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Eutypiose

Eutypiose ist eine durch den Pilz Eutypa lata verursachte epidemieartige, meist katastrophal verlaufende Holzkrankheit. Ihr Krankheitserreger ist erst seit 1973 bekannt, inzwischen hat sich der Pilz weltweit ausgebreitet und hat im Weinbau bereits zu beträchtlichen Ausfällen geführt. Er verursacht aber auch an zahlreichen anderen Obstarten und holzigen Gewächsen Absterbeerscheinungen. Bekannt wurde er als Verursacher der Apoplexie bei der Aprikose, die als Hauptwirtin des Pilzes gilt. 


Mit Eutypiose befallene Reben beginnen zunächst eine unspezifische Laubverfärbung zu zeigen, die an Nährstoffmangelsymptome wie Chlorose (Eisenmangel) erinnert. Dann reduziert sich von Jahr zu Jahr das Wachstum des Rebstockes, die Trieblänge nimmt ab, die Blätter werden immer kleiner und es kommt neben Triebstauchungen auch zu einer Art Besenwuchs, wie man ihn links im Bild sehen kann.

 

Schließlich und endlich unterbleibt die Traubenbildung. Nach Auftreten erster Symptome sterben die Reben innerhalb von drei bis vier Jahren ab und treiben dann auch im Frühjahr aus den wenigen noch angeschnittenen Augen nicht mehr aus. Die direkte Bekämpfung des Pilzes im Rebholz ist bislang nicht möglich.


Bild © Phytomedizin DLR Rheinpfalz | © K&U