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Schäumendes und Perlendes,

Schäumendes und Perlendes,

das den Vorwurf der Dekadenz nicht verdient hat


Es gibt sie noch immer, die alten weißen Männer und Frauen, denen jedwede Art von Lust, und sei es jene der Blasen im Glas, zuwider ist. Für sie ist jeder schäumende Wein Zeichen von Dekadenz und Champagner deren Inkarnation.

Diese Sichtweise ist moralinsauer, sie ist lustfeindlich, und sie ist unhistorisch. Der Wein verdankt seine Blasen ursprünglich dem Zufall. Den ersten VerkosterInnen müssen diese ersten Blasen des Zufalls nachhaltig Eindruck gemacht haben. Sie wollten mehr davon. Es dauerte dann aber doch noch einige hundert Jahre, bis man verstand, wie es zu den Blasen im Wein kommt. Die Geschichte der Physik und der Chemie ist eng mit ihnen verbunden. Zahlreiche bekannte und heute vergessene Naturwissenschaftler beschäftigten sich über viele hundert Jahre intensiv mit dem Phänomen der Gärung und der Konservierung ihrer Blasen in der Flasche. Diese Blasen im Wein sind Teil unserer Kulturgeschichte. Bis heute beschäftigen sie Mikrobiologen, Chemiker und Physiker ...

... denn nichts regt so angenehm an wie guter Schaumwein. Der Wein mit den Blasen boomt und das weltweit. Dabei geht der Trend weg von der billigen Industriebrause, hin zum handwerklich anspruchsvollen Schaumwein, egal ob Lambrusco, Sekt, Franciacorta, Cava, Crémant oder Champagner. Wenn schon, dann bitte richtig. Man beginnt, den besonderen Reiz der feinen Blasen und den Aufwand ihrer Herstellung auch im Rückblick auf ihre lange Geschichte zunehmend wertzuschätzen. Wir tragen diesem Trend zum Respekt vor der Qualität der Blasen im Wein Rechnung mit einem Angebot unnachahmilch belebender und erfrischender, anspruchsvoll entspannender, vielschichtig und niveauvoll leicht zu genießender hochwertiger Schaumweine.

 

Ein bißchen Kulturgeschichte

 

Schaumwein ist ein altes Kulturprodukt. Entstanden per Zufall, heute geschätzt als ehrenwertes Handwerk, das sich des Wissens um Physik und Chemie der alkoholischen Gärung auf der Flasche auf technisch hohem Niveau bedient. Noch immer halten manche Schaumweine für dekadent. Andere meinen, er müßte teuer sein, um gut zu sein. Wieder andere halten ihn für überflüssig und nehmen ihn als Wein nicht ernst. Tatsächlich ist guter Schaumwein ein technisch ziemlich anspruchsvolles Produkt. Seine Geschichte ist die mühsamer Erfahrungen, der Neugier und des Entdeckergeistes. Es hat über 300 Jahre gedauert, bis aus Zufall das wurde, was wir heute als prickelnd belebenden Wein genießen, als hätte es ihn schon immer gegeben.

Die Kultur der Blasen im Wein geht, so will es die Sage, auf den Benediktinermönch Dom Pérignon (1638-1715) zurück. Er war damals Cellarius der Benediktinerabtei Hautvillers in der Champagne und soll als solcher dort den Champagner in seiner natürlichen Urform erfunden haben. Historisch einwandfrei geklärt ist das nicht, doch man begann tatsächlich in der Champagne um 1670 damit, den dort wachsenden Wein in Flaschen zu füllen, um so dessen Frische zu bewahren. Die alkoholische Gärung verstand man damals so wenig, wie die Konservierung durch Schwefelung. Louis Pasteur dem wir das Wissen um die alkholische Gärung verdanken, war schließlich noch nicht geboren. Jedenfalls scheinen die Abfüllungen damals zu früh stattgefunden zu haben, denn in den kalten Wintern der Champagne hörten die Weine zwar zu gären auf, doch weil ihr Zucker noch nicht vollständig vergoren war, fingen sie in der Wärme des darauf folgenden Frühjahrs auf der Flasche wieder zu gären an. Die sich dabei entwickelnde Kohlensäure ließ Tausende von Flaschen ob der mangelhaften Qualität der damals noch von Hand in Holzformen geblasenen ersten Weinflaschen explodieren. Entsprechende Verletzungen zwangen die Kellermeister damals dazu, rüstungsähnliche Eisenmasken zu tragen, was dem gefährlichen, aber schon damals stark nachgefragten brausenden Getränk den Beinamen »Wein des Teufels« einbrachte.

