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K&U • 40 Jahre Wein radikal anders

K&U • 40 Jahre Wein radikal anders

Die Geschichte von K&U beginnt 1982 – übrigens ohne Business-Plan. Im Mittelpunkt der Geschäftsidee der vier Gründer ( 2 x K, 2 x U) stand ganz einfach der Spaß am Wein. Genuss als Widerstand gegen Industrialisierung und Uniformisierung unserer Lebensmittel. Auf der Suche nach Weinen mit authentischem Charakter durchquerten wir halb Europa. Zur Freude unserer weinenthusiastischen Freunde und der rasch wachsenden Zahl an Kunden importierten wir Weine damals weitgehend unbekannter Provenienzen, in denen noch nicht der damals neue Wind industrieller Effizienz wehte. 

Denn schon damals begann die Industrie auch vor dem Wein, unserem Refugium des guten Geschmacks, nicht Halt zu machen - nicht nur im Billigbereich, sondern gerade auch in der Spitze des Marktes. Die Errungenschaften der modernen Önologie mit ihren Mittelchen und Methoden wurden mit jedem Weinjahrgang vielfältiger. »Flying winemakers« jetteten gefeiert um die Welt, ließen am Ende aber alle Weine mehr oder weniger gleich schmecken: Rote möglichst konzentriert mit marmeladiger Aromatik, Weiße laut und fruchtig. 

Seither arbeitet K&U an seinem Konzept des Weines mit Herkunftscharakter (also der spontanen Vergärung, des langsamen Ausbaus auf der Hefe ohne Zusatzstoffe und geschmackliche Manipulation, der »Zeit im Wein®«). Deshalb beginnen die Geschichten unserer Weine heute im Weinberg, nicht im Keller. Hier wollen wir sehen und verstehen, wie unsere Winzer ihre Böden lebendig erhalten, wie sie ihre Weinberge gegen die Extreme des Klimawandels stärken, für Diversität bei Pflanzen und Tieren sorgen, die Monokultur ihrer Weinberge aufbrechen, kurz, wie sie im Zusammenspiel mit der Natur, nicht gegen sie, den Geschmack der Herkunft in ihre Weine bringen. 

Dass unsere Jubiläumshausmesse ausgerechnet in dem Sommer stattfindet, der alle Hitzerekorde bricht, bestärkt uns in unserem Verständnis eines radikal anderen Weinhandels. Wein ist mehr als nur eine Geschmackssache, zu der er aber von Winzern, Händlern und Offiziellen (auch in den Weinbauschulen und der Sommelierausbildung) gemacht wird. Wein, wie wir ihn verstehen, ist eine Stellungnahme für oder gegen Natur, für oder gegen Diversität, für oder gegen Individualität, für oder gegen bewussten Genuß, der für uns über das arg banale »schmeckt mir/schmeckt mir nicht« hinausgeht - hinausgehen muß als das Kulturgut, das er sein kann! Er ist für uns politische Stellungnahme, die zu formulieren und zu praktizieren wir für längst überfällig halten in unserer so ignorant wie arrogant beharrenden Branche.


Mit unserem kleinen Film zum 40jährigen Jubiläum möchten wir uns bei Ihnen bedanken für Ihr Vertrauen in uns und unser radikales Qualitäts-Konzept. Ohne Sie wären wir über die vielen Jahre nicht zu dem geworden, was wir heute sind. Wir möchten uns damit aber auch bei unseren Winzern dafür bedanken, dass sie mit uns auf Augenhöhe kommunizieren und wir einander kritische Partner sein können, die so gemeinsam dafür kämpfen, dass individueller, naturnaher und zukunftsfähiger Weinbau seinen Platz wider die industriehörigen Entscheidungen von Winzer- und Weinbauverbänden sowie nationaler und europäischer Behörden und Institutionen behaupten und ausbauen kann.

Der Film


Persönlich kennenlernen können Sie viele unsere Winzer während unserer großen Jubiläums-Hausmesse am 23. und 24. Juli in Nürnberg, zu der wir Sie hiermit ganz herzlich einladen. Mehr hier.

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