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Sauvignon Blanc 'Napa Valley'
Der populärste und best bewertete Sauvignon Blanc Amerikas. Spottswoods Bio-Sauvignon ist eine Legende in den USA, er schmückt die besten Weinkarten, es gab ihn schon auf Präsidenten-Dinners und er ist so rar, daß wir ihn nur selten anbieten können. Zumindest lohnen die wenigen Flaschen, die uns davon zugeteilt werden, keinen großen Vertriebsaufwand per Print.
Kalifornischer Sauvignon Blanc ist, ganz ehrlich, selten die Mühe wert importiert zu werden. Erstens riecht und schmeckt er nur selten nach dem, was wir als Sauvignon kennen, nur zu oft ähnelt er verdächtig dem üblichen Chardonnay-Ideal Amerikas, und zweitens haben wir in Europa eine so spannende Vielfalt an Sauvignon Blanc zu bieten, von der Loire bis zur Steiermark, daß wir uns nie ernsthaft mit der Rebsorte in der neuen Welt beschäftigt haben. Einzig Spottswoodes wunderbar ‚anderes’ Exemplar aus seriösem Bioanbau hat es uns seit vielen Jahren angetan, wir kennen den Wein vom ersten Jahrgang an, und so war klar, daß wir ihn importieren würden, als uns Beth Novak-Milliken, die Eignerin von Spottswoode, die ersten Flaschen für den Export anbot. Hier ist er also:
Die Trauben werden mit seltener Sorgfalt gelesen, bearbeitet und verarbeitet. Die Weine von Spottswoode sind nicht umsonst Legende in Amerika, denn ihre außergewöhnlich feine und noble Qualität basiert auf entsprechender Arbeit in Weinberg und Keller. So war Spottswoode einer der ersten Spitzenbetriebe in ganz Amerika, der sich 1990 für bessere Weinqualität ökologisch zertifizieren ließ.
Die Trauben für diesen berühmten Sauvignon Blanc stammen von eigenen Weinbergen und ein paar wenigen Vertragswinzern. Sie vergären nach schonender Kelterung spontan in Edelstahl, der Most reift in gebrauchten Barriques auf der Vollhefe. Cremig dicht und ungewohnt saftig präsentiert sich der Wein, so kennt man Sauvignon Blanc in Europa nicht. Appetitliche tropische Fruchtaromen stehen in nobel distinguiertem Bukett über dem Glas, Zitrusaromen und frisches Zitronengras, appetitliche Gewürze und stahlige Frische, gekonnt balanciert und umgarnt von weicher, milder Finesse. Ein eigenständiger Stil von Sauvignon Blanc, dessen 14 Volumenprozent man im Trunk nicht einmal ahnt, so geschmeidig und erfrischend wirkt der Wein auf der Zunge und am Gaumen. Weinrarität für selbstkochende Kräuter- und Fischfans.
Ende Oktober 2011 trifft der Jahrgang 2010 ein. First come, first served, jetzt reservieren.
Spottswoode Estate
Im Napa Valley regieren aufgemotzte Neureichen-Betriebe den Markt, deren Existenz alleine auf Parkers Punktegnaden basiert. Sie lesen ihre Trauben brutal überreif, haben deshalb 15 und mehr Volumenprozent Alkohol, die mit Wasser auf ‚Trinkstärke’ gebracht werden müssen, sie konzentrieren maximal an der Rebe, aber auch maximal im Keller und haben deshalb von allem zuviel; sie werden ausschließlich für Parkers Punkte produziert, weil sie nur so der hörige Weltweinhandel blind zu kaufen verspricht. Zu snobby Preisen, versteht sich. Doch die Ära dieser lauten Weine neigt sich ihrem Ende zu, weil der ehrliche, nachhaltig produzierte ‚echte’ Wein wieder entdeckt wird, endlich!
Ein Betrieb, der seit über zwanzig Jahren die Noblesse und Grandezza der Rebsorte Cabernet Sauvignon, wie sie nur im Napa Valley entsteht, auf höchstem Niveau in wohltuender Bescheidenheit zelebriert, ist Spottswoode aus St. Helena im Herzen des Napa Valley.
Das 1982 gegründete Weingut wurde unter der Regie der sympathischen Beth Novak-Milliken zum ökologischen Pionierbetrieb in Amerika, Spottswoode ist seit 1990 ökologisch zertifiziert. Beth Novak-Milliken produziert auf knapp 20 Hektar auf lehmigen Kies- und Sandböden den legendärsten Sauvignon Blanc des berühmten Weintales, der ob seiner eigenständigen Qualität als einziger den Export in die alte Welt rechtfertigt, sowie einen Zweitwein aus Cabernet Sauvignon, der seine Käufer unter dem altehrwürdigen Etikett Lyndenhurst mit dem unwiderstehlichem Charme typischen Napa Valley-Cabernets zu fairem Preis verzaubert. Das legendäre Prachtstück des visionären Bio-Betriebs ist ein reinsortiger Cabernet Sauvignon, der als Spottswoode Estate zu den großen Understatementpersönlichkeiten des Napa Valley gehört. Einer der im Sinne des Wortes schönsten Cabernets Kaliforniens, leise und elegant, vornehm und unglaublich dicht, fein verwoben und aristokratisch tiefgründig; Spottswoode ist Eigenart, unverwechselbarer Herkunftscharakter, respektvoll umgesetzt in Perfektion, ökologisch zertifizierte Weltklasse, leise Kraft und vornehmes Understatement, rare Antipode zum Krach der ordinären Neureichen-Weine. Einer der großen Rotweine der Welt, der nachvollziehbar macht, warum das Napa Valley in Sachen Cabernet singuläre Ausnahmestellung einnimmt. Einer der großen Weine Kaliforniens, souveräne Weltklasse ohne peinlich mondäne Attitüde.
Die Rebe
Sauvignon blanc
Sauvignon Blanc ist nach dem Chardonnay die zweitmeist angebaute weiße Rebsorte der Weinwelt. Sie geht auf eine Zufallskreuzung von Traminer mit Chenin Blanc zurück und gilt als charaktervolle und edle weiße Rebsorte. Tatsächlich kann sie aber auch ärgerlich simpel, aufdringlich und ordinär riechen und schmecken. Heute wird sie häufig mittels spezieller Aromaenzyme vergoren, die aus der Beerenschale ein so simples wie lautes Aroma extrahieren, das unerfahrene Weintrinker begeistert, Kenner der Rebsorte aber eher langweilt. Industriellen Exemplaren aus Übersee wird immer wieder gezielt Methoxypyrazin zugesetzt, ein in Europa verbotener Aromastoff, der in Sauvignon Blanc aber natürlich vorkommt und dessen leicht erkennbares Aromaprofil prägt, ihn weist man hierzulande immer wieder nach.
Pyrazin ist der Oberbegriff für eine Gruppe chemischer Verbindungen, die sich als natürlich vorhandene Aromastoffe vom Pyrazin ableiten. Sie sorgen in vielen Gemüsesorten für vegetale Aromen, entstehen aber auch beim Erhitzen von Lebensmitteln und sorgen dann für die charakteristischen Röstaromen. In Sauvignon Blanc duften Pyrazine mehr oder weniger intensiv, je nach Weinbereitung und Herkunft, nach frisch aufgeschnittener grüner Paprika, grasig und kräuterwürzig, mit einem Hauch Moschus und grünen Früchten wie Stachelbeeren in einem Bukett, das auch an ungeputztes Katzenklo, Litschis und Brennesseln erinnern kann. Oft findet man vor allem in einfacheren Sauvignon Blanc-Qualitäten aus den Randappellationen der Loire einen Geruch, der an Chinaböller oder frisch gezündete Streichhölzer erinnert. Dieser dürfte eher auf zu starker Schwefelung beruhen, als auf dem immer wieder beschworenen 'Gout de Terroir', den die Winzer den Feuersteinen im Weinberg zuschreiben.