Als ziemlich sicher gilt, daß wir besagtem Dom Pérignon die Kunst des Verschnitts, des Weißkelterns roter Traubensorten und den Verschluss der Flasche mit einem Kork, den er mit einer Schnur am Flaschenhals befestigte, zu verdanken haben. Weil die meisten der zufällig schäumenden Weine damals nach England gingen, wo sie sich größter Beliebtheit erfreuten, aber eben auch viele Verletzungen und hohe Verluste durch berstende Flaschen verursachten, verdanken wir findigen englischen Glasbläsern die Entwicklung druckfester Flaschen, die Ende des 18. Jahrhunderts den Genuss der schäumenden Weine weniger gefährlich machten. Bis dahin sind diese aber noch immer eine reichlich trübe Angelegenheit, denn die Hefe der Flaschen-Gärung befindet sich noch in der Flasche. 

Das ändert sich, als 1806 die Witwe Cliquot zusammen mit ihren deutschstämmigen Kellermeistern Antoine Müller und Alfred Werlé das Abrütteln der Hefe und das Degorgieren erfindet. Dass die alkoholische Gärung von Hefen verursacht wird, ist nicht Louis Pasteur (1822 - 1895) und seinen Untersuchungen zu verdanken, sondern wurde bereits im Jahr 1837 von Charles Cagniard-LatourTheodor Schwann und Friedrich Kützing unabhängig voneinander entdeckt und publiziert. Bis dahin war die Qualität der Schaumweine mehr oder weniger dem Zufall überlassen und Druck und Perlung waren von Flasche zu Flasche unterschiedlich. Im gleichen Jahr wird der Champagner dann übrigens auch erst zu dem Produkt, das wir heute kennen: Ein junger Apotheker aus Reims, André François, findet jene Zucker- und Hefemenge heraus, mit der der Kellermeister den Grundwein in der Flasche impfen muss, um jene zweite Gärung reproduzierbar auszulösen, die für die feine und persistente Blasenbildung bei definierter Druckentwicklung (6 bar) auf der Flasche sorgt, ohne daß diese explodiert. Dieser André François ist heute weitgehend vergessen, obwohl er der eigentliche Erfinder des modernen Champagners bzw. flaschenvergorenen Schaumweines ist. Kurz nachdem er seine Formel veröffentlicht hat, stirbt er 1838 und kann so nicht mehr miterleben, wie die bis dahin ärmliche Champagne durch seine Erkenntnisse zur Heimat der wichtigsten französischen Weinindustrie wird.

 

Dann wird er »schnell«, der moderne Schaumwein


Angeregt durch die Entwicklung in der Champagne, erfindet der italienische Önologe Federico Martinotti Ende des 19. Jahrhunderts eine Methode zur preiswerten und schnellen Herstellung schäumender Weine: Er befüllt einen geschlossenen Tank, der 6 bar Druck aushält, mit Grundwein, Zucker und Hefe und vergärt diese zu einem Schaumwein, der danach aber noch Geräte zum Druckausgleich benötigt, um den erhaltenen Rohsekt weiter verarbeiten zu können.

Den französischen Wissenschaftlern Jaunay und Maumené gelingt 1852 der Erhalt der Gärkohlensäure in einem druckfesten Großbehälter und der französische Önologe Eugène Charmat entwickelt im Jahre 1907 an der Universität Montpellier schließlich die Technologie so weit, daß sie ab dem Jahre 1910 in breitem Umfang zur Produktion preiswerter Schaumweine eingesetzt werden kann. Sein Verfahren läßt eine neue Schaumwein-Industrie in ganz Europa entstehen. Alleine in Frankreich werden 1930 bereits über fünf Millionen Flaschen Schaumwein mit dem nach ihm benannten »Charmat-Verfahren« herstellt. »Charmat« geht schnell, ist leicht kontrollierbar und hat damit deutliche ökonomische Vorteile gegenüber der traditionellen Flaschengärung. Vor allem in Italien, aber auch in Deutschland, beginnt unverzüglich die industrielle Produktion billiger Schaumweine durch Großraumgärung.


Physik und Herkunft besorgen den Unterschied


Hochwertige Blasen mit langanhaltender Persistenz liefert gestern wie heute ausschließlich die  aufwendige, weil zeitintensive, klassische zweite Gärung auf der Flasche, die sogenannte Flaschengärung. Sie setzt präzise formulierte Rohstoff- und Verarbeitungsqualität voraus und wird nach Feinheit, Form und Dauer des Blasenspiels beurteilt. 

