Moric | Roland Velich

In Österreichs Weinszene ist längst nicht alles Gold was glänzt. Je ‚bedeutender’ weil berühmter die Winzer werden, um so weniger interessant erscheinen uns ihre Weine. Es wird viel zu viel in den Kellern getrickst und gebastelt und auf ein bestimmtes Geschmacksbild hingetrimmt, weil viele österreichische Weintrinker noch immer viel zu sehr auf vinologische Silikonbusen abfahren, als die Kraft der Natur verstehen zu wollen. Österreichs Weinszene teilt sich in zwei divergierende Lager, die immer weniger miteinander zu tun haben. Es ist bedauerlich, daß der internationale wie auch der österreichische Weinhandel nicht das Rückgrat haben, für die Kunden zwischen dem Kunst- und dem Naturprodukt Wein zu unterscheiden, stattdessen huldigt er dem vinologischen Populismus und Infantilismus. Die bis vor wenigen Jahren kleinstrukturierte Weltweinszene erlebt durch globale Konzerne derzeit historischen Strukturwandel, dessen sich viele Verbraucher und Weinhändler nicht bewußt sind. Internationale Getränkekonzerne kaufen sich in bekannte Weingüter und Weinvertriebsfirmen ein, die mit der Macht globaler Vertriebsstrukturen alle Kanäle des Weltweinmarktes mit banalem Inhalt auf hohem technischem Niveau penetrieren.

Ein Winzer, der sich selbst sehr zurücknimmt, aber sensibel auf Markt und Kunden reagiert, ist Roland Velich. Er hat seine Nische erkannt und ist zur treibenden Kraft hinter dem wahren, dem ‚unplugged’ Blaufränkisch geworden, der sich anschickt, zur überzeugenden Größe aus dem Markt zu werden.

Roland Velich ist ein sensibler Winzer und ein feiner Mensch. Er muß sich den Markt für seine so anderen Blaufränkisch gerade bei sich vor der Haustür erst erobern und tut sich schwer damit. Seine Weine sind fragil aber dicht, sie sind zart aber mächtig, kraftvoll und schwebend, zupackend und vibrierend lebendig. Wie guter Pinot Noir. Nur anders. Auf die typischen Dicktrinker wirken sie sauer, mager und unverständlich, weil Frische, Finesse und Länge, wahre Größe im Wein, nicht ihr Ding sind. Noch immer sind vor allem laute Reize in Österreichs Weinszene gefragt, siehe Wachau, wo Alkohol und Kraft unbeirrt wichtiger zu sein scheinen, als Herkunft und Charakter. Das trifft Roland Velich, der noch immer weit vor dem Markt agiert und deshalb im Ausland mehr Ansehen genießt, als im eigenen Land.

Sein ‚Moric’, gesprochen wie der Name Moritz, ist ein so engagiertes wie wegweisendes Projekt in der österreichischen Weinszene, das sich Blaufränkisch verschrieben hat, die Herkunft wagen. Roland Velichs persönliche Weine stellen den populären, aber uniform langweiligen Weincharakteren aus Quasi-Industrieweinbau individuelle Persönlichkeit entgegen. Seine Moric-Blaufränkisch wagen Charakter und Identität, die von der Industrie nicht zu kopieren sind, weil sie unverkennbare Herkunftsprägung und eigenständiges Profil besitzen.

Roland Velichs ‚Moric’-Weine sind authentisch ungeschminkte Rotweine, produziert auf historischen wertvollen Lagen, die er für besonders hält: In Lutzmannsburg und Neckenmarkt fand der kompromißlose Qualitätsfanatiker, der es sich selbst nicht leicht macht, Winzer, die bereit waren, von alten Reben - in Lutzmannsburg 50 bis 100 , in Neckenmarkt 30 bis 70 Jahre alt - Trauben für das Projekt nach seinen Vorstellungen zu produzieren. Durch niedrige Erträge, spontane Vergärung auf wilden Hefen in offenen 1000l- und 2000l-Gärbottichen und langes Hefelager mit regelmäßigem Aufrühren in hauptsächlich gebrauchten Holzfässern entstehen so richtungsweisende, visionär puristische Blaufränkisch, die die Typizität ihrer Lagen expressiv widerspiegeln. ‚Moric’ konfrontiert mit neuen geschmacklichen Paradigmen und fordert heraus. Erleben Sie die faszinierende Welt neuer authentisch österreichischer Rotweinzukunft.

Interview von Christian Seiler mit Roland Velich.

