You're currently on:

2015

»Tenuta di Valgiano« Rosso DOC

»Tenuta di Valgiano« Rosso DOC 

Ein Preis, der Erwartungen weckt. Doch was für welche? Teure Toskana bedeutet nach unserer Lesart meist nur maximale Erfüllung populistisch simpler Klischees. Önologenwein eben. Bei Laura di Collobiano werden derartige Erwartungen nicht erfüllt. Ihr großer »Valgiano« entspricht zwar fast der magischen Supertuscan-Formel mit 60% Sangiovese, 20% Syrah und 20% Merlot, er schmeckt aber nicht so. Zu authentisch, zu unmanipuliert und zu lebendig gibt er sich, als daß er mit den statischen Formeln moderner Toskana-Önologie zu vergleichen wäre.

Der große »Valgiano« aus dem größten Jahrgang der letzten Dekade trinkt sich spröde und widerspenstig. Der will nicht so, wie Sie wollen. Aber er wirkt belebend frisch auf der Zunge und entfaltet am Gaumen das mysteriöse, an katholischen Gottesdienst erinnernde, herbstlich morbide Duft- und Aromenspektrum nach Weihrauch, Kräutern und braunen Gewürzen. Im Mund verwirren Ladungen spröder Gerbstoffe. Edel, aber unmanipuliert und unpoliert. Im Duft versöhnt die balsamische Ausstrahlung eleganter, raffiniert großer Toskana. Der Orient läßt grüßen. Auf der Zunge ahnt man sie, die Süße der Traubenreife, dicht verwobene Struktur öffnet sich, eher spröde als weich, eher markant als gefällig, attackiert die Zunge spürbar herb, mächtig und druckvoll. Die Macht der Gerbstoffe dominiert noch über das Vergnügen. Der Wein ist noch nicht ausgereift, wirkt noch unfertig, braucht noch bis er kann, was er soll. Er verwirrt derzeit eher, als daß er spontan gefällt. Braucht passende Küche, um seine morbide Eleganz und seine natürliche Expressivität in wohlgesonnene Bahnen lenken zu können, in Gedanken, die versöhnlich erregen. Ein großartiger, ein charaktervoller Wein, der niemand gefallen will, der ihn nicht versteht. Selbstbewußt geht er seinen Weg. Eigenwillig und unangepaßt spiegelt er wider, was ihm die Natur hoch über der Ebene von Lucca mitgegeben hat und was ihm Saverio Petrilli im Keller an Ecken und Kanten voller Respekt belassen hat. Ein großartiger Wein auf jeden Fall, ob er derzeit auch ein großer Wein ist, bleibt Ihnen überlassen. Schön, daß es solch naturbelassene Weinerlebnisse noch gibt.

Mehr...

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

Absender:

Empfänger:

»Tenuta di Valgiano« Rosso DOC 

Availability: In stock.

84,00 €
je Flasche à 0.75l / 112,00 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Italien - Toskana
Cuvée rot
Tenuta di Valgiano
6er Karton
Art-Nr. ITR15501
Inhalt 0.75l
seit 2011
Zertifiziert Bio
Bio-Kontrollstelle IT-BIO-006
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Ein Preis, der Erwartungen weckt. Doch was für welche? Teure Toskana bedeutet nach unserer Lesart meist nur maximale Erfüllung populistisch simpler Klischees. Önologenwein eben. Bei Laura di Collobiano werden derartige Erwartungen nicht erfüllt. Ihr großer »Valgiano« entspricht zwar fast der magischen Supertuscan-Formel mit 60% Sangiovese, 20% Syrah und 20% Merlot, er schmeckt aber nicht so. Zu authentisch, zu unmanipuliert und zu lebendig gibt er sich, als daß er mit den statischen Formeln moderner Toskana-Önologie zu vergleichen wäre.

