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2018

Grauburgunder (Kaiserstuhl) trocken

Grauburgunder (Kaiserstuhl) trocken 

2018 war ein extrem fordernder Jahrgang. Die Erträge waren bei den meisten konventionell wirtschaftenden Winzern enorm hoch, die Nährstoffversorgung der Trauben durch Wassermangel und verdichtete Böden katastrophal, die Gärungen wurden zum Riesenproblem und für die mikrobiologische Stabilität mußten die meisten Weine des Jahrgangs aufgesäuert und durch Zugabe von Ascorbinsäure vor schnellem Verfall geschützt werden. Ein Jahrhundertjahrgang?

Der schier endlose Sommer war heiß und trocken. »Das halten die Reben nicht aus«, meinte Holger Koch damals. Doch die Trockenheit bremst den Reifefortschritt seiner Trauben und ein am Kaiserstuhl gerade noch rechtzeitig kommender Regen verhindert die Katastrophe. Während der Lese ist es glutheiß, die Nächte sind aber so kühl, daß Aroma und Frische bewahrt bleiben. Trotzdem muß die Ernte unter Hochdruck schnell absolviert werden, weil die Säuren rasant fallen. Für Kochs wird es die früheste und schnellste Lese ihres Winzerdaseins. Wer das als Betrieb in dem Jahr nicht leisten kann, muß im Keller »reparieren«.

Selbst Holger Koch muß seine Basis-Moste minimal aufsäuern. Sein Grauburgunder präsentiert sich als belebend saftiger Wein mit moderat lebendiger Säure. Weil die Traubenschalen so gesund waren, konnte er 10% der Beeren auf der Maische vergären. Dieser Anteil verleiht dem Wein ein forciertes Traubenaroma, macht ihn würzig und herb, sorgt für Stoff und Fülle im Mundgefühl, verleiht ihm Rückgrat und Frische in saftig weicher Säure und läßt ihn in zartem Schmelz in Aromen von Birne, Apfel und herbstlichem Rauch am Gaumen ausklingen. 3,3 g Restzucker und 13 Vol.% Alkohol bei 6 g/l Säure sind der Fingerabdruck eines extremen Klimawandel-Jahrgangs, der als solcher noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Familie Kochs aufwendige Handarbeit im Weinberg hat sich einmal mehr gelohnt. Eine positive, weil unmanipulierte Ausnahme in diesem schwierigen Jahrgang.

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Grauburgunder (Kaiserstuhl) trocken 

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je Flasche à 0.75l / 14,00 €/L
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Deutschland - Baden
Grauburgunder
Weingut Holger Koch
6er Karton
Art-Nr. DBW18202
Inhalt 0.75l
seit 1999
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

2018 war ein extrem fordernder Jahrgang. Die Erträge waren bei den meisten konventionell wirtschaftenden Winzern enorm hoch, die Nährstoffversorgung der Trauben durch Wassermangel und verdichtete Böden katastrophal, die Gärungen wurden zum Riesenproblem und für die mikrobiologische Stabilität mußten die meisten Weine des Jahrgangs aufgesäuert und durch Zugabe von Ascorbinsäure vor schnellem Verfall geschützt werden. Ein Jahrhundertjahrgang?

Der schier endlose Sommer war heiß und trocken. »Das halten die Reben nicht aus«, meinte Holger Koch damals. Doch die Trockenheit bremst den Reifefortschritt seiner Trauben und ein am Kaiserstuhl gerade noch rechtzeitig kommender Regen verhindert die Katastrophe. Während der Lese ist es glutheiß, die Nächte sind aber so kühl, daß Aroma und Frische bewahrt bleiben. Trotzdem muß die Ernte unter Hochdruck schnell absolviert werden, weil die Säuren rasant fallen. Für Kochs wird es die früheste und schnellste Lese ihres Winzerdaseins. Wer das als Betrieb in dem Jahr nicht leisten kann, muß im Keller »reparieren«.

