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'Po de Poeira' Douro tinto (rot) 
2008

'Po de Poeira' Douro tinto (rot)

‚Po de Poeira’, der ‚kleine’ Poeira. Von Jorge Moreira gekonnt in Szene gesetzt, denn der Unterscheid zwischen dem kleinen und dem großen Poeira ist zumindest im Jahrgang 2008 nur im direkten Vergleich auszumachen.

Wer sich für Weine aus dem Douro-Tal interessiert und einen waschechten Vertreter probieren will, der all das hat und all das kann, was einen vollwertigen Douro-Rotwein auszeichnet, der sollte sich Po de Poeira vornehmen. Ein überzeugender Wein, der mehr ist als nur ein Zweitwein. Zweitweine sind meist nichts anderes als ausgezogener Abklatsch des sogenannten großen Weines. Bei Jorge Moreira entstammt der Zweitwein etwa zur Hälfte der Selektion jener Partien alter Reben, die nicht in den großen Poeira gingen, den Rest liefern jüngere Reben der Sorten Sousao, Touriga Franca und Touriga Nacional. Weinbereitung und Ausbau unterscheiden sich kaum vom großen Poeira: 12 Monate in gebrauchten Barriques bei absolut identischer Behandlung.

Das Ergebnis ist ein Wein, der zu seinem Preis den vielleicht besten Weinwert des Douro-Tals darstellt, zumal in einem Jahr wie 2008, wo der Unterschied zum großen Poeira eher stilistisch als qualitativ ausfällt. Er gedeiht auf steilen Granitterrassen hoch über dem Städtchen Piñhao am Douro und wurde nach der Lese von Hand schonend in großen Granitbecken, den traditionellen Lagares, mit den Füßen eingemaischt und extrahiert, um dann bis zur Zusammenstellung der Cuvée in gebrauchten Barriques zu reifen.

Po de Poeira 2008. Ein mundfüllender, kraftvoller Rotwein, dem es an jener ultimativen Konzentration fehlt, die der große Poeira jederzeit bereitstellt, dafür bietet er aromatische Komplexität, die weit über seine Preisklasse hinausgeht und zupackenden Biß in mundfüllender Gerbstoffstruktur, die fein, rein und puristisch wirkt, also alles andere als kantig oder rustikal daherkommt. Er setzt weniger auf Konzentration als auf die gekonnte Kombination von druckvoller Fülle, Mineralität und Feinheit. Genau das macht ihn außergewöhnlich, macht ihn wertig und anspruchsvoll, und damit zu weit mehr als nur einem Zweitwein. Seine potente Fruchttiefe und erdige Würze agieren in samtig balsamischen Gerbstoffen, die aber nicht weich und mild wirken, sondern frisch und präsent die Bahn vorgeben, die der Wein auf der Zunge nimmt. Ein kompakt frisch schmeckender Wein, der das Mundgefühl mit kühler Frucht dominiert, dicht verwoben in würzigen Tabak-, Zeder-, Leder- und Beerenaromen. Weniger dick und intensiv als angenehm ätherisch und kühl wirkend in komplexem Aromenprofil, das nach Erde und Gestein duftet und Potential signalisiert. Jorge Moreira liefert mit seinem Po de Poeira 2008 einen bemerkenswert preiswerten Rotwein, der sich an Weinfreunde mit Anspruch und Erfahrung wendet. Er offeriert ein Preis-Genuß-Verhältnis, das den Zugang zur faszinierenden Welt der Weine des Douro-Tals leicht macht. Mehr Weinerlebnis kann man zu diesem Preis kaum erwarten. Viel Charakter im Wein mit viel Wert im Glas. 

Quinta do Poeira

Jorge Moreira, einer der besten jungen Weinmacher der noch jungen Winzer-Szene Portugals. Macht sich seit 2002 international einen Namen als treibende Kraft hinter den Weinen der bekannten Quinta de la Rosa, die er mit souveräner Qualität in die Hitlisten Portugals katapultierte. Sein eigenes Weingut Poeira, bekannt durch den jährlich sich anders kringelnden Staubsaugerschlauch auf dem Etikett, zählt nicht nur zu den besten Portugals, sondern hat auch das Zeug zum international renommierten Klassiker. Den endgültigen Durchbruch könnte ihm der historisch gelungene Jahrgang 2009 bescheren. Ihn bewertete Parkers Wineadvocat mit 94 Punkten, seitdem steht er auf den Suchlisten der Punktejäger. 

7.5 Hektar alter Reben und 1.5 Hektar relativ junger Reben auf einem terrassierten Nordhang, der über fast 600 Höhenmeter steil ins Tal fällt, sind das Geheimnis der beeindruckenden Weinqualitäten von Poeira.

