Podere Sottoilnoce

Lambrusco, der aus der Vergangenheit den Weg in die Zukunft weist

»Sotto il noce«, unter dem Walnußbaum. So heißt ein kleines Weingut, das seinen Namen einem großen alten Walnussbaum verdankt, der inmitten seiner ältesten Parzelle steht. Max Brondolo bewirtschaftet im Herzen einer der schönsten Landschaften der Emilia Romagna, die für ihre kulinarischen Traditionen weltberühmt ist, auf einem von Wald und unberührter Natur umgebenen Hügel sechs Hektar Reben. MIt seinen Neuanpflanzungen, die demnächst in Produktion gehen, werden es 7 Hektar sein. Die maximale Größe für den Ein-Mann-und-eine-Frau-Betrieb. Max und seine Frau widmen sich der alten, vergessenen Reb-Genetik des Lambrusco, die sie im Geiste der Naturweinbewegung zu bewahren und durch biodynamische Bewirtschaftung der Reben und respektvolle Verarbeitung der Trauben im Keller zu erhalten suchen. Da sind dann sieben Hektar Reben schon mehr als genug. 

Das Weingut liegt in Castelvetro in der Provinz Modena. Dorthin hat es Max Brondolo über viele Umwege verschlagen. Der ehemalige Banker, der für die Citi-Bank auch mehrere Jahre in Frankfurt arbeitete, war auch Investor in der Dienstleistungs- und Digitalbranche. Vor ein paar Jahren dann überkam ihn der Wunsch nach einem Kurswechsel im Leben. Er verkaufte seine Firmen und folgte seiner Frau, die nach Modena versetzt wurde. Dort beschloß er mehr oder weniger spontan, sich dem Wein zuzuwenden. 

Max Brondolo hat in seinem Leben als Banker und Unternehmer alles getrunken, was Rang und Namen hat. Heute langweilen ihn die großen Namen. Heute sucht er im Wein wieder jene Faszination des Lebendigen, die ihn damals zum Wein brachte. 

Schon seine Großeltern, die aus Asti im Piemont stammen, hatten stets Wein für die Familie produziert; als sie nach dem Krieg nach Mailand zogen, begannen sie dort sofort mit Wein aus der lokalen Rebsorte Barbera zu handeln. Sie kauften ihn im Tank, füllten ihn in der eigenen Kellerei ab und verschickten ihn dann an Kunden in ganz Italien. Max erinnert sich, daß ihn sein Großvater immer mit in die Kellerei nahm, die ihn so zu faszinieren schien, daß er eine Leidenschaft für Wein zu entwickeln begann, die ihn bis heute beschäftigt. 

Als er 2017 beschließt, Winzer zu werden, hat er das Glück, einen offensichtlich vergessenen Rebgarten kaufen zu können, der noch mit alten, heute kaum noch bekannten Rebsorten wertvoll vielfältiger Rebgenetik bestockt ist. Es ist jener Weinberg, in dem der alte Nußbaum steht. Zwar liefern dessen über 60 Jahre alte Reben - der älteste Mischsatz des Lambrusco mit 12 kaum noch bekannten Rebsorten - kaum noch Ertrag, doch Max nutzt sie zur Vermehrung und keltert daraus einen Schaumwein (»Confine«) umwerfend originellen Charakters und berührender Ausstrahlung. Mit der Universität von Ravenna arbeitet er zudem an einem Projekt zur Erhaltung, Züchtung und Anbaugenehmigung der historischen Rebsorte »Uva tosca«, die auch in diesem Mischsatz steht und offensichtlich auch in großer Höhe in den Bergen und unter extremen Wachstumsbedingungen auszureifen scheint. 

Max Brondolo widmet der alten Genetik seine verschiedenen Schaumwein-Cuvées. Jeden seiner zahlreichen Weine widmet er entweder einem bestimmten Weinberg oder besonderen Rebsorten. Dabei erfolgt die Gärung stets spontan durch die auf den Trauben natürlich vorhandenen Hefen. Die zweite Gärung zur Bildung der Kohlensäure findet, damit der Alkohol möglichst niedrig bleibt, in der Flasche unter Zugabe von gefrorenem Most desselben Jahrgangs statt, also ebenfalls spontan mittels wilder Umgebungshefe. Alle Schaumweine sind trocken, naturtrüb, weil nicht von der Gärhefe abgezogen (weshalb sie sich nicht »Lambrusco« nennen dürfen), ungeschwefelt und deshalb maximal authentisch und natürlich in Ausstrahlung und Wirkung im Mundgefühl. 

