Massimago

Massimago ist ein altes Weingut. Doch weil die Trauben über Jahrzehnte an Genossenschaften abgeliefert wurden, ist das altehrwürdige Weingut kaum bekannt. Irgendwann beginnt dann das Weingut ganz langsam zu wachsen. Aus einer Garage wird eine kleine Kellerei, und im Jahr 2003 übernimmt dann die junge Camilla Rossi-Chauvenet das Weingut ihrer Familie, die Zukunft für Massimago beginnt. Sie renoviert Stück um Stück und beschließt, nicht nur Trauben anzubauen, sondern diese auch zu eigenem Wein zu verarbeiten. Sie hat das Weinmachen in Burgund schließlich von der Pieke auf gelernt und möchte nun zu Hause die Qualität ihrer Lagen und Weinberge optimal nutzen, um Weine ureigenen Charakters zu produzieren. Dazu beschäftigt sie sich intensiv mit ihren 14 Hektar Reben, die rund um das Weingut zum Teil auf Terrassen hoch über dem Tal liegen, und versucht, deren Physiologie und Traubenqualität zu verstehen. Um ihre Weine so natürlich wie möglich produzieren zu können, analysiert sie die Böden und deren Nährstoffgehalt und stellt dann wagemutig auf biologischen Anbau um. 2014 wird Massimago biologisch zertifiziert. 2017 baut sie das Weingut um, vergrößert die Fläche für die Verarbeitung der Trauben, den Ausbau und die Reife ihrer Weine und verzichtet dabei bewußt auf Pumpen, sondern nutzt die Schwerkraft, um ihre Moste und Weine so schonend wie möglich aus dem Gärbereich in den Lagerbereich zu befördern. Die Lagerung findet in zwei Kellern statt, einem für Barriques und Tonneaux, und einem für die traditionellen großen Eichenfässer. 

Weil auch in Italien, wie in Frankreich, die Naturweinbewegung großen Einfluß auf junge Winzerinnen und Winzer hat, reduziert auch Camilla den Schwefeldioxidgehalt in ihren Weinen drastisch, und damit die vielfältigen Prozesse der natürlichen Weinbereitung nicht ihre Weine negativ beeinflussen, führt sie dazu Jahr für Jahr entsprechende Experimente mit den Universitäten für Önologie in Mailand und Conegliano durch.

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Camilla möchte die autochthonen Rebsorten des Valpolicella entsprechend der wahren Traditionen des Veneto interpretieren. Dazu setzt sie auf schonende Extraktion, sie vergärt spontan, also auf den natürlichen Umgebungshefen, und sie baut ihre Weine in großen traditionellen Holzfässern aus. »Meine Weine soll man gerne trinken«, meint sie, »obwohl sie den Anspruch haben, den Charakter ihrer Herkunft über den Geschmack des Zeitgeistes und seiner Geschmacksmoden zu stellen«. Die junge Winzerin tritt selbstbewußt auf und sorgt mit ihrem Mut zum eigenen Profil für Aufsehen im Veneto. Dort wird Wein vor allem für den Schnabel der Kunden gemacht. Schließlich residieren dort auch jene riesigen Kellereien, die aus anonymen Faßweinen aus ganz Italien die Billigtropfen für die deutschen Supermarktregale zusammenrühren.

Die Weine von Massimago wirken dagegen wie Relikte aus vergangenen Zeiten. Sie sind weder dunkel, noch schwer oder süßlich; sie stehen vergleichsweise hell und transparent in der Farbe im Glas, duften herb und würzig, sind natürlich durchgegoren und trocken und wirken zwar ursprünglich natürlich, aber auch verwirrend ungeschminkt.

