Weingut Werlitsch

Die Weine von Brigitte und Ewald Tscheppe gehören zu den ungewöhnlichsten, die wir kennen. Sie widersetzen sich jeder Einstufung in irgendein bekanntes Schema, gehorchen keinem Klischee, sind eine Klasse für sich und ganz weit weg von dem, was man heute gemeinhin unter »Wein« subsummiert.

Es sind Persönlichkeiten, Charakterdarsteller, Weine für Menschen mit Sinn für Bescheidenheit und Wert. Die Weine von Brigitte und Ewald Tscheppe treten tatsächlich bescheiden auf. Sie wirken auch im Glas in Verkostungen, auf Messen oder im falschen Augenblick so bescheiden und unaufgeregt, daß sie oft nicht erkannt werden, im großen Rauschen um sie herum untergehen oder Gefahr laufen, falsch verstanden zu werden. Es sind Weine, die Zeit brauchen, um genossen werden zu können. Zeit, die wir uns heute kaum noch nehmen. Während die Welt des Weines immer lauter, schneller und hektischer wird, immer sensationeller, aufgeregter und »geiler«, und sich in Facebook, auf Homepages und in Katalogen nur noch in Superlativen, Euphemismen, Floskeln und Komparationen zu äußern weiß, gehen die Werlitsch-Weine unbeirrt den Weg der Entschleunigung und Konzentration auf das Wesentliche: das Gefühl im Mund, das sie in physisch spürbarer Wirkung auslösen.

Vordergründige Frucht geht ihnen ab. Dafür macht ihre durchdringend subtile Würze jene Zeit schmeck-, riech- und fühlbar, die sie in Holzfässern unterschiedlichen Alters und Größe verbracht haben, um auf der Hefe der natürlichen Gärung die Reduktionskraft ihrer Weinberge in nachhaltige Frische, innere Dichte und entspannte Ausstrahlung zu verwandeln.

Brigitte und Ewald Tscheppe sind dabei so entspannt, wie ihre Weine. Wir kennen nur wenige ähnlich mutige und kompromißlose, von ihrem Tun so beseelte Winzer, wie die beiden. Sie machen das, wovon sie überzeugt sind. Der Markt um sie herum interessiert sie nicht. Sie lehnen jene Kategorisierungen ab, mit denen der Weinhandel meint, Interesse wecken zu müssen: Ihre Weine sind weder »Orange« noch »Natur«; es sind ihre Weine und nicht irgendwelche »Bio«-Weine. Großen Wert allerdings legen sie darauf, Mitglied bei Demeter® zu sein, und ihre mit vier gleichgesinnten Freunden gegründete Wertegemeinschaft »Schmecke das Leben« , die sie der gemeinsamen Erkundung eines ganzheitlichen Naturverständnisses widmen, hat sie zu jenem eigenständigen Weinstil geführt, für den sie heute stehen.

Den respektvollen und nachhaltigen Umgang mit ihren Böden und Reben leben Tscheppes glaubwürdig vor. Sie überlassen ihre Weine im Keller weitgehend der Natur, weil sie ihrer Kultur-Arbeit in Weinberg und Keller vertrauen. Sie wissen, daß ihre Trauben nicht nur gesund in die Kelter kommen, sondern auch durch die entsprechende Boden- und Blattbearbeitung über die nötigen natürlichen Nährstoffe verfügen, um auf ihren wilden Umgebungshefen ohne Probleme vergären zu können, also ohne, daß ihnen die Mikrobiologie einen Strich durch die Rechnung macht. Sollte es anders kommen, hat die Natur es so gewollt. Entsprechendes Lehrgeld haben Brigitte und Ewald Tscheppe bezahlt. Deshalb haben sie heute die Nerven, auch schwierige Jahrgänge durchzustehen. Ganz wichtig ist den beiden, daß man in ihren Weinen nicht deren Machart schmeckt. Deshalb hat Ewald seine Experimente mit der Amphore wieder aufgegeben. Sie möchten, daß sich die Aromen ihrer Weine je nach Jahresverlauf und Traubenbeschaffenheit aus der Chemie und Biologie des Jahrgangs heraus bilden, verändern und weiterentwickeln. 

{{bilder}}

Es geht den beiden, wie so vielen ihrer Kollegen auch, um »lebendige Weine«, um »Weine mit Seele«. Als biodynamische Winzer bemühen auch Tscheppes gerne jene Begriffe, denen wir als Naturwissenschaftler skeptisch gegenüberstehen: Energien, Schwingungen, kosmische Kräfte usw.

