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Dosage

Das Wort Dosage kommt aus dem französischen, hat aber z. B. im Wort Dosieren Eingang in unseren täglichen Sprachgebrauch gefunden.

Bei der Herstellung von flaschenvergorenen Schaumweinen, insbesondere Champagner, unterscheidet man zwei Arten und Formen der Dosage, die Fülldosage und die Versanddosage.

 

Die Fülldosage wird dem fertig durchgegorenen Grundwein zur Einleitung der zweiten Gärung, der sogenannten Flaschengärung, zugesetzt. Sie muß aus unvergorenem, angegorenem oder konzentriertern Most, oder aus Wein und Zucker bestehen. Ihre Dosierung ist präzise definiert. Um den gewünschten Druck von 6 bar für ein möglichst persistentes Mousseux zu erzielen, braucht man 24 g Zucker, die mithilfe entsprechenden Hefezusatzes per zweiter Gärung knochentrockenen Schaumwein produzieren.

 

Nach dieser zweiten Gärung muß der Schaumwein dann noch die vorgeschriebene Reifezeit auf der Hefe verbringen, bevor diese aus der Flasche entfern wird. Diesen Vorgang nennt man Degorgement. Dabei kommt es zu geringfügigem Verlust an Flascheninhalt. Um diesen auszugleichen, füllt man mit der sogenannten Versanddosage auf, auch liqueur d'expédition genannt, die entweder aus Most, Wein, Zucker oder einer Mischung daraus, besteht; je nach Süße, die man durch die Versanddosage exakt einstellen kann, wird der Schaumweinn dann als Brut, Extra dry, Dry oder Demi sec etikettiert. Erhält er keine Dosage, sondern zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes den eigenen, trockenen Wein, geht er als rarer sans Dosage, Extra brut, Brut Zéro oder Brut Nature in den Handel, was nur wenige Spitzenerzeuger können und anbieten.


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