Und so ist der Einstieg in den Markt für Camilla und ihr »Massimago« nicht leicht, denn den breiten Strom diktiert im Valpolicella der bekannteste Wein der Region: Amarone. Sein Erfolg hat ihn zur süßlich dicken, alkoholüberbeladen Karrikatur verkommen lassen, für die Etikettentrinker viel Geld zu zahlen bereit sind. Prompt haben die bekannten Betriebe der Region alle anderen Weine der Region auch diesem Geschmacksbild angepaßt. »Ripasso« wird zum letzten Schrei des Marketings. Samtiger Körper, hoher Alkohol und versteckte Süße verunstalten seitdem viele Weine im Valpolicella. Camilla aber verweigert sich dem Mainstream. Sie wechselt Kellermeister und Mitarbeiter aus, die nicht mitziehen, und setzt auf ein junges Team, das den Weg zum eigenen Profil so beharrlich mitgeht, wie sie ihn vorgibt. 

Heute produziert sie auf Massimago 80.000 Flaschen pro Jahr, die ihr zwar nicht aus den Händen gerissen werden, aber international großes Interesse finden. Authentischer Wein liegt vor allem bei jungen Weintrinkern im Trend. Sie suchen nicht die großen Namen, sondern sind offen und vertrauen dem eigenen Geschmack. Weil Camilla Respekt vor den Traditionen der Vergangenheit beweist und diesen transparent und verständlich zu kommunizieren weiß, stoßen ihre Weine auf das Interesse einer vor allem jüngeren Kundschaft. 

Die Rebsorten der Region, Corvina, Corvinone und Rondinella, liefern auf den kargen Kalkböden des Voralpenlandes relativ leichte Weine mit spröden Gerbstoffen und frischer Säure, die mit der deftigen Küche der Region perfekt harmonieren. Mit derart ausgeprägtem regionalem Charakter tut sich der klassische Weinmarkt aber schwer, der eine Kundschaft bedient, die genau zu wissen meint, was ihr schmeckt. Diesen Klischees verweigert sich Camilla. Sie sieht im unverwechselbar regional geprägten Herkunftscharakter ihrer Weine die Chance des Andersseins, des echt seins, des authentischen. 

Um den appetitlich herben, mageren und säuerlich spröden Charakter der Weine des Valpolicella, der vor allem auf dessen kargen Kalk- und Sandsteinböden basiert, geschmeidiger zu machen, hat man schon vor vielen hundert Jahren vollreife rote Trauben getrocknet, deren Pressmost man je nach gewünschtem Weintyp in unterschiedlichen Anteilen dem noch gärenden oder fast vergorenen Jungwein zusetzte.

Der begann daraufhin prompt wieder zu gären und dabei Körper und intensives Aroma zu entwickeln. So entstanden die für das Veneto so typischen Konzentrationsverfahren. Sie sind, wenn sie handwerklich traditionell praktiziert werden,  arbeits- und zeitintensiv und kommen deshalb nur für die besten Qualitäten im Keller zur Anwendung. So entstand die Tradition des Ripasso, des Recioto (in rot und weiß) und des Amarone. Camilla will diese Verfahren nicht der Physik überlassen, also moderner Technik, sie möchte sie wie ihre Altvorderen auf natürliche handwerkliche Art und Weise praktizieren. Damit ihre Trauben während des Trocknungsprozesses nicht aufplatzen, schimmeln oder faulen, ließ sie ein spezielles Gebäude aus Holz errichten, ohne Kühlung, ohne Strom, nur mit dem Wind als Belüftung, in dem sie die Trauben für ihren Ripasso und Amarone trocknet. »Fruttaio« nennt sie das Gebäude, das zum Markenzeichen ihres Weingutes und ihrer Philosophie wurde. Sie hat sich durchgesetzt, die Winzerin Camilla. Ihre Weine genießen heute den Respekt ihrer Berufskollegen und es werden immer mehr, die ihren Weg zum authentischen Valpolicella nicht mehr belächeln, sondern ihm zu folgen beginnen.