Jeder seiner Weine steht für ureigenen Stil und Charakter. Den erzielt er vor allem über die Zusammenstellung der Rebsorten, von der schwarzen »Lambrusco Grasparossa« über die säurebetonte »Lambrusco di Sorbara« bis zu den fast ausgestorbenen »Uva Tosca« und »Trebbiano di Spagna«. So entstehen eigenwillige, selbstbewußt souveräne Schaum- und Stillweine, die originelles Trinkvergnügen versprechen. 

Max Brondolo verbringt viel Zeit in seinen Reben, beschäftigt sich mit deren Böden, deren Humusgehalt und Biologie. Durch entsprechende Begrünung und den Verzicht auf mechanische Bearbeitung versucht er sie zu beleben. Sie bestehen vor allem aus einer Lehm-Ton-Matrix und werden, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu fördern, ausschließlich mit biodynamischen Präparaten und natürlichen Stoffen bearbeitet. Die alten Rebanlagen versucht Max in Balance mit ihrer Umgebung zu halten, um so den Verbrauch an biologischen Spritz- und Behandlungsmitteln ebenso zu reduzieren, wie die Anzahl der Fahrten durch die Rebzeilen.

Seine Parzellen sind von magischer Schönheit, umgeben von Wald, eingebettet in unberührte Natur. Ihre Trauben werden im Herbst sorgfältig von Hand in Kisten gelesen, im Keller so schonend wie möglich und nötig ohne Eingriffe zu Most gekeltert, der grundsätzlich spontan vergärt, ohne Temperatursteuerung, und auch filtriert und geschönt wird nicht. Seine Schaumweine absolvieren ihre zweite Gärung auf natürliche Weise in der Flasche und sie werden, wie es der Tradition der Region entspricht, nicht degorgiert, also nicht von der Gärhefe abgezogen, sie sind deshalb naturtrüb. Zur Flaschengärung füllt er den Most, der noch 24 Gramm Restzucker enthält, ungeschönt und ungeklärt auf die Flasche und läßt ihn dort auf natürliche Weise zu Ende gären, wobei sich die Kohlensäure bildet, die seinen Lambrusci ihre feine Perlung verleiht. Für Max Brondolo ist diese schonend respektvolle, so nah wie möglich an der Natur orientierte Weinherstellung »ein kultureller Akt«, wie er betont.

Ein Ausnahme-Winzer, dessen Weine zu den originellsten und ungewöhnlichsten Italiens gehören - und definitiv zum Besten, was das Lambrusco zu bieten hat. Uns faszinieren dabei vor allem seine Weißweine, egal ob sprudelnd oder still. Sie sorgen für eine ganz eigene, aufregend neue Dimension, wie es sie in der Emilia Romagna bis dahin nicht gegeben hat (mit der Ausnahme des »Terra« der Villa Papiano). Dabei setzt er unter anderen auch auf die rare weiße Rebsorte Trebbiano di Spagna, aus der er seinen legendären Funambol keltert, einen der großen Weißweine Italiens - ein egozentrisch naturtrüber »Vin Vivant« rarer Ausstrahlung und eigensinnigen Charakters, aber absolut rasanter Qualität. Die offensichtlich hochwertige Rebsorte ist im modernen Italien kaum noch zu finden, weil  sie selbst in guten Jahren nur sehr niedrige Erträge liefert. Weil deshalb ihr Wein teuer sein muß, will kaum ein Winzer das Risiko auf sich nehmen, sie anzubauen. Selbst für den wagemutigen Max Brondolo ist sie mehr Leidenschaft als Lebensgrundlage.

Max Brondolos fröhlich sprudelnde, mehr noch aber seine stillen Weine stehen für das immense Potential der Emilia Romagna. Doch erst wenn jemand kommt wie er, kann es sich zu dem entwickeln, das es sein könnte. Ohne Mut zum Wandel, ohne Kreativität, ohne Empathie und Engagement keine Entwicklung. Erleben sie in seinen Weinen nicht nur die Tiefgründigkeit und Vielfalt ihrer lokalen Rebsorten, sondern auch die brillante Präzision und Eleganz, mit denen er nicht nur ihnen, sondern seiner ganzen Region durch Rückbesinnung auf das Gute der Vergangenheit den Weg in eine vielversprechende Zukunft bahnt. 

