Jonathan Didier Pabiot

Souveränes Bio für großen Sauvignon Blanc

Jonathan Pabiot, junger Winzersohn aus Pouilly sur Loire, absolviert ein Praktikum bei Leon Barral in Faugères. Dort wird er vom Biogedanken infiziert, kommt nach Hause und will nun seine neuen Ideen im väterlichen Betrieb umsetzen. Der Vater ist, wie so oft in Vater-Sohn-Beziehungen, gegen die spinnigen neuen Ideen des Sohnes, erlaubt ihm aber auf einer 1,5 ha großen Parzelle mit besonders alten und deshalb nicht mehr sehr produktiven Reben, die der Großvater gepflanzt hatte, diese in die Tat umzusetzen. Sohn Jonathan, gerade mal 21 Jahre alt, geht engagiert ans Werk. Er pachtet weitere 1,5 Hektar, die er später kaufen kann, dazu und konvertiert auch diese sofort zum biologischen Anbau. Von diesen beiden Parzellen kommen seine vielbeachteten Cuvées »Prédeliction« und »Aubaine«, mit denen er schon in seinem ersten Jahrgang Aufmerksamkeit erregt. Man munkelt, er könnte zum neuen Star in Pouilly-Fumé werden, wo sich seit den Zeiten des legendären Didier Dagueneau nicht mehr viel getan hat. Weinszenegeflüster. Fakt ist, daß seine Weine außergewöhnlich gut sind, internationales Echo finden und so überzeugend ausfallen, daß sich Vater Didier geschlagen gibt. Er beschließt nun seinerseits, in die Fußstapfen seines Sohnes zu steigen und beginnt, seine 17 Hektar Rebfläche auf biologisch zertifizierten Anbau umzustellen. Im Jahr 2010 beschließen die beiden ihre Konkurrenz aufzugeben und sich zusammenzutun. Es entsteht die heutige Domaine Jonathan Didier Pabiot, die auf 20 Hektar zertifiziert biologischen Weinbau betreibt und nun sogar auf Biodynamik umstellt.

Heute gehören die Weinberge von Familie Pabiot zu den offenkundig und deutlich sichtbar best gepflegten und unterhaltenen der Region. Die Böden sind lebendig, die Reben in Balance. Hier sieht und spürt man sofort, daß Reben und Weinberg gesund sind, sich im Gleichgewicht befinden. Das ist in und um Pouilly sur Loire alles andere als die Regel. Unter den 120 Betrieben in Pouilly-Fume sind nur drei biologisch zertifiziert. Während die meisten Winzer im fordernden Klima der östlichen Loire mit allen möglichen Krankheiten und Viren zu kämpfen haben, die teuren und häufigen Pflanzenschutz erfordern, stehen die Reben von Vater und Sohn Pabiot kerngesund da, sie scheinen den klimatischen Extremen fast mühelos zu trotzen. Seit er auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt hat, meint Jonathan eine noch entspanntere Situation bei seinen Reben feststellen zu können. Er muß noch weniger Pflanzenschutz betreiben und kann sich intensiv mit Bodenbearbeitung und seinen Biodynamik-Präparaten beschäftigen, die es kundig einzusetzen gilt.

Die Weinberge und Lagen der Pabiots erstrecken sich fast über die gesamte Appellation. Die Weine profitieren also von unterschiedlichen Böden, die der junge Winzer in seinen verschiedenen Cuvées zu reflektieren versucht. Außerdem, so meint er lächelnd, wirkt die räumliche Verteilung seiner Lagen wie eine Versicherung gegen die in der Region häufig wütenden Stürme mit Hagel und Frost. 

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Familie Pabiot erntet grundsätzlich von Hand. Die Trauben werden penibel und ungeheuer aufwendig vorgelesen, um sie dann zum idealen Zeitpunkt ernten zu können. Jonathan geht es vor allem um gesunde Säure, weniger um die Zuckerreife. Er kontrolliert den pH-Wert seiner Trauben und will dann schnell ernten können, um seinen präzisen Stil realisieren zu können. Gewußt wie.

