Search Site

You're currently on:

Cabernet Franc 
2009

Cabernet Franc

Cabernet Franc aus Washington State? Müssen wir Wein aus Washington State importieren? Nein, müssen wir nicht! Wir tun es dennoch, weil wir finden, daß die Weine des pazifischen Nordwestens dem bunten Puzzle Wein eine spannend eigenständige Identität hinzufügen.

Chris Camarda, das Gesicht hinter dem Etikett von Andrew Will, ist legendärer Weinpionier Washington States. Ihm verdankt der Nordweststaat in Sachen Wein sehr viel. In Washington State ist die heimische Weinproduktion limitiert, die eigene Gastronomieszene äußerst agil und spannend, es wird gut Wein getrunken im pazifischen Nordwesten. Also ist es nicht einfach, an die guten Winzer und Weine heranzukommen, und die Weine sind teuer.

Chris Camarda ist auch hier wieder einmal Pionier. Weil Cabernet Franc zunehmend aus der Mode kommt gegen den nach wie vor populistischen Überflieger Cabernet Sauvignon kann er entlang des Columbia River preiswert Trauben kaufen von ausgezeichneten Traubenlieferanten. Dieses System von Traubenbauern, die an Weinmacher hochwertige Trauben zu mit der Qualität steigenden Preisen verkaufen, kennen wir in Europa nicht. Hier ist es so und Chris Camarda, seit rund 20 Jahren im Geschäft, kennt seine Quellen und den Markt. Er nutzt seine Erfahrung, um zu fairem Kurs diesen reinsortigen Cabernet Franc produzieren zu können, der für ihn wie für uns die Inkarnation eines Rotweines aus Washington State ist.

Er hat nichts mit europäischem Cabernet Franc zu tun, denn er wird auf dem Wüstenplateau von Yakima mühelos reif, seine Trauben hängen ca. 2-3 Wochen länger am Rebstock als in Europa. Zu ungewöhnlich fairem Preis will Chris Camarda mit diesem Einstiegswein von jungen Reben den einmaligen Charakter der Weine Washington States populärer machen. Genießen Sie also ganz entspannt einen seidigen Cabernet Franc, dessen duftige Gerbstoffe Wohlgefühl auslösen, Ergebnis der langen Reife am Rebstock,  die so in Europa nicht möglich ist. Eigenständiges Regionalprofil. Unverkennbar, unverwechselbar. Kühl und warm zugleich geht der Wein über die Zunge, wie Samt und in gänzlich anderem Aromaprofil als Cabernet Sauvignon, zarter, feiner, weniger dicht, eher seidig und geschmeidig, wunderschön! Reife Beeren- und Kräuternase, zart und intensiv zugleich, würzig, aber niemals vegtal, hart oder grün. Wohlfühlstoff aus handwerklicher Verarbeitung. Mustergültig preiswerte Identität mit hohem Genußfaktor. Give it a try!

Andrew Will

Neben ‚Quilceda Creek’, dessen Cabernet wir seit 1994 importieren und der inzwischen zu den gesuchtesten Rotweinen der Welt zählt, gebührt Chris Camardas winziger ‚Andrew Will-Winery’ die Krone der Qualität in Washington State. Die beiden sind die Top-Adressen im Pacific North-West.

Der quirlige Chris Camarda, in seinem früheren Leben etablierte er als Gastronom die ersten Spitzenrestaurants im pazifischen Nordwesten, produziert seit 1989 in kompromißlos handwerklicher Qualität auf einer kleinen Insel im Puget Sound, auf Vashon Island, im Anblick der Skyline von Seattle sensible, stilistische Cabernets und Merlots eigenständiger Prägung in begeisternd feiner Stilistik. Seine Mengen sind winzig, die Weine extrem gesucht. Es sind handgemachte Weine, die er in ausgedienten Milchcontainern spontan vergärt und anschließend in Barriques 18 Monate auf der Feinhefe ausbaut. Sie kommen garantiert ohne die Hilfsmittelchen moderner Önologie aus und werden unfiltriert gefüllt. Es sind Rotweine mit Persönlichkeit, die fast schon zu schön ausfallen, um wahr zu sein. Diese ‚Schönheit’ basiert aber auf der Qualität der Trauben und deren sensibler und schonender Verarbeitung, nicht auf den üblichen Schönungen oder Kellertricksereien, die gerade auch bei hochpreisigen Weinen heute leider normal sind. Chris Camarda kauft seine Trauben bei Produzenten, mit denen er das Jahr über eng zusammenarbeitet. Sie bringt er mit gekühlten LKWs auf seine Insel im Sund von Seattle. Das ist normal in Washington State, wo die Weinberge 200 bis 300 km von den verarbeitenden Weingütern entfernt im Südosten des Bundesstaates liegen.

Alle bekannten Weingüter residieren in der Nähe ihres Hauptabsatzmarktes rund um Seattle. Sie verwenden fast alle das gleiche Traubenmaterial, denn die Auswahl an hochwertigem Lesegut beschränkt sich auf wenige exzellente Weinberge wie Two Blondes, Sheridan, Champoux, Klipsun, Mercer Ranch, Pepperbridge, Kiona, Ciel du Cheval oder Seven Hills. Sie sind zuverlässige Garanten für Spitzenqualität. Chris Camarda hat in den letzten Jahren aber auch 8 ha eigener Rebflächen in Produktion.

