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2017

Pinot Noir »Herrenstück« QbA

Pinot Noir »Herrenstück« QbA 

Pinot Noir schickt sich an, zur roten Leitsorte Deutschlands zu werden. Nur über eine »deutsche Stilistik« scheinen sich die Winzer des Landes nicht sicher. Da wird experimentiert, gemacht, getan, um möglichst nahe an Burgund heran zu kommen, doch wozu? Auch dort wimmelt es vor diversen Ausbauphilosophien und damit vor stilistischen Unterschieden, die sich nicht unter einen Hut bringen lassen. Auch in Burgund kommt es nur auf den Winzer an! Deutscher Spätburgunder war bislang geprägt von hohen Erträgen, nicht optimalem genetischen Material und mangelndem Selbstbewußtsein in Sachen Ausbau und Stil. Holger Koch war unter den ersten hierzulande, der mit der Genetik der Rebsorte experimentierte und entsprechend hochwertige Klone pflanzte.

Nach den üblichen Irrungen und Wirrungen fand er zu ureigenem Stil, der die Rebsorte mutig anders interpretiert als andere. Dafür tut er im Weinberg alles, um kleinbeerige, hocharomatische, lockerbeerige Trauben zu erzeugen, die er im Keller so schonend wie möglich verarbeitet. Er verzichtet auf die Aufzuckerung des Mostes (Chaptalisierung), vergärt je nach Cuvée, Ausgangsmaterial und Jahrgang mehr oder weniger mit Stiel und Stängel, filtriert seine Weine kaum und tut nichts, um die natürliche Farbe seiner Weine zu beeinflussen. Er nimmt in Kauf, daß sie hellfarbig ausfallen. Sein »Herrenberg« des exzellenten Jahrgangs 2017 aus einer Parzelle, die auf Lößboden steht, kommt hellfarbig ins Glas, wirkt strukturell aber kräftiger und dichter, als diese vermuten läßt. Der Wein zeigt nicht die Süße so vieler deutscher Spätburgunder, er schmeckt französisch trocken, erweist sich im Aromenprofil aber unverkennbar als deutsch. Sensibel in der Komplexität in Duft und Geschmack, dicht und herb, aber auch leicht und zart in den Gerbstoffen. Frische in belebender Transparenz. Natürliche Zartheit. Doch dann kommen Kraft und Tiefe ins Spiel und sorgen für selbstbewußt eigenständigen Charakter. Feiner Pinot!

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Pinot Noir »Herrenstück« QbA 

Availability: In stock.

13,90 €
je Flasche à 0.75l / 18,53 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Deutschland - Baden
Pinot Noir
Weingut Holger Koch
6er Karton
Art-Nr. DBR17126
Inhalt 0.75l
seit 1999
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Pinot Noir schickt sich an, zur roten Leitsorte Deutschlands zu werden. Nur über eine »deutsche Stilistik« scheinen sich die Winzer des Landes nicht sicher. Da wird experimentiert, gemacht, getan, um möglichst nahe an Burgund heran zu kommen, doch wozu? Auch dort wimmelt es vor diversen Ausbauphilosophien und damit vor stilistischen Unterschieden, die sich nicht unter einen Hut bringen lassen. Auch in Burgund kommt es nur auf den Winzer an! Deutscher Spätburgunder war bislang geprägt von hohen Erträgen, nicht optimalem genetischen Material und mangelndem Selbstbewußtsein in Sachen Ausbau und Stil. Holger Koch war unter den ersten hierzulande, der mit der Genetik der Rebsorte experimentierte und entsprechend hochwertige Klone pflanzte.

