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2017

Weissburgunder »Hölzlein«

Weissburgunder »Hölzlein« 

Richard Östreicher steht im Winzerort Sommerach an der berühmten Mainschleife ziemlich einsam da. Man redet im Dorf über ihn und wundert sich unter vorgehaltener Hand, wie er von seinen wenigen Hektar Reben leben kann. Man belächelt ihn ob seiner merkwürdig anderen Arbeit im Weinberg, die ihm nur geringe Erträge liefert. Man scheint sich aber nicht zu fragen, was er richtigmacht. Richard Östreicher macht vieles richtig, was viele seiner Winzerkollegen im Ort falsch machen. Er kann z. B. Preise verlangen, von denen seine Kollegen nicht mal zu träumen wagen. Das kann er, weil dieser Weißburgunder aus einer alten Parzelle im berühmten »Katzenkopf« schon wenige Tage nach der Abfüllung ausverkauft ist. Richard Östreichers Weine sind nicht nur gesucht, weil sie anders sind, sondern auch, weil es nur winzige Mengen von ihnen gibt.


Der störrische »Anders«-Franke schätzt zwar auch den Silvaner, seine heimliche Liebe aber gehört den Burgundersorten. Er geht dabei so weit, daß er sich Chardonnay-Reben von François Coche aus Meursault besorgt hat, die ihm 2014 den ersten Ertrag lieferten. Straff fokussiert wie ein guter Chardonnay aus Burgund steht denn auch sein Weißburgunder aus der Lage »Hölzlein« im Glas. Er zeigt sich stahlig frisch und ohne Speck auf der Hüfte, reflektiert den heißen Jahrgang ungeschminkt und erstaunlich säurebetont und frisch, glasklar und rassig im Zug auf der Zunge. Am Gaumen macht er mächtig Druck und deutet an, was mal aus ihm werden kann. Richard Östreichers Weine brauchen Zeit. Im Bukett steht hier noch das Holz feiner französischer Barriques im Vordergrund, wie ein Rahmen umhüllt es die nervöse Struktur des Weines. Knochentrocken wirkt er im Mundgefühl, steinig und fast mager, schlank und salzig, vor allem aber vibrierend lebendig. Weißburgunder derart kompromissloser Persönlichkeit gibt es in Franken nur ganz wenige, wenn überhaupt. Man mag sie hier behäbiger, weicher und breiter. Bei Richard Östreicher geht es rasant von Null auf Hundert. Präzise wie eine Rasierklinge zieht sein Wein über die Zunge. Der will in kein Schema passen, sondern steht für seine Idee von Standort, Lage und Klima. Nussig und geschmeidig extraktreich leugnet er weder den Milchsäureabbau, noch den langen Hefekontakt im Faß. Frischer Schmelz prägt ihn im Mundgefühl, das durch den Muschelkalk raue Konsistenz erhält. Mundwässernder Trinkfluss, speichelziehend, kein Weißburgunder für Weichtrinker und Säurehasser, sondern überzeugende Alternative für Freunde seriöser weißer Burgunder, die einen inspirierenden Essensbegleiter suchen. Dafür hat ihn Richard Östreicher nämlich gemacht. Franken pur, mit Potential für Jahre.

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Weissburgunder »Hölzlein« 

Availability: In stock.

25,00 €
je Flasche à 0.75l / 33,33 €/L
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Deutschland - Franken
Weißburgunder
Weingut Richard Östreicher
6er Karton
Art-Nr. DFW17502
Inhalt 0.75l
seit 2016
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Richard Östreicher steht im Winzerort Sommerach an der berühmten Mainschleife ziemlich einsam da. Man redet im Dorf über ihn und wundert sich unter vorgehaltener Hand, wie er von seinen wenigen Hektar Reben leben kann. Man belächelt ihn ob seiner merkwürdig anderen Arbeit im Weinberg, die ihm nur geringe Erträge liefert. Man scheint sich aber nicht zu fragen, was er richtigmacht. Richard Östreicher macht vieles richtig, was viele seiner Winzerkollegen im Ort falsch machen. Er kann z. B. Preise verlangen, von denen seine Kollegen nicht mal zu träumen wagen. Das kann er, weil dieser Weißburgunder aus einer alten Parzelle im berühmten »Katzenkopf« schon wenige Tage nach der Abfüllung ausverkauft ist. Richard Östreichers Weine sind nicht nur gesucht, weil sie anders sind, sondern auch, weil es nur winzige Mengen von ihnen gibt.


