Inhalt: 0.75 l (34,67 €* / 1 l)

    26,00 €*

    Das Fruchtige aus den Marken

    Unser meist prämiertes Olivenöl von einem kleinen Biobetrieb in den Marken. Ein Verschnitt verschiedener lokaler Olivensorten wie Leccino, Frantoio, Pendolino, Sargano und Oliva tenera ascolana. Die Ernte erfolgt von Hand, wenn die Oliven von grüner zu violetter Farbe wechseln. Vorbildlich präzise verarbeitet in einer modernen Niedrigtemperatur-Ölpresse, deshalb sehr niedrig im Säure- wie im Peroxydgehalt, ungewöhnlich hoch im Gehalt an Polyphenolen (> 410 mg/g), trotz seiner Frische aber nicht »gefährlich« scharf oder pikant am Gaumen.

    Ein so  feines wie aromatisch intensives Spitzen-Öl der Kategorie »mittel bis leicht fruchtig«. Fein und intensiv im reintönigen Geschmack, wenig fett auf der Zunge, überwiegend grün in der Aromatik: Artischocken, geschnittenes Gras und eine Mischung von Tomate und Mandel in Duft und Geschmack. Sehr ausgewogen und harmonisch. Ohne Filtration, aber mit langer natürlicher Dekantation abgefüllt.

    Ernte 2025 | Lichtschutzflasche 0.75l | MHD 6.2027

    Ausverkauft

    Berühmt, pikant, intensiv. Toskana

    Seit zwanzig Jahren im Programm. Bekannt aus zahlreichen TV-Sendungen über Olivenöl, denn Andreas März und seine Söhne sind harte Vorkämpfer für Qualität in Sachen Olivenöl. Sie verfügen über 9000 eigene Bäume, betreiben eine der modernsten Ölmühlen des Marktes (Mori-Tem), die sie ständig verbessern und auch Kollegen zur Verarbeitung ihrer Oliven zur Verfügung stellen. Andreas März steht für eines der technisch kompromißlosesten und damit extremsten Olivenöle, das wir kennen.

    Es besteht aus den lokalen Sorten Moraiolo (60%) und Frantoio, duftet intensiv und pikant nach grünen Mandeln, Artischocken und frischen grünen Gartenkräutern. Die Moraiolo-Olive macht das Öl kräftig im Geschmack, füllt den Mund mit herber, pikant würziger, grünfruchtiger Substanz, die dezent bitter wirkt am Gaumen, Zeichen der Frische dieses ausgereizten Spitzen-Öls und seiner wertvollen Inhaltsstoffe, allen voran des hohen Polyphenolgehalts. Er manifestiert sich deutlich spürbar in fast kratzig wirkender Schärfe am Gaumen. Kaum kombiniert man dieses wertvolle Spitzenöl aber mit Speisen, ist diese potente Schärfe nicht mehr spürbar. Sie macht intensiv frischer, animierend grüner Geschmacksfülle Platz, die dieses Öl nicht nur als typisches Toskana-Öl identifizieren läßt, sondern es auch zu einem der anspruchsvollsten der Region macht. Für fortgeschrittene EVO-Fans.

      Die Referenz aus Apulien

      Apulien ist bekannt für reife, fette und deshalb »preiswerte« Ölivenöle. Inzwischen werden aber auch dort absolute Spitzenöle aus maximal hochwertiger Verarbeitung produziert. Es sind weder »Pressen« noch »Mühlen«, sondern aufwendige technische Konstruktionen, die Oliven so schonend verarbeiten, wie es keine Presse oder Mühle kann. Andrea Seriilli besitzt eine solche Anlage. Seine Öle gehören zu den besten Italiens. Die Ernte 2025 ist eingetroffen, hier aber auch noch die letzten Flaschen der Ernte 2024 zum Restepreis. Alle Sorten hier links im Überblick  Einfach auf die Pfeile klicken.

      Andrea Serrilli gewinnt seine famosen Öle von nicht bewässerten Olivenhainen, in denen zum Teil Bäume stehen, die 500 und mehr Jahre alt sind. Sie sorgen für eine auffallend dichte, sämig viskose Konsistenz im Mundgefühl. Im Duft würzig florale Kräuternoten, grüne Mandel und gekochte Artischocke. Am Gaumen eher würzig als bitter, angenehm herb und nur verhalten scharf. Es sind Öl, die man je nach Sorte in der Küche vielfältig einsetzen kann: zu rohem Fisch und Krustentieren, auf Salaten und Fleisch, aber auch auf Eiscreme, Panna cotta und Ricotta, Waldfrüchten und Erdbeeren. Einfach ausprobieren.

      Inhalt: 0.5 l (36,00 €* / 1 l)

      18,00 €*

      Das Rauchige vom Douro

      Portugiesische Öle sind noch ein Geheimtipp. Sie wagen eine ganz eigene Aromatik, weil sie aus angestammten regionalen Olivensorten wie der Carrasquinha oder der Negrilha gewonnen werden. 

