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Cabernet Sauvignon 'Santa Barbara County'
Vita Nova, ein raffiniert kühler Cabernet Sauvignon aus Santa Barbara. Jim Clendenen, the mind behind Au Bon Climat und seinen weltberühmten Chardonnays und Pinot Noirs, produziert am Purissima-Mountain, im kühlen Santa Ynez Valley direkt am Pazifik in der Nähe Santa Barbaras, einen Cabernet Sauvignon der Extraklasse.
Vita Nova ist Cabernet wie er schöner kaum sein kann. Wein-Magier Jim Clendenen reifte den Wein unglaubliche 36 Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques und stellt einen samtigen Traum an geschmacklicher Entspannung und Wohlgefühl vor. Der Wein gelang ihm Jahrgang 2006 so seidig und geschmeidig, so saftig und sinnlich wie nie zuvor. Intensive Kirsch- und Beerenfrucht steht über dem Glas. Die Zunge wird von traumhafter Gerbstoffqualität gestreichelt, die sie wie kühle Seide wohlig umhüllt. Saftig und samtig agiert der Wein, pralle dunkelwürzige Kirsch- und Pflaumenfrucht verbreitend, kühl und raffiniert fein im Mundgefühl, expressiv in Frucht und Würze.
Dieser Cabernet schmeckt tatsächlich wie kein anderer. Durch die ungewöhnlich lange Reifezeit der Trauben am Rebstock, wie sie für diese kühlste Region Kaliforniens typisch ist, fällt die Rebsorte so expressiv aus, daß man sich dem Reiz dieser Naturschönheit kaum entziehen kann. In Verbindung mit Jims visionär langem Ausbau im Holzfaß entsteht daraus ein Meisterwerk an Cabernet, das unverwechselbar ausgefallen ist. Kein großer Wein im Sinne beeindruckender Statur, aber authentischer Cabernet-Genuß, den man sich entspannender und preiswerter nicht wünschen kann. Labsal für die Seele und sinnlicher Lusttropfen zugleich. Ein absoluter Glücksfall von Cabernet, der so unglaublich preiswert ist, daß man vor Freude jubeln könnte.
Vita Nova
‚Vita Nova’, neues Leben. Unter diesem Etikett firmiert die Bordeaux-Abteilung von Jim Clendenen, auch bekannt als Chef der weltbekannten Winery ‚Au Bon Climat’ im kühlen Santa Barbara. Jim Clendenen steht zwar für Chardonnay und Pinot Noir der Spitzenklasse, doch Jim ist viel zu neugierig, um sich sein Winzerleben lang nur mit zwei Rebsorten zu beschäftigen. Unter seinem Label ‚Podere del Olivos’ beschäftigt er sich mit autochthonen italienischen Rebsorten, die er zum Teil zu echter Meisterschaft bringt, die ihm in Italien großes Renommee unter den Winzern bescherte. Unter dem Etikett 'Vita Nova' geht es ihm um die Bordelaiser Rebsorten wie Malbec, Petit Verdot und die beiden Cabernets. Merlot hat er nicht im Portfolio, der interessiert ihn nicht.
Für uns produziert Jim Clendenen unter dem Etikett ‚Vita Nova’ einen begeisternd ‚anderen’ Cabernet Sauvignon, der in einer Region gedeiht, die als zu kalt für die dickschalige Bordeaux-Varietät gilt. Tatsächlich brauchte auch ein Spitzenwinzer wie er Jahre, um dem Cabernet Sauvignon jene unattraktiven unreifen Grüne-Paprika-Aromen abzugewöhnen, die sein Erscheinungsbild über Jahrzehnte prägten und so nachhaltig unattraktiv machten. Neue Reberziehungssysteme und aufwendige Blattwerksarbeit schafften schließlich, was heute als expressives Cool Climate-Profil besonderes Cabernet-Vergnügen bereitet: Jims Cabernet ‚Vita Nova’ begeistert mit nobler aromatischer Expressivität, die ihn von den voluminös dicken Cabernets Nordkaliforniens grundlegend unterscheidet. Sein fruchtbeladener Charme, seine angenehm kühle, wohltuend seidig wirkende Gerbstofftextur begeistern schon beim ersten Schluck und seine samtigen Tannine machen dann endgültig süchtig und Lust auf mehr. Die Qualität der Gerbstoffe ist das Geheimnis dieses famosen Cabernets, der nach weit mehr schmeckt als er kostet; sie sind woanders auf der Welt so nicht zu erzielen.
Vita Nova ist also ein Glücksfall von Cabernet, den Jim Clendenen 36 Monate auf der Vollhefe reifen ließ, um ihm so jene seidige Reife, jenen kühlen Schmelz und Samt in den Gerbstoffen zu vermitteln, die ein Wohlgefühl im Mund auslösen, das man so schnell nicht vergißt. Weingenuß als haptisches, physisches Erlebnis. Cabernet kann so lecker - und so preiswert - sein!
Die Rebe
Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon gilt heute allgemein als die Inkarnation guten Rotweines. Es ist die populärste aller roten Rebsorten und wird in praktisch jedem Land der Erde, in dem die Rebsorte ausreifen kann, auch angebaut. So wurde Cabernet Sauvignon zur dominanten Spitzenrebsorte der Welt.
