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Wer bitte ist Tribidrag?

Wer bitte ist Tribidrag?


Tribidrag ist weder ein Kinderspiel noch die neue Show von Altrocker Peter Maffay. Es ist der ampelographisch korrekte Name für den süditalienischen Primitivo und damit auch für den kalifornischen Zinfandel (im Bild oben eine über 100 Jahre alte Zinfandel-Rebe in Lodi im Central Valley).

 

Wen interessiert das?

 

Primitivo ist hierzulande immerhin der meistgetrunkene Rotwein Italiens. Er steht in jedem Selbstbedienungsregal der Bundesrepublik. Jeder Fachhändler hat ihn im Programm, jeder hat ihn schon getrunken. Er bestimmt - zusammen mit dem weißen Phantom »Lugana« - als »Duo infernale« das Bild der Weine Italiens ... als hätte dieses uralte wunderbare Weinland nicht mehr als diese beiden Weine zu bieten, die noch vor wenigen Jahren ein tristes Dasein fristeten, ...

... denn Lugana wird aus Rebsorten produziert, aus denen die Franzosen Cognac brennen. Sie sind so belang- und charakterlos wie die Böden, auf denen sie wachsen. Trotzdem ist Lugana heute der große Exportschlager Italiens und alle Welt kennt ihn, wenn sie ihn nicht auch trinkt.

... und Primitivo war als Rebsorte über Jahrzehnte hinweg als alkoholreicher, aromatisch anpassungsfähiger Verschnittpartner beliebt und wurde als solcher sogar nach Frankreich exportiert. Reinsortige Abfüllungen unter dem Namen der Rebsorte gab es lokal, weltweit nahm aber kaum jemand Notiz von der alten, zickigen Varietät. Das änderte sich schlagartig, als Ende der neunziger Jahre bekannt wurde, daß er mit dem kalifornischen Zinfandel nicht nur verwandt, sondern sogar identisch ist. 

 

Es war also der Zinfandel, der den bis dahin unbedeutenden Primitivo ans Licht der Öffentlichkeit zerrte. Der wurde in Apulien bis Ende der 1990er Jahre auf über 17.000 ha angebaut. Dann kam die EU auf die Idee, mit gewaltigen Summen die Rodung sogenannter unedler Rebsorten zugunsten angeblich edler zu subventionieren. Primitivo galt als unedel, unwiderbringliche Verluste an uralten, traditionellen Buschreben waren die Folge. Zu Beginn des neuen Jahrtausends stand Primitivo noch auf 8.000 ha.

Heute wird die Rebsorte in Apulien wieder gepflanzt. Allerdings nur, um, grausam mißhandelt, deutsche Weintrinker mit Minimalansprüchen zu befriedigen. Kein anderes Weinland der Welt trinkt so billig wie Deutschland. Italien und Spanien liefern bereitwillig den Stoff. Die traurige Konsequenz: Die Deutschen kennen und wollen vor allem billig in Sachen Wein. Doch Primitivo ist eine schwierige Rebsorte. Sie ist kaum »billig« industriell zu bearbeitenAlso wird als Appassimento ausgeben, was niemals eines ist, dafür im Keller manipuliert, daß sich die Balken biegen, damit der deutsche Weintrinker seinen geliebten Primitivo in Massen kauft. Zu Preisen, die den Käufer nicht selten für blöd verkaufen.

Das Problem: Primitivo/Zinfandel reift so ungleichmäßig aus wie keine moderne Rebsorte, und er ist hochproduktiv, sollte also, um das Wachstum auf natürliche Weise zu zügeln, auf kargen, wenig fruchtbaren, gut drainierten Böden angebaut werden. Seinen Namen verdankt er übrigens seiner ungewöhnlich frühen Reife. Ein Francesco Filippo Indicatelli erwähnt ihn nachweislich erstmals 1799, als er dort in einem Weinberg entdeckt, daß die Rebsorte deutlich früher ausreift als andere Sorten; er nennt sie »Primativo«, vom lateinischen primativus, übersetzt: »der erste, der reif ist«