Fakt ist, daß uns ihre Weine so spontan und nachhaltig berührt haben (und immer wieder berühren), daß wir nach Worten ringen, um ihr unbestrittenes Anderssein treffend und nachvollziehbar beschreiben zu können. Es scheinen doch »Weine mit Seele« zu sein, merkwürdig entspannt wirkende, beruhigende Weine, die magisch zeitlos sind und unaufgeregt mit sich im Reinen zu sein scheinen. Ihre ätherisch über dem Glas schwebende Aromatik ist intensiv und vielschichtig, fordert Orientierung vom Probierenden, der in seinem ersten Eindruck in die Unendlichkeit eines Buketts entlassen wird, dem jegliche Frucht als Orientierung fehlt. Stattdessen agieren sekundäre Aromen, der Geruch der Zeit, die Komplexität der Entwicklung, der Reiz der Reduktionskraft der Hefe. Es sind Weine, die frei sind vom Einfluß des Zeitgeistes und seiner Kellertechnik und deshalb mehr verdient haben, als Beschreibungen wie »...  viel Nüsse, Walnuss, Kastanien und nasser Feuerstein, Gras und Heu nebst cremig-dichtem, hochreifen Apfel. Auch Orange und rote Grapefruit und etwas überreife Papaya.«

Uns erscheint es angebrachter, zu beschreiben, wie Brigitte und Ewald Tscheppe nicht nur die Zeit im Wein schmeckbar machen, sondern auch die Qualität ihrer Herkunft. Ewald Tscheppe nennt sie, etwas verkopft, »Ex Vero« (in Anlehnung an das lateinische »aus dem Wahrhaftigen, aus dem Tatsächlichen, ganz und gar wirklich«) und teilt sie in drei Stufen ein, I bis III, je nach Bodenbeschaffenheit und Lagenqualität, die sich prompt in zunehmender Dichte und Komplexität im Mundgefühl manifestieren. Also nicht im Sinne oben zitierter, beliebig wirkender Frucht- und Aromafloskeln, sondern als direkte Verbindung zwischen der Qualität der Lage mit dem Gefühl im Mund, das man an sich selbst erlebt - vom zugänglichen und leichtfüßigen »Ex Vero I« zum dicht gestrickten, anspruchsvoll komplexen »Ex Vero III«. Sie alle lösen im Mundraum ein Gefühl aus, dem man sich stellen, das man erleben, dem man zuhören muß, um es wie eine neue Sprache verstehen und interpretieren zu lernen. In ihr anderes Weinerleben integrieren die Werlitsch-Weine die sekundären Aromen ihrer Entwicklung, der Zeit ihrer Reife, als physisch zu erlebende Struktur und Textur, als zunehmende Viskosität in sich mit der Qualität spürbar änderndem Fließverhalten. 

Das alles klingt fürchterlich kompliziert.

Ist es aber nicht. Also bitte keine Angst, sondern rein ins »andere« Weinvergnügen! Die Weine der Werlitsch-Tscheppes sind mühelos verständlich. Sie erklären sich von selbst, wenn man nur den Willen aufbringt, sich auf sie einzulassen. Es sind wunderbare Weine, die sich ohne jede Vorkenntnisse jedem öffnen. Sie machen ihre Qualität spontan fühlbar im Mund. Sie sind weder elitär noch unverständlich, nicht kompliziert und auch nicht intellektueller als andere. Unverständlich sind sie nur für denjenigen, der genau zu wissen meint, wie Weißwein zu schmecken hat. Er möge die Finger von Werlitschs Weinen lassen. Die berühren einen entweder spontan, oder sie lassen einen kalt. Brigitte und Ewald Tscheppes Weine fordern ein Statement. Ein »Jein« gibt es bei ihnen nicht. Entweder, sie sprechen mit einem, oder sie hinterlassen einen ratlos und ablehnend. Wer offen ist für sie, dem fliegen sie buchstäblich zu. Wer sich ihnen nicht stellen will, wird sie nie verstehen.

Seine Weine vergärt Ewald Tscheppe allesamt auf der wilden Hefe ohne Temperaturkontrolle im Holzfass. Die meisten unterlaufen eine mehr oder weniger lange Maischestandzeit, manche sind bewußt maischevergoren. Rezepte gibt es im Hause Tscheppe nicht. Geschwefelt werden die Weine nur, wenn es ihre Mikrobiologie nötig macht, gefüllt werden sie oft erst nach vielen Jahren der Reife auf der Hefe im Faß. Zeit im Wein schmeckbar gemacht.  Das große Verdienst von Brigitte und Ewald Tscheppe, das ihre Werlitsch-Weine zu ganz besonderen macht.  