Champagner ist seit dem Friedensvertrag von Versailles als Herkunftsbegriff weltweit geschützt und seine Produktion heute einer der wichtigen Wirtschaftszweige Frankreichs. Franciacorta als das italienische Pendant beginnt sich einen Namen zu machen, der vor allem auf dem Faktor Zeit auf der Hefe der zweiten Gärung beruht. Cava aus Spanien hat längst zu Eigenart und großem Ruf gefunden. Er ist sogar dabei, der Champagne zum Stachel im Fleisch ztu werden. Deutscher Sekt erlebt, noch im Verborgenen aber immerhin, eine qualitative Revolution, die für eine große Zukunft spricht. Und der französische Crémant ist schon lange dabei, sich als hochwertige Champagner-Alternative zu empfehlen.

Die Physik der Blasen definiert in den vielfältigen nationalen Erscheinungsformen die Qualität der Schaumweine. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Wir bieten reichlich Gelegenheit. Es lebe die Vielfalt!

 

Alle Bestellungen eintreffend bis Freitag, 27.12.2019, 12:00 Uhr, werden bis Silvester zugestellt.



Der Aperitif


Der Apero sagt alles über Gastgeber und Gäste. Wer auf Bewährtes setzt, beweist Mangel an Inspiration, Wagemut oder Kennerschaft und zeigt seinen Gästen, was er von ihnen hält. Wer auf Überraschung setzt und das Besondere serviert, stellt sich als kreativ und unkonventionell dar und erweist seinen Gästen Wertschätzung. Sollten diese allerdings eingeschlafene Socken sein, würden wir doch eher den Billigschäumer wählen. No risk, no fun.
Wagen wir ihn, den Apero als Seelenschau: Wer richtig cool ist, serviert zu salzigen Häppchen einen klassischen Lambrusco Amabile. Der steht fast schwarz im Glas, duftet nach Frucht und Beeren, vermeidet mit fröhlich niedrigem Alkohol, daß schon zu Beginn die Birne glüht und beglückt die Gaumen der Anwesenden mit feinem Zuckerschwänzchen in mildem Blasenspiel, dessen Charme man sich kaum entziehen kann. Wer Kennerschaft signalisieren will, serviert trockenen Schaumwein. Seriöse Flaschengärung. Knackig frisch, belebend perlend und unbeschwert einstimmend auf das, was kommt. Trocken aber nicht sauer, anspruchsvoll aber leicht, nicht schon zum Auftakt satt machend. Z. B. einen hochwertigen Cava Brut Nature ohne Dosage also, aus zertifiziert biologischer Mini-Produktion. Oder einen knochentrockenen, mundwässernd reifen Crémant aus dem französischen Jura, einer Weinbauregion im äußersten Osten Frankreichs, die derzeit wie keine andere im Gespräch ist. Oder einen deutschen Sekt. Von Griesel. Riesling vom Granit. Rarissime. Furztrocken, aber cremig, saftig, wohlschmeckend und Erstaunen auslösend. Oder, ebenfalls von Griesel, einen hinreißend schönen, weil würzig aromatischen, trockenen Muskateller-Sekt, der leider nicht mehr produziert wird. Die letzten Flaschen gibt es nur bei uns. Und selbst mit einem alkoholfreien Schäumer können Sie Ihren Gästen Freude machen. Auf der Schwäbischen Alb produziert Jörg Geiger legendäre Obstschaumweine aus alten Apfel- und Birnensorten, die er mit Gewürzen, Eichenlaub oder Strauchhölzern statt Schwefel konserviert. Aperitif geht auch ohne.
9,50 €
0.75l 
12,67 €/L
14,00 €
0.75l 
18,67 €/L
29,90 €
0.75l 
39,87 €/L
23,00 €
0.75l 
30,67 €/L
2015
Sekt Brut Tradition »Muskateller«
Griesel & Compagnie
18,00 €
0.75l 
24,00 €/L
9,90 €
0.75l 
13,20 €/L

