Herist Wein

Kontrolliertes Nichtstun und Leidenschaft charakterisieren dieses winzig kleine Familienweingut, das in der 3.500-Seelen-Gemeinde Rechnitz im sonnigen Süden des Burgenlandes unmittelbar an der Grenze zu Ungarn liegt. Seit mehr als einem halben Jahrhundert widmet sich Familie Herist hier dem Weinbau. Neben Blaufränkisch und Pinot Noir gehört die geheime Leidenschaft dabei einer Rebsorte, die eher schlechtes Image genießt in Österreich, dem Welschriesling. Mit dem Einstieg des Sohnes Dieter kamen vor ein paar Jahren frischer Wind und neue Ideen auf das Weingut. Er leitet heute zusammen mit seinem Vater Klaus den winzigen Betrieb. Die beiden bearbeiten ihre Weinberge nach biologischen Kriterien und Sohn Dieter hat sich binnen weniger Jahre den Ruf erworben, eines der grossen Winzertalente Österreichs zu sein. Weil das Weingut aber so klein ist und durch den Ernteausfall der letzten Jahre keinerlei Einkommen zur Verfügung stand, verdient sich Dieter Herist derzeit seinen Lebensunterhalt bei einem Weinhändler in Wien. Das hat ihm beachtliches Weinwissen und profunde Verkostungs-Erfahrung beschert, weshalb es nicht verwundert, daß seine Weine, trotz seiner Jugend, so abgeklärt, so entspannt, so unaufgeregt wirken, als wären sie von einem Altmeister.  

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Ganze zwei Hektar bewirtschaften die beiden Herists in Rechnitz, einer der besten Weißweingemeinden des Burgenlands, was aber so wenig bekannt ist, daß kaum jemand weiß, daß in Rechnitz überhaupt Weinbau betrieben wird. An den Böden liegt dies nicht. Sie zählen zu den geologisch spannendsten des Burgenlandes. Rechnitz liegt am Fuße des schroffen Geschriebensteins, einer der höchsten Erhebungen des Burgenlandes. Statt mit sanft abfallenden Parzellen hat man es hier mit Hanglagen zu tun, die Geologen zum sogenannten »Rechnitzer Fenster« zählen, einer tektonischen Öffnung, bei der alte Gesteinsschichten an die Erdoberfläche kommen, die anderswo großflächig von jüngeren Gesteinsschichten überdeckt werden. Ein eigenwilliger geologischer Aufbau, der selten so anzutreffen ist, weil hier der Oberboden aus erdgeschichtlich altem Boden aus Grau- und Grünschiefer sowie Urgestein besteht.

Das Klima ist hier pannonisch warm mit alpinem Einfluß, auf warme Tage folgen also erstaunlich kühle Nächte. Ideale Bedingungen für eine Rebsorte, die in Österreich als banal und simpel gilt, der sich Dieter Herist aber mit großem Engagement widmet: Welschriesling. Er gelingt ihm in seltener Qualität und Ausstrahlung. Gehaltvoll, ohne schwer zu sein, vielschichtig strukturiert im Mundgefühl, anspruchsvoll im Charakter und so lebendig im Trunk, daß man den Ruf der Rebsorte ganz schnell vergißt, wenn man den Wein im Glas hat. 

In den Rieden Mitterrechnitz und Wohlauf wachsen sie, die Trauben der Herists. In ihren Weinen geht es Vater Klaus und Sohn Dieter vor allem um Harmonie und Eleganz. Dabei ist Zeit für die beiden ein wesentlicher Qualitäts-Faktor. Sie lesen ihre Trauben reif von Hand, präzise reif, nicht überreif. Nach ein paar Stunden Standzeit auf der Maische überlassen sie den Most ganz entspannt der spontanen Vergärung auf der wilden Umgebungshefe, um die Weine nach der Gärung dann geduldig und schonend, ohne die üblichen Eingriffe, über viele Monate in Holzfässern unterschiedlichster Größe ihrer Vollendung entgegenreifen zu lassen. Geschwefelt wird spät, geschönt gar nicht. So entstehen in leider winzigen Mengen erstaunlich charaktervolle Weine berührend natürlicher Austrahlung und unverwechselbarer Identität.