In Österreichs Weinszene ist längst nicht alles Gold was glänzt. Je ‚bedeutender’ weil berühmter die Winzer werden, um so weniger interessant erscheinen uns ihre Weine. Es wird viel zu viel in den Kellern getrickst und gebastelt und auf ein bestimmtes Geschmacksbild hingetrimmt, weil viele österreichische Weintrinker noch immer viel zu sehr auf vinologische Silikonbusen abfahren, als die Kraft der Natur verstehen zu wollen. Österreichs Weinszene teilt sich in zwei divergierende Lager, die immer weniger miteinander zu tun haben. Es ist bedauerlich, daß der internationale wie auch der österreichische Weinhandel nicht das Rückgrat haben, für die Kunden zwischen dem Kunst- und dem Naturprodukt Wein zu unterscheiden, stattdessen huldigt er dem vinologischen Populismus und Infantilismus. Die bis vor wenigen Jahren kleinstrukturierte Weltweinszene erlebt durch globale Konzerne derzeit historischen Strukturwandel, dessen sich viele Verbraucher und Weinhändler nicht bewußt sind. Internationale Getränkekonzerne kaufen sich in bekannte Weingüter und Weinvertriebsfirmen ein, die mit der Macht globaler Vertriebsstrukturen alle Kanäle des Weltweinmarktes mit banalem Inhalt auf hohem technischem Niveau penetrieren.

Ein Winzer, der sich selbst sehr zurücknimmt, aber sensibel auf Markt und Kunden reagiert, ist Roland Velich. Er hat seine Nische erkannt und ist zur treibenden Kraft hinter dem wahren, dem ‚unplugged’ Blaufränkisch geworden, der sich anschickt, zur überzeugenden Größe aus dem Markt zu werden.

Roland Velich ist ein sensibler Winzer und ein feiner Mensch. Er muß sich den Markt für seine so anderen Blaufränkisch gerade bei sich vor der Haustür erst erobern und tut sich schwer damit. Seine Weine sind fragil aber dicht, sie sind zart aber mächtig, kraftvoll und schwebend, zupackend und vibrierend lebendig. Wie guter Pinot Noir. Nur anders. Auf die typischen Dicktrinker wirken sie sauer, mager und unverständlich, weil Frische, Finesse und Länge, wahre Größe im Wein, nicht ihr Ding sind. Noch immer sind vor allem laute Reize in Österreichs Weinszene gefragt, siehe Wachau, wo Alkohol und Kraft unbeirrt wichtiger zu sein scheinen, als Herkunft und Charakter. Das trifft Roland Velich, der noch immer weit vor dem Markt agiert und deshalb im Ausland mehr Ansehen genießt, als im eigenen Land.

Sein ‚Moric’, gesprochen wie der Name Moritz, ist ein so engagiertes wie wegweisendes Projekt in der österreichischen Weinszene, das sich Blaufränkisch verschrieben hat, die Herkunft wagen. Roland Velichs persönliche Weine stellen den populären, aber uniform langweiligen Weincharakteren aus Quasi-Industrieweinbau individuelle Persönlichkeit entgegen. Seine Moric-Blaufränkisch wagen Charakter und Identität, die von der Industrie nicht zu kopieren sind, weil sie unverkennbare Herkunftsprägung und eigenständiges Profil besitzen.

Roland Velichs ‚Moric’-Weine sind authentisch ungeschminkte Rotweine, produziert auf historischen wertvollen Lagen, die er für besonders hält: In Lutzmannsburg und Neckenmarkt fand der kompromißlose Qualitätsfanatiker, der es sich selbst nicht leicht macht, Winzer, die bereit waren, von alten Reben - in Lutzmannsburg 50 bis 100 , in Neckenmarkt 30 bis 70 Jahre alt - Trauben für das Projekt nach seinen Vorstellungen zu produzieren. Durch niedrige Erträge, spontane Vergärung auf wilden Hefen in offenen 1000l- und 2000l-Gärbottichen und langes Hefelager mit regelmäßigem Aufrühren in hauptsächlich gebrauchten Holzfässern entstehen so richtungsweisende, visionär puristische Blaufränkisch, die die Typizität ihrer Lagen expressiv widerspiegeln. ‚Moric’ konfrontiert mit neuen geschmacklichen Paradigmen und fordert heraus. Erleben Sie die faszinierende Welt neuer authentisch österreichischer Rotweinzukunft.

Interview von Christian Seiler mit Roland Velich.

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