Sauvignon Blanc ist wuchskräftig. Je schwerer die Böden, desto höher die Erträge. Dann erreicht die Rebsorte kaum die gewünschte Reife und ihr Wein fällt krautig, mager und aufdringlich grün und scharf aus. Je magerer aber die Böden, desto niedriger die Erträge, desto reifer die Trauben. Dann kann die Rebsorte auch aromatisch zu Hochform auflaufen und trockene, kristallin reine, aromatisch hochkomplexe, animierend erfrischende Weine hervorbringen, wie sie einmalig sind in der Welt des Weißweines.
Sauvignon Blanc zeigte früher starke Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, weshalb die Erträge oft unwirtschaftlich ungleichmäßig waren. Heute baut man speziell selektionierte Varietäten an (Klon 297 und 316 sind die am weitesten verbreiteten), die regelmäßigeren Ertrag garantieren, weshalb sich die Rebfläche der populären Rebsorte deutlich vergrößert hat. Sauvignon Blanc steht heute auf Rang 4 der Rebsortenliste Frankreichs.
Oft werden einfache Sauvignon Blancs verschnitten mit Chenin Blanc wie z. B. in der Tourraine; aber auch mit Semillon oder der ebenfalls aromatischen Muscadelle zeigt sie in vielen weißen Bordeaux attraktiven Charakter und bemerkenswerte Alterungsfähigkeit. An der Loire, wo sie ihren Ursprung haben soll, erlebt die Rebsorte reinsortig ihre unverfälschte Inkarnation. Ob auf den kalkhaltigen Böden von Sancerre, den feuersteinhaltigen Böden von Pouilly-sur Loire, wo sie eine rauchige Note erfährt, die ihrem Wein den Namen Pouilly Fumé einbrachte, oder in deren östlichen Nachbargemeinden Quincy und Reuilly, immer beweist Sauvignon Blanc hier wie nirgendwo sonst auf der Welt die perfekte Abstimmung von Rebe und Herkunft, französisch 'Terroir'. Ähnlich analytisch, ähnlich präzise, rein und elegant, ähnlich vornehm, fein und druckvoll gerät sie nirgendwo sonst. Famoses Niveau kann die Rebsorte noch in Österreich und, deutlich seltener, in Deutschland erreichen, vorausgesetzt, sie wurde nicht zu laut, zu schnell und zu aufdringlich vinifiziert durch schnellen Ausbau mit Reinzuchtaromahefen, Tieftemperaturvergärung und Edelstahlausbau, wie er von den meisten Winzern noch immer praktiziert wird. Inzwischen gibt es in der Steiermark oder z. B. der Pfalz langsam agierende Spitzenwinzer, deren Sauvignon Blancs es an Originalität und Präzision, bei ganz anders geartetem Rebsortencharakter als an der Loire, mit deren großen Weinen aufnehmen können. Ansonsten aber besitzt Sauvignon Blanc, wo immer er auch angebaut wird, ob in Neuseeland oder Kalifornien, in Südafrika oder Australien, zwar stets angenehm aromatische, nie aber jene noble Intensität und unverfälschte Komplexität wie an der Loire oder seltener in Bordeaux, der bekannteste reinsortige Sauvignon Blanc dürfte dort 'Pavillon Blanc' von Chateau Margaux sein, wo er sich zu rarer Harmonie und vornehmer Expressivität aufschwingen kann.
Sauvignon Blanc trinkt man am besten jung. Gute Exemplare entwickeln sich über 2-4 Jahre. Länger eingelagert zu werden macht nur für Ausnahmeweine von Ausnahmewinzern Sinn.
![]() | USA - Napa Valley |
![]() | Sauvignon blanc |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. CAL10008 | |
| Inhalt 0.75l |














