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Syrah 'Bouquet Garni' Bennet Valley 
2007

Syrah 'Bouquet Garni' Bennet Valley

Syrah ist unter Kaliforniens Spitzenwinzern nach Pinot Noir die derzeit angesagteste Rebsorte. Syrah hat Zukunft in Kalifornien, wie einige grandiose Exemplare beweisen, die längst zu identischen Preisen gehandelt werden wir große Cabernets.  Auch Luc Morlet hat sich der Rebsorte angenommen. Er produziert auf einem steilen Weinberg im kühlen Bennet Valley im westlichen Sonoma einen der eindrucksvollsten Syrahs Kaliforniens, wobei ihm an der Central Coast wie der Sonoma Coast äußerst spannende Konkurrenz erwächst. Wir werden bis Frühjahr 2012 einiges zu diesem Thema anbieten . . . .

 . . . . zurück zu Luc Morlet. Luc ist Franzose, er hat in Frankeich gelernt, in seiner raren Syrah pflegt er seine französischen Wurzeln und schwelgt doch ganz in kalifornischer Zukunft. Von Hand gelesen, anschließend von Hand entrappt und Beere für Beere, Traube  für Traube von Hand selektiert, keltert er äußerst schonend und vergärt im Keller kompromißlos spontan; anschließend baut er den Wein über 18 Monate auf der Feinhefe in neuen Barriques aus.

Luc Morlets Syrah des Charme-Jahrgangs 2007 bringt zwar 14,1 Vol. % auf die Waage, doch im Mund spürt man von der Last des Alkohols nicht den Hauch. Intensiv steht schwarze Johannisbeere über dem Glas; die Rebsorte gibt sich unmißverständlich zu erkennen in charakteristischen Räucherfleischaromen, weißem Pfeffer und Veilchennoten. Der Wein begeistert im Glas, ist intensiv aromatisch, kühl, frisch, rein, präzise und dabei so komplex, daß man mit Begeisterung  schnüffelt. In entwaffnender Reintönigkeit verströmt er das für Syrah typische Eugenol, heller Tabak und schwarze Früchte erinnern an erstklassigen Pinot Noir, ähnlich duftig wirkt er, zart und doch fest und dicht, unglaublich saftig im Mund, schlank und doch potent, nie heiß oder breit, sondern  unglaublich lang im Finish, mit festem Griff in den Gerbstoffen und würzigem Nachklang, der lange auf der Zunge bleibt. Unbestritten Syrah der Spitzenklasse, wenn auch spürbar kalifornisch inspiriert.

2-3 h vor Genuß dekantieren oder erst in 2 - 3 Jahren trinken. Dürfte sich über die kommenden fünf bis acht Jahre zu rarer Perfektion entwickeln. Limitiert verfügbar.

Morlet Family Vineyards

Luc Morlet ist einer der angesehensten Weinmacher Kaliforniens. Wir kennen ihn seit ein paar Jahren und staunen immer wieder darüber, daß er als Franzose in Kalifornien die vielleicht kalifornischsten Weiß- und Rotweine macht, die wir an der Spitze Kaliforniens kennen. Luc greift auf bewährte französische Techniken zurück, er hat sich dem ‚natural winemaking’ verschrieben, der Nicht-Intervention im Keller, und seine eigenen Reben bewirtschaftet er biodynamisch. Die Stilistik seiner Weine wirkt so kalifornisch, daß man immer wieder staunt darüber, daß ein Franzose hinter der puristischen Wucht und Kraftentfaltung steckt, die einem da aus dem Glas entgegen kommt.

Luc Morlet war, bevor er nach Kalifornien kam, technischer Direktor der väterlichen Firma Pierre Morlet & Fils in der Champagne. Als Kellermeister auf Chateau Dauzac in Bordeaux kam er mit Su Hua Newton zusammen, die nach dem Tod ihres Mannes einen neuen Betriebsleiter suchte und Luc Morlet anbot, nach Kalifornien zu kommen und ihr Weingut am Spring Mountain zu leiten. Er kam und blieb. Bis heute. Luc Morlet war es, der in seiner Zeit bei Newton Vineyards den berühmten Chardonnay Unfiltered entwickelte, der für große Furore sorgte damals und weltweit gesucht war. 2001 holte ihn Sir Peter Michael zu seiner Peter Michael Winery, wo er von 2001 bis 2005 als verantwortlicher Kellermeister mit großen Chardonnays und kraftvoll feinen Cabernets nicht minder für Furore sorgte. Mehrere seiner Weine wurden damals von den einschlägigen Medien mit 98 und 99 Punkten bewertet und bis heute berät Luc Morlet das Team der Peter Michael Winery, obwohl seit 2005 sein Bruder Nick hier verantwortlicher Betriebsleiter und Kellermeister ist. Danach ging er für ein paar Jahre zu Staglin Family Vineyards, wo er neben Michel Rolland als Berater und David Abreu im Weinberg für den Keller verantwortlich war. Kaum ein anderer Weinmacher, auch kein kalifornischer, produzierte binnen weniger Jahre ähnlich hochbewertete Weine wie der Franzose Luc Morlet. Er scheint mit seiner Stilistik den Nerv der Zeit, den Geschmack seiner Epoche oder zumindest den seiner Kritiker genau getroffen zu haben und nach wie vor zuverlässig zu treffen.

