SZ vom 18. Mai | Martin Kössler zum Thema Naturwein.

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2012

Aglianico del Vulture »Damaschito« DOC

Aglianico del Vulture »Damaschito« DOC 

Cecilia Naldonis und Fabrizio Piccins vor wenigen Jahren eingeweihte neue Kellerei ist sachlich und kühl eingerichtet, kommt ohne technische Mätzchen aus. In konischen Gärbottichen wird mazeriert und vergoren, die Weine reifen in großen Holzfässern slovenischer Provenienz. Handwerkliche Perfektion in kräftigen, dicht gepackten Rotweinen, die sich wohltuend vom weichgespülten Önologen-Einerlei Italiens abheben. Hier geht es um eine einzige Rebsorte: Aglianico. »Damaschito«“ ist der große Lagenwein von »Grifalco«. Der Wein der gleichnamigen Lage in gleichnamiger Gemeinde. Er stellt das Potential der Rebsorte Aglianico eindrucksvoll unter Beweis.

50 Jahre alte Reben, enorm dicht gepflanzt mit 8000 Rebstöcken pro Hektar, völlig untypisch für Italien, wo die Vitikultur noch immer kaum eine Rolle spielt. Vermutlich wirkt der Wein deshalb so dicht und kompakt im Mund. Natürlich und lebendig steht er im Glas, weder weich noch konturenlos, dafür ursprünglich und ungestüm in der Kraft seiner Gerbstoffe. Die ziehen in dichten Spuren spürbarer Präsenz über die Zunge. Ihr Korn meint man zu spüren und ihre deftige Kraft wirkt trocken im Mund, verbreitet aber zugleich jene balsamisch wirkende Fülle, die hochwertige Italiener so charakteristisch auszuzeichnen versteht. Balsam. Ein Wort, das Gedanken schweifen läßt. Nasser Stein und feuchte Erde, dunkle Früchte und Eisen, reife Pflaume, braune Gewürze, Balsam, der die Süße der Gerbstoffe zu ahnen scheint, die allmählich abzuschmelzen beginnen und sich spürbar harmonisieren. Charakter und Eigenart in fremd wirkender Expressivität. Kein Wein, den man spontan zu kennen meint. Weich und charmant im ersten Schluck, dann übernehmen die reichlich vorhandenen Gerbstoffe wieder das Regime. Herbstlicher Atem in entspannter Säure. Animierend und hochwertig bereitet dieser sich allmählich der Trinkreife nähernde Wein aufkeimendes Trinkvergnügen in ungeschminkter Expressivität.

Ein Aglianico, der wertvoll wirkt, ohne bekannte Klischees zu zitieren. Der muß sich wohl seinen eigenen Weg suchen auf dem Markt. Hinz und Kunz werden ihn kaum kaufen, dazu ist er zu widerspenstig in Persönlichkeit und Charakter.

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Aglianico del Vulture »Damaschito« DOC 

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je Flasche à 0.75l / 29,33 €/L
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Italien - Basilicata
Aglianico
Grifalco della Lucania
6er Karton
Art-Nr. IBR12022
Inhalt 0.75l
seit 2005
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Cecilia Naldonis und Fabrizio Piccins vor wenigen Jahren eingeweihte neue Kellerei ist sachlich und kühl eingerichtet, kommt ohne technische Mätzchen aus. In konischen Gärbottichen wird mazeriert und vergoren, die Weine reifen in großen Holzfässern slovenischer Provenienz. Handwerkliche Perfektion in kräftigen, dicht gepackten Rotweinen, die sich wohltuend vom weichgespülten Önologen-Einerlei Italiens abheben. Hier geht es um eine einzige Rebsorte: Aglianico. »Damaschito«“ ist der große Lagenwein von »Grifalco«. Der Wein der gleichnamigen Lage in gleichnamiger Gemeinde. Er stellt das Potential der Rebsorte Aglianico eindrucksvoll unter Beweis.

