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'Passagem' Douro tinto
Quinta de la Rosa
Im nordportugiesischen Douro-Tal hat sich in den letzten zwanzig Jahren eine hochdynamische Weinkultur entwickelt, deren trockene Weiß- und Rotweine es an Charakter und Ausstrahlung mit den besten der Welt aufnehmen können. So mancher große Douro-Rotwein verdankt seine faszinierend samtige Gerbstoffqualität der noch immer praktizierten traditionellen Mazeration in ‚Lagares’, jenen Vergärungsbecken aus Granit, in denen die Trauben behutsam mit den Füßen eingemaischt werden, um nach wenigen Tagen für den weiteren Ausbau in die Fässer zu kommen.
Die großen Weißweine Portugals gehören unserer Meinung nach zu den spannendsten und interessantesten Entdeckungen des Weinmarktes derzeit, begeistern sie doch mit überzeugend eigenständiger Stilistik, die uns Deutschen ob ihrer trockenen, mineralisch frischen Art sehr entgegenkommt. Gute Portweine, für die das Dourotal über Jahrhunderte stand, erleben seit ein paar Jahren endlich wieder steigende Nachfrage, so daß die Qualitäten der letzten Jahre eine Renaissance dieses einmaligen Süßweines einleiten konnte
Einer der Pioniere der spannenden Entwicklung am Douro ist die kleine ‚Quinta de la Rosa’ in der Nähe von Pinhão. Seit 1805 belieferte sie das Handelshaus Grahams mit Wein, der ob seiner Qualität sehr gesucht war. Seit 1988 dürfen auch kleine Single Quintas wie die ‚Quinta de la Rosa’ Portwein unter eigenem Namen auf den Markt bringen. Das war der Beginn jener qualitativen Revolution, die das Dourotal zu einer der spannenden Rotweinregionen der Weinwelt veränderte. Auf den spektakulären Schiefer- und Granit-Terrassen entlang des Douro gewinnt man nämlich nicht mehr nur Trauben für die Portweinherstellung; es war Sophia Bergvist von der ‚Quinta de la Rosa’, die aus der Not eine Tugend machte, und als eine der ersten trockene Tafelweine zu produzieren versuchte. Das war ambitioniert und alles andere als einfach, doch heute gehört die ‚Quinta de la Rosa’ neben Dirk Niepoorts ‚Douro-Boys’ zu den herausragenden Produzenten trockener Rot- und Weißweine am Douro.
Sophia Bergqvist, die dynamische Eignerin des Hauses, leitet ihren kleinen Betrieb mit großem Engagement. Ihre ausgezeichneten Lagen reichen vom heißen Talgrund bis hoch hinauf auf die terrassierten kühlen Hügelkuppen. Ob ihrer besonderen Lagenqualität kann die ‚Quinta de la Rosa’ deshalb häufiger einen Jahrgang zum Vintage Port deklarieren, als die großen bekannten Porthäuser, die auf große Mengen an gutem Port warten müssen, um einen Jahrgang zum Vintage deklarieren zu können. Doch für Sophie Bergqvist ist das Portweingeschäft nur noch geliebtes Hobby. Sie hat mit ihren trockenen Weiß- und Rotweinen so großen Erfolg, daß diese längst den Löwenanteil ihrer Produktion ausmachen. Den Erfolg verdankt Sophia Bergqvist maßgeblich dem jungen Jorge Moreira, den sie 2002 für die Arbeit in Keller und Weinberg als Partner engagierte.
Jorge Moreira ist Portugiese und Agraringenieur. Seine sensibel geschliffenen Weiß- und Rotweine begeistern mit seidig frisch wirkender, nobler Struktur, wie sie selten ist in Portugal. Seine Weine zählen heute zu den besten Portugals, sein eigenes Weingut ‚Poeira’ wurde 2010 zum besten Betrieb am Douro gekürt. Seine animierend frischen Weine, die er für ‚Poeira’ und die ‚Quinta de la Rosa’ produziert, erobern sich auch bei uns die Herzen von Kennern und Könnern im Sturm. Sie sind herrlich zu trinken, besitzen in weiß besondere Persönlichkeit und Originalität und verwöhnen in rot durch absolut außergewöhnliche Qualität der Gerbstoffe.
Die Rebe
Touriga Naçional
Touriga Nacional, die große rote Rebsorte Portugals, hat nichts, wie immer wieder behauptet wird, mit der spanischen Tempranillo zu tun, die in Portugal Tinta Roriz heißt. Portugal soll, ähnlich wie Italien, noch über 400 eigene, autochthone Rebsorten im Anbau haben! Viele Winzer wissen oft selbst nicht, welche Rebsorten sie in ihren Weinbergen stehen haben, so groß ist die angestammte Vielfalt alter, zum Teil schon vergessener Rebsorten in Portugal, die trotzdem immer noch, zumindest vereinzelt, im Anbau stehen.
Touriga Nacional gilt als die hochwertigste rote Sorte des Landes. Die autochthone Rebsorte kennt mehrere Spielarten. Sie galt früher schon als die hochwertigste Rebsorte für die Produktion von Portwein und prägt heute nicht minder erfolgreich und unverkennbar die großen trockenen Rotweine vor allem im Dourotal aber auch im Dão, und auch im Alentejo überraschen engagierte Winzer mit reinsortigen Touriga Nacional-Qualitäten bemerkenswerten Niveaus.
Die Sorte liebt heißes Klima, weshalb sie sich im klimatisch extremen Dourotal zu ganz besonderer Qualität aufschwingt. Sie gilt als ideal an die extremen Klimata im Dourotal adaptierte Rebsorte. Ihre Erträge sind klein. Ein Rebstock trägt in der Regel nur 300 Gramm Trauben. Ihre Beeren sind klein, extrem hart- und dickschalig und liefern dunkle, tanninhaltige, konzentrierte Rotweine, die eine ganz eigene dunkelwürzige, kühl wirkende Geschmacksfülle großer Intensität und Komplexität hervorbringen, vor allem, wenn die Trauben schonend in den traditionellen Lagares vinifiziert wurden. Altes Erfahrungswissen, noch heute praktiziert, der ganz besondere Reiz Portugals bzw. der Weine des Douro.
Touriga Nacional ist eine sehr alte Rebsorte, die schon im 13. Jahrhundert bekannt war und heute in den großen trockenen Rotweinen des Douro und in Dao einer vielversprechende Zukunft entgegenblickt.
![]() | Portugal - Douro |
![]() | Touriga Naçional |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. PDR06503 | |
| Inhalt 0.75l |


















