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2016

Riesling »Heerkretz« GG

Riesling »Heerkretz« GG 

Die HEERKRETZ ist eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens. Ihre kargen und sauren Rhyolithböden markieren eine Schnittstelle der Geologie, die sich stilistisch im Wein niederschlägt, der hier signifikant anders ausfällt als im Wonnegau oder in Nierstein. Im HEERKRETZ muß der Riesling oft bis weit in den Oktober hinein ausreifen können. Deshalb fällt er hier besonders rassig, kühl und schlank aus, salzig in der Mineralität, dicht in Extrakt und Konzentration und unnahbar in Kraft und Wirkung. Ein Riesling aus der HEERKRETZ kennt keine Frucht. Hier herrscht ungestüme, steinige Würze im Glas. 

2015 gilt in Deutschland als Paradejahrgang, was sich in Anbetracht der Hitze und der Trockenheit des Jahrgangs als falsch erwiesen hat. Austrinken heißt die Devise, der Jahrgang reift schnell. Dagegen wirkt 2016 weit spannender, zwar weniger dicht und eher schlank, dafür aber präzise reif, filigraner und leichtfüßiger. Profunde Frische und rare Balance zeichnen 2016 aus, ohne die rassige Säure der heißen Jahrgänge 2015 und 2017 zu besitzen, was ihn zu einem exzellenten, ausgewogenen Jahrgang der Frische macht. Schnelle Urteile sind selten gute Urteile im Wein. 

Die HEERKRETZ 2016 greift fest zu am Gaumen. Unnahbar und unentwickelt. Unverkennbare Persönlichkeit der Lage, die im Wein massiv fordert. Wahnsinn ihre tiefgründige Kräuterwürze, ihre bissig steinige Mineralität, ihre herbe Phenolik, die ein ganz eigenes, ungewohnt körniges Mundgefühl bewirken. Die Struktur ist hier so anspruchsvoll und fordernd, daß der Duft des Weines keine Rolle spielt. Rauchiger Stein agiert im Mund, ätherisches Menthol und Eukalyptus mischen sich mit Wiesenkräutern und iodigen Noten, die an Algen und Austern erinnern. Wein wird zu Stein. Schlanke straffe Wirkung ersetzt jede Art von Körper. Ganz schön anstrengend dieser Riesling, aber genau deshalb so spannend. Bricht aus jeder Norm aus, wagt Eigenart und reflektiert seine Lage so radikal, daß er verwirrt und verunsichert. Einer der großen Lagen-Rieslinge Deutschlands.

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Riesling »Heerkretz« GG 

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Deutschland - Rheinhessen
Riesling
Weingut Wagner-Stempel
6er Karton
Art-Nr. DRH16511
Inhalt 0.75l
seit 2008
Zertifiziert Bio
Bio-Kontrollstelle DE-ÖKO-039
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Die HEERKRETZ ist eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens. Ihre kargen und sauren Rhyolithböden markieren eine Schnittstelle der Geologie, die sich stilistisch im Wein niederschlägt, der hier signifikant anders ausfällt als im Wonnegau oder in Nierstein. Im HEERKRETZ muß der Riesling oft bis weit in den Oktober hinein ausreifen können. Deshalb fällt er hier besonders rassig, kühl und schlank aus, salzig in der Mineralität, dicht in Extrakt und Konzentration und unnahbar in Kraft und Wirkung. Ein Riesling aus der HEERKRETZ kennt keine Frucht. Hier herrscht ungestüme, steinige Würze im Glas. 

2015 gilt in Deutschland als Paradejahrgang, was sich in Anbetracht der Hitze und der Trockenheit des Jahrgangs als falsch erwiesen hat. Austrinken heißt die Devise, der Jahrgang reift schnell. Dagegen wirkt 2016 weit spannender, zwar weniger dicht und eher schlank, dafür aber präzise reif, filigraner und leichtfüßiger. Profunde Frische und rare Balance zeichnen 2016 aus, ohne die rassige Säure der heißen Jahrgänge 2015 und 2017 zu besitzen, was ihn zu einem exzellenten, ausgewogenen Jahrgang der Frische macht. Schnelle Urteile sind selten gute Urteile im Wein. 