Die Weine von Brigitte und Ewald Tscheppe gehören zu den ungewöhnlichsten, die wir kennen. Sie widersetzen sich jeder Einstufung in irgendein bekanntes Schema, gehorchen keinem Klischee, sind eine Klasse für sich und ganz weit weg von dem, was man heute gemeinhin unter »Wein« subsummiert.

Es sind Persönlichkeiten, Charakterdarsteller, Weine für Menschen mit Sinn für Bescheidenheit und Wert. Die Weine von Brigitte und Ewald Tscheppe treten tatsächlich bescheiden auf. Sie wirken auch im Glas in Verkostungen, auf Messen oder im falschen Augenblick so bescheiden und unaufgeregt, daß sie oft nicht erkannt werden, im großen Rauschen um sie herum untergehen oder Gefahr laufen, falsch verstanden zu werden. Es sind Weine, die Zeit brauchen, um genossen werden zu können. Zeit, die wir uns heute kaum noch nehmen. Während die Welt des Weines immer lauter, schneller und hektischer wird, immer sensationeller, aufgeregter und »geiler«, und sich in Facebook, auf Homepages und in Katalogen nur noch in Superlativen, Euphemismen, Floskeln und Komparationen zu äußern weiß, gehen die Werlitsch-Weine unbeirrt den Weg der Entschleunigung und Konzentration auf das Wesentliche: das Gefühl im Mund, das sie in physisch spürbarer Wirkung auslösen.

Vordergründige Frucht geht ihnen ab. Dafür macht ihre durchdringend subtile Würze jene Zeit schmeck-, riech- und fühlbar, die sie in Holzfässern unterschiedlichen Alters und Größe verbracht haben, um auf der Hefe der natürlichen Gärung die Reduktionskraft ihrer Weinberge in nachhaltige Frische, innere Dichte und entspannte Ausstrahlung zu verwandeln.

Brigitte und Ewald Tscheppe sind dabei so entspannt, wie ihre Weine. Wir kennen nur wenige ähnlich mutige und kompromißlose, von ihrem Tun so beseelte Winzer, wie die beiden. Sie machen das, wovon sie überzeugt sind. Der Markt um sie herum interessiert sie nicht. Sie lehnen jene Kategorisierungen ab, mit denen der Weinhandel meint, Interesse wecken zu müssen: Ihre Weine sind weder »Orange« noch »Natur«; es sind ihre Weine und nicht irgendwelche »Bio«-Weine. Großen Wert allerdings legen sie darauf, Mitglied bei Demeter® zu sein, und ihre mit vier gleichgesinnten Freunden gegründete Wertegemeinschaft »Schmecke das Leben« , die sie der gemeinsamen Erkundung eines ganzheitlichen Naturverständnisses widmen, hat sie zu jenem eigenständigen Weinstil geführt, für den sie heute stehen.

Den respektvollen und nachhaltigen Umgang mit ihren Böden und Reben leben Tscheppes glaubwürdig vor. Sie überlassen ihre Weine im Keller weitgehend der Natur, weil sie ihrer Kultur-Arbeit in Weinberg und Keller vertrauen. Sie wissen, daß ihre Trauben nicht nur gesund in die Kelter kommen, sondern auch durch die entsprechende Boden- und Blattbearbeitung über die nötigen natürlichen Nährstoffe verfügen, um auf ihren wilden Umgebungshefen ohne Probleme vergären zu können, also ohne, daß ihnen die Mikrobiologie einen Strich durch die Rechnung macht. Sollte es anders kommen, hat die Natur es so gewollt. Entsprechendes Lehrgeld haben Brigitte und Ewald Tscheppe bezahlt. Deshalb haben sie heute die Nerven, auch schwierige Jahrgänge durchzustehen. Ganz wichtig ist den beiden, daß man in ihren Weinen nicht deren Machart schmeckt. Deshalb hat Ewald seine Experimente mit der Amphore wieder aufgegeben. Sie möchten, daß sich die Aromen ihrer Weine je nach Jahresverlauf und Traubenbeschaffenheit aus der Chemie und Biologie des Jahrgangs heraus bilden, verändern und weiterentwickeln. 

{{bilder}}

Es geht den beiden, wie so vielen ihrer Kollegen auch, um »lebendige Weine«, um »Weine mit Seele«. Als biodynamische Winzer bemühen auch Tscheppes gerne jene Begriffe, denen wir als Naturwissenschaftler skeptisch gegenüberstehen: Energien, Schwingungen, kosmische Kräfte usw.

