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Cabernet Sauvignon 'Mon Chevalier' 
2007

Cabernet Sauvignon 'Mon Chevalier'

Luc Morlet hat unter anderem auch in Bordeaux gearbeitet. 90 % Cabernet Sauvignon und der Rest als klassische Bordeauxcuvée aus Cabernet Franc, Petit Verdot, Malbec und Merlot stammen von hochgelegenen Lagen im Knights Valley, nördlich von Napa, wo es warm, aber auch windig ist, so daß insbesondere die Bordelaiser Trauben besonders lange am Rebstock ausreifen können. Diese lange Hängezeit belohnt der Wein mit einer Intensität in Duft und Geschmack, wie sie Bordeaux nur in ganz wenigen historisch großen Jahrgängen auf Flasche bringt, auf Kaliforniens besten Lagen ist sie fast normal. Luc Morlet, der Franzose, produziert ur-kalifornische Weine, die aber stets im Geiste seiner Heimat stehen, wenngleich sie nicht so schmecken, weil es der Gallier in Amiland richtig krachen läßt: Luc Morlet hält mit seiner Begeisterung für reifes Lesegut und aromatische Fülle nicht hinter den Berg.

So duftet sein ‚Mon Chevalier’ nicht nach Bordeaux, sondern nach weißer Schokolade und Süßholz, nach frisch gespitztem Bleistift und Cassis, und man ahnt die Gerbstoffe der Höhe seiner Lage und die Opulenz der langen Reifezeit am Rebstock schon im Bukett. Fast provozierend intensiv dampft es aus dem Glas, so daß man schon einen der üblichen langweilig fetten, dicken Cabernets aus kalifornischer Plüsch-Produktion vor sich vermutet, doch Luc Morlet tanzt den Balanceakt von voluminösem Mundgefühl, enorm ausladender Opulenz und sensationeller Reintönigkeit, Tiefe und Frische im Trunk souverän wie kein anderer uns bekannter Produzent in Kalifornien. ‚Mon Chevalier’ ist ein toller Wein und irgendwie ganz anders strukturiert als seine Oakville Cabernets, es ist verdammt schwer diesen Unterschied zu beschreiben. Also ran an die Gläser . . . und viel Spaß damit!

Übrigens dürfte auch ‚Mon Chevalier’ ob seiner schieren physischen Substanz bis zu 20 Jahre alt werden können; mal sehen, ob ich es schaffe, wenigstens eine Flasche so lange aufzuheben . . . 

Morlet Family Vineyards

Luc Morlet ist einer der angesehensten Weinmacher Kaliforniens. Wir kennen ihn seit ein paar Jahren und staunen immer wieder darüber, daß er als Franzose in Kalifornien die vielleicht kalifornischsten Weiß- und Rotweine macht, die wir an der Spitze Kaliforniens kennen. Luc greift auf bewährte französische Techniken zurück, er hat sich dem ‚natural winemaking’ verschrieben, der Nicht-Intervention im Keller, und seine eigenen Reben bewirtschaftet er biodynamisch. Die Stilistik seiner Weine wirkt so kalifornisch, daß man immer wieder staunt darüber, daß ein Franzose hinter der puristischen Wucht und Kraftentfaltung steckt, die einem da aus dem Glas entgegen kommt.

Luc Morlet war, bevor er nach Kalifornien kam, technischer Direktor der väterlichen Firma Pierre Morlet & Fils in der Champagne. Als Kellermeister auf Chateau Dauzac in Bordeaux kam er mit Su Hua Newton zusammen, die nach dem Tod ihres Mannes einen neuen Betriebsleiter suchte und Luc Morlet anbot, nach Kalifornien zu kommen und ihr Weingut am Spring Mountain zu leiten. Er kam und blieb. Bis heute. Luc Morlet war es, der in seiner Zeit bei Newton Vineyards den berühmten Chardonnay Unfiltered entwickelte, der für große Furore sorgte damals und weltweit gesucht war. 2001 holte ihn Sir Peter Michael zu seiner Peter Michael Winery, wo er von 2001 bis 2005 als verantwortlicher Kellermeister mit großen Chardonnays und kraftvoll feinen Cabernets nicht minder für Furore sorgte. Mehrere seiner Weine wurden damals von den einschlägigen Medien mit 98 und 99 Punkten bewertet und bis heute berät Luc Morlet das Team der Peter Michael Winery, obwohl seit 2005 sein Bruder Nick hier verantwortlicher Betriebsleiter und Kellermeister ist. Danach ging er für ein paar Jahre zu Staglin Family Vineyards, wo er neben Michel Rolland als Berater und David Abreu im Weinberg für den Keller verantwortlich war. Kaum ein anderer Weinmacher, auch kein kalifornischer, produzierte binnen weniger Jahre ähnlich hochbewertete Weine wie der Franzose Luc Morlet. Er scheint mit seiner Stilistik den Nerv der Zeit, den Geschmack seiner Epoche oder zumindest den seiner Kritiker genau getroffen zu haben und nach wie vor zuverlässig zu treffen.

Seit 2006 kümmert sich Luc Morlet mit seiner amerikanischen Frau Jodie um das eigene Label Morlet Family Vinyards. In winzigen Mengen produzieren die beiden von herausragenden Weinbergen im Napa Valley, aber auch an der Sonoma Coast, beeindruckend dimensionierte Weine großer Persönlichkeit und Ausstrahlung. Es sind keine sensiblen, intellektuell angehauchten Weine für Feintrinker, sondern expressive, dicht gepackte, hochkonzentrierte Chardonnays, Syrahs und Cabernet-Blends aus puristisch handwerklicher Produktion, die zu den besten Kaliforniens gezählt werden. Nebenbei berät Luc Morlet ausgesuchte kleine Weingüter, denen er mit seiner Stilistik fast schon beängstigend zuverlässig zu schnellem Ruhm durch höchste Bewertungen verhilft.

Wir bekommen jährlich eine kleine Zuteilung seiner besten Weine, die er oft nur in wenigen hundert Flaschen produziert. 

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 158,67 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
USA - Napa Valley
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. CAL07401
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14,2 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2020+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Lehm/Ton
Besonderes: ungeschönt, unfiltriert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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