Jonathan Pabiot folgt also nicht dem Trend vieler Kollegen zu immer reifer geernteten Trauben auf der populistischen Suche nach Anerkennung durch Presse und Verbraucher. Er weiß was er will, er sucht seinen eigenen Stil, was in einer Region, in der man sich mit einer einzigen Rebsorte zufriedengeben muß, kein leichtes Unterfangen ist. Diese Rebsorte, Sauvignon Blanc, ist aromatisch zickig und strukturell anstrengend. Sie kann schnell ordinär werden und geschmacklich mager und sauer wirken. Der junge Jonathan sucht in seinen Weinen die Präzision und die Eleganz. Er will sie intensiv mineralisch geprägt, salzig, straff und eher lang am Gaumen haben, breit und wuchtig dürfen sie auf keinen Fall sein. Statt dem üblicherweise lauten und aufdringlichen Rebsorten-Bukett geht es ihm um delikate Zitrusaromen, durch die rosa Grapefruit hindurchschimmern darf, und selbst dezent vegetabile Aromen stören ihn nicht, solange sie zu einem komplexen und tiefgründig harmonischen Bukett beitragen, das sich nicht in simpler Frucht erschöpft. Pabiot vergärt auf der eigenen, wilden Hefe im Edelstahltank bei relativ niedriger Temperatur und läßt seine verschiedenen Cuvées lange auf der Vollhefe reifen. Für sein jugendliches Alter ein ganz schön ausgebuffter Profi, der genau weiß, was er will.

Die Stimmung bei Familie Pabiot ist nicht umsonst ausgelassen und locker. Seit Vater und Sohn zusammengefunden haben, was nicht die Regel ist, wir kennen zahlreiche Betriebe, in denen der Vater gehen den Sohn und umgekehrt arbeitet, hat sich nachhaltiger Erfolg eingestellt. Ihre Weine gehen weg wie warme Semmeln. Immer mehr Importeure aus der ganzen Welt wollen sie haben. Ein Glücksfall an der Loire, der den Schatten des in Pouilly noch immer omnipräsenten Didier Dagueneau längst gegen selbstbewußt eigene Präsenz getauscht hat.

Jonathan Pabiot, junger Winzersohn aus Pouilly sur Loire, absolviert ein Praktikum bei Leon Barral in Faugères. Dort wird er vom Biogedanken infiziert, kommt nach Hause und will nun seine neuen Ideen im väterlichen Betrieb umsetzen. Der Vater ist, wie so oft in Vater-Sohn-Beziehungen, gegen die spinnigen neuen Ideen des Sohnes, erlaubt ihm aber auf einer 1,5 ha großen Parzelle mit besonders alten und deshalb nicht mehr sehr produktiven Reben, die der Großvater gepflanzt hatte, diese in die Tat umzusetzen. Sohn Jonathan, gerade mal 21 Jahre alt, geht engagiert ans Werk. Er pachtet weitere 1,5 Hektar, die er später kaufen kann, dazu und konvertiert auch diese sofort zum biologischen Anbau. Von diesen beiden Parzellen kommen seine vielbeachteten Cuvées »Prédeliction« und »Aubaine«, mit denen er schon in seinem ersten Jahrgang Aufmerksamkeit erregt. Man munkelt, er könnte zum neuen Star in Pouilly-Fumé werden, wo sich seit den Zeiten des legendären Didier Dagueneau nicht mehr viel getan hat. Weinszenegeflüster. Fakt ist, daß seine Weine außergewöhnlich gut sind, internationales Echo finden und so überzeugend ausfallen, daß sich Vater Didier geschlagen gibt. Er beschließt nun seinerseits, in die Fußstapfen seines Sohnes zu steigen und beginnt, seine 17 Hektar Rebfläche auf biologisch zertifizierten Anbau umzustellen. Im Jahr 2010 beschließen die beiden ihre Konkurrenz aufzugeben und sich zusammenzutun. Es entsteht die heutige Domaine Jonathan Didier Pabiot, die auf 20 Hektar zertifiziert biologischen Weinbau betreibt und nun sogar auf Biodynamik umstellt.