»Sotto il noce«, unter dem Walnußbaum. So heißt ein kleines Weingut, das seinen Namen einem großen alten Walnussbaum verdankt, der inmitten seiner ältesten Parzelle steht. Max Brondolo bewirtschaftet im Herzen einer der schönsten Landschaften der Emilia Romagna, die für ihre kulinarischen Traditionen weltberühmt ist, auf einem von Wald und unberührter Natur umgebenen Hügel sechs Hektar Reben. MIt seinen Neuanpflanzungen, die demnächst in Produktion gehen, werden es 7 Hektar sein. Die maximale Größe für den Ein-Mann-und-eine-Frau-Betrieb. Max und seine Frau widmen sich der alten, vergessenen Reb-Genetik des Lambrusco, die sie im Geiste der Naturweinbewegung zu bewahren und durch biodynamische Bewirtschaftung der Reben und respektvolle Verarbeitung der Trauben im Keller zu erhalten suchen. Da sind dann sieben Hektar Reben schon mehr als genug. 

Das Weingut liegt in Castelvetro in der Provinz Modena. Dorthin hat es Max Brondolo über viele Umwege verschlagen. Der ehemalige Banker, der für die Citi-Bank auch mehrere Jahre in Frankfurt arbeitete, war auch Investor in der Dienstleistungs- und Digitalbranche. Vor ein paar Jahren dann überkam ihn der Wunsch nach einem Kurswechsel im Leben. Er verkaufte seine Firmen und folgte seiner Frau, die nach Modena versetzt wurde. Dort beschloß er mehr oder weniger spontan, sich dem Wein zuzuwenden. 

Max Brondolo hat in seinem Leben als Banker und Unternehmer alles getrunken, was Rang und Namen hat. Heute langweilen ihn die großen Namen. Heute sucht er im Wein wieder jene Faszination des Lebendigen, die ihn damals zum Wein brachte. 

Schon seine Großeltern, die aus Asti im Piemont stammen, hatten stets Wein für die Familie produziert; als sie nach dem Krieg nach Mailand zogen, begannen sie dort sofort mit Wein aus der lokalen Rebsorte Barbera zu handeln. Sie kauften ihn im Tank, füllten ihn in der eigenen Kellerei ab und verschickten ihn dann an Kunden in ganz Italien. Max erinnert sich, daß ihn sein Großvater immer mit in die Kellerei nahm, die ihn so zu faszinieren schien, daß er eine Leidenschaft für Wein zu entwickeln begann, die ihn bis heute beschäftigt. 

Als er 2017 beschließt, Winzer zu werden, hat er das Glück, einen offensichtlich vergessenen Rebgarten kaufen zu können, der noch mit alten, heute kaum noch bekannten Rebsorten wertvoll vielfältiger Rebgenetik bestockt ist. Es ist jener Weinberg, in dem der alte Nußbaum steht. Zwar liefern dessen über 60 Jahre alte Reben - der älteste Mischsatz des Lambrusco mit 12 kaum noch bekannten Rebsorten - kaum noch Ertrag, doch Max nutzt sie zur Vermehrung und keltert daraus einen Schaumwein (»Confine«) umwerfend originellen Charakters und berührender Ausstrahlung. Mit der Universität von Ravenna arbeitet er zudem an einem Projekt zur Erhaltung, Züchtung und Anbaugenehmigung der historischen Rebsorte »Uva tosca«, die auch in diesem Mischsatz steht und offensichtlich auch in großer Höhe in den Bergen und unter extremen Wachstumsbedingungen auszureifen scheint. 

Max Brondolo widmet der alten Genetik seine verschiedenen Schaumwein-Cuvées. Jeden seiner zahlreichen Weine widmet er entweder einem bestimmten Weinberg oder besonderen Rebsorten. Dabei erfolgt die Gärung stets spontan durch die auf den Trauben natürlich vorhandenen Hefen. Die zweite Gärung zur Bildung der Kohlensäure findet, damit der Alkohol möglichst niedrig bleibt, in der Flasche unter Zugabe von gefrorenem Most desselben Jahrgangs statt, also ebenfalls spontan mittels wilder Umgebungshefe. Alle Schaumweine sind trocken, naturtrüb, weil nicht von der Gärhefe abgezogen (weshalb sie sich nicht »Lambrusco« nennen dürfen), ungeschwefelt und deshalb maximal authentisch und natürlich in Ausstrahlung und Wirkung im Mundgefühl. 

Jeder seiner Weine steht für ureigenen Stil und Charakter. Den erzielt er vor allem über die Zusammenstellung der Rebsorten, von der schwarzen »Lambrusco Grasparossa« über die säurebetonte »Lambrusco di Sorbara« bis zu den fast ausgestorbenen »Uva Tosca« und »Trebbiano di Spagna«. So entstehen eigenwillige, selbstbewußt souveräne Schaum- und Stillweine, die originelles Trinkvergnügen versprechen. 

