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Riesling 'Ruppertsberger Hoheburg' PC Fass 23 
2007

Riesling 'Ruppertsberger Hoheburg' PC Fass 23

In der langen Schlegel-Magnum. Für den besonders langfristigen Genuß, den dieser Naturriesling zuverlässig garantiert.

Ein Riesling-Experiment besonderer Art. Die K&U-Sonderedition, ein Experimentalwein, wie man ihn nur bei uns zu probieren bekommt. Bettina Bürklin-von Guradze, die so dynamische wie visionäre Eignerin des großen Betriebes, bot uns seinerzeit an, einen Experimentalwein aus einer speziellen „Premier Cru“-Parzelle im Ruppertsberger Hoheburg exklusiv für uns an- und auszubauen. Seitdem wurde in 'unserer Parzelle' biodynamisch mit dem Pferd gearbeitet und im Keller entsprechend unserer Vorstellungen natürlicher Ausbau betrieben. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Naturwein im besten Sinne, der Unterschied ist eklatant in diesem dicht gepackten, ungewöhnlich lebendig wirkenden Riesling, erstaunlich anders als die 'Normalversion' des Weingutes.

Unser Faß N° 23 ist ein Riesling, der „wie früher“ im Keller explizit machen durfte, was die Natur mit ihm machen wollte: Er erfuhr keine Temperaturkontrolle während der Gärung, keine korrigierenden Eingriffe im Keller, wurde nicht vorgeklärt, spontan vergoren im Halbstückfaß, weder geschönt noch filtriert und durfte solange im Faß auf der Vollhefe reifen, bis er durchgegoren und mikrobiologisch stabil war. Das dauerte immerhin 14 Monate. Der Jahrgang 2007 kam unserer Phiosophie wie prädestiniert entgegen. Er präsentiert sich eindrucksvoll dicht und prägnant im Mundgefühl, seidig und angenehm cremig, fast speckig, weil er von Granitboden stammt, aber unter der äußeren Wucht des Auftritts steckt kraftvoll mineralischer Kern, der raffiniert im Spiel agiert und komplex in expressiver Pfälzer Kräuter- und Gewürz-Aromatik aufgeht. Der Wein braucht viel Luft in der Karaffe und entwickelt sich, einmal geöffnet, mühelos über eine Woche und länger.

Der schonende Naturausbau liefert einen großen, mit knapp 6,5 Gramm Restzucker nicht ganz trockenen, aber durchgegorenen Wein ganz eigener, expressiv unverkennbarer Pfälzer Prägung. Er verspricht profunde Zukunft. Das „normal“ wie üblich ausgebaute Gegenstück im Portfolio des Weingutes schmeckt schon heute deutlich gereifter und strukturell gravierend anders, nämlich weniger dicht, fast etwas mager und straffer. „Unser“ Experimentalwein führte immerhin dazu, daß sich mit dem Jahrgang 2009 die Weine im Keller von Dr. Bürklin-Wolf an den Erfahrungen mit diesem Modellwein orientieren. Ein gelungenes Experiment also, dessen Zukunft gerade erst begonnen zu haben scheint. Profundes 'Naturwein'-Vergnügen, das wir gerne zur Diskussion stellen. 

Die letzten Doppelmagnums.

Dr. Bürklin-Wolf

Bettina Bürklin-von Guradze, die dynamische Eignerin des großen Familienbetriebes in Wachenheim in der Pfalz, bewirtschaftet seit Jahren ihre Weinberge biodynamisch und gehört als erster und einziger Betrieb Deutschlands dem illustren französischen Bio-Verband ‚Biodyvin’ an.

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf ist nicht nur wegen seiner Größe etwas Besonderes, seit 1994 produziert der Betrieb entsprechend einer eigenen, strengen Lagen- und Herkunftsklassifikation. Basierend auf altem Erfahrungswissen und traditioneller Überlieferung beurteilte die Familie die Qualität ihrer Lagen und verglich diese mit modernen geologischen und klimatologischen Erkenntnissen. Die Untersuchungen kamen zu nahezu identischer Einschätzung: Die alten Weinbergskarten, die nach den Erfahrungen von Generationen vor über 150 Jahren die besten Lagen abgrenzten, deckten sich weitgehend mit der modernen Analyse.