Massimago ist ein altes Weingut. Doch weil die Trauben über Jahrzehnte an Genossenschaften abgeliefert wurden, ist das altehrwürdige Weingut kaum bekannt. Irgendwann beginnt dann das Weingut ganz langsam zu wachsen. Aus einer Garage wird eine kleine Kellerei, und im Jahr 2003 übernimmt dann die junge Camilla Rossi-Chauvenet das Weingut ihrer Familie, die Zukunft für Massimago beginnt. Sie renoviert Stück um Stück und beschließt, nicht nur Trauben anzubauen, sondern diese auch zu eigenem Wein zu verarbeiten. Sie hat das Weinmachen in Burgund schließlich von der Pieke auf gelernt und möchte nun zu Hause die Qualität ihrer Lagen und Weinberge optimal nutzen, um Weine ureigenen Charakters zu produzieren. Dazu beschäftigt sie sich intensiv mit ihren 14 Hektar Reben, die rund um das Weingut zum Teil auf Terrassen hoch über dem Tal liegen, und versucht, deren Physiologie und Traubenqualität zu verstehen. Um ihre Weine so natürlich wie möglich produzieren zu können, analysiert sie die Böden und deren Nährstoffgehalt und stellt dann wagemutig auf biologischen Anbau um. 2014 wird Massimago biologisch zertifiziert. 2017 baut sie das Weingut um, vergrößert die Fläche für die Verarbeitung der Trauben, den Ausbau und die Reife ihrer Weine und verzichtet dabei bewußt auf Pumpen, sondern nutzt die Schwerkraft, um ihre Moste und Weine so schonend wie möglich aus dem Gärbereich in den Lagerbereich zu befördern. Die Lagerung findet in zwei Kellern statt, einem für Barriques und Tonneaux, und einem für die traditionellen großen Eichenfässer. 

Weil auch in Italien, wie in Frankreich, die Naturweinbewegung großen Einfluß auf junge Winzerinnen und Winzer hat, reduziert auch Camilla den Schwefeldioxidgehalt in ihren Weinen drastisch, und damit die vielfältigen Prozesse der natürlichen Weinbereitung nicht ihre Weine negativ beeinflussen, führt sie dazu Jahr für Jahr entsprechende Experimente mit den Universitäten für Önologie in Mailand und Conegliano durch.

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Camilla möchte die autochthonen Rebsorten des Valpolicella entsprechend der wahren Traditionen des Veneto interpretieren. Dazu setzt sie auf schonende Extraktion, sie vergärt spontan, also auf den natürlichen Umgebungshefen, und sie baut ihre Weine in großen traditionellen Holzfässern aus. »Meine Weine soll man gerne trinken«, meint sie, »obwohl sie den Anspruch haben, den Charakter ihrer Herkunft über den Geschmack des Zeitgeistes und seiner Geschmacksmoden zu stellen«. Die junge Winzerin tritt selbstbewußt auf und sorgt mit ihrem Mut zum eigenen Profil für Aufsehen im Veneto. Dort wird Wein vor allem für den Schnabel der Kunden gemacht. Schließlich residieren dort auch jene riesigen Kellereien, die aus anonymen Faßweinen aus ganz Italien die Billigtropfen für die deutschen Supermarktregale zusammenrühren.

Die Weine von Massimago wirken dagegen wie Relikte aus vergangenen Zeiten. Sie sind weder dunkel, noch schwer oder süßlich; sie stehen vergleichsweise hell und transparent in der Farbe im Glas, duften herb und würzig, sind natürlich durchgegoren und trocken und wirken zwar ursprünglich natürlich, aber auch verwirrend ungeschminkt.