50 Jahre alte Reben, enorm dicht gepflanzt mit 8000 Rebstöcken pro Hektar, völlig untypisch für Italien, wo die Vitikultur noch immer kaum eine Rolle spielt. Vermutlich wirkt der Wein deshalb so dicht und kompakt im Mund. Natürlich und lebendig steht er im Glas, weder weich noch konturenlos, dafür ursprünglich und ungestüm in der Kraft seiner Gerbstoffe. Die ziehen in dichten Spuren spürbarer Präsenz über die Zunge. Ihr Korn meint man zu spüren und ihre deftige Kraft wirkt trocken im Mund, verbreitet aber zugleich jene balsamisch wirkende Fülle, die hochwertige Italiener so charakteristisch auszuzeichnen versteht. Balsam. Ein Wort, das Gedanken schweifen läßt. Nasser Stein und feuchte Erde, dunkle Früchte und Eisen, reife Pflaume, braune Gewürze, Balsam, der die Süße der Gerbstoffe zu ahnen scheint, die allmählich abzuschmelzen beginnen und sich spürbar harmonisieren. Charakter und Eigenart in fremd wirkender Expressivität. Kein Wein, den man spontan zu kennen meint. Weich und charmant im ersten Schluck, dann übernehmen die reichlich vorhandenen Gerbstoffe wieder das Regime. Herbstlicher Atem in entspannter Säure. Animierend und hochwertig bereitet dieser sich allmählich der Trinkreife nähernde Wein aufkeimendes Trinkvergnügen in ungeschminkter Expressivität.

Ein Aglianico, der wertvoll wirkt, ohne bekannte Klischees zu zitieren. Der muß sich wohl seinen eigenen Weg suchen auf dem Markt. Hinz und Kunz werden ihn kaum kaufen, dazu ist er zu widerspenstig in Persönlichkeit und Charakter.

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Deklarationen
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: Holzfass > 300 l
Bodenart: Kalkmergel
Betriebsgröße: 16 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,48
Manuvin®: Nein

Cecilia Naldonis und Fabrizio Piccins vor wenigen Jahren eingeweihte neue Kellerei ist sachlich und kühl eingerichtet, kommt ohne technische Mätzchen aus. In konischen Gärbottichen wird mazeriert und vergoren, die Weine reifen in großen Holzfässern slovenischer Provenienz. Handwerkliche Perfektion in kräftigen, dicht gepackten Rotweinen, die sich wohltuend vom weichgespülten Önologen-Einerlei Italiens abheben. Hier geht es um eine einzige Rebsorte: Aglianico. »Damaschito«“ ist der große Lagenwein von »Grifalco«. Der Wein der gleichnamigen Lage in gleichnamiger Gemeinde. Er stellt das Potential der Rebsorte Aglianico eindrucksvoll unter Beweis.

50 Jahre alte Reben, enorm dicht gepflanzt mit 8000 Rebstöcken pro Hektar, völlig untypisch für Italien, wo die Vitikultur noch immer kaum eine Rolle spielt. Vermutlich wirkt der Wein deshalb so dicht und kompakt im Mund. Natürlich und lebendig steht er im Glas, weder weich noch konturenlos, dafür ursprünglich und ungestüm in der Kraft seiner Gerbstoffe. Die ziehen in dichten Spuren spürbarer Präsenz über die Zunge. Ihr Korn meint man zu spüren und ihre deftige Kraft wirkt trocken im Mund, verbreitet aber zugleich jene balsamisch wirkende Fülle, die hochwertige Italiener so charakteristisch auszuzeichnen versteht. Balsam. Ein Wort, das Gedanken schweifen läßt. Nasser Stein und feuchte Erde, dunkle Früchte und Eisen, reife Pflaume, braune Gewürze, Balsam, der die Süße der Gerbstoffe zu ahnen scheint, die allmählich abzuschmelzen beginnen und sich spürbar harmonisieren. Charakter und Eigenart in fremd wirkender Expressivität. Kein Wein, den man spontan zu kennen meint. Weich und charmant im ersten Schluck, dann übernehmen die reichlich vorhandenen Gerbstoffe wieder das Regime. Herbstlicher Atem in entspannter Säure. Animierend und hochwertig bereitet dieser sich allmählich der Trinkreife nähernde Wein aufkeimendes Trinkvergnügen in ungeschminkter Expressivität.

Ein Aglianico, der wertvoll wirkt, ohne bekannte Klischees zu zitieren. Der muß sich wohl seinen eigenen Weg suchen auf dem Markt. Hinz und Kunz werden ihn kaum kaufen, dazu ist er zu widerspenstig in Persönlichkeit und Charakter.

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Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: Holzfass > 300 l
Bodenart: Kalkmergel
Betriebsgröße: 16 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,48