Kontrolliertes Nichtstun und Leidenschaft charakterisieren dieses winzig kleine Familienweingut, das in der 3.500-Seelen-Gemeinde Rechnitz im sonnigen Süden des Burgenlandes unmittelbar an der Grenze zu Ungarn liegt. Seit mehr als einem halben Jahrhundert widmet sich Familie Herist hier dem Weinbau. Neben Blaufränkisch und Pinot Noir gehört die geheime Leidenschaft dabei einer Rebsorte, die eher schlechtes Image genießt in Österreich, dem Welschriesling. Mit dem Einstieg des Sohnes Dieter kamen vor ein paar Jahren frischer Wind und neue Ideen auf das Weingut. Er leitet heute zusammen mit seinem Vater Klaus den winzigen Betrieb. Die beiden bearbeiten ihre Weinberge nach biologischen Kriterien und Sohn Dieter hat sich binnen weniger Jahre den Ruf erworben, eines der grossen Winzertalente Österreichs zu sein. Weil das Weingut aber so klein ist und durch den Ernteausfall der letzten Jahre keinerlei Einkommen zur Verfügung stand, verdient sich Dieter Herist derzeit seinen Lebensunterhalt bei einem Weinhändler in Wien. Das hat ihm beachtliches Weinwissen und profunde Verkostungs-Erfahrung beschert, weshalb es nicht verwundert, daß seine Weine, trotz seiner Jugend, so abgeklärt, so entspannt, so unaufgeregt wirken, als wären sie von einem Altmeister.  

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Ganze zwei Hektar bewirtschaften die beiden Herists in Rechnitz, einer der besten Weißweingemeinden des Burgenlands, was aber so wenig bekannt ist, daß kaum jemand weiß, daß in Rechnitz überhaupt Weinbau betrieben wird. An den Böden liegt dies nicht. Sie zählen zu den geologisch spannendsten des Burgenlandes. Rechnitz liegt am Fuße des schroffen Geschriebensteins, einer der höchsten Erhebungen des Burgenlandes. Statt mit sanft abfallenden Parzellen hat man es hier mit Hanglagen zu tun, die Geologen zum sogenannten »Rechnitzer Fenster« zählen, einer tektonischen Öffnung, bei der alte Gesteinsschichten an die Erdoberfläche kommen, die anderswo großflächig von jüngeren Gesteinsschichten überdeckt werden. Ein eigenwilliger geologischer Aufbau, der selten so anzutreffen ist, weil hier der Oberboden aus erdgeschichtlich altem Boden aus Grau- und Grünschiefer sowie Urgestein besteht.

Das Klima ist hier pannonisch warm mit alpinem Einfluß, auf warme Tage folgen also erstaunlich kühle Nächte. Ideale Bedingungen für eine Rebsorte, die in Österreich als banal und simpel gilt, der sich Dieter Herist aber mit großem Engagement widmet: Welschriesling. Er gelingt ihm in seltener Qualität und Ausstrahlung. Gehaltvoll, ohne schwer zu sein, vielschichtig strukturiert im Mundgefühl, anspruchsvoll im Charakter und so lebendig im Trunk, daß man den Ruf der Rebsorte ganz schnell vergißt, wenn man den Wein im Glas hat. 

In den Rieden Mitterrechnitz und Wohlauf wachsen sie, die Trauben der Herists. In ihren Weinen geht es Vater Klaus und Sohn Dieter vor allem um Harmonie und Eleganz. Dabei ist Zeit für die beiden ein wesentlicher Qualitäts-Faktor. Sie lesen ihre Trauben reif von Hand, präzise reif, nicht überreif. Nach ein paar Stunden Standzeit auf der Maische überlassen sie den Most ganz entspannt der spontanen Vergärung auf der wilden Umgebungshefe, um die Weine nach der Gärung dann geduldig und schonend, ohne die üblichen Eingriffe, über viele Monate in Holzfässern unterschiedlichster Größe ihrer Vollendung entgegenreifen zu lassen. Geschwefelt wird spät, geschönt gar nicht. So entstehen in leider winzigen Mengen erstaunlich charaktervolle Weine berührend natürlicher Austrahlung und unverwechselbarer Identität.