Die HEERKRETZ 2016 greift fest zu am Gaumen. Unnahbar und unentwickelt. Unverkennbare Persönlichkeit der Lage, die im Wein massiv fordert. Wahnsinn ihre tiefgründige Kräuterwürze, ihre bissig steinige Mineralität, ihre herbe Phenolik, die ein ganz eigenes, ungewohnt körniges Mundgefühl bewirken. Die Struktur ist hier so anspruchsvoll und fordernd, daß der Duft des Weines keine Rolle spielt. Rauchiger Stein agiert im Mund, ätherisches Menthol und Eukalyptus mischen sich mit Wiesenkräutern und iodigen Noten, die an Algen und Austern erinnern. Wein wird zu Stein. Schlanke straffe Wirkung ersetzt jede Art von Körper. Ganz schön anstrengend dieser Riesling, aber genau deshalb so spannend. Bricht aus jeder Norm aus, wagt Eigenart und reflektiert seine Lage so radikal, daß er verwirrt und verunsichert. Einer der großen Lagen-Rieslinge Deutschlands.

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Deklarationen
Alkohol: 13.0 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 2,9 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Trad. Holzfass
Bodenart: Porphyr
Betriebsgröße: 20 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,1
Kellerbehandlung: Filtriert
Wissenswert: Zertifiziert Naturland®

Die HEERKRETZ ist eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens. Ihre kargen und sauren Rhyolithböden markieren eine Schnittstelle der Geologie, die sich stilistisch im Wein niederschlägt, der hier signifikant anders ausfällt als im Wonnegau oder in Nierstein. Im HEERKRETZ muß der Riesling oft bis weit in den Oktober hinein ausreifen können. Deshalb fällt er hier besonders rassig, kühl und schlank aus, salzig in der Mineralität, dicht in Extrakt und Konzentration und unnahbar in Kraft und Wirkung. Ein Riesling aus der HEERKRETZ kennt keine Frucht. Hier herrscht ungestüme, steinige Würze im Glas. 

2015 gilt in Deutschland als Paradejahrgang, was sich in Anbetracht der Hitze und der Trockenheit des Jahrgangs als falsch erwiesen hat. Austrinken heißt die Devise, der Jahrgang reift schnell. Dagegen wirkt 2016 weit spannender, zwar weniger dicht und eher schlank, dafür aber präzise reif, filigraner und leichtfüßiger. Profunde Frische und rare Balance zeichnen 2016 aus, ohne die rassige Säure der heißen Jahrgänge 2015 und 2017 zu besitzen, was ihn zu einem exzellenten, ausgewogenen Jahrgang der Frische macht. Schnelle Urteile sind selten gute Urteile im Wein. 

Die HEERKRETZ 2016 greift fest zu am Gaumen. Unnahbar und unentwickelt. Unverkennbare Persönlichkeit der Lage, die im Wein massiv fordert. Wahnsinn ihre tiefgründige Kräuterwürze, ihre bissig steinige Mineralität, ihre herbe Phenolik, die ein ganz eigenes, ungewohnt körniges Mundgefühl bewirken. Die Struktur ist hier so anspruchsvoll und fordernd, daß der Duft des Weines keine Rolle spielt. Rauchiger Stein agiert im Mund, ätherisches Menthol und Eukalyptus mischen sich mit Wiesenkräutern und iodigen Noten, die an Algen und Austern erinnern. Wein wird zu Stein. Schlanke straffe Wirkung ersetzt jede Art von Körper. Ganz schön anstrengend dieser Riesling, aber genau deshalb so spannend. Bricht aus jeder Norm aus, wagt Eigenart und reflektiert seine Lage so radikal, daß er verwirrt und verunsichert. Einer der großen Lagen-Rieslinge Deutschlands.

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Alkohol: 13.0 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 2,9 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Trad. Holzfass
Bodenart: Porphyr
Betriebsgröße: 20 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,1
Kellerbehandlung: Filtriert
Wissenswert: Zertifiziert Naturland®