Primitivo/Zinfandel entwickelt viele Trauben mit kleinen Beeren und ist deshalb wenig fäulnisempfindlich. Aber in einer Traube kommt es neben vollreifen Beeren auch zu unreifen grünen. In Kalifornien gehen deshalb die mexikanischen Erntehelfer je nach Jahrgang mehrfach durch die Rebzeilen, um mühsam von Hand aus den riesigen alten Buschreben die jeweils reifen Beeren herauszuschneiden. Deshalb kostet guter Zinfandel Geld. Vitikultur, wie man sie in Kalifornien pflegt, ist in Apulien aber ein Fremdwort, denn italienischer Primitivo darf kein Geld kosten, er muß Geld bringen. Deshalb wird die heterogene Traubenreife mittels Mostkonzentrat und Billig-Zucker »ausgeglichen«. Damit man im Rahmen der Gesetze manipuliert, erlauben die Lastenhefte der apulischen Anbauregionen, offiziell und ohne jede Deklaration, einen Restzuckergehalt bis zu 18g/l. So füllt der apulische Primitivo nun, aufgemotzt mit Mostkonzentrat (unschwer am »leckeren« Duft nach Brombeermarmelade zu erkennen) oder noch billigerer Süße aus weinfremder Quelle, zu frechen Preisen in unvorstellbaren Mengen nicht nur deutsche Supermarkt- und Fachhandelsregale, sondern auch die Kehlen unzähliger ahnungsloser Weintrinker.

 

Während der Primitivo allmählich zur Karrikatur seinerselbst verkommt, wird Zinfandel in faszinierend eigenständiger Identität zelebriert. Er wurde erst Mitte der achtziger Jahre in seinem qualitativen Potential wiederentdeckt, erlebt seitdem aber eine Renaissance, die bis heute andauert. Man feiert ihn als das große alte Erbe der eigenen Geschichte, als schmeckbare Zeit im Wein, und interpretiert ihn auf nie dagewesenem Qualitätsniveau. 

Viele seiner alten Rebgärten, zum Teil zwischen 1850 und 1890 gepflanzt, sind lebendige, noch produzierende historische Zeitzeugen, oft mit bis zu 20 anderen, ebenfalls aus Europa stammenden, hier aber durch die Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts längst ausgestorbenen Rebsorten, als gemischter Satz angelegt. Eine Fundgrube für Genetiker und Rebsortenkundler. Mühsam gesucht, kartographiert, wiederbelebt. Alles wurzelecht und oft voller Viruskrankheiten, deshalb sehr oft kaum noch lohnend im Ertrag, dafür aber spektakulär als Wein. Belebend anders, bewegend wild, expressiv natürlich und insofern extrem spannend, weil Einblicke gewährend in eine Weinwelt, die längst Vergangenheit ist. Tatsächlich stehen in Kalifornien die ältesten noch produzierenden Rebstöcke der Welt (wir führen deren Weine). Sie werden vor allem von jungen, engagierten Weinmachern gehegt und gepflegt und zu urtümlich wilden, so natürlich wie möglich bereiteten »Ur-Weinen« gekeltert, die dem glatten internationalen Wein-Business, das auf der gierigen Suche nach Punkten, Bewertungen und Geld nichts dem Zufall überläßt, den Spiegel vorhalten. 

Diese jungen Zinfandel-Epigonen haben u. a. dafür gesorgt, daß heute den alten, vergessenen, oft vom Aussterben bedrohten Rebsorten weltweit die Aufmerksamkeit widerfährt, die sie längst verdient hätten. Bevor es zu spät ist für sie. Immerhin scheinen in Anbetracht der omnipräsenten Parallelwelt der Naturweinbewegung immer mehr wache Weintrinker zu bemerken, wie langweilig die Uniformität der Punkte-Weine geworden ist. Genetisch und stilistisch vielfältige alte Rebsorten wie Zinfandel & Co widersetzen sich deren anonymer, seelenloser Linearität und beweisen, daß Wein viel spannender sein kann, als er es in der engen Punkte-Konformität ist. 

Paul Draper von Ridge Vineyards, verantwortlich für einige der berühmtesten Zinfandels und Cabernets der Weinwelt, meint, daß »Zinfandel von alten Reben mehr mit dem zu tun hat, was die Winzer vor dem modernen Weinbau in ihren Weinbergen vorfanden, als mit dem, was heute an homogen reifenden Niedrig-Säure-Hoch-Extrakt-Turbo-Klonen in den modernen Hochleistungs-Weinbergen der Welt steht«. Genau das ist es, was uns an den alten Rebsorten reizt. Das ist es auch, was den großen Paul Draper so am Zinfandel  gereizt hat, daß er ihm sein Winzerleben gewidmet hat.

 

Warum Tribidrag?


