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Champoux Vineyard (Horse Heaven Hill) 
2007

Champoux Vineyard (Horse Heaven Hill)

Champoux Vineyard. Legendär kühler Weinberg, ab 1972 visionär von Paul und Judy Champoux nur wenige Kilometer vom Columbia River entfernt gepflanzt und mit enormem Aufwand gepflegt und bewirtschaftet. Gehört zur Appellation ‚Horse Heaven Hill AVA’. Trauben unter dem Einfluß des Mikroklimas: Hier bläst ständig eine kühle Brise aus der Columbia-River-Schlucht, der Boden ist sandiger Lehm; er verleiht in den Weinen des legendären Weinberges faszinierend kühle und seidige Eleganz, verpackt in sensationell dichte Gerbstoffpräsenz. Nicht umsonst stammen aus diesem Weinberg vier 100-Punkte-Weine und zahlreiche, mit weit über 90 Punkten bewertete Weine. Mehr, als aus irgendeinem anderen Weinberg der Welt. Dennoch sind Washington States Spitzenlagen hierzulande noch kaum bekannt.

Chris Camarda, Gründer und Eigner von ‚Andrew Will’, ist am Champoux Vineyard als Partner beteiligt. Der Weinberg gilt nicht nur als einer der besten des Nord-West-Staates, er liefert auch die teuersten Trauben Washington States. Von hier kommt z. B. der Cabernet Sauvignon für Chris Camardas legendäre Cuvée Sorella.

Legendäre Weine also aus legendärem Weinberg. 2007 Champoux von Andrew Will besteht aus 52 % Cabernet Franc, der Rest ist Merlot, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot. Klingt langweilig und gewohnt, schmeckt aber alles andere als langweilig und gewohnt. Hier dampft lustvolle Fülle und berauschender Da-vergessen-wir-mal-ganz-schnell-Bordeaux-Sex aus dem Glas, mit Noten von frischen Früchten, Zimt, Nelken, Kardamom und Piment. Saftige Fülle beherrscht das Mundgefühl, fein, seidig, mundfüllend, duftig und dicht zugleich, kühl und warm, saftig und geschmeidig, daß es pures Vergnügen ist, ihm hinterher zu schmecken. Champoux ist eine große Bordeaux-Cuvée ohne mit Bordeaux auch nur das mindeste gemein zu haben. Dekantieren verstärkt seine samtige Fülle im Mund. Dann wird der Wein endgültig zum körperlichen Genuß mit Schauern des Wohlgefühls. Man trinkt nicht mehr, man hört zu, fühlt, riecht, schmeckt und versinkt in Weinerleben, das in schwarzen Kirschen, die einen orientalischen Basar besuchen, kulminiert. Weingenuß zum Träumen. 

Andrew Will

Neben ‚Quilceda Creek’, dessen Cabernet wir seit 1994 importieren und der inzwischen zu den gesuchtesten Rotweinen der Welt zählt, gebührt Chris Camardas winziger ‚Andrew Will-Winery’ die Krone der Qualität in Washington State. Die beiden sind die Top-Adressen im Pacific North-West.

Der quirlige Chris Camarda, in seinem früheren Leben etablierte er als Gastronom die ersten Spitzenrestaurants im pazifischen Nordwesten, produziert seit 1989 in kompromißlos handwerklicher Qualität auf einer kleinen Insel im Puget Sound, auf Vashon Island, im Anblick der Skyline von Seattle sensible, stilistische Cabernets und Merlots eigenständiger Prägung in begeisternd feiner Stilistik. Seine Mengen sind winzig, die Weine extrem gesucht. Es sind handgemachte Weine, die er in ausgedienten Milchcontainern spontan vergärt und anschließend in Barriques 18 Monate auf der Feinhefe ausbaut. Sie kommen garantiert ohne die Hilfsmittelchen moderner Önologie aus und werden unfiltriert gefüllt. Es sind Rotweine mit Persönlichkeit, die fast schon zu schön ausfallen, um wahr zu sein. Diese ‚Schönheit’ basiert aber auf der Qualität der Trauben und deren sensibler und schonender Verarbeitung, nicht auf den üblichen Schönungen oder Kellertricksereien, die gerade auch bei hochpreisigen Weinen heute leider normal sind. Chris Camarda kauft seine Trauben bei Produzenten, mit denen er das Jahr über eng zusammenarbeitet. Sie bringt er mit gekühlten LKWs auf seine Insel im Sund von Seattle. Das ist normal in Washington State, wo die Weinberge 200 bis 300 km von den verarbeitenden Weingütern entfernt im Südosten des Bundesstaates liegen.

Alle bekannten Weingüter residieren in der Nähe ihres Hauptabsatzmarktes rund um Seattle. Sie verwenden fast alle das gleiche Traubenmaterial, denn die Auswahl an hochwertigem Lesegut beschränkt sich auf wenige exzellente Weinberge wie Two Blondes, Sheridan, Champoux, Klipsun, Mercer Ranch, Pepperbridge, Kiona, Ciel du Cheval oder Seven Hills. Sie sind zuverlässige Garanten für Spitzenqualität. Chris Camarda hat in den letzten Jahren aber auch 8 ha eigener Rebflächen in Produktion.

Was die Weine Washington States so besonders macht und signifikant anders schmecken läßt als alle anderen an der Westküste ist das besondere Klima des Nordweststaates. Es ist bis auf seltene Kälteeinbrüche ungewöhnlich gleichmäßig, kennt kaum Extreme, und beschert den Trauben ungewöhnlich lange Reifezeiten am Stock. Dieser gleichmäßige Klimaverlauf mit guter Wasserversorgung sorgt so für ungewöhnlich intensive Fruchtqualität in den Trauben mit umwerfend aromatischer Brillanz und einer Intensität in den Weinen, die zudem eine charakteristisch edle Tanninqualität besitzen, die weltweit einmalig ist, typisch für Washington State, dessen beste Weine sich deshalb stilsicher und eigenständig identifizierbar präsentieren.

Chris Camardas Weine sind der Inbegriff dieser Stilistik. Sie besitzen sensationell feine Gerbstoffe, die dicht und voller Fruchtintensität am Gaumen abschmelzen, ultrafein, lang und kühl, wie man es aus Europa nicht kennt. Die Weine von ‚Andrew Will’ sind bemerkenswert singuläre Weinpersönlichkeiten faszinierend eigener Prägung, kraftvoll aber elegant und je nach Jahrgang mit enormem Alterungspotential gesegnet.

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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je Flasche à 0.75l / 65,33 €/L
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USA - Washington State
rotCuvée rot
Langsam
12er Karton
Art-Nr. WAS07101
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14,7 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2025+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Barrique
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Besonderes: Keine Filtration, keine Önochemie.
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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