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Sorella (Cuvée)
Andrew Will's rare Spitzencuvée. So rar wie gesucht. Legendärer Wein aus einem der besten Weinberge Washington States, dem Champoux Vineyard. Chris Camarda bekommt hier die Trauben der ältesten Rebstöcke, die für fast schon spektakuläre Konzentration sorgen. Eine Konzentration, die aber im Wein kaum präsent ist, weil sie in kühlen Wogen physischer Weinsubstanz abschmilzt. Hier agiert eine Tanninqualität, die Staunen macht, weil sie einmalig ist in der Welt des Weines und typisches Merkmal großer Washington State-Weine.
Der große Jahrgang 2007 wurde aus 72% Cabernet Sauvignon, 15% Cabernet Franc, 10% Merlot und 3% Petit Verdot gekeltert, eine der vielen überflüssigen Bordeaux-Cuvées also? Denkste! Der Stoff geht ab wie Schmidts Katze! Washington State in Reinkultur. Pures Vergnügen in fester Gerbstoffstruktur von begeisternder Harmonie. Kühle Seidigkeit in dichter Packung. Bordeaux ade! Edles Holz im Duft, unnahbar, kaum präsent, würzig und animierend. Espresso, asiatische Gewürze, dunkle Beeren, mundwässerndes Rotweinideal. Gemacht für Jahrzehnte. Großer Stoff!
Andrew Will
Neben ‚Quilceda Creek’, dessen Cabernet wir seit 1994 importieren und der inzwischen zu den gesuchtesten Rotweinen der Welt zählt, gebührt Chris Camardas winziger ‚Andrew Will-Winery’ die Krone der Qualität in Washington State. Die beiden sind die Top-Adressen im Pacific North-West.
Der quirlige Chris Camarda, in seinem früheren Leben etablierte er als Gastronom die ersten Spitzenrestaurants im pazifischen Nordwesten, produziert seit 1989 in kompromißlos handwerklicher Qualität auf einer kleinen Insel im Puget Sound, auf Vashon Island, im Anblick der Skyline von Seattle sensible, stilistische Cabernets und Merlots eigenständiger Prägung in begeisternd feiner Stilistik. Seine Mengen sind winzig, die Weine extrem gesucht. Es sind handgemachte Weine, die er in ausgedienten Milchcontainern spontan vergärt und anschließend in Barriques 18 Monate auf der Feinhefe ausbaut. Sie kommen garantiert ohne die Hilfsmittelchen moderner Önologie aus und werden unfiltriert gefüllt. Es sind Rotweine mit Persönlichkeit, die fast schon zu schön ausfallen, um wahr zu sein. Diese ‚Schönheit’ basiert aber auf der Qualität der Trauben und deren sensibler und schonender Verarbeitung, nicht auf den üblichen Schönungen oder Kellertricksereien, die gerade auch bei hochpreisigen Weinen heute leider normal sind. Chris Camarda kauft seine Trauben bei Produzenten, mit denen er das Jahr über eng zusammenarbeitet. Sie bringt er mit gekühlten LKWs auf seine Insel im Sund von Seattle. Das ist normal in Washington State, wo die Weinberge 200 bis 300 km von den verarbeitenden Weingütern entfernt im Südosten des Bundesstaates liegen.
Alle bekannten Weingüter residieren in der Nähe ihres Hauptabsatzmarktes rund um Seattle. Sie verwenden fast alle das gleiche Traubenmaterial, denn die Auswahl an hochwertigem Lesegut beschränkt sich auf wenige exzellente Weinberge wie Two Blondes, Sheridan, Champoux, Klipsun, Mercer Ranch, Pepperbridge, Kiona, Ciel du Cheval oder Seven Hills. Sie sind zuverlässige Garanten für Spitzenqualität. Chris Camarda hat in den letzten Jahren aber auch 8 ha eigener Rebflächen in Produktion.
Was die Weine Washington States so besonders macht und signifikant anders schmecken läßt als alle anderen an der Westküste ist das besondere Klima des Nordweststaates. Es ist bis auf seltene Kälteeinbrüche ungewöhnlich gleichmäßig, kennt kaum Extreme, und beschert den Trauben ungewöhnlich lange Reifezeiten am Stock. Dieser gleichmäßige Klimaverlauf mit guter Wasserversorgung sorgt so für ungewöhnlich intensive Fruchtqualität in den Trauben mit umwerfend aromatischer Brillanz und einer Intensität in den Weinen, die zudem eine charakteristisch edle Tanninqualität besitzen, die weltweit einmalig ist, typisch für Washington State, dessen beste Weine sich deshalb stilsicher und eigenständig identifizierbar präsentieren.
Chris Camardas Weine sind der Inbegriff dieser Stilistik. Sie besitzen sensationell feine Gerbstoffe, die dicht und voller Fruchtintensität am Gaumen abschmelzen, ultrafein, lang und kühl, wie man es aus Europa nicht kennt. Die Weine von ‚Andrew Will’ sind bemerkenswert singuläre Weinpersönlichkeiten faszinierend eigener Prägung, kraftvoll aber elegant und je nach Jahrgang mit enormem Alterungspotential gesegnet.
Die Rebe
Cuvée rot
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.
Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.
Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?
![]() | USA - Washington State |
![]() | Cuvée rot |
![]() | Langsam |
![]() | 12er Karton |
| Art-Nr. WAS07103 | |
| Inhalt 0.75l |


