Der große »Valgiano« aus dem größten Jahrgang der letzten Dekade trinkt sich spröde und widerspenstig. Der will nicht so, wie Sie wollen. Aber er wirkt belebend frisch auf der Zunge und entfaltet am Gaumen das mysteriöse, an katholischen Gottesdienst erinnernde, herbstlich morbide Duft- und Aromenspektrum nach Weihrauch, Kräutern und braunen Gewürzen. Im Mund verwirren Ladungen spröder Gerbstoffe. Edel, aber unmanipuliert und unpoliert. Im Duft versöhnt die balsamische Ausstrahlung eleganter, raffiniert großer Toskana. Der Orient läßt grüßen. Auf der Zunge ahnt man sie, die Süße der Traubenreife, dicht verwobene Struktur öffnet sich, eher spröde als weich, eher markant als gefällig, attackiert die Zunge spürbar herb, mächtig und druckvoll. Die Macht der Gerbstoffe dominiert noch über das Vergnügen. Der Wein ist noch nicht ausgereift, wirkt noch unfertig, braucht noch bis er kann, was er soll. Er verwirrt derzeit eher, als daß er spontan gefällt. Braucht passende Küche, um seine morbide Eleganz und seine natürliche Expressivität in wohlgesonnene Bahnen lenken zu können, in Gedanken, die versöhnlich erregen. Ein großartiger, ein charaktervoller Wein, der niemand gefallen will, der ihn nicht versteht. Selbstbewußt geht er seinen Weg. Eigenwillig und unangepaßt spiegelt er wider, was ihm die Natur hoch über der Ebene von Lucca mitgegeben hat und was ihm Saverio Petrilli im Keller an Ecken und Kanten voller Respekt belassen hat. Ein großartiger Wein auf jeden Fall, ob er derzeit auch ein großer Wein ist, bleibt Ihnen überlassen. Schön, daß es solch naturbelassene Weinerlebnisse noch gibt.

Mehr...
Deklarationen
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 3 g/l
Ausbau: Barrique (gebraucht)
Bodenart: Kalkmergel
Betriebsgröße: 10 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3.31
Manuvin®: Nein
Wissenswert: Biodynamik

Ein Preis, der Erwartungen weckt. Doch was für welche? Teure Toskana bedeutet nach unserer Lesart meist nur maximale Erfüllung populistisch simpler Klischees. Önologenwein eben. Bei Laura di Collobiano werden derartige Erwartungen nicht erfüllt. Ihr großer »Valgiano« entspricht zwar fast der magischen Supertuscan-Formel mit 60% Sangiovese, 20% Syrah und 20% Merlot, er schmeckt aber nicht so. Zu authentisch, zu unmanipuliert und zu lebendig gibt er sich, als daß er mit den statischen Formeln moderner Toskana-Önologie zu vergleichen wäre.

Der große »Valgiano« aus dem größten Jahrgang der letzten Dekade trinkt sich spröde und widerspenstig. Der will nicht so, wie Sie wollen. Aber er wirkt belebend frisch auf der Zunge und entfaltet am Gaumen das mysteriöse, an katholischen Gottesdienst erinnernde, herbstlich morbide Duft- und Aromenspektrum nach Weihrauch, Kräutern und braunen Gewürzen. Im Mund verwirren Ladungen spröder Gerbstoffe. Edel, aber unmanipuliert und unpoliert. Im Duft versöhnt die balsamische Ausstrahlung eleganter, raffiniert großer Toskana. Der Orient läßt grüßen. Auf der Zunge ahnt man sie, die Süße der Traubenreife, dicht verwobene Struktur öffnet sich, eher spröde als weich, eher markant als gefällig, attackiert die Zunge spürbar herb, mächtig und druckvoll. Die Macht der Gerbstoffe dominiert noch über das Vergnügen. Der Wein ist noch nicht ausgereift, wirkt noch unfertig, braucht noch bis er kann, was er soll. Er verwirrt derzeit eher, als daß er spontan gefällt. Braucht passende Küche, um seine morbide Eleganz und seine natürliche Expressivität in wohlgesonnene Bahnen lenken zu können, in Gedanken, die versöhnlich erregen. Ein großartiger, ein charaktervoller Wein, der niemand gefallen will, der ihn nicht versteht. Selbstbewußt geht er seinen Weg. Eigenwillig und unangepaßt spiegelt er wider, was ihm die Natur hoch über der Ebene von Lucca mitgegeben hat und was ihm Saverio Petrilli im Keller an Ecken und Kanten voller Respekt belassen hat. Ein großartiger Wein auf jeden Fall, ob er derzeit auch ein großer Wein ist, bleibt Ihnen überlassen. Schön, daß es solch naturbelassene Weinerlebnisse noch gibt.

Mehr...
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: < 3 g/l
Ausbau: Barrique (gebraucht)
Bodenart: Kalkmergel
Betriebsgröße: 10 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3.31