Klon
Im Weinbau wird viel über Klone gesprochen. Ein Klon ist ein genetisch einheitlicher Nachkomme eines Rebstockes, der vor seiner Vermehrung auf qualitative und quantitative Eigenschaften wie Wüchsigkeit, Ertragsfähigkeit, Trauben- und Beerengröße, vor allem aber auch auf Gesundheit und Resistenz gegen Krankheiten, Viren und Bakterien geprüft wurde.
Die Züchtung von Klonen wird auch Erhaltungszüchtung genannt, weil man beim Aufbau eines Klons zahlreiche Einzelstöcke einer bestimmten Rebsorte über mehrere Jahre hinweg auf ihre positiven Eigenschaften hin beobachtet, selektioniert und bewertet, um dann die besten dieser Stöcke vegetativ zu vermehren.
Deren Nachkommen werden intensiven Leistungsprüfungen unterzogen. Ihr phytosanitärer Zustand wird kontrolliert und die entstandenen Stöcke müssen garantiert frei von Viren und Krankheiten sein. Nach bestandener Prüfung kann man den erhaltenen Klon dann beim Bundessortenamt anmelden und nach Registrierung als Klon mit besonderen Eigenschaften vermarkten.
Jahrzehntelang züchtete man Klone auf Ertrag und Ertragssicherheit. Qualitätsfaktoren spielten kaum eine Rolle. Heute züchten qualitätsorientierte Rebzüchter gezielt auf Schwachwüchsigkeit, Locker- und Kleinbeerigkeit, auf Trocken- und Hitze-Resistenz und damit auch auf Ertragssicherheit, aber unter dem Vorzeichen qualitativer Bestrebungen.