Der störrische »Anders«-Franke schätzt zwar auch den Silvaner, seine heimliche Liebe aber gehört den Burgundersorten. Er geht dabei so weit, daß er sich Chardonnay-Reben von François Coche aus Meursault besorgt hat, die ihm 2014 den ersten Ertrag lieferten. Straff fokussiert wie ein guter Chardonnay aus Burgund steht denn auch sein Weißburgunder aus der Lage »Hölzlein« im Glas. Er zeigt sich stahlig frisch und ohne Speck auf der Hüfte, reflektiert den heißen Jahrgang ungeschminkt und erstaunlich säurebetont und frisch, glasklar und rassig im Zug auf der Zunge. Am Gaumen macht er mächtig Druck und deutet an, was mal aus ihm werden kann. Richard Östreichers Weine brauchen Zeit. Im Bukett steht hier noch das Holz feiner französischer Barriques im Vordergrund, wie ein Rahmen umhüllt es die nervöse Struktur des Weines. Knochentrocken wirkt er im Mundgefühl, steinig und fast mager, schlank und salzig, vor allem aber vibrierend lebendig. Weißburgunder derart kompromissloser Persönlichkeit gibt es in Franken nur ganz wenige, wenn überhaupt. Man mag sie hier behäbiger, weicher und breiter. Bei Richard Östreicher geht es rasant von Null auf Hundert. Präzise wie eine Rasierklinge zieht sein Wein über die Zunge. Der will in kein Schema passen, sondern steht für seine Idee von Standort, Lage und Klima. Nussig und geschmeidig extraktreich leugnet er weder den Milchsäureabbau, noch den langen Hefekontakt im Faß. Frischer Schmelz prägt ihn im Mundgefühl, das durch den Muschelkalk raue Konsistenz erhält. Mundwässernder Trinkfluss, speichelziehend, kein Weißburgunder für Weichtrinker und Säurehasser, sondern überzeugende Alternative für Freunde seriöser weißer Burgunder, die einen inspirierenden Essensbegleiter suchen. Dafür hat ihn Richard Östreicher nämlich gemacht. Franken pur, mit Potential für Jahre.

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Deklarationen
Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 2 g/l
Bewirtschaftung: Naturnah
Ausbau: Barrique (gebraucht)
Bodenart: Muschelkalk
Betriebsgröße: 3,9 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,29

Richard Östreicher steht im Winzerort Sommerach an der berühmten Mainschleife ziemlich einsam da. Man redet im Dorf über ihn und wundert sich unter vorgehaltener Hand, wie er von seinen wenigen Hektar Reben leben kann. Man belächelt ihn ob seiner merkwürdig anderen Arbeit im Weinberg, die ihm nur geringe Erträge liefert. Man scheint sich aber nicht zu fragen, was er richtigmacht. Richard Östreicher macht vieles richtig, was viele seiner Winzerkollegen im Ort falsch machen. Er kann z. B. Preise verlangen, von denen seine Kollegen nicht mal zu träumen wagen. Das kann er, weil dieser Weißburgunder aus einer alten Parzelle im berühmten »Katzenkopf« schon wenige Tage nach der Abfüllung ausverkauft ist. Richard Östreichers Weine sind nicht nur gesucht, weil sie anders sind, sondern auch, weil es nur winzige Mengen von ihnen gibt.


Der störrische »Anders«-Franke schätzt zwar auch den Silvaner, seine heimliche Liebe aber gehört den Burgundersorten. Er geht dabei so weit, daß er sich Chardonnay-Reben von François Coche aus Meursault besorgt hat, die ihm 2014 den ersten Ertrag lieferten. Straff fokussiert wie ein guter Chardonnay aus Burgund steht denn auch sein Weißburgunder aus der Lage »Hölzlein« im Glas. Er zeigt sich stahlig frisch und ohne Speck auf der Hüfte, reflektiert den heißen Jahrgang ungeschminkt und erstaunlich säurebetont und frisch, glasklar und rassig im Zug auf der Zunge. Am Gaumen macht er mächtig Druck und deutet an, was mal aus ihm werden kann. Richard Östreichers Weine brauchen Zeit. Im Bukett steht hier noch das Holz feiner französischer Barriques im Vordergrund, wie ein Rahmen umhüllt es die nervöse Struktur des Weines. Knochentrocken wirkt er im Mundgefühl, steinig und fast mager, schlank und salzig, vor allem aber vibrierend lebendig. Weißburgunder derart kompromissloser Persönlichkeit gibt es in Franken nur ganz wenige, wenn überhaupt. Man mag sie hier behäbiger, weicher und breiter. Bei Richard Östreicher geht es rasant von Null auf Hundert. Präzise wie eine Rasierklinge zieht sein Wein über die Zunge. Der will in kein Schema passen, sondern steht für seine Idee von Standort, Lage und Klima. Nussig und geschmeidig extraktreich leugnet er weder den Milchsäureabbau, noch den langen Hefekontakt im Faß. Frischer Schmelz prägt ihn im Mundgefühl, das durch den Muschelkalk raue Konsistenz erhält. Mundwässernder Trinkfluss, speichelziehend, kein Weißburgunder für Weichtrinker und Säurehasser, sondern überzeugende Alternative für Freunde seriöser weißer Burgunder, die einen inspirierenden Essensbegleiter suchen. Dafür hat ihn Richard Östreicher nämlich gemacht. Franken pur, mit Potential für Jahre.

Mehr...
Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 2 g/l
Bewirtschaftung: Naturnah
Ausbau: Barrique (gebraucht)
Bodenart: Muschelkalk
Betriebsgröße: 3,9 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork