Der Hausherr gibt vor
Emil Strickler wäre nicht der erfolgreiche Unternehmer geworden, der er war, würde er nicht auch auf seinem Weingut nichts dem Zufall überlassen. Nachdem er seine Firma verkauft hatte, wollte er den gewohnten Qualitätsanspruch auch auf sein Weingut übertragen sehen. Von Beginn an folgte er klaren persönlichen Vorstellungen, wie seine Weine schmecken sollten. Er engagierte einen Schweizer Weinmacher, mit dem er in gemeinsamer Arbeit diese Vorstellungen bis heute realisiert. So stehen seine Weine stilistisch zwar unmißverständlich für das Alentejo, in ihrer kraftvollen Konstitution aber auch für den Geschmack des Hausherren. Langjährige Mitarbeiter sorgen mit Sorgfalt und großem Aufwand dafür, seine Ideen vom großen Wein in Weinberg und Keller in die Tat umzusetzen.
Handarbeit
Die Reben der Quinta do Zambujeiro stehen auf 40 Hektar auf lehmhaltigen Schieferböden. Es sind zwischen 30 Jahre und 60 Jahre alte lokale Sorten wie Trincadeira, Aragonez (Tempranillo) und ein wenig Alicante Bouschet, auf ein paar Hektar neuer Pflanzungen experimentiert man mit den globalen Sorten Cabernet Franc, Petit Verdot und Syrah. Die Lese findet ausschließlich von Hand statt.
Die Quinta verzichtet grundsätzlich auf Herbizide. Im feuchten Winter sorgen Einsaaten für Bodenbedeckung, die das Wasserspeichervermögen im Boden verbessern und nach dem Untermulchen organische Masse liefern. Strickler arbeitet bevorzugt mit biologischen Methoden und Mitteln im Pflanzenschutz, behält sich für den Fall des Falles aber vor, organische Insektizide und Fungizide einzusetzen.
Nach der Ernte werden die Trauben auf 9°C gekühlt, bevor die Beeren auf dem Sortiertisch von Hand sorgfältig aussortiert werden. Danach kommen sie zur Gärung in hölzerne Gärbottiche oder Edelstahltanks. Dabei werden die Beeren so wenig wie möglich gepumpt. Man setzt auf der Quinta auf Transport per Schwerkraft, um die Beerenschalen zu schonen. Jeder Schritt der Verarbeitung ist bis ins Detail geplant.
Nach der Gärung, die mit Reinzuchthefe-Impfung eingeleitet wird und temperaturkontrolliert erfolgt, kommen die Weine zur Harmonisierung in französische Barriques. Die Arbeit im Keller folgt grundsätzlich der Philosophie »so wenig wie möglich, soviel wie nötig«.
Ihre kraftvoll opulente Statur erhalten die Weine im Weinberg. Dort wird der Ertrag gezielt reduziert, Emil Strickler nennt als Durchschnittsertrag nur 23 hl/ha!
Deshalb präsentieren sich seine Weine so kraftvoll und potent in den Gerbstoffen, in der Spitze der betriebseigenen Qualitätspyramide durchaus auch mächtig im Alkohol und satt in der Extraktion. Was alle Weine gleichermaßen auszeichnet, ist eine hinreißend »schöne« Gerbstoffqualität, geprägt von den tiefgründigen Schieferböden des Alentejo, aber auch von einer Weinbereitung, die auf Sorgfalt in der Extraktion und viel Zeit im Ausbau setzt. So reifen die Weine bis zu zwei Jahre in französischen Eichenfässern und werden ohne Filtration oder Schönung abgefüllt.
Zambujeiro
Inhalt: 0.75 l (18,00 €* / 1 l)
Inhalt: 0.75 l (18,00 €* / 1 l)
Inhalt: 0.75 l (39,87 €* / 1 l)