Wie keine andere rote Rebsorte schmeckt Cabernet Sauvignon, egal wo er auf der Welt angebaut wird, stets unverkennbar nach Cabernet Sauvignon. Er ist also in Geschmack und Charakter weniger abhängig von Jahrgang, Herkunft und Machart als andere rote Rebsorten. Immer bringt er satte Konzentration an Gerbstoffen und Farbpigmenten auf die Zunge, immer steht ein kraftvolles, nach schwarzen Johannisbeeren, Zeder, Leder und dunkler Schokolade erinnerndes Bukett über dem Glas, das nur dann unangenehm in grüne Paprika und wenig attraktive unreife Aromen verfällt, wenn der Ertrag zu hoch und/oder das Klima so kühl war, daß die Trauben nicht physiologisch ausreifen konnten. Cabernet Sauvignon gedeiht als spätreifende Sorte also am besten in wärmeren Klimata, in denen er physiologisch ausreifen kann.
Ob seiner dicken Beerenschale und seiner vielen Kerne im Fruchtfleisch kann reinsortiger Cabernet Sauvignon, der nicht extrem sorgfältig mazeriert und ausgebaut wurde, ruppig, hart und uncharmant ausfallen. Seine Struktur ist ungewöhnlich potent und präsent, doch Gerbstoffe und Farbintensität alleine ergeben noch keinen großen Wein mit Fülle, Eleganz und Tiefe. Deswegen verschneidet man Cabernet Sauvignon in aller Welt mit anderen Rebsorten, wobei das klassische Bordeaux-Rezept das bekannteste und weitverbreitetste ist: Der spätreifende kernige, für Rückgrat und stoffigen Körper sorgende, stets etwas hart agierende Cabernet Sauvignon wird dabei mit dem um bis zu zwei Wochen früher reifenden, fruchtigen weil dünnschaligeren, aber etwas behäbigen Merlot verschnitten; Cabernet Franc verleiht der Cuvée raffinierte kühle Frische und rassige Duftigkeit und in geeigneten Jahrgängen besorgt die kleinbeerige, noch dickschaligere Petit Verdot prägnante Würze und zusätzliche Farbintensität. In der Toskana harmoniert die dortige Sangiovese verblüffend gut mit Cabernet Sauvignon und in der Provence, Südfrankreich und Australien hat sich Syrah als interessanter Partner des Cabernet Sauvignon bewährt.
Um seine natürlich hohe Konzentration an Phenolen, die während der Mazeration und Maischung den Beerenschalen und reichlich vorhandenen Fruchtkernen entzogen werden, zu zähmen, hat sich der Ausbau im kleinen Holzfaß für Cabernet Sauvignon als fast schon notwendige Voraussetzung für späteren Genuß etabliert. Durch bewußten Kontakt mit Sauerstoff während des Faßausbaus, der je nach Qualität und Reife des Weines bis zu 18 und mehr Monaten dauern kann, versucht man dabei die Polymerisation der Phenole/Gerbstoffe in feinere Bahnen zu lenken. Wie kaum eine andere rote Rebsorte belohnt großer Cabernet Sauvignon diese Faßreifung mit subtil komplexen Geschmacks- und Aromastoffen, die sich über viele Jahre der Reife zu einem delikaten Bukett entfalten, das in seiner Vielschichtigkeit und Tiefe einmalig ist. Aus einem deftigen, gerbstoffbetonten harten Burschen in der Jugend wird so mit den Jahren ein gediegener, edler Grandseigneur, der Finesse vor Kraft und Komplexität vor Wucht stellt.
In den letzten Jahren kommen speziell aus Kalifornien reinsortige Cabernet Sauvignons, die so sorgfältig gekeltert und verarbeitet wurden und so lange im Holzfaß auf der Hefe reifen konnten, daß sie unvergleichliches Weltklasseniveau erreichen, das den Weinen der alten Welt neue Maßstäbe vorgibt. Die enorme Popularität der Rebsorte sorgt so für ungewöhnliche Qualitätsdynamik in jenen Weinbergen der Welt, in denen Cabernet Sauvignon engagiert angebaut wird.
Um den Ursprung der Rebsorte ranken sich viele Märchen und Geschichten. 1997 ergab eine DNA-Analyse der berühmten Wein-Universität von Davis in Kalifornien, daß Cabernet Sauvignon mit größter Wahrscheinlichkeit eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ist, was großes Erstaunen in der Fachwelt auslöste, bis heute aber unwidersprochen blieb. Tatsächlich tritt die Rebsorte nicht, wie immer wieder behauptet wird, schon im 16. Jahrhundert in Bordeaux offiziell in Erscheinung, sondern erst Ende des 18. Jahrhunderts, als im Médoc die ersten großen Weingüter entstehen. Nach der Reblauskatastrophe ist es die Merlot, die zusammen mit Cabernet Franc in Bordeaux maßgeblich angebaut wird. Erst in den 1980er Jahren nimmt die Rebfläche an Cabernet Sauvignon vor allem im Médoc enorm zu, in den späten 1990er Jahren kommt dann der Merlot wieder mehr ins Spiel. Der Klimawandel sorgt schließlich nach 2001 dafür, daß wieder dickschalige, später reifende Sorten wie Cabernet Sauvignon, Malbec, Petit Verdot und Cabernet Franc vermehrt angepflanzt werden.
Es sind also Geschmacksmoden aber auch klimatische Notwendigkeiten, die zu einem sich dynamisch verändernden Rebsortenspiegel führen im weltberühmten Bordeaux, mit dem Cabernet Sauvignon stets fast schon zwangsläufig in Verbindung gebracht wird, obwohl er dort nur äußerst selten reinsortig abgefüllt wird. Neue Maßstäbe für die Rebsorte werden heute eher in der neuen Welt, und dort vor allem in Washington State und Kalifornien, gesetzt, weniger in der alten Welt.
![]() | USA - Santa Barbara |
![]() | Cabernet Sauvignon |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. CAL06191 | |
| Inhalt 0.75l |