Fakt ist, daß uns ihre Weine so spontan und nachhaltig berührt haben (und immer wieder berühren), daß wir nach Worten ringen, um ihr unbestrittenes Anderssein treffend und nachvollziehbar beschreiben zu können. Es scheinen doch »Weine mit Seele« zu sein, merkwürdig entspannt wirkende, beruhigende Weine, die magisch zeitlos sind und unaufgeregt mit sich im Reinen zu sein scheinen. Ihre ätherisch über dem Glas schwebende Aromatik ist intensiv und vielschichtig, fordert Orientierung vom Probierenden, der in seinem ersten Eindruck in die Unendlichkeit eines Buketts entlassen wird, dem jegliche Frucht als Orientierung fehlt. Stattdessen agieren sekundäre Aromen, der Geruch der Zeit, die Komplexität der Entwicklung, der Reiz der Reduktionskraft der Hefe. Es sind Weine, die frei sind vom Einfluß des Zeitgeistes und seiner Kellertechnik und deshalb mehr verdient haben, als Beschreibungen wie »...  viel Nüsse, Walnuss, Kastanien und nasser Feuerstein, Gras und Heu nebst cremig-dichtem, hochreifen Apfel. Auch Orange und rote Grapefruit und etwas überreife Papaya.«

Uns erscheint es angebrachter, zu beschreiben, wie Brigitte und Ewald Tscheppe nicht nur die Zeit im Wein schmeckbar machen, sondern auch die Qualität ihrer Herkunft. Ewald Tscheppe nennt sie, etwas verkopft, »Ex Vero« (in Anlehnung an das lateinische »aus dem Wahrhaftigen, aus dem Tatsächlichen, ganz und gar wirklich«) und teilt sie in drei Stufen ein, I bis III, je nach Bodenbeschaffenheit und Lagenqualität, die sich prompt in zunehmender Dichte und Komplexität im Mundgefühl manifestieren. Also nicht im Sinne oben zitierter, beliebig wirkender Frucht- und Aromafloskeln, sondern als direkte Verbindung zwischen der Qualität der Lage mit dem Gefühl im Mund, das man an sich selbst erlebt - vom zugänglichen und leichtfüßigen »Ex Vero I« zum dicht gestrickten, anspruchsvoll komplexen »Ex Vero III«. Sie alle lösen im Mundraum ein Gefühl aus, dem man sich stellen, das man erleben, dem man zuhören muß, um es wie eine neue Sprache verstehen und interpretieren zu lernen. In ihr anderes Weinerleben integrieren die Werlitsch-Weine die sekundären Aromen ihrer Entwicklung, der Zeit ihrer Reife, als physisch zu erlebende Struktur und Textur, als zunehmende Viskosität in sich mit der Qualität spürbar änderndem Fließverhalten. 

Das alles klingt fürchterlich kompliziert.

Ist es aber nicht. Also bitte keine Angst, sondern rein ins »andere« Weinvergnügen! Die Weine der Werlitsch-Tscheppes sind mühelos verständlich. Sie erklären sich von selbst, wenn man nur den Willen aufbringt, sich auf sie einzulassen. Es sind wunderbare Weine, die sich ohne jede Vorkenntnisse jedem öffnen. Sie machen ihre Qualität spontan fühlbar im Mund. Sie sind weder elitär noch unverständlich, nicht kompliziert und auch nicht intellektueller als andere. Unverständlich sind sie nur für denjenigen, der genau zu wissen meint, wie Weißwein zu schmecken hat. Er möge die Finger von Werlitschs Weinen lassen. Die berühren einen entweder spontan, oder sie lassen einen kalt. Brigitte und Ewald Tscheppes Weine fordern ein Statement. Ein »Jein« gibt es bei ihnen nicht. Entweder, sie sprechen mit einem, oder sie hinterlassen einen ratlos und ablehnend. Wer offen ist für sie, dem fliegen sie buchstäblich zu. Wer sich ihnen nicht stellen will, wird sie nie verstehen.

Seine Weine vergärt Ewald Tscheppe allesamt auf der wilden Hefe ohne Temperaturkontrolle im Holzfass. Die meisten unterlaufen eine mehr oder weniger lange Maischestandzeit, manche sind bewußt maischevergoren. Rezepte gibt es im Hause Tscheppe nicht. Geschwefelt werden die Weine nur, wenn es ihre Mikrobiologie nötig macht, gefüllt werden sie oft erst nach vielen Jahren der Reife auf der Hefe im Faß. Zeit im Wein schmeckbar gemacht.  Das große Verdienst von Brigitte und Ewald Tscheppe, das ihre Werlitsch-Weine zu ganz besonderen macht.  

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*

Inhalt: 0.75 l (29,33 €* / 1 l)

22,00 €*

Inhalt: 0.75 l (37,33 €* / 1 l)

28,00 €*
2019 »Ex Vero III« Werlitsch

Inhalt: 0.75 l (53,33 €* / 1 l)

40,00 €*