Selbst Holger Koch muß seine Basis-Moste minimal aufsäuern. Sein Grauburgunder präsentiert sich als belebend saftiger Wein mit moderat lebendiger Säure. Weil die Traubenschalen so gesund waren, konnte er 10% der Beeren auf der Maische vergären. Dieser Anteil verleiht dem Wein ein forciertes Traubenaroma, macht ihn würzig und herb, sorgt für Stoff und Fülle im Mundgefühl, verleiht ihm Rückgrat und Frische in saftig weicher Säure und läßt ihn in zartem Schmelz in Aromen von Birne, Apfel und herbstlichem Rauch am Gaumen ausklingen. 3,3 g Restzucker und 13 Vol.% Alkohol bei 6 g/l Säure sind der Fingerabdruck eines extremen Klimawandel-Jahrgangs, der als solcher noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Familie Kochs aufwendige Handarbeit im Weinberg hat sich einmal mehr gelohnt. Eine positive, weil unmanipulierte Ausnahme in diesem schwierigen Jahrgang.

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Deklarationen
Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 3.3 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Edelstahl | Holz
Bodenart: Löß
Betriebsgröße: 7,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Schraubverschluß
pH-Wert: 3,39
Kellerbehandlung: minimale Mostaufsäuerung
Wissenswert: Nicht zertifizierter ökologischer Anbau

2018 war ein extrem fordernder Jahrgang. Die Erträge waren bei den meisten konventionell wirtschaftenden Winzern enorm hoch, die Nährstoffversorgung der Trauben durch Wassermangel und verdichtete Böden katastrophal, die Gärungen wurden zum Riesenproblem und für die mikrobiologische Stabilität mußten die meisten Weine des Jahrgangs aufgesäuert und durch Zugabe von Ascorbinsäure vor schnellem Verfall geschützt werden. Ein Jahrhundertjahrgang?

Der schier endlose Sommer war heiß und trocken. »Das halten die Reben nicht aus«, meinte Holger Koch damals. Doch die Trockenheit bremst den Reifefortschritt seiner Trauben und ein am Kaiserstuhl gerade noch rechtzeitig kommender Regen verhindert die Katastrophe. Während der Lese ist es glutheiß, die Nächte sind aber so kühl, daß Aroma und Frische bewahrt bleiben. Trotzdem muß die Ernte unter Hochdruck schnell absolviert werden, weil die Säuren rasant fallen. Für Kochs wird es die früheste und schnellste Lese ihres Winzerdaseins. Wer das als Betrieb in dem Jahr nicht leisten kann, muß im Keller »reparieren«.

Selbst Holger Koch muß seine Basis-Moste minimal aufsäuern. Sein Grauburgunder präsentiert sich als belebend saftiger Wein mit moderat lebendiger Säure. Weil die Traubenschalen so gesund waren, konnte er 10% der Beeren auf der Maische vergären. Dieser Anteil verleiht dem Wein ein forciertes Traubenaroma, macht ihn würzig und herb, sorgt für Stoff und Fülle im Mundgefühl, verleiht ihm Rückgrat und Frische in saftig weicher Säure und läßt ihn in zartem Schmelz in Aromen von Birne, Apfel und herbstlichem Rauch am Gaumen ausklingen. 3,3 g Restzucker und 13 Vol.% Alkohol bei 6 g/l Säure sind der Fingerabdruck eines extremen Klimawandel-Jahrgangs, der als solcher noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Familie Kochs aufwendige Handarbeit im Weinberg hat sich einmal mehr gelohnt. Eine positive, weil unmanipulierte Ausnahme in diesem schwierigen Jahrgang.

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Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 3.3 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Edelstahl | Holz
Bodenart: Löß
Betriebsgröße: 7,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Schraubverschluß
pH-Wert: 3,39
Kellerbehandlung: minimale Mostaufsäuerung
Wissenswert: Nicht zertifizierter ökologischer Anbau