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Lessona »San Sebastiano allo Zoppo« 
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
2007

Lessona »San Sebastiano allo Zoppo«

Es scheint in Anbetracht seiner Weinqualitäten fast unglaublich, doch Lessona ist in der Welt des Weines kaum bekannt. Dabei steht die Lage »San Sebastian allo Zoppo« wie keine andere Lage der Region für Lessona und seinen Wein. Sie existiert heute angeblich noch so, wie sie von Familie Bulgaro am 7. Mai 1436 gekauft und bepflanzt wurde. Heute stehen Nebbiolo- und Vespolina-Reben auf dem 2 Hektar großen Hügel. Sie besorgen ihrem Wein eine natürliche Eleganz und Tiefe, wie man sie zu diesem Preis nirgendwo sonst ähnlich überzeugend findet.

Den Hügel mit den Reben umgibt ein kleines Paradies, wie es im Norden Piemonts nicht alltäglich ist: Zypressen, Palmen und nordafrikanisch wilde Flora und Fauna gedeihen hier. Sie verdanken ihre Existenz dem Mikroklima Lessonas, das im Frühjahr von intensiven und langen Regenfällen geprägt ist, die im Sommer abklingen. Lessona besitzt sandige Böden, die zu den sauersten der Weinwelt gehören. Sie sind so durchlässig und locker, daß sie kein Wasser speichern können. Trockenschäden sind da vorprogrammiert. Doch das Durchschnittsalter der Reben beträgt rund 80 Jahre. Sie wurzeln extrem tief und sind so gegen Trockenstress weitgehend gewappnet. Sie werden mit großem Aufwand gehegt und gepflegt, nur mineralisch gedüngt und ohne systemische Pestizide manuell bewirtschaftet. Die hohen Eisen-, Mangan- und Kaliumgehalte des Bodens sorgen für präsente mineralische Komplexität im Wein, die durch die niedrigen Erträge von weniger als 1 Kg Trauben pro Rebstock noch forciert wird. Die Produktionskosten sind hoch in Lessona, doch das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand.

Der Jahrgang 2007, im Frühjahr mild, im Sommer ausgewogen heiß, so daß die Trauben in Perfektion ausreifen und absolut gesund gekeltert werden konnten, gehört zu den großen der Region. Die von Hand gelesenen Trauben wurden abgebeert, zusammen gekeltert und im Edelstahltank und über 25 Tage hinweg mazeriert und vergoren. Anschließend reifte der Wein in 25 hl großen slovenischen Eichenfässern und ein Jahr in französischen Barriques.

In der Farbe präsentiert er sich hell rubinrot. Altmodisch. Unmodern. Offensichtlich unmanipuliert. Im Duft reif mit breiter Komplexität, die an Anis ebenso erinnert, wie an reife Feigen und welke Rosenblätter. Feingliedrig, elegant und überaus differenziert entfaltet sich herbstlicher Duft im Glas, der auch würzige Kirschen offenbart und kühle Lakritze, sogar einen Hauch von Teer und frischem Tabakblatt meint man zu ahnen. Im Mund erstaunliche frische Säure, vibrierend vor Agilität und Frische. Reife Gerbstoffe ergießen sich auf die Zunge, machen kernige Struktur spürbar, wirken zunächst deftig und rustikal, lassen es an Mitte auf der Zunge fehlen, doch dann kommt er, der Wein, setzt sich plötzlich druckvoll in Szene, wird breiter und agiler und agiert wie durch ein Wunder feingliedrig, feinkörnig und edel mit enormer Länge am Gaumen, wo er Lakritze und Brombeere, Wacholder und Holunder ablädt, daß es eine Pracht ist. Mit jeder Minute länger im Glas wirkt er länger am Gaumen und eindrucksvoll dichter in seiner Komplexität. Ein Wein, der zur Meditation über die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben anregt, weil er so gar nicht den antrainierten Konventionen entsprechen will. Toll, daß so spannend entspannende Weine abseits des breiten Stromes noch produziert werden.

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Italien - Piemont
rot Nebbiolo, Vespolina
Tenute Sella
6er Karton
Art-Nr. IPI07502
Inhalt 0.75l
Deklarationen
Alkohol: 13,6 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: > 2040+
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: gebr. Barrique
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Besonderes: Konventionelle Bewirtschaftung ohne systemische Pestizide
Dekantieren: Ja
Vergärung: Spontan
Verschlussart: Naturkork
Biogene Amine: Nein
pH-Wert: 3,38
Malolaktik: Nein
ManuVin®: Ja
Schwefel: Enthält Sulfite
Vegan: Nein