Und so ist der Einstieg in den Markt für Camilla und ihr »Massimago« nicht leicht, denn den breiten Strom diktiert im Valpolicella der bekannteste Wein der Region: Amarone. Sein Erfolg hat ihn zur süßlich dicken, alkoholüberbeladen Karrikatur verkommen lassen, für die Etikettentrinker viel Geld zu zahlen bereit sind. Prompt haben die bekannten Betriebe der Region alle anderen Weine der Region auch diesem Geschmacksbild angepaßt. »Ripasso« wird zum letzten Schrei des Marketings. Samtiger Körper, hoher Alkohol und versteckte Süße verunstalten seitdem viele Weine im Valpolicella. Camilla aber verweigert sich dem Mainstream. Sie wechselt Kellermeister und Mitarbeiter aus, die nicht mitziehen, und setzt auf ein junges Team, das den Weg zum eigenen Profil so beharrlich mitgeht, wie sie ihn vorgibt. 

Heute produziert sie auf Massimago 80.000 Flaschen pro Jahr, die ihr zwar nicht aus den Händen gerissen werden, aber international großes Interesse finden. Authentischer Wein liegt vor allem bei jungen Weintrinkern im Trend. Sie suchen nicht die großen Namen, sondern sind offen und vertrauen dem eigenen Geschmack. Weil Camilla Respekt vor den Traditionen der Vergangenheit beweist und diesen transparent und verständlich zu kommunizieren weiß, stoßen ihre Weine auf das Interesse einer vor allem jüngeren Kundschaft. 

Die Rebsorten der Region, Corvina, Corvinone und Rondinella, liefern auf den kargen Kalkböden des Voralpenlandes relativ leichte Weine mit spröden Gerbstoffen und frischer Säure, die mit der deftigen Küche der Region perfekt harmonieren. Mit derart ausgeprägtem regionalem Charakter tut sich der klassische Weinmarkt aber schwer, der eine Kundschaft bedient, die genau zu wissen meint, was ihr schmeckt. Diesen Klischees verweigert sich Camilla. Sie sieht im unverwechselbar regional geprägten Herkunftscharakter ihrer Weine die Chance des Andersseins, des echt seins, des authentischen. 

Um den appetitlich herben, mageren und säuerlich spröden Charakter der Weine des Valpolicella, der vor allem auf dessen kargen Kalk- und Sandsteinböden basiert, geschmeidiger zu machen, hat man schon vor vielen hundert Jahren vollreife rote Trauben getrocknet, deren Pressmost man je nach gewünschtem Weintyp in unterschiedlichen Anteilen dem noch gärenden oder fast vergorenen Jungwein zusetzte.

Der begann daraufhin prompt wieder zu gären und dabei Körper und intensives Aroma zu entwickeln. So entstanden die für das Veneto so typischen Konzentrationsverfahren. Sie sind, wenn sie handwerklich traditionell praktiziert werden,  arbeits- und zeitintensiv und kommen deshalb nur für die besten Qualitäten im Keller zur Anwendung. So entstand die Tradition des Ripasso, des Recioto (in rot und weiß) und des Amarone. Camilla will diese Verfahren nicht der Physik überlassen, also moderner Technik, sie möchte sie wie ihre Altvorderen auf natürliche handwerkliche Art und Weise praktizieren. Damit ihre Trauben während des Trocknungsprozesses nicht aufplatzen, schimmeln oder faulen, ließ sie ein spezielles Gebäude aus Holz errichten, ohne Kühlung, ohne Strom, nur mit dem Wind als Belüftung, in dem sie die Trauben für ihren Ripasso und Amarone trocknet. »Fruttaio« nennt sie das Gebäude, das zum Markenzeichen ihres Weingutes und ihrer Philosophie wurde. Sie hat sich durchgesetzt, die Winzerin Camilla. Ihre Weine genießen heute den Respekt ihrer Berufskollegen und es werden immer mehr, die ihren Weg zum authentischen Valpolicella nicht mehr belächeln, sondern ihm zu folgen beginnen.

Inhalt: 0.75 l (20,00 €* / 1 l)

15,00 €*

Inhalt: 0.75 l (33,33 €* / 1 l)

25,00 €*

Inhalt: 0.75 l (125,33 €* / 1 l)

94,00 €*