Heute gehören die Weinberge von Familie Pabiot zu den offenkundig und deutlich sichtbar best gepflegten und unterhaltenen der Region. Die Böden sind lebendig, die Reben in Balance. Hier sieht und spürt man sofort, daß Reben und Weinberg gesund sind, sich im Gleichgewicht befinden. Das ist in und um Pouilly sur Loire alles andere als die Regel. Unter den 120 Betrieben in Pouilly-Fume sind nur drei biologisch zertifiziert. Während die meisten Winzer im fordernden Klima der östlichen Loire mit allen möglichen Krankheiten und Viren zu kämpfen haben, die teuren und häufigen Pflanzenschutz erfordern, stehen die Reben von Vater und Sohn Pabiot kerngesund da, sie scheinen den klimatischen Extremen fast mühelos zu trotzen. Seit er auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt hat, meint Jonathan eine noch entspanntere Situation bei seinen Reben feststellen zu können. Er muß noch weniger Pflanzenschutz betreiben und kann sich intensiv mit Bodenbearbeitung und seinen Biodynamik-Präparaten beschäftigen, die es kundig einzusetzen gilt.

Die Weinberge und Lagen der Pabiots erstrecken sich fast über die gesamte Appellation. Die Weine profitieren also von unterschiedlichen Böden, die der junge Winzer in seinen verschiedenen Cuvées zu reflektieren versucht. Außerdem, so meint er lächelnd, wirkt die räumliche Verteilung seiner Lagen wie eine Versicherung gegen die in der Region häufig wütenden Stürme mit Hagel und Frost. 

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Familie Pabiot erntet grundsätzlich von Hand. Die Trauben werden penibel und ungeheuer aufwendig vorgelesen, um sie dann zum idealen Zeitpunkt ernten zu können. Jonathan geht es vor allem um gesunde Säure, weniger um die Zuckerreife. Er kontrolliert den pH-Wert seiner Trauben und will dann schnell ernten können, um seinen präzisen Stil realisieren zu können. Gewußt wie.

Jonathan Pabiot folgt also nicht dem Trend vieler Kollegen zu immer reifer geernteten Trauben auf der populistischen Suche nach Anerkennung durch Presse und Verbraucher. Er weiß was er will, er sucht seinen eigenen Stil, was in einer Region, in der man sich mit einer einzigen Rebsorte zufriedengeben muß, kein leichtes Unterfangen ist. Diese Rebsorte, Sauvignon Blanc, ist aromatisch zickig und strukturell anstrengend. Sie kann schnell ordinär werden und geschmacklich mager und sauer wirken. Der junge Jonathan sucht in seinen Weinen die Präzision und die Eleganz. Er will sie intensiv mineralisch geprägt, salzig, straff und eher lang am Gaumen haben, breit und wuchtig dürfen sie auf keinen Fall sein. Statt dem üblicherweise lauten und aufdringlichen Rebsorten-Bukett geht es ihm um delikate Zitrusaromen, durch die rosa Grapefruit hindurchschimmern darf, und selbst dezent vegetabile Aromen stören ihn nicht, solange sie zu einem komplexen und tiefgründig harmonischen Bukett beitragen, das sich nicht in simpler Frucht erschöpft. Pabiot vergärt auf der eigenen, wilden Hefe im Edelstahltank bei relativ niedriger Temperatur und läßt seine verschiedenen Cuvées lange auf der Vollhefe reifen. Für sein jugendliches Alter ein ganz schön ausgebuffter Profi, der genau weiß, was er will.

Die Stimmung bei Familie Pabiot ist nicht umsonst ausgelassen und locker. Seit Vater und Sohn zusammengefunden haben, was nicht die Regel ist, wir kennen zahlreiche Betriebe, in denen der Vater gehen den Sohn und umgekehrt arbeitet, hat sich nachhaltiger Erfolg eingestellt. Ihre Weine gehen weg wie warme Semmeln. Immer mehr Importeure aus der ganzen Welt wollen sie haben. Ein Glücksfall an der Loire, der den Schatten des in Pouilly noch immer omnipräsenten Didier Dagueneau längst gegen selbstbewußt eigene Präsenz getauscht hat.

2020 Pouilly-Fumé »Prélude« Jonathan Pabiot

Inhalt: 0.75 l (26,67 €* / 1 l)

20,00 €*
2020 Pouilly-Fumé »Leon« Jonathan Pabiot

Inhalt: 0.75 l (30,67 €* / 1 l)

23,00 €*
2020 Pouilly-Fumé »Aubaine« Jonathan Pabiot

Inhalt: 0.75 l (44,00 €* / 1 l)

33,00 €*