Schaumwein als Essensbegleiter


Sie kennen die Benimmregeln des alten Knigge noch, die genau zu wissen meinten, was»man« wozu wie zu trunken hatte? Schnee von gestern. Heute werden hochwertige Schaumweine gerne zur Begleitung ganzer Menüs gewählt. Allerdings sollten sie trocken sein und schon einen Hauch von Flaschenreife aufweisen, um vom Salat bis zum Hauptgang eine gute Figur machen zu können. Eine Schaumweinbegleitung profitiert von der Kohlensäure. Sie reinigt buchstäblich die Zunge mit jedem Schluck, so daß es so gut wie nie zu unguten chemischen Reaktionen im Mund kommt, wie das bei der konventionellen Weinbegleitung der Fall sein kann.
Wir haben drei exemplarisch reifende Schaumweine gewählt, die Ihnen viel Freude bei der Begleitung eines Menüs garantieren. Sie harmonieren zu raffinierten Salaten, kalten und warmen Vorspeisen, vor allem auch mit Räucherfisch, machen zu Süßwasser- und Seefisch eine exzellente Figur und auch mit Geflügel und hellem Fleisch kommen sie bestens zurecht. A votre santé!
18,90 €
0.75 
25,20 €/L
38,00 €
0.75l 
50,67 €/L
95,00 €
0.75l 
126,67 €/L

Die fröhliche Runde. Nicht ernst gemeint und doch seriös.


In fröhlicher Runde läßt sich gut zechen. Dazu würden wir aber keine Schaumweine wählen, die Aufmerksamkeit fordern oder anstrengend wirken, sondern nette, fröhliche Freizeit-Blubber, die Freude machen und Freunde schaffen. Da darf es auch mal lustig zugehen wie bei Manzinis süffig trockenem Lambrusco »L´Acino«, der einfach himmlisch schmeckt und jede Runde bereichert. Oder Uwe Schiefers »Johudler« Frizzante, ein Schilcher aus alten Hybridreben, der auch den größten Miesepeter und Grantler zum Lächeln bringt. Oder sie ergötzen sich an einem der schönsten Naturschaumweine, den wir kennen, einem unfiltrierten und ungeschwefelten naturtrüben Pet-Nat aus Bardolino. Da staunt der Laie und der Fachmann lacht, das haben wir wieder gut gemacht!
Ihr werdet sehen, diese netten Schäumer für jeden Tag und jeden Zweck laufen und laufen und laufen wie der gute alte Käfer einst lief ....
11,00 €
0.75l 
14,67 €/L
2017
»Johudler« Frizzante
Uwe Schiefer
16,90 €
0.75l 
22,53 €/L
2017
PetNat Rosato »Sollazzo«
Villa Calicantus
15,00 €
0.75l 
20,00 €/L

Aufs neue Jahr! Drei Mitternachts-Sprudel mit Genußgarantie


Mitternacht. Jahreswechsel. Silvester. Ausgelassene Stimmung. Da braucht es den richtigen Kick, um den Einstieg ins neue Jahr zu finden.
Wer das neue Jahr so gelassen angehen will, wie er das alte Jahr verabschiedet hat, der begrüße es mit einem Lambrusco, wie es ihn noch nie gegeben hat. Einfach umwerfend gut. Wer das neue Jahr in klassischer Eleganz, aber mit ein paar tiefergehenden Gedanken über das, was uns erwarten könnte, auf sich zukommen lassen will, der wähle einen großen unaufgeregten Klassik-Champagner, der so überzeugt, daß keine Zweifel aufkommen. Und wer das neue Jahr mit festen Vorsätzen beginnen möchte, die er auch einzulösen bereit ist, greife mutig zu einem deutschen Sekt, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat: Mineralisch bis zum Anschlag, undosiert als »Brut Nature« maximal nackig inszeniert, messerscharf, rassig und ultrapräzise auf der Zunge. Da müssen aus Vorsätzen einfach Taten folgen.
24,00 €
0.75l 
32,00 €/L
49,90 €
0.75l 
66,53 €/L
31,00 €
0.75l 
41,33 €/L

Solisten für Spezialisten


Das sind Schaumweine oder Champagner, die Sie für sich alleine »solo«, also ohne Essensbegleitung, genießen, am besten mit einem Gegenüber, das Ihre Leidenschaft für das feine Perlenspiel teilt. Es müssen also besonders charaktervolle, ungewöhnliche, nichtalltägliche Schaumweine sein, mit denen man sich intensiv beschäftigen kann, soll und muß. Blasenqualität der Extraklasse. Spürbare Physik für sinnlichen Reiz. Aromen der Reife. Die Faszination der Zeit im Wein. Eine besondere Machart. Lust auf das erregende Spiel edler Kohlensäure-Moleküle. Das rare Erlebnis des sogenannten ersten Lebens des Champagners auf der Hefe der zweiten Gärung mit den typischen Aromen nach frischem Teig in einem Hauch brauner Butter. Schaumweine für Kennerinnen und Kenner. Momente besonderen Wein-Erlebnisses.
26,90 €
0.75l 
35,87 €/L
49,90 €
0.75l 
66,53 €/L
Champagne »D:Z« Dosage Zero
Champagne Bruno Paillard
55,00 €
0.75l 
73,33 €/L