Alte vergessene Rebsorten können viel spannenderen Wein hervorbringen als die moderne, genetisch uniforme Massenrebhaltung. Uns zumindest langweilen uniforme Weine von der Stange. Wir finden sie auch fast immer zu teuer, egal, was sie kosten, weil sie nicht zu uns sprechen und selten mehr können, als Klischees zu zitieren.

Diese Klischees sind zwar äußerst erfolgreich, die Phänomene Lugana und Primitivo stehen dafür, doch reduzieren diese z. B. den italienischen Wein in seiner Gesamtheit auf das Niveau der Urlaubserinnerung. Ohne seine Kultur, ohne eine Geschichte, verkommt Wein aber zum alkoholhaltigen Wirkungsgetränk (und damit zur Droge). Deshalb widmen wir uns mit Lust und Leidenschaft der Vielfalt der Rebsorten und deren Geschichte. Es ist schließlich der Zeitgeist, also die Geschichte, die auch im Wein die Moden kommen und gehen läßt. Es ist ihre Geschichte, die einer Rebsorte Profil verleiht; sie erklärt ihren Charakter und kann den Weg in eine Zukunft weisen, in der sie vielleicht schon morgen als der nächste große Trend gefeiert wird.

Immerhin sind sich, einer großen weltweiten Umfrage zufolge, wesentliche Experten der Weinwelt in diesem einen Punkt ungewöhnlich einig: Sie halten die alten, autochthonen, lokalen Rebsorten für die Zukunft im Wein, weil sie deren Vielfalt in Stil und Charakter für spannender und interessanter halten, als die immer mehr zum Kommerz-Klischee verkommende Einfalt der einschlägigen Globalrebsorten.

 

Darum Tribidrag!

 

Guter Wein hat immer eine Geschichte. Diese hielt die Fachwelt immerhin über Jahrzehnte in Atem. Der Nachweis, daß Primitivo und Zinfandel genetisch identisch sind, gelang per DNA-Analyse erst 1994. Bis dahin kursierten wilde Spekulationen über die Herkunft der beiden Rebsorten. 

Endgültig Licht ins Dunkel der Geschichte der beiden Rebsorten brachte nach intensiven Forschungen und so end- wie erfolglosen DNA-Tests an allen alten Rebsorten, derer man in Kroatien und Dalmatien durch intensive Suche habhaft werden konnte, 2011 ein alter, aufgelassener Weinberg nördlich von Split. Dort entdecken Wissenschaftler eine Rebsorte, die »Crljenak Kastelanski« (Der Rote aus Kastela) genannt wird. Sie ist die erste, die der DNA des Primitivo entspricht. Ein Jahr später entdeckt man im Garten einer alten Dame südlich von Split ein uraltes Reb-Exemplar, das nicht nur exakt der DNA des »Crljenak Kastelanski«, sondern auch der des Primitivo entspricht. Die Sorte wird dort »Pribidrag« genannt. In diesen Jahren gelingt es Ampelographen auch, in der Nähe von Heidelberg entdeckte alte Rebstöcke als Primitivo zu identifizieren und mit dem Tauberschwarz und dem blauen Scheucher in Verbindung zu bringen, was durch entsprechenden Nachweis noch zu bestätigen ist. Schließlich findet man in einem Herbarium einen 90 Jahren alten Rebstock einer autochthonen kroatischen Sorte, die schon im 15. Jahrhundert um Split herum angebaut und 1518 als »Tribidrag« Erwähnung findet. Ihre DNA entspricht exakt der des Primitivo=Zinfandel=Pribidrag=Crljenak Kastelanski. Als schließlich kroatische Linguisten und Etymologen herausfinden, daß das kroatische Tribidrag ursprünglich aus dem Griechischen kommt und dort »früh reifend« bedeutet, schließt sich der Kreis zum lateinischen primativus endgültig und man ist sich sicher, den Urahn von Primitivo und Zinfandel gefunden zu haben.

Wir würden uns freuen, wenn die Geschichte dieser Rebsorte auch Ihren Blick auf die Zukunft im Wein schärfen würde. Er sollte nicht dem Preis gehören, sondern dem Wert der Vielfalt unserer Rebsorten. Charakter als Mehrwert. Eine neue, andere Sensorik. Wein neu gesehen, anders erlebt. Tribidrag sei Dank.

Weil die Ampelographie, die Wissenschaft der Rebsorten, grundsätzlich die Urahnen zu Namensgebern macht, sollten wir uns daran gewöhnen, »Tribidrag« anstelle von »Primitivo« oder »Zinfandel« zu verwenden. 