Seit 2006 kümmert sich Luc Morlet mit seiner amerikanischen Frau Jodie um das eigene Label Morlet Family Vinyards. In winzigen Mengen produzieren die beiden von herausragenden Weinbergen im Napa Valley, aber auch an der Sonoma Coast, beeindruckend dimensionierte Weine großer Persönlichkeit und Ausstrahlung. Es sind keine sensiblen, intellektuell angehauchten Weine für Feintrinker, sondern expressive, dicht gepackte, hochkonzentrierte Chardonnays, Syrahs und Cabernet-Blends aus puristisch handwerklicher Produktion, die zu den besten Kaliforniens gezählt werden. Nebenbei berät Luc Morlet ausgesuchte kleine Weingüter, denen er mit seiner Stilistik fast schon beängstigend zuverlässig zu schnellem Ruhm durch höchste Bewertungen verhilft.

Wir bekommen jährlich eine kleine Zuteilung seiner besten Weine, die er oft nur in wenigen hundert Flaschen produziert. 

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Die Rebe

Syrah

Syrah und Shiraz. Faszinierende Vielfalt, enormes Potential, verkannte Rebsorte. Die Geschichten (und Märchen) über den Ursprung dieser inzwischen weltweit populären Rebsorte nennen Shiraz im alten Persien und Syrakus in Sizilien gleichermaßen als historischen Ursprung. Bis heute ist ungeklärt, woher die Syrah-Traube wirklich stammt. In Argentinien heißt sie ob ihres stark duftenden würzigen Buketts treffend "Balsamina", in Italien "Neretto", wo sie aber kaum jemand mit Syrah verbindet, weil sie dort mit relativ hohen Erträgen belastet wird, und selbst in Frankreich besitzt sie als "Serine" ein weiteres Synonym.

Wie kaum eine andere rote Rebsorte setzt Syrah die Qualität des Standortes in Aromafülle und Charakter um. Wenn die Erträge zu hoch werden, neigt sie zu primär reduktiven Böcksern, schmeckt verwässert, metallisch und blechern und entwickelt fast schon ordinär simple Aromen. Auch wenn sie zu reif gelesen wird verliert sie an Aroma und Säure. Syrah ist ertragreich und krankheitsresistent, aber sie verrieselt leicht und ihr Holz ist stark windbruchgefährdet, weshalb sie im südlichen Rhônetal, wo der berühmte Wind Mistral regiert, nur an besonders windgeschützten Stellen gedeiht.

Auf kurzen Rebschnitt reagiert Syrah mit niedrigen Erträgen. Nur dann entwickelt sie jene dichte, kompakte Aromatik von sehr spezieller tiefer, dunkler, würziger Komplexität, deren Spektrum in der Jugend von schwarzem Pfeffer über Pferdemist bis zu frischem Fleisch und verbranntem Gummi reicht - je nach Terroir, Boden und Exposition, vor allem aber je nach Reife. Große reife Syrah duftet nobel und balsamisch wie hochkarätiger Saint Emilion. Besonders komplex und anspruchsvoll gelingt Syrah auf Granit (Hermitage und Cote Rotie), aber auch auf Schiefer (Cornas und St. Joseph).

Anders als in der Literatur oft beschrieben, besitzt Syrah, von der es kaum Klonenselektionen gibt, keine ausgeprägt dicke Beerenschale, sondern die mittelgroßen Trauben, die kompakt und deutlich zylindrisch geformt am Stock hängen, enthalten Beeren mit unerwartet feinen Schalen, die aber außergewöhnlich widerstandsfähig sind und eine Pigmentdichte von extremer Gesamtkonzentrationen aufweisen: Bis zu 40 % liegt die Farbpigmentdichte von reifer Syrah über derjenigen der dunklen, farbstarken Carignan! Diese Tatsache prädestiniert Syrah für lange Reifezeit und forcierten Faßausbau. Deshalb bietet Syrah ungewöhnlich sichere Entwicklung und Haltbarkeit. Deshalb ist das stilistische und geschmackliche Spektrum von Syrah/Shiraz je nach Extraktion, Mazeration, Herkunft, Ertrag und Ausbau so vielfältig. Deshalb besitzt Syrah eine so faszinierend hochwertige Qualitäts-, Geschmacks- und Stilbandbreite, die sie zu einer der besten roten Rebsorten überhaupt macht, deren qualitatives Potential aber chronisch ignoriert wird.

 

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68,00 €
Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 90,67 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
USA - Napa Valley
rotSyrah
Langsam
6er Karton
Art-Nr. CAL07406
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14,2 Vol %
Trinkbar ab: 2010
Optimale Reife: - 2018+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biologisch
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Urgestein (Basalt)
Besonderes: Naturnaher Anbau, schonender Ausbau
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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