Max Brondolo verbringt viel Zeit in seinen Reben, beschäftigt sich mit deren Böden, deren Humusgehalt und Biologie. Durch entsprechende Begrünung und den Verzicht auf mechanische Bearbeitung versucht er sie zu beleben. Sie bestehen vor allem aus einer Lehm-Ton-Matrix und werden, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu fördern, ausschließlich mit biodynamischen Präparaten und natürlichen Stoffen bearbeitet. Die alten Rebanlagen versucht Max in Balance mit ihrer Umgebung zu halten, um so den Verbrauch an biologischen Spritz- und Behandlungsmitteln ebenso zu reduzieren, wie die Anzahl der Fahrten durch die Rebzeilen.

Seine Parzellen sind von magischer Schönheit, umgeben von Wald, eingebettet in unberührte Natur. Ihre Trauben werden im Herbst sorgfältig von Hand in Kisten gelesen, im Keller so schonend wie möglich und nötig ohne Eingriffe zu Most gekeltert, der grundsätzlich spontan vergärt, ohne Temperatursteuerung, und auch filtriert und geschönt wird nicht. Seine Schaumweine absolvieren ihre zweite Gärung auf natürliche Weise in der Flasche und sie werden, wie es der Tradition der Region entspricht, nicht degorgiert, also nicht von der Gärhefe abgezogen, sie sind deshalb naturtrüb. Zur Flaschengärung füllt er den Most, der noch 24 Gramm Restzucker enthält, ungeschönt und ungeklärt auf die Flasche und läßt ihn dort auf natürliche Weise zu Ende gären, wobei sich die Kohlensäure bildet, die seinen Lambrusci ihre feine Perlung verleiht. Für Max Brondolo ist diese schonend respektvolle, so nah wie möglich an der Natur orientierte Weinherstellung »ein kultureller Akt«, wie er betont.

Ein Ausnahme-Winzer, dessen Weine zu den originellsten und ungewöhnlichsten Italiens gehören - und definitiv zum Besten, was das Lambrusco zu bieten hat. Uns faszinieren dabei vor allem seine Weißweine, egal ob sprudelnd oder still. Sie sorgen für eine ganz eigene, aufregend neue Dimension, wie es sie in der Emilia Romagna bis dahin nicht gegeben hat (mit der Ausnahme des »Terra« der Villa Papiano). Dabei setzt er unter anderen auch auf die rare weiße Rebsorte Trebbiano di Spagna, aus der er seinen legendären Funambol keltert, einen der großen Weißweine Italiens - ein egozentrisch naturtrüber »Vin Vivant« rarer Ausstrahlung und eigensinnigen Charakters, aber absolut rasanter Qualität. Die offensichtlich hochwertige Rebsorte ist im modernen Italien kaum noch zu finden, weil  sie selbst in guten Jahren nur sehr niedrige Erträge liefert. Weil deshalb ihr Wein teuer sein muß, will kaum ein Winzer das Risiko auf sich nehmen, sie anzubauen. Selbst für den wagemutigen Max Brondolo ist sie mehr Leidenschaft als Lebensgrundlage.

Max Brondolos fröhlich sprudelnde, mehr noch aber seine stillen Weine stehen für das immense Potential der Emilia Romagna. Doch erst wenn jemand kommt wie er, kann es sich zu dem entwickeln, das es sein könnte. Ohne Mut zum Wandel, ohne Kreativität, ohne Empathie und Engagement keine Entwicklung. Erleben sie in seinen Weinen nicht nur die Tiefgründigkeit und Vielfalt ihrer lokalen Rebsorten, sondern auch die brillante Präzision und Eleganz, mit denen er nicht nur ihnen, sondern seiner ganzen Region durch Rückbesinnung auf das Gute der Vergangenheit den Weg in eine vielversprechende Zukunft bahnt. 

Inhalt: 0.75 l (25,33 €* / 1 l)

19,00 €*
2020 »Saldalama« Lambrusco Uvaggio Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (25,33 €* / 1 l)

19,00 €*
2021 »Saldalama« Lambrusco Uvaggio Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (28,00 €* / 1 l)

21,00 €*

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*
2019 »Franzes« Rosso Grasparossa Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (30,67 €* / 1 l)

23,00 €*
2020 »Valtiberia« White Sparkling Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (34,67 €* / 1 l)

26,00 €*
2021 »Trifalco« Lambrusco Fioranese Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (37,33 €* / 1 l)

28,00 €*
2020 »Confine« Lambrusco Viti Vecchie Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (38,67 €* / 1 l)

29,00 €*
2020 »Funambol« Trebbiano di Spagna Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (44,00 €* / 1 l)

33,00 €*
2021 »Confine« Lambrusco Viti Vecchie Podere Sottoilnoce

Inhalt: 0.75 l (45,33 €* / 1 l)

34,00 €*