Schon immer stand bei Bürklin-Wolf die Qualität der einzelnen Lage im Fokus. Bis zur Einführung des, wie man heute weiß, katastrophalen Weingesetzes von 1971 waren auf den Etiketten des Weingutes nur die Spitzenlagen vermerkt. Deshalb war und ist ein Bürklin-Wolf-Wein mit einer Lagenbezeichnung stets etwas Besonderes. Diesem Gedanken der Herkunft als wesentlichem Qualitäts- und Geschmacksmerkmal trägt Bettina Bürklin-von Guradze mit der gutseigenen Lagenbezeichnung und Klassifikation nach Grand- und Premier Cru-Status Rechnung. Nun will sie den Herkunftscharakter ihrer Weine mittels nachhaltiger ökologischer Bewirtschaftung weiter intensivieren, den Einfluß der Weinbereitung im Keller durch Spontanvergärung, Verzicht auf Vorklärung und langsamen natürlichen Ausbau minimieren und so ihre großartigen, schon heute weitgehend singulären Qualitäten behutsam weiter individualisieren. Hier hat die Zukunft schon begonnen.

Wir führen vor allem ‚unseren eigenen’, speziell für uns produzierten Experimentalwein aus Ruppertsberg, den wir Ihnen hier näher vorstellen, ergänzen das Sortiment aber immer wieder mit ausgewählten Premier- und Grand-Cru-Lagen aus aktuellem oder gereiftem Jahrgang..

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Die Rebe

Riesling

Über Riesling läßt sich trefflich streiten. Es gibt viele Weintrinker, die mit der Rebsorte nicht zurechtkommen. Das mögen Vorurteile sein oder andere Gründe, fest steht: Riesling wagt Charakter.

Riesling ist in Stil und Charakter extrem abhängig von der Qualität seines Standortes. Sein kräftiges, ausdrucksvolles, gelegentlich auch analytisch präzise wirkendes Aromaprofil reicht von blumig über mineralisch und stahlig bis zu fruchtig und honigwürzig oder gar ölig, je nach Herkunft, Boden, Alter und Lage oder Exposition der Reben.

Sein markantes Aroma, das im Alter Petrolnoten entwickeln kann (die man mögen muß, wir mögen sie nicht), ist direkte Funktion eines sehr spezifischen Verhältnisses von Süße zu Säure und eines ungewöhnlich hohen Anteils an Monoterpenen, stark aromatischen Geschmacks- und Aromastoffen, die im Riesling ca. 10 bis 15 mal höher enthalten sind als in anderen weißen Rebsorten. Seine Langlebigkeit und die Fähigkeit, die Charakteristika seiner Herkunft (Lage und Exposition, sowie Boden) in besonderem Maße zum Ausdruck zu bringen, ohne dabei an Rebsortencharakter einzubüßen, machen Riesling in seiner besten Form zu einer der feinsten Weißweinrebsorten der Welt. Ein ähnlich anspruchsvolles und interessantes Spektrum an Aromen und Geschmack bieten nicht viele weiße Rebsorten der Welt.

Weil das Holz der Rieslingrebe sehr hart ist, ist Riesling relativ frostbeständig und deshalb ideal für kühle Anbaugebiete angeeignet. Er sollte aber in geschützten Lagen stehen, wenn er wirklich reife Trauben liefern soll und die Erträge nicht ins bodenlose sinken sollen. Selbst relativ hohe Erträge wie 60-70 hl/ha verdaut Riesling in guten Lagen ohne große Qualitätseinbuße. Er reagiert im Reifezeitpunkt aber unmittelbar auf niedrige Erträge, die er dann mit besserer Reife zu einem früheren Zeitpunkt belohnt, in Zeiten des Klimawandels ein immer wichtigerer Punkt.

Später Austrieb und die damit verbundene späte Lese sind ein weiteres Charakteristikum der Rebsorte. In kühlen Regionen wird Riesling oft erst Mitte Oktober bis Mitte November gelesen. Es scheint, daß gerade die lange und langsame Reifeperiode mit entsprechend langer Hängezeit am Stock der Rebsorte jene Komplexität und Größe vermittelt, für die großer deutscher Riesling weltberühmt ist. Erst so entwickelt er ein Maximum an Geschmacksfülle bei niedrigem Alkohol und feiner, reifer Säure.

Die besten Rieslinge gedeihen auf besonders günstigen Lagen in kühleren Weinbauregionen. Je wärmer Riesling steht, um so schneller erreicht er den Reifezeitpunkt, entwickelt dann aber nicht sein legendär frisches Süß-Säure-Spiel mit aromatisch komplexen und reizvollen Aromastoffen. Riesling kann schnell plump und langweilig wirken.

Nicht immer also ist das vermeintlich Beste im Wein wirklich gut genug. Riesling braucht, wie Pinot Noir, mehr als nur das (nicht existente) Beste. Vielleicht wird er deshalb von so manchem Weinfreund falsch verstanden.

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 1.5l-Magnum / 28,00 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Deutschland - Pfalz
weissRiesling
Langsam
Einzelflasche
Art-Nr. DPW07501
Inhalt 1.5l-Magnum
Alkohol: 14,2 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: > 2020+
Restzucker: 6.5 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Granit
Besonderes: Biodyvin®, unfiltriert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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