Pasta Arte - die besondere Nudel
Wenn wir vor Ort bei unseren Winzern unterwegs sind, begegnen wir immer wieder Lebensmitteln, die uns als echte »Mittel zum Leben« begeistern. Dabei geht es weder um exklusiv noch um teuer, sondern um geschmacklich hochwertig und qualitativ anspruchsvoll. Wer guten Wein macht, der ißt meistens auch entsprechend gut und so kamen wir in Apulien in Kontakt mit Massimo Borelli und seiner Pasta »Arte«.
In Italien wird teure Spitzen-Pasta oft beworben mit besonders raffinierten
Herstellungsverfahren. Uns sind der Anbau und das Getreide, aus dem die Pasta
hergestellt wird, wichtiger. Dieser Anspruch brachte uns mit Massimo Borelli
zusammen.
Seine Pasta ARTE produziert Nudeln, die mehr können, als nur gut zu
schmecken. Weil Weizen einer der Hauptbestandteile unserer Ernährung
ist, wird sein Anbau weltweit agrarchemisch »sicher« betrieben. Doch der
übermäßige Einsatz von Stickstoffdünger und Pestiziden, bei gleichzeitig immer eingeschränkteren
Fruchtfolgen, hat im konventionellen Anbau vielfältige Pilzinfektionen zur
Folge, die inzwischen zum ernsthaften Problem geworden sind. Nicht
fachgerechter Anbau, ungeeignete Fruchtfolgen, vor allem aber falsche Lagerung,
z. B. während des Transportes, können zur Bildung von Fusarien-Pilzen führen,
die im Stoffwechselprozess krebserregende Pilzgifte, die sogenannten
Mykotoxine, bilden. Sie können sich während der Reifezeit direkt an der Ähre, aber
auch später, während Transport und Lagerung, bilden und entwickeln. Zu wenig
Sonne und Feuchtigkeit im Anbau, sowie Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit während
der Lagerung scheinen die Entwicklung von Schimmelpilzen, die Mykotoxine
produzieren, zu forcieren. Deshalb sollten Mehle auch aus den Regalen des
Bio-Ladens möglichst frisch verarbeitet werden.
Mykotoxine sind bereits in geringsten Mengen für den Menschen giftig. Sie sind
gegen Hitze so beständig wie gegen synthetische oder natürliche
Bekämpfungsmittel. Die WHO warnt deshalb inzwischen vor zu häufigem Verzehr von
Getreideprodukten aus Weizen, weil in Anbetracht der riesigen Produktionsmenge
und der globalen Warenströme notwendige Qualitätskontrollen nicht mehr
garantiert werden können.
Immerhin: Studien zufolge sind Süditaliens angestammte lokale Getreidesorten
dank Sonne und trockenen Klimas weitgehend frei von Mykotoxinen. Genau da setzt
der umtriebige Landwirt Massimo Borelli an. Er betreibt auf seiner Azienda
Agricola A.R.T.E. im süditalienischen Apulien zukunftsorientierte
Landwirtschaft. Die organischen Abfälle seiner zertifiziert biologischen
Produktion wandern in die hauseigene Biogasanlage, die den Energiebedarf des
700 ha großen Betriebes bis auf seltene Spitzen fast vollständig abdecken kann.
Die Gärreste arbeitet er als organischen Dünger in die Böden ein und schließt
so den biologischen Kreislauf. Damit verhindert er Boden- und Winderosion in
der »Tavoliere delle Puglie«, jener riesigen Tiefebene, die schon zu Zeiten der
Römer als »Kornkammer Italiens« bezeichnet wurde.
Hier schlug 1915 die italienische Geburtsstunde der legendären Hartweizensorte
»Senatore Cappelli«, die man an ihrer charakteristisch schwarzen Ähre erkennt.
Massimo Borelli baut auf sie auf 150 Hektar an. Sofort nach der Ernte wird das
Getreide gemahlen und anschließend in einem Pastificio in der Region schonend
zu Pasta verarbeitet. Kürzer kann der Weg vom Feld zur Nudel kaum sein.
Um seine Böden aufzubauen und mit den notwendigen natürlichen Nährstoffen zu
versorgen, setzt er auf die traditionell bewährte Fruchtfolge: Nach dem
Hartweizen baut er Linsen an, es folgen diverse Bohnen, Kichererbsen, Flachs,
Dinkel und Hanf, erst dann kommt wieder »Senatore Cappelli«.
Die alte Sorte liefert ihm eine Pasta mit niedrigem Gluten- und hohem
Proteingehalt, die besondere Geschmacksintensität entfaltet und leichter
verdaulich ist als andere Varietäten. Auf den salzigen Böden von Margherita di
Savoia liefert sie nur niedrige Erträge, weshalb sie dort kaum noch angebaut
wird. Und weil sie durch ihren niedrigen Glutengehalt besonders langsame und
schonende Verarbeitung verlangt, läßt sich ihr Teig nicht industriell schnell
verarbeiten. Dafür besitzt die fertige Pasta aber besonders dichte Konsistenz,
sie sättigt besonders gut und sie schmeckt so intensiv und würzig, daß sie kein
Salz im Kochwasser braucht. Wenn sie das Kochwasser abgießen, steigt Ihnen der
wunderbare Duft frischen Getreides und warmen Brotteigs in die Nase, und um seine
Pasta perfekt zu garen, gibt Massimo Borelli auf jeder Packung präzise die
Kochzeit in Minuten an.
Die Azienda Agricola A.R.T.E. produziert Pasta der Superlative.
Geschmacklich ist sie kaum zu schlagen. Ihre Konsistenz, ihr Kochverhalten,
ihre elastisch teigige Textur und ihren Duft kann man fast schon sinnlich
nennen. Ihre vielen originellen lokalen Formate, die man hierzulande kaum
kennt, regen spontan die Küchenphantasie an - nicht umsonst widmet man in
Italien jedem Format die eigene Begleitung. Da wird die Form zum Inhalt und die
wunderbare Vielfalt der Pasta-Formate macht geschmacklich Sinn. Lassen auch Sie
sich inspirieren und rechnen Sie mit 70-90 Gramm Pasta pro Portion pro Kopf.
Pasta-Arte
Torchietti (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Gnocchetti (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Fusilli (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Bucatini (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Casarecce (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Creste (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Linguine (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Mezze Maniche (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Nuvole (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Tubettini (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Paccheri (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Spaghetti (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)
Capricci (Senatore Capelli)
Pasta ArteInhalt: 500 g (13,80 €* / 1000 g)