      Sie verleihen dem schonend mit modernster Technik kaltextrahierten Öl der Quinta de la Rosa ein an herbstlichen Rauch, Speck oder Räucherlachs erinnerndes Aroma. Ungewohnt aber sehr reizvoll, kann man so doch mit diesem Öl Salaten, Gemüse, Fisch und Fleisch geschmacklich unerwartete, aber wirkungsvolle aromatische Akzente verleihen. 

      Die schonende Verarbeitung bringt einen Säuregehalt von unter 0,3 % und ergibt ein weiches, fast leichtes, aber hocharomatisches Öl wertvoller Qualität. Es duftet frisch nach grünen Äpfeln, aber auch ungewohnt nach dem Rauch herbstlicher Kartoffelfeuer. Es schmeckt weich und mild und besitzt als Zeichen seiner Frische am Gaumen eine dezent pfeffrige Schärfe, die aber bei Verwendung nicht mehr wahrzunehmen ist. 

      Ernte 2025| Lichtschutzflasche 0,5l | MHD 03.2027

      Inhalt: 0.5 l (39,80 €* / 1 l)

      19,90 €*

      Das Freundliche aus den Abruzzen

      Ein von Hand geerntetes Bio-Olivenöl aus gut 600 m Höhe aus Pietranico, einem kleinen Weiler in den südlichen Abruzzen. Dort produziert Luca Virgilio in einem ökologischen Paradies aus 4 ha Reben, 500 Olivenbäumen, ein wenig Getreide und viel Wald in wilder Natur ein fein duftendes Olivenöl delikater Konsistenz und Intensität aus der lokalen Sorte »Gentile«. Sie ist frostfest und liefert ein wunderbares Öl milden Geschmacks, aber hohen Polyphenolgehaltes. 

      Gentile. Freundlich. So schmeckt dieses Öl. Fast leicht in seiner belebenden Fruchtigkeit. Verströmt in exemplarischer Reinheit und Qualität Aromen, die an Mandeln und frisch gemähtes Gras erinnern. Überzeugend auch sein ausgewogen milder Geschmack, der fein, herb, dezent bitter und in würzig vegetalen Aromen am Gaumen ausklingt. Kategorie »mittel fruchtig« würde der Öl-Prüfer notieren. Geschmacklich kaum fett, nicht schwer, aber dicht in Konsistenz und Fluß. Ein Öl, das Freude macht. Am besten kalt zu Gemüse, Salaten, Fisch und Fleisch. 

      Ernte 2025 | Lichtschutzflasche 0,5l | MHD 6.27

      Inhalt: 0.5 l (39,80 €* / 1 l)

      19,90 €*

      Unser Rarstes. Aus dem Apennin

      Der Reiz der Sorte. Alte Olivenbäume auf über 800 m Höhe, einsam mitten im Apennin. 90% Ghiacciola, 10% Nostrana di Brisighella. Bioanbau, Ernte von Hand schon Mitte Oktober, Verarbeitung in modernster Anlage. Dekantiert, aber nicht filtriert. Francesco Bordini will es so. 

      Ein äußerst rares Spitzenöl noch aus der Ernte 2024. 2025 konnte keine Olive geerntet werden. Grosse Qualität. Dichte, viskose Konsistenz mit sehr hohem Polyphenolgehalt; Duft nach Wald, kühlem Grün, Chlorophyll, dem Grün der Tomate. 

      Ein raffiniertes, kühles Öl voller Charakter und Intensität. Mit ihm würzt man die feine Küche - oder die ganz pure. Gemüse roh, gekocht oder gedämpft. Frischer Seefisch. Dry aged Beef aus dem Smoker. Bestes Sauerteig-Baguette mit ein paar reifen Tomaten und echtem, kampanischen Mozzarella aus handwerklicher Produktion. Basta cosi. Nicht mehr, nicht weniger. Der wahre Luxus: Purezza.

      Ernte 2024 | Lichtschutzflasche 0,5l | MHD 9.26   

      Ein Wort zum MHD

      Olivenöl muss in der EU mit einem gesetzlichen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gekennzeichnet werden. Es handelt sich jedoch nicht um ein Verfallsdatum, nach dem das Öl verdorben ist oder gesundheitsschädlich wird, sondern um ein Empfehlungsdatum der Hersteller für optimale Qualität. Hochwertiges, natives Olivenöl, wie wir es führen, wird nicht »schlecht«. Es wird mit der Zeit ranzig, riecht dann wachsartig oder wie frisch gespitzte Buntstifte, verliert sein ursprüngliches frisches vegetales Aroma und riecht deutlich unangenehm.

      Aufgrund ihrer hohen Gehalte an Antioxidantien (Polyphenolen) bleiben unsere hochwertigen Öle sehr viel länger frisch als minderwertige Öle. Fachgerechte Lagerung vorausgesetzt. Wir empfehlen trotzdem, sie innerhalb ihrer MHD-Empfehlung zu geniessen, weil sie jung einfach unvergleichlich gut riechen und schmecken.

      © K&U 2026