Nur wer wagt gewinnt. Das nicht alltägliche Spiel der Blasen


Es muß nicht immer Prosecco oder Champagner sein. Auch originelle, wenig bekannte Schaumweine können richtig glücklich machen. Derzeit erfreut sich z. B. ungeschwefelter PetNat größter Beliebtheit. Zwei exzellente, stilistisch aber diametral entgegengesetzte Beispiele bieten wir hier an. Und der traditionell auf der Flasche vergorene Schilcher, gekeltert aus der Rebsorte Blauer Wildbacher, ist als undosierter »Brut Nature« einer der originellsten Schaumweine in unserem Programm. Dringende Empfehlung für Freigeister, die über den Tellerrand zu schauen bereit sind.
15,90 €
0.75l 
21,20 €/L
25,00 €
0.75l 
33,33 €/L
25,00 €
0.75l 
33,33 €/L

Auch Süßes kann schäumen ...


Männer lächeln gerne über Süße im Wein (trinken aber in rauen Mengen Primitivo mit Restzucker ...). Männer glauben hart sein zu müssen, um erfolgreich zu sein. Deshalb interpretieren sie Süße im Wein als Frauensache. Dummes Klischee. Männer haben eben keine Ahnung von Süße im Wein, geschweige denn im Schaumwein. Denn es gibt sie, die grandiosen Süß-Schäumer. Z. B. traditionell handwerklich hergestellten »echten« Moscato d´Asti. Sinnlicher Begleiter zu Stollen und Panettone, zu cremigen Desserts, zum Abschluss eines Menüs, und im Sommer famoser Aperitif zu salziger Begleitung. Richtig ambitioniert macht sich ein hierzulande kaum bekannter Cerdon aus dem französischen Bugey ans Werk. Ein Rosé aus den Rebsorten Gamay und Poulsard, der auf spektakulären Steillagen in den ostfranzösischen Alpen gedeiht und einen der verrücktesten und originellsten Schaumweine der Welt liefert: Himbeerfruchtig und tiefgründig würzig im Aroma, feinperlig wie bester Champagner, aber süß, ohne wirklich zu süß sein. Oder eine Clairette de Die, ebenfalls aus den Alpen im äußersten Osten Frankreich. Sie ist eher currywürzig als süß und begleitet im Sommer die Sardine vom Grill so cool und geschmeidig wie das Jahr über würzige, nicht zu süße Frucht-, Obst- und Creme-Desserts, sowie feinste Rohmilch-Weich- und Mittelweichkäse. Und als Seelenpflaster nach des Tages Müh und Arbeit leistet sie unschlagbare Dienste...
Moscato D´Asti
Del Tufo
12,90 €
0.75l 
17,20 €/L
2018
»Cerdon du Bugey« Demi sec
Renardat-Fache
18,00 €
0.75l 
24,00 €/L
12,90 €
0.75l 
17,20 €/L

Lasset Obst sprudeln! Als wären Trauben kein Obst ...


Drei bemerkenswerte Schaumweine aus Obst. Ein Cidre, gekeltert aus uralten Most-Birnensorten, die hier mit ganz speziellen Kastaninen einer ureigenen bretonischen Varietät mazeriert werden. Ein phänomenales Getränk, nur wenige Volumenprozent leicht, merkwürdig unerwartet und anders in Duft und Geschmack, so herbstlich und winterlich in der Stimmung, daß einem ganz warm ums Herz wird. Wer sich auskennt weiß, daß bretonische Cidres sehr viel hochwertiger sind, als die aus der Normandie.
Am Fuß des Montblanc entstehen auf der italienischen Seite charaktervolle Sidros aus uralten alpinen Apfelsorten, die so anspruchsvoll und hochwertig gelingen, daß man ihnen nachsagt die Romanee-Contis der Cidre-Szene zu sein. Sie gelten als die Spitze dessen, was in Sachen Obst-Schaumwein möglich ist.
Und aus Dänemark bieten wir einen fast schwarzen Kirsch-Schaumwein an, der es in sich hat. Damit er persistent feinperlig sprudelt, hat man dem konzentriert schwarzen Sauerkirschsaft, aus dem er gekeltert wird, Birnenmost hinzugefügt. Die Sauerkirschen bringen viel Zucker mit, den man aber kaum schmeckt. Wirkt also trockener, als er in Wahrheit ist. Toll, was die Natur bereithält!
11,50 €
0.75l 
15,33 €/L
14,85 €
0.75l 
19,80 €/L
Kirsebaervin »Sparkling« (Obstschaumwein)
Frederiksdal Kirsebærvin A/S
29,00 €
0.75l 
38,67 €/L

Schaumwein verschenken?