Nach den üblichen Irrungen und Wirrungen fand er zu ureigenem Stil, der die Rebsorte mutig anders interpretiert als andere. Dafür tut er im Weinberg alles, um kleinbeerige, hocharomatische, lockerbeerige Trauben zu erzeugen, die er im Keller so schonend wie möglich verarbeitet. Er verzichtet auf die Aufzuckerung des Mostes (Chaptalisierung), vergärt je nach Cuvée, Ausgangsmaterial und Jahrgang mehr oder weniger mit Stiel und Stängel, filtriert seine Weine kaum und tut nichts, um die natürliche Farbe seiner Weine zu beeinflussen. Er nimmt in Kauf, daß sie hellfarbig ausfallen. Sein »Herrenberg« des exzellenten Jahrgangs 2017 aus einer Parzelle, die auf Lößboden steht, kommt hellfarbig ins Glas, wirkt strukturell aber kräftiger und dichter, als diese vermuten läßt. Der Wein zeigt nicht die Süße so vieler deutscher Spätburgunder, er schmeckt französisch trocken, erweist sich im Aromenprofil aber unverkennbar als deutsch. Sensibel in der Komplexität in Duft und Geschmack, dicht und herb, aber auch leicht und zart in den Gerbstoffen. Frische in belebender Transparenz. Natürliche Zartheit. Doch dann kommen Kraft und Tiefe ins Spiel und sorgen für selbstbewußt eigenständigen Charakter. Feiner Pinot!

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Deklarationen
Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 2.2 g/l
Bewirtschaftung: Naturnah
Ausbau: Holzfass > 300 l
Bodenart: Löß
Betriebsgröße: 7,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,54
Kellerbehandlung: Schönung
Wissenswert: Unfiltriert. Nicht zertifizierter biologischer Anbau

Pinot Noir schickt sich an, zur roten Leitsorte Deutschlands zu werden. Nur über eine »deutsche Stilistik« scheinen sich die Winzer des Landes nicht sicher. Da wird experimentiert, gemacht, getan, um möglichst nahe an Burgund heran zu kommen, doch wozu? Auch dort wimmelt es vor diversen Ausbauphilosophien und damit vor stilistischen Unterschieden, die sich nicht unter einen Hut bringen lassen. Auch in Burgund kommt es nur auf den Winzer an! Deutscher Spätburgunder war bislang geprägt von hohen Erträgen, nicht optimalem genetischen Material und mangelndem Selbstbewußtsein in Sachen Ausbau und Stil. Holger Koch war unter den ersten hierzulande, der mit der Genetik der Rebsorte experimentierte und entsprechend hochwertige Klone pflanzte.

Nach den üblichen Irrungen und Wirrungen fand er zu ureigenem Stil, der die Rebsorte mutig anders interpretiert als andere. Dafür tut er im Weinberg alles, um kleinbeerige, hocharomatische, lockerbeerige Trauben zu erzeugen, die er im Keller so schonend wie möglich verarbeitet. Er verzichtet auf die Aufzuckerung des Mostes (Chaptalisierung), vergärt je nach Cuvée, Ausgangsmaterial und Jahrgang mehr oder weniger mit Stiel und Stängel, filtriert seine Weine kaum und tut nichts, um die natürliche Farbe seiner Weine zu beeinflussen. Er nimmt in Kauf, daß sie hellfarbig ausfallen. Sein »Herrenberg« des exzellenten Jahrgangs 2017 aus einer Parzelle, die auf Lößboden steht, kommt hellfarbig ins Glas, wirkt strukturell aber kräftiger und dichter, als diese vermuten läßt. Der Wein zeigt nicht die Süße so vieler deutscher Spätburgunder, er schmeckt französisch trocken, erweist sich im Aromenprofil aber unverkennbar als deutsch. Sensibel in der Komplexität in Duft und Geschmack, dicht und herb, aber auch leicht und zart in den Gerbstoffen. Frische in belebender Transparenz. Natürliche Zartheit. Doch dann kommen Kraft und Tiefe ins Spiel und sorgen für selbstbewußt eigenständigen Charakter. Feiner Pinot!

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Alkohol: 13 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 2.2 g/l
Bewirtschaftung: Naturnah
Ausbau: Holzfass > 300 l
Bodenart: Löß
Betriebsgröße: 7,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Naturkork
pH-Wert: 3,54
Kellerbehandlung: Schönung
Wissenswert: Unfiltriert. Nicht zertifizierter biologischer Anbau