Was die Weine Washington States so besonders macht und signifikant anders schmecken läßt als alle anderen an der Westküste ist das besondere Klima des Nordweststaates. Es ist bis auf seltene Kälteeinbrüche ungewöhnlich gleichmäßig, kennt kaum Extreme, und beschert den Trauben ungewöhnlich lange Reifezeiten am Stock. Dieser gleichmäßige Klimaverlauf mit guter Wasserversorgung sorgt so für ungewöhnlich intensive Fruchtqualität in den Trauben mit umwerfend aromatischer Brillanz und einer Intensität in den Weinen, die zudem eine charakteristisch edle Tanninqualität besitzen, die weltweit einmalig ist, typisch für Washington State, dessen beste Weine sich deshalb stilsicher und eigenständig identifizierbar präsentieren.

Chris Camardas Weine sind der Inbegriff dieser Stilistik. Sie besitzen sensationell feine Gerbstoffe, die dicht und voller Fruchtintensität am Gaumen abschmelzen, ultrafein, lang und kühl, wie man es aus Europa nicht kennt. Die Weine von ‚Andrew Will’ sind bemerkenswert singuläre Weinpersönlichkeiten faszinierend eigener Prägung, kraftvoll aber elegant und je nach Jahrgang mit enormem Alterungspotential gesegnet.

Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Cabernet Franc

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Cabernet Franc, früher reifend und wetterresistenter als sein ‚Bruder’ Sauvignon, die Basis eines guten Bordeaux. Er glich die Kapriolen des Merlot und des Cabernet Sauvignon aus. Doch dann verdrängte die moderne Merlot-Seuche den zickigen Franc, der stärker im Wuchs ist als Cabernet Sauvignon und  trotzdem einen längeren Anschnitt braucht, weil er kleinere Erträge liefert; sein Hang zum Verrieseln sorgt regelmäßig für natürliche Ertragsreduzierung und die dickschalige Rebsorte ist anfällig für Pilzkrankheiten. Doch der größte ‚Nachteil’ für den Winzer ist sein kleines Reifefenster: Um ein aromatisch reifes und interessantes Aromaprofil zu erzielen, muß Cabernet Franc in einem ganz bestimmten Reifeintervall, das oft nur wenige Tage groß ist, gelesen werden.

Nach seiner Verdrängung aus den Weinbergen des Bordelais über die letzten zwanzig Jahre zwingt jetzt der Klimawandel den kühlend wirkenden Cabernet Franc wieder zurück. Der beliebte Merlot ist zu heiß geworden, zu alkoholisch, er braucht aromatische 'Kühlung'. Die garantieren ihm, neben dem Cabernet Franc, auch die einst altbewährten, dann aber bewußt eliminierten dickschaligen Malbec und Petit Vedot, die derzeit ebenfalls ein ungewolltes aber fast zwangsläufiges Comeback in den Weinbergen Bordeaux feiern.

Wenn Cabernet Franc reif gelesen wird, kann er mit dunkel würzigem, komplexem Duft nach frischem grünem Pfeffer, animierenden Kräutern und kühl wirkendem Hauch von Süßholz und Veilchen aromatisch begeistern. Jene unattraktiv kräuterig grünen, harten Noten, die an unreife Paprika und frisch gemähtes Gras in Duft und Geschmack erinnern, die ihm in den neunziger Jahren schlechten Ruf einbrachten, sind nichts anderes als Indiz für schlechte Laubarbeit im Sommer, zu frühe Lese, unreifes Traubenmaterial und zu hohe Erträge, sprich für schlechte Winzerarbeit.

In Reinkultur kann man Cabernet Franc heute am besten an der Loire erleben und genießen; in Chinon, Bourgueil, Saumur-Champigny oder Brissac bewirkt der Klimawandel wahre Wunder; noch nie waren rote Loireweine so aufregend, so reif und so gelungen wie in den Jahren seit 2001.

So bekannt und beliebt Cabernet Sauvignon ist, so wenig bekannt ist Cabernet Franc. Dabei sind gute reinsortige Cabernet Francs die vielleicht interessanteste Bordeaux-Alternative überhaupt. Interessanter in Duft und Geschmack sind sie, wenn gut gemacht, allemal. Die starken Jahrgangsschwankungen, die die Rebsorte spürbar prägen, strapazieren unsere Loyalität Winzern wie Rebsorte gegenüber allerdings immer wieder. Deshalb scheint die umstrittene Rebsorte ihre optimale Wirkung in Verschnitten mit Cabernet Sauvignon und Merlot am überzeugendsten zu verwirklichen. Ihre aromatische Komplexität und ihre angenehm kühlenden Eigenschaften kommen im elegant frischen Charakter einer gekonnt zusammengestellten Cuvée am besten zur Geltung.

 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





27,00 €
je Flasche à 0.75l / 36,00 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
USA - Washington State
rotCabernet Franc
Langsam
12er Karton
Art-Nr. WAS09104
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Barrique
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Besonderes: Keine Filtration, keine Önochemie
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

Auch von diesem Winzer

  1. Two Blondes Vineyard (Yakima Valley)
    2005
    Two Blondes Vineyard (Yakima Valley)
    42,00 €
    0.75l 
  2. Ciel du Cheval Vineyard (Red Mountain)
    2007
    Ciel du Cheval Vineyard (Red Mountain)
    49,00 €
    0.75l 
  3. Two Blondes Vineyard (Yakima Valley)
    2007
    Two Blondes Vineyard (Yakima Valley)
    47,00 €
    0.75l