Jorge Moreira, der junge Weinmacher, gehört zu den Stillen im lauten Weinzirkus. 1971 geboren, wußte er nach der Schule nicht, was er studieren sollte. So landete er quasi per Zufall beim Wein, denn seine Eltern hatten mit Wein nichts zu tun. Er absolvierte das Studium der Önologie an der Universität von Vila Real, arbeitete nach dem Abschluß aber zunächst als Verkäufer für Holzöfen, bevor er auf Drängen seines Vaters seine erste Anstellung im Wein annahm. Die war Gold wert. Sieben Jahre arbeitete er für die Real Compania Velha, wo er als Weinmacher die Chance bekam, ein Programm hochwertiger trockener Tafelrotweine aufzubauen. Doch erst die Freundschaft mit Dirk Niepoort brachte ihn endgültig zum guten Wein über das enge Tal des Douro hinaus. Der kommunikative Hans-Dampf-in-allen-Gassen führte den jungen Jorge in die Welt der großen Weine aus aller Welt ein und der junge Weinmacher begann Wein von der Pike auf zu lernen. Wißbegierig und ehrgeizig machte er sich binnen weniger Jahre zum versierten Verkoster. Mehr und mehr interessierte ihn dabei der Weinberg statt sein erlerntes Metier, der Keller. Als ihm Ende der Neunziger Jahre die Quinta da Terra Feita de Cima bei Pinhão angeboten wurde, schlug er zu. Ihn reizte der nach Norden ausgerichtete Weinbergshang, weil er nicht die üblichen schwarzen, gerbstoffbeladenen Rustikaltropfen machen wollte, für die das Dourotal bis dahin bekannt war, sondern er wollte feine, elegante Weine mit Frische, Saft und aromatischer Ausstrahlung produzieren. Sein erster Jahrgang 2001 verunsicherte ihn dann allerdings selber, denn er besaß feine, nervige Säure und seine dichte, aber kühle Gerbstoffrasse bewies genau die kraftvolle Eleganz, die er sich gewünscht und vorgestellt hatte, doch hatte der Wein so gar nichts mit den dicken, fetten, mit Tanninen beladenen Rotweinen internationaler Stilistik gemein, die zu der Zeit so erfolgreich in Mode waren. Doch einmal mehr half ihm Freund Dirk. Er übernahm mit seiner Distribution in Portugal den Vertrieb für den ersten Jahrgang von Poeira - und war binnen kürzester Zeit ausverkauft. Der Weg war bereitet.

Seitdem hat sich Jorge Moreira großen Ruf in Portugals Weinszene erarbeitet und ist auf dem Weg nach ganz oben. Er ist selbst zur Ikone einer nachfolgenden Generation jüngerer Weinmacher und Winzer geworden. Bei allem Erfolg, bereits mehrfach wählten ihn portugiesische Weinzeitschriften zum Winzer des Jahres und seinen Poeira zum besten Rotwein Portugals, ist er angenehm bescheiden geblieben. ‚Ich habe viele Jahre gebraucht, um guten Wein in seiner Komplexität zu verstehen. Der Keller ist dabei das eine gewesen, viel wichtiger ist mir heute der Weinberg; beides muß man in seiner Wechselwirkung beobachten und verstehen lernen, sonst kann man keinen wirklich guten Wein produzieren, der unmißverständlich für seine Herkunft stehen und zugleich internationale Geschmacksvorstellungen treffen soll, ohne sich selbst aufzugeben. Ich hatte zum Glück im Laufe meiner Ausbildung alle Chancen, dies alles zu lernen. Ich gehöre zur ersten Generation derart gut ausgebildeter Winzer in Portugal, trotzdem orientiere ich mich nicht an berühmten Önologen oder Weinmachern der internationalen Schule, sondern meine Vorbilder sind jene traditionell verwurzelten Winzer des Dourotales, die ihre Weinberge und deren Potential kannten und mit viel Respekt aus ihren alten angestammt autochthonen Rebsorten große, eigenständige, manchmal harte, manchmal wilde, immer aber charaktervolle Rotweine kelterten, die nur von hier kommen konnten. Das ist es, was mich gestern wie heute am Douro-Tal reizt.’

Besser kann man die Arbeit von Poeira kaum beschreiben. Jorge Moreira produziert drei Weine. Alle drei, ein Weißwein, zwei Rotweine, gehören in ihrer Klasse zu den herausragenden Weinpersönlichkeiten am Douro. Es sind keine modisch fetten, weichgespülten Weine internationaler Machart, sondern profilierte Charakterweine eigenständiger Stilistik. Sie werden nach den Regeln moderner Winzerkunst in mustergültig handwerklicher Manier produziert, beweisen aber unmißverständlich ihren Herkunftscharakter aus einem der heißesten Weintäler der Welt. Sie tun es mit faszinierend eigenem Charme und mutiger Frische in Struktur und Trunk. Es sind unverwechselbar persönliche Winzerweine, deren Herkunftscharakter sie zum überzeugenden Botschafter einer der großen Herkünfte der Weinwelt macht. Sie beweisen, daß das Dourotal das Potential hat, zu einem Klassiker der Weinmoderne zu werden. Poeira ist eines seiner Flaggschiffe, Jorge Moreira einer seiner besten Botschafter. 

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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je Flasche à 0.75l / 22,40 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Portugal - Douro
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. PDR08501
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2016+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Schiefer
Besonderes: Unfiltriert.
Dekantieren: Ja
Vergärung: Reinzuchthefe
Verschlussart: Naturkork
Biogene Amine: Nein
pH-Wert: 3.6

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