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Unsere Wein-Termine

Man muß nichts über ihn wissen, um Wein für sich zu entdecken. Tatsächlich ist jeder in der Lage, mit ein wenig Neugier und Interesse Wein anders als nur »lecker« zu erleben. 

Viele Menschen würden gerne mehr über Wein wissen. Manche haben gar Angst vor ihm, weil sie nicht wissen, wie sie sich ihm nähern sollen. Mit unseren vielfältigen Veranstaltungen rund um den Wein wollen wir Ihre Lust auf den Wein schüren, damit Sie den Rest Ihres Lebens nicht Lugana oder Primitivo trinken müssen. Wir zeigen Ihnen, was das Gute im Wein ist und wie man es zu genießen lernt. Dazu vermitteln wir Wein anders als andere. Ohne Fachchinesisch und elitäres Getue. Wir freuen uns auf Sie!

22.01

Seminar | Die Macht der Lüge und Illusion im Wein

Mittwoch 22. Januar 2020 | 19:00 - 22:30 Uhr | 80.- €
K&U-Weinhalle | Nordostpark 78 | 90411 Nürnberg


Das erste Seminar im neuen Jahr:

 

Den Lügen, Märchen und Illusionen im Wein auf der Spur


Auf der einen Seite des Marktes wird Wein immer vielfältiger und charaktervoller, weil seine Winzer es wagen, ihre Weine indvidueller zu machen. Sie kehren in die Weinberge zurück, um im Keller nichts mehr »machen« zu müssen, decken damit aber weniger als 2% des Marktes ab.

Auf der anderen Seite wird Wein nach Rezept marktgerecht auf die uniformen Vorstellungen einer globalen Käuferschaft zugeschnitten. Die nimmt ihn entweder ohne Beratung anonym aus dem Selbstbedienungsregal, kauft nach Name und Etikett oder folgt Marke und Mode. 

 

Damit sich Weißwein von alleine verkauft, muß er »fruchtig« sein. Rotwein muß dunkelkraftvoll samtig, weich und rund sein. Herkunft und Machart spielen kaum eine Rolle, Hauptsache der Wein erfüllt gewohnte Klischees.

 

Um den Winzern garantieren zu können, daß sein Wein so schmeckt, wie es seine Käufer von ihm erwarten, entstand in den letzten dreißig Jahren die Wissenschaft der Önologie. Ihr Ziel: die Illusion Wein, die perfekte Wein-Kosmetik. Ein Milliardengeschäft. Reinzuchthefen für schnelle und sichere Gärung auch bei schlechtem Lesegut, Hefenährstoffe für mangelernährte Trauben, Mannoproteine für dünne, magere Weine aus Hochertrag, Holzpulver und zahlreiche weitere Schönungsmittel sowie diverse Zusatzstoffe und Enzyme, alle nicht deklarationspflichtig, weil Wein juristisch kein Lebensmittel ist, haben so aus dem einstigen Naturprodukt Wein ein marktkonformes getränketechnologisches Erzeugnis gemacht, das im Keller allen Klischees und Moden der Geschmackswelt angepaßt werden kann.

Der unglaubliche Erfolg von LuganaPrimitivo und Amarone wäre ohne die Erkenntnisse der Önologie nicht denkbar, und nach der neuen EU-Bio-Kellerrichtlinie dürfen auch Biowinzer ihre Weine geschmacklich »korrigieren«, damit Billig-Bio marktfähig wird ...

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Martin Kössler und Dunja Ulbricht stellen mögliche und systematisch angewandte Manipulationen und Korrekturen von der Ursache bis zur Auswirkung verständlich erläutert vor. Sie geben Einblicke in die offiziellen Fachberatungsprotokolle der Landesregierungen und deren Empfehlungen für die Winzer, sie stellen die Korrektur-Empfehlungen der entsprechenden Labore und Lieferanten vor und erläutern, warum die Önologie zur Reparaturabteilung der Agarchemie wurde; Winzer, die ihr Metier beherrschen, müssen im Keller weder eingreifen noch manipulieren. Sie liefern Argumente für die Behauptung, daß man am (niedrigeren) Alkoholgehalt das Handwerk im Weinberg erkennen kann, wie auch für die Behauptung, daß in Zeiten des Klimawandels ausschließlich der Winzer die Qualität eines Weines garantiert, nicht der Jahrgang, und sei er noch so hochgelobt ...

 

Um die wichtigsten Manipulationen der Önologie praktisch nachvollziehbar zu machen, haben wir einen Weiß- und einen Rotwein in genau definierten Schritten in Säure, Textur und Mundgefühl manipuliert. Wir diskutieren, was sich im Wein verändert und wie es sich verändert.

 

Anschließend untermauern wir das Probierte praktisch durch den Vergleich von populären Önologie-Weinen mit Weinen aus handwerklich unmanipulierter Produktion. Wir werden im Detail diskutieren, warum sie so schmecken, wie sie schmecken, und stellen zur Ergänzung der Vielfalt im Wein ein paar Naturweine dagegen, um deren Selbstverständnis und Einfluß auf den Weinmarkt zu diskutieren. 

 

Nach diesem Seminar sollten Sie offen sein für die Viefalt im Wein und beurteilen können, ob ein Wein unmanipuliert natürlich ist oder kosmetisch »korrigiert« wurde.

Limitierte Teilnehmerzahl. 



Seminar: Wie Wein zur Illusion zu werden droht

Termin: Mittwoch 22. Januar 2020 | 19:00 - 22:30 Uhr | 80.- €

Ort: K&U-Weinhalle | Nordostpark 78 | 90411 Nürnberg

Anmeldung: Tel. 0911- 525153 (Stichwort »Illusion«) oder hier online.