Pineau d´Aunis
Pineau d'Aunis ist eine vermutlich sehr alte rote Rebsorte, die nur noch auf wenigen Hektar Rebfläche in der französischen Weinbauregion Loire kultiviert wird. Der Name stammt vermutlich vom mittelalterlichen Kloster Prieuré d’Aunis in Dampierre-sur-Loire bei Saumur, wo die Rebsorte aller Wahrscheinlichkeit nach von dort angebauten Rebstöcken selektioniert wurde. Wann dies geschah ist ungewiß, man ist auf Vermutungen angewiesen, wie so oft bei alten Rebsorten. Der bekannte Ampelograph Pierre Galet meint, daß Pineau d´Aunis autochthon wäre, es gibt aber Meinungen in der Fachwelt, die annehmen, daß die Rebsorte eine Mutation der Sorte Chenin Blanc wäre.
Die Rebsorte gilt als zickig, weil extrem ertragsstark, sie muß also massiv gezügelt werden in ihrer Wüchsigkeit. Pineau d’Aunis ergibt leichte, alkoholarme Weine mit ganz eigenem zartem Himbeeraroma, über dem deutlich spürbar der Duft weißen Pfeffers liegt. Pineau d´Aunis hält nicht lange und sollte jung getrunken werden. Die Rebsorte befindet sich massiv im Rückgang, die letzte Erhebung geht auf das Jahr 2009 zurück und da nahm man gerade noch knapp 400 Hektar in die Zählung auf.
Pineau d´Aunis ist in den Rot- und Roséweinen der Appellationen Anjou, Coteaux du Vendômois, Touraine, Rosé de Loir, Coteaux du Loir, Crémant de Loire und Valençay zugelassen. Mehr erfahren
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