Und jetzt ab ins Reich der Sinne: Testen Sie Zinfandel und Primitivo abseits des Mainstreams. Spannende Weine, die nicht so schmecken, wie die Industrie es will, und die Geschichte und Zeit im Wein schmeckbar machen, weil sie von genetischem Material stammen, das längst ausgestorben ist und nur noch in diesen Reben Bestand hat. Genetische und stilistische Vielfalt schmeckbar gemacht als die Zukunft im Wein.


Primitivo | Tribidrag


Primitivo reift so ungleichmäßig aus wie keine moderne Rebsorte, weshalb man ihm nachsagt, das provozierende Fragezeichen für den Pflücker zu sein: »Mach was aus mir, wenn du kannst«. Mal sind alle Beeren in einer Traube gleich reif, mal kommt es zu extremen Reifeunterschieden in jeder einzelnen Traube. Kein Jahrgang schmeckt wie der andere, weil jeder in der Traubenreife signifikant unterschiedlich ausfällt.

Deshalb wird die einschlägige Handelsware aus Apulien so häufig mit Mostkonzentrat und Zucker »korrigiert«. Je billiger, um so mehr. Die Traubenbauern scheinen nicht bereit, in mehrere Lesedurchgänge zu investieren, auch wenn viele Etiketten genau das suggerieren. Ihre Trauben müssen Geld bringen, sie dürfen keines kosten. Deshalb wird oft auf anonymen Feldern angebaut und geerntet, auch wenn so getan wird, als handele es sich um Weine von seriösen Weingütern. Die Suche auf den entsprechenden Webseiten führt nur zu oft ins Nichts. Ausnahmen bestätigen die Regel. Der irgendwo abgepreßte Most fährt dann per Tanklastzug ins Veneto, wo sie alle sitzen, die großen Abfüller. Dort vergärt er, dort werden Zucker und Konzentrat eingearbeitet, dort kommt das Phantasieetikett auf die Flasche, das den Wein vom Weingut suggeriert, und ab gehts ins deutsche Weinregal.

Nicht so unsere Primitivos. Sie sind anders, weil seriöse Erzeugerabfüllungen. Sie demonstrieren die Abhängigkeit von Stil und Charakter vom Zeitpunkt der Traubenernte. Nichts homogenisiert und uniformiert Rotwein stilistisch mehr als die Traubenreife. Je reifer die Trauben, um so dichter, fetter, molliger der Wein.
Konsequent zelebriert die Masseria Cuturi ihre Bio-Primitivos entsprechend der Lesezeitpunkte. Relativ früh lesen sie ihren trockenen, hinreißend gut gelungenen »Tuma«, eine Referenz für die Rebsorte. Spätere Lese ergibt ihren schon etwas molligeren, immer noch trockenen, aber schon eindrucksvoll dimensionierten »Chidro«, und vollreifer Lese entstammt ihr entsprechend satter und körperreich voluminöser »Manduria«, der aber erst im Frühjahr auf den Markt kommt.
Schockierend anders, weil leicht, unglaublich süffig, belebend säurebetont und bezirzend frisch im Trunk, der transparent duftige, an Beaujolais erinnernde Bio-Primitivo von Valentina Passalacqua. Sie hat ihn bewußt früh gelesen und bringt damit eine sehr persönliche, unerwartete und ungewöhnliche Seite des Primitivo zum Klingen, die Staunen macht und demonstriert, wie sehr der Lesezeitpunkt das Aroma, den Stil und den Charakter dieser Rebsorte beeinflusst und verändert.
11,00 €
0.75l 
14,67 €/L
14,90 €
0.75l 
19,87 €/L
2018
Primitivo IGT Puglia
Passalacqua
19,00 €
0.75l 
25,33 €/L

Zinfandel | Tribidrag


Zinfandel findet in Amerika erstmals 1820 Erwähnung. Die Rebsorte scheint dort namenlos als Teil der Schönbrunn´schen Sammlung, die alle Rebsorten enthielt, die damals in der Donaumonarchie angebaut wurden, angekommen zu sein. Irgendwie fand sie den Weg nach New York, wo sie 1829 erstmals unter dem Namen »Zinfandel« von einem Rebzüchter angeboten wird. Ob der sie mit dem weißen Zierfandler verwechselte, mit dem ungarischen roten Cirfandli oder dem böhmischen Zierfahnler wissen wir nicht, und so ist der Ursprung des Namens »Zinfandel« bis heute etymologisch ungeklärt.

