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Terra do Zambujeiro Alentejo Tinto 
2006

Terra do Zambujeiro Alentejo Tinto

Alain Bramaz und Nuño Malta, der für die Weinbereitung auf Zambujeiro verantwortlich ist, veränderten die Bodenbearbeitung und die Laubwerksarbeit, schützten z. B. die Trauben gegen unmittelbare Sonneneinstrahlung, und erreichten so im Zusammenspiel mit etwas früherer Lese jenen Stilwandel, der nun auch strukturell das Potential ihrer Schieferböden widerspiegelt. Jetzt beweist auch „Terra do Zambujeiro“ nicht nur kraftvolle Strukturbasis, sondern kühle Raffinesse im dichten Spiel; jetzt harmoniert die ohnehin mächtige Substanz mit edler, fast transparent wirkender Gerbstoffqualität, die attraktive Kräuterwürze in schokoladiger Fülle transportiert. Rosmarin in Nougat? Unverkennbares Profil verdankt der Wein den Rebsorten der Region: Aragonez, Trincadeira, Alicante Bouschet und Periquita. Sie liefern einen eindrucksvollen Wein, der 24 Monate Zeit bekam, um im Holzfaß zu harmonisieren. Wer den großen „Zambujeiro“ nicht kennt, fällt bei diesem kleinen Riesen vom Hocker. Sein geschliffener Extrakt, mächtig aber geschmeidig verpackt, trinkt sich wohltuend und macht den Wolf im Schafsfell zum besonderen Vergnügen.
 

Quinta do Zambujeiro

Im portugiesischen Alentejo betreibt ein Schweizer Weinliebhaber ein Weingut, das es in sich hat: „Quinta do Zambujeiro“. Auf lehmhaltigen Schieferböden stehen rund 30 Jahre alte Rebstöcke, ausschließlich regionale Rebsorten wie Trincadeira, Aragonez (Tempranillo) und ein wenig Alicante Bouschet. Die Arbeit im Keller orientiert sich an moderner Rotweintechnik nach dem Motto „so wenig wie möglich, soviel wie nötig“. Neue hölzerne Gärtanks wurden angeschafft, feinste französische Barriques besorgt und im Weinberg regenerierte man die verwahrlosten alten Reben und pflanzte behutsam neu. Das Ergebnis ist beeindruckend, die Lernkurve bemerkenswert schnell. Produzierte man zu Beginn noch Weine globaler Parker-Stilistik, also dick und fett, hoch im Alkohol und satt in der Extraktion, um so die Aufmerksamkeit der internationalen Presse auf sich zu ziehen, stellte Alain Bramaz, für Keller und Weinberge zuständig, in den letzten Jahren die Stilistik seiner Weine konsequent um. Sie präsentieren sich heute portugiesischer denn je, sind weniger dick und fett als fein und frisch im Trunk, geprägt von den tiefgründigen Schieferböden des Alentejo, die seidige Gerbstoffe liefern in köstlich frischem, feinem, fast seidig wirkendem Mundgefühl. Alain Bramaz Weinbereitung widmet sich immer weniger dem „machen“ als dem „lassen“. Dadurch wirken seine heutigen Weine weniger verarbeitet, ursprünglicher und zeigen unverwechselbaren Stil mit Charakter und unverkennbar eigenständiger Handschrift. Zambujeiro ist ein spannendes Projekt, das wir mit Engagement und Neugier verfolgen.

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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je Flasche à 0.75l / 36,67 €/L
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Portugal - Alentejo
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. PAL06201
Inhalt 0.75l
Alkohol: 15 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: 3 g/l
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Schiefer
Besonderes: Unfiltriert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Nein
Verschlussart: Naturkork

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