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Chardonnay 
2009

Chardonnay

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Christian Hermann

Christian Hermann aus Fläsch in der Bündner Herrschaft in der Deutschschweiz wird auch in seiner Heimat als Spitzenwinzer gefeiert. Seine raren Weine genießen Kultstatus, sind ob ihrer winzigen Produktion aber jenseits der Landesgrenzen kaum bekannt. Seine paar Tausend Flaschen Jahresproduktion reichen kaum für die Schweiz, er muß zuteilen.

Christian Hermann ist Pinot Noir-Spezialist und begeisterter Winzer mit ungewöhnlicher klarer Vorstellung davon, wie seine Weine zu schmecken haben. Seine Reben hegt und pflegt er mit unglaublicher Akribie, ihre Erträge sollen niedrig sein, und er liest reif aber nicht überreif, denn es geht dem Graubündener Spitzenwinzer um Frucht und Würze, vor allem aber um Finesse. Um möglichst dichte, aber auch möglichst feine und seidige Gerbstoffe zu erzielen, vergärt Christian Hermann als einer der wenigen Spitzenwinzer weltweit im Ganimede-Gärtank und baut einen Teil seiner Weine in kleinen neuen Holzfässern aus, die nur halb so groß sind wie Barriques.

Das Ergebnis sind Pinot Noirs ganz eigener Prägung. Wunderschön auskalibrierte, balancierte Pinots bemerkenswerter Dichte und Kraft, verpackt in feinstes Tuch, Kaschmir und Seide, fast zu schön um wahr zu sein. Was den Weinen an innerer Spannung und Frische fehlt, kompensieren sie mühelos durch strukturelle Dichte und eine Gerbstoffqualität, die Staunen macht. Faszinierend, welch breites Spektrum hoher und höchster Qualität Pinot Noir auch außerhalb Burgunds zu bieten hat!

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Die Rebe

Chardonnay

Die Herkunft des Chardonnay, der Königin der weißen Rebsorten, ist unbekannt. Viele Märchen ranken sich um ihren Ursprung, geklärt ist er nicht. Alleine in Frankreich kennt man 34 eigenständige Abarten, Klonen genannt, von denen einige überaus aromatisch, fast schon aufdringlich duften, andere sind extrem ertragsstark und riechen kaum.

Chardonnay reagiert wie keine andere Rebsorte unmittelbar auf die Art ihrer Verarbeitung, weshalb die Rebsorte ein so ungewöhnlich breites Qualitäts- und Geschmacksspektrum bietet, daß es den Chardonnay nicht gibt. Der Name der bekanntesten Rebsorte der Welt ist Weintrinkern in aller Welt so vertraut, daß sie kaum darüber nachdenken, daß sich dahinter eine Rebsorte verbirgt. Immer wieder passiert es, daß Kunden nicht wissen, daß Chablis, Chassagne oder Puligny Montrachet aus Chardonnay gekeltert werden. Für Sie scheint „Chardonnay“ eine Marke zu sein. Der Name ‚Chardonnay’ ist so populär, daß die zahlreichen Synonyme für die Rebsorte kaum noch bekannt sind; nur in Österreich beharrt man sympathisch auf dem alten Synonym ‚Morillon’.

Der relativ hohe Alkoholgehalt der Rebsorte vermittelt ein Gefühl von feiner Süße und cremiger Weichheit auf der Zunge, was maßgeblich zur weltweiten, von nationalen Geschmacksvorlieben losgelösten Popularität der Rebsorte beitrug. Die wie bei keiner anderen weißen Rebsorte mögliche Integration von Faßaromen und Eichenholzgeschmack ist ein weiterer Grund für die globale Popularität der Rebsorte.

Von Kellermeistern in aller Welt wird Chardonnay geschätzt, weil er wie keine andere Rebsorte auf ihre Weinbereitung reagiert. Sie läßt sich reduktiv kalt im Edelstahltank vergären und ergibt dann frische, rassige Weine mit angenehmer Säure. Sie läßt sich aber genau so gut oxidativ im kleinen Eichenfaß vergären und lange auf der Hefe lagern, verträgt sogar lange Lagerung und Reifung in neuem Holz, ohne dessen unangenehme Aromen aufzunehmen. Über das Ansprechen der Rebsorte auf Hefesatzaufrühren (die sogenannte ‚Battonage’, bei der man im Holzfaß den trüben Bodensatz der Hefe mit einem Stab aufrührt und sie auf diese Weise emulgiert; je häufiger man dies tut, um so cremiger und weicher wird der Wien) haben sich zwei Schulen an Verarbeitung zwischen Burgund und Kalifornien herauskristallisiert, die diese Eignung für besondere Stilistik nutzen: Es gibt die ‚modernen’ Winzer und Kellermeister, die durch starkes und häufiges Hefesatzaufrühren dicke, weiche, cremig fette Chardonnays produzieren, wie sie der Idealvorstellung dieser Rebsorte entsprechen. Dem stehen Winzer entgegen, die bewußt auf das Aufrühren der Hefe verzichten, um so die aromatische Komplexität der Rebsorte, ihre Mineralität und Straffheit, ihre Rasse und strukturelle Eigenartigkeit herausarbeiten. Sie rühren die Hefe gezielt nicht auf (wie z. B. Coche-Dury in Burgund oder Au Bon Climat in Kalifornien), um deren Aromen nach frischem Brot, Hefeteig, gerösteten Mandeln und Haselnüssen in das frische, nachhaltig straff wirkende, mineralisch geprägte Geschmacksbild der Rebsorte zu integrieren.

Guter Chardonnay besitzt attraktive goldene Farbe und einen breiten, gefälligen, aber nicht einfach zu beschreibenden Geschmack. In wissenschaftlichen Analysen stellte sich Chardonnay als aromatisch schwer zu fassen dar. Sein Spektrum reicht, je nach Ausbau, von Himbeeraromen über Tabak, Vanille, tropische Früchte und Pfirsicharomen zu reifen Tomaten, Tee und Blütendüften.

Wenn man Chardonnay von jungen Rebstöcken erntet, wie in Italien üblich, und dabei noch von den hohen Erträgen profitiert, die die Rebsorte mühelos bringt, wird er wäßrig, dünn und fast neutral. Einfacher Chardonnay ist ein so überflüssiger wie säuerlich dünner, an grüne Äpfel und Melonen erinnernder Saufwein, der den Markt in schier unerschöpflicher Menge zu überschwemmen scheint.

Dagegen können niedrige Erträge von erstklassigen Lagen auf basischen Böden (Kalk), die gesunde Säure mit optimalem pH-Wert aus präzise reif gelesenen Trauben besitzen, durch eine sich souverän zurücknehmende Kellertechnik großartige, eindrückliche Chardonnays begeisternder Individualität hervorbringen, die sich über Jahrzehnte zu unerreichter Grandezza rarer Komplexität entwickeln. 

 

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43,00 €
je Flasche à 0.75l / 57,33 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Schweiz - Graubünden
weissChardonnay
Langsam
6er Karton
Art-Nr. CHW09100
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015
Restzucker: < 4 g/l
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Braunerde (kalkhaltig)
Besonderes: Aua dem Ganimede-Gärtank
Dekantieren: Nein
Vergärung: Nein
Verschlussart: Naturkork

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