Nach der kalifornischen Rotwein-Ikone Cabernet Sauvignon ist Zinfandel mit über 20.000 ha Anbaufläche die wichtigste rote Rebsorte Kaliforniens. Sie wird dort immer wieder als »autochthon« amerikanisch bezeichnet, kommt als »Vitis Vinifera« aber, wie oben beschrieben, eindeutig aus Europa. Immerhin bringt sie in Kalifornien die aufregendsten und hochwertigsten Exemplare ihrer Art hervor, die sich mit vielen großen Rotweinen der Welt messen können.

Die Winzer und Weinmacher, die sich dem Zinfandel verschrieben haben, hegen und pflegen ihre alten Reben mit Enthusiasmus und großem handwerklichen Aufwand. Sie produzieren aus oft nur winzigen Erträgen originell eigenständige Rotweine, die es zu Kultstatus gebracht haben. Große Zinfandels gehören zweifelsohne zu den großen, ursprünglichen Weinerlebnissen Kaliforniens. Sie reifen phantastisch über viele Jahre und sind nicht umsonst zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Viele der alten Zinfandel-Anlagen sind 80 bis 100 Jahre alt, manche auch älter, stets sind sie wurzelecht und genetisch sensationell vielfältig. Vor allem deshalb schmecken sie »anders« als das, was unsere modernen, genetisch uniformen Einheits-Reben liefern. Weil das hohe Reb-Alter für niedrigste Erträge aus kleinen, kompakten Trauben sorgt, besitzen deren Weine ungewohnte aromatische und strukturelle Konzentration und Komplexität. Sie lassen uns so auf faszinierende Weise vergangene Zeiten im Wein erleben.

Wir sind regelmäßig vor Ort, unser Angebot wird deshalb laufend ergänzt. Einige besonders gesuchte Weine sind nur limitiert verfügbar.
2017
Sonderformat
Zinfandel »Late Harvest« (süß)
Dashe Cellars
26,00 €
0.375l 
69,33 €/L
32,00 €
0.75l 
42,67 €/L
34,00 €
0.75l 
45,33 €/L
38,00 €
0.75l 
50,67 €/L
39,00 €
0.75l 
52,00 €/L
54,00 €
0.75l 
72,00 €/L

Primitivo | Tribidrag | Zinfandel und Freunde..


Primitivo und Zinfandel wurden ursprünglich immer im gemischten Satz mit anderen Rebsorten gepflanzt. Vor allem in den alten Weinbergen Kaliforniens stehen noch heute wurzelechte Zinfandel, Carignan, Grenache, Peloursin, Arbouriou, Carmenere, Malbec und viele weitere alte Sorten im Mischsatz. Sie werden gestern wie heute gemeinsam zum gleichen Zeitpunkt geerntet und miteinander verarbeitet. Das macht den besonderen Reiz der Weine von Morgan Peterson »Bedrock Wine Company« aus, mit denen er sich legendären Ruf erworben hat in Amerika. Der Weinberg seiner Familie ist sogar der älteste rote gemischte Satz, den es weltweit gibt. Er besteht aus 19 verschiedenen, in Europa zum größten Teil ausgestorbenen Rebsorten, wurde nachweislich 1888 gepflanzt und liefert hier den 130. Jahrgang dieser alten Reben: Bedrocks großer »Heritage Red«. Ein grandioser, ein großer Wein, der vor allem aus Zinfandel besteht, aber auch viele andere Sorten in zum Teil nur kleinem Anteil enthält. Ein Zeitdokument, das Gänsehaut verursacht.
Valentina Passalacquas charmanter »Terra Sasso« stammt von jungen Reben und zeigt, wie großartig die beiden großen roten Rebsorten des Südens, Negro Amaro und Primitivo (je zur Hälfte) miteinander harmonieren. Jede Rebsorte trägt ihren Teil zum Ganzen bei und ist doch in Duft und Geschmack identifizierbar. Der Negro Amaro besorgt Rückgrat, Frische und Körper, der Primitivo den Duft, die Säure und die Länge. Faszinierend!
14,50 €
0.75l 
19,33 €/L
Old Vine Red »Lot N°68«
Marietta Cellars
14,90 €
0.75l 
19,87 €/L
2017
Bedrock »Evangelho Vineyard«
Bedrock Wine Co.
39,00 €
0.75l 
52,00 €/L
48,00 €
0.75l 
64,00 €/L