Wenn Sie mal nicht mit dem neureich lauten Orange-Wöhf oder dem berühmt berüchtigten Mött aufschlagen möchten, hätten wir Alternativen, die Ihnen zur Ehre gereichen, weil sie dem oder den Beschenkten zeigen, daß Sie sich Gedanken zu ihrem Vergnügen gemacht haben (auch wenn Marke und Etikett dies zunächst nicht vermuten lassen). Wein zu verschenken will wohlüberlegt sein, Schaumwein zu verschenken kann richtig schön in die Hose gehen.
Damit Ihnen das nicht passiert, braucht es kurze Vorbereitung: Kennen Sie den/die Beschenkten? Wenn ja, gilt:
1: Wer Champagner ablehnt, weil er ihn als dekadent oder zu teuer abtut, bekommt feinsten deutschen Sekt aus kleiner handwerklicher Produktion. Weiniger und weicher als Champagner, aber in Perlung und Intensität durchaus ebenbürtig.
2. Wer offen ist für Neues schätzt Brut Nature-Schaumweine, nackig, ohne Makulatur und Schminke, egal woher sie kommen. Sie erfreuen damit alle radikalen Schaumwein-Fans, denen es nicht ehrlich und natürlich genug zugehen kann im Glas und auf der Zunge. Präsent-Erfolg garantiert.
3. Wer großen Schaumwein schätzt und sich im realen Leben als toleranter und neugieriger Mensch offenbart, freut sich garantiert über einen unbekannten biodynamischen Jahrgangs-Franciacorta aus überschaubar handwerklicher Produktion. Unvergleichlich fein perlend, reif duftend, sinnlich fordernd und nachhaltig belebend. La vie est belle und Ihre Beschenkten glücklich ...
21,80 €
0.75l 
29,07 €/L
34,90 €
0.75l 
46,53 €/L
49,90 €
0.75l 
66,53 €/L

Rosé. Mehr als nur Frauen-Sache. Der besondere Reiz der Gerbstoffe


Fast alle Rosé-Schaumweine werden als Rotling versektet, nicht als echter Rosé. Der Unterschied liegt im Grundwein. Um auch im Rosé-Champagner jene feinen Blasen bieten zu können, die man von ihm zu erwarten scheint, verschneidet man roten Grundwein aus Pinot Noir mit Grundwein aus Chardonnay oder weiß gekelterten roten Trauben. Den Verschnitt nennt man Rotling. »Echter« Rosé ist selten im Schaumwein, verlangt er doch Kennerschaft. Er entsteht ausschließlich aus dem Saft rot gekelterter Trauben. An dessen Gerbstoffen lagert sich während der Versektung aber die Kohlensäure an, weshalb echter Rosé-Champagner im Glas nur sehr verhalten perlt und erst auf der Zunge durch die Körpertemperatur seine geschmacklich weiche und feine Perlung entwickelt. Sie ist es, die den Sex echten Rosé-Schaumweines ausmacht, den Kennerinnen lange vor den Kennern für sich entdeckten, weil sie die feineren Zungen haben. Daraus entstand das männliche Vorurteil gegenüber Rosé als »Schaumwein für Frauen«...
2016
Sekt Brut Tradition »Rosé«
Griesel & Compagnie
16,00 €
0.75l 
21,33 €/L
16,00 €
0.75l 
21,33 €/L
16,90 €
0.75l 
22,53 €/L
27,00 €
0.75l 
36,00 €/L
Sonderformat
Crémant de Bourgogne »Rosé« Brut
Parigot & Richard
36,00 €
1.5l-Magnum 
24,00 €/L
39,90 €
0.75l 
53,20 €/L
Champagne »Rosé« Brut 1er Cru
Champagne Veuve-Fourny
42,00 €
0.75l 
56,00 €/